Vorstellungsgespräch Zeitarbeit- welchen Lohn kann man fordern? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

guinan

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Hi,

ich habe übermorgen einen Vorstellungstermin bei einer Zeitarbeitsfirma als Bürogehilfin alternativ Telefonistin.

Ich habe das erste Staatsexamen fürs Lehramt. Die Arbeitsstelle liegt in Wuppertal, ich bin in Hagen.

Welchen Stundenlohn könnte ich (realistisch) fordern und wie stehts mit Fahrtkosten? Und was ist, wenn die mich nur auf Abruf wollen, obwohl in der Stellenausschreibung Vollzeit steht? (Dann wären Fahrtkosten mehr als mal hier und da arbeiten)

Besten Dank,
guinan
 

gila

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Hallo Guinian!

Frage: willst du wirklich mit deiner Ausbildung so eine Stelle?

Damit werden weder Du noch der AG "glücklich" werden - mich wundert, dass die ZAF hier ein Vorstellungsgespräch anberaumt, weil du dafür vollkommen überqualifiziert bist bzw. in dem Bürojob wohl eher gar keine Quali haben dürftest :icon_twisted:.
 

guinan

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Nun ja, ob ich das will oder nicht weiß ich gar nicht so genau. Aber ich habe den Vorschlag ja eh von denen bekommen. Und in pädagogische Berufe lassen sie mich nicht und umschulen auch nicht. Und besser, als weiter aufm Sofa festgeschnallt werden.

Aber eins schwöre ich: Eines Tages werde ich deren Vorgesetzte. Oder werde ihre Kinder unterrichten. Und mal sehen, ob sie dann immer noch so arrogant rüberkommen. Und dafür putze ich notfalls sogar Klos.
 
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Hi,

ich habe übermorgen einen Vorstellungstermin bei einer Zeitarbeitsfirma als Bürogehilfin alternativ Telefonistin.

Ich habe das erste Staatsexamen fürs Lehramt. Die Arbeitsstelle liegt in Wuppertal, ich bin in Hagen.

Welchen Stundenlohn könnte ich (realistisch) fordern und wie stehts mit Fahrtkosten? Und was ist, wenn die mich nur auf Abruf wollen, obwohl in der Stellenausschreibung Vollzeit steht? (Dann wären Fahrtkosten mehr als mal hier und da arbeiten)

Besten Dank,
guinan
Schau dir mal die folgende Seite an.

Lohnspiegel.de - Lohn- und Gehalts- Check
 

schuldenjenny

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hallo.

schau mal nach welchen tarifvertrag die ZAF nutzt, dann kannste den lohnspiegel sehen u. schon haste den maximalen stundenlohn den die hütte zahlt u. keinen cent mehr, da is nix mit "verhandlungen"...

viel glück
 

guinan

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Hi,

also sie haben mir 8€ die Stunde angeboten für 30 Arbeitsstunden die Woche, auf Dauer angelegt. Problem: Ich sollte sagen, dass ich da dauerhaft bleibe und mich nicht mehr bewerbe und da hab ich gesagt, das darf ich ja gar nicht, ich bin gesetzlich verpflichtet, mich weiter zu bewerben, solange ich im Leistungsbezug bin. Sie meinte dann, das hätte ich ihr nicht sagen sollen. Und ich meinte, naja, wenn ichs jetzt nicht gesagt hätte, wärs ja dennoch klar gewesen, denn das Gesetz schreibt es ja so vor.

Nun soll ich nochmal anrufen und Bescheid sagen, ob ich damit aus dem Hartz4-Bezug rauskomme und für dauerhaft zusagen kann oder ob ich mich weiter bewerben würde.

Ich rechne mal vor: 960 € im Monat. Brutto-Netto-Rechner sagt, das sind 754,38€ Netto. Dann zahle ich für die Monatskarte noch etwa 88 Euro, also etwa 666 Euro.

Hart4 bekomme ich 690 Euro. Liegt also sehr nah zusammen. Ab wieviel Geld ist man aus dem Bezug raus? Und zählen die Fahrtkosten dazu?

Und vor allem, was soll ich nun sagen? Ich soll ja nochmal anrufen.
 

Roter Bock

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Du bist dann aus dem Bezug raus wenn Du Miete + Nebenkosten und den Betrag von 374 Euro (alleinstehend) rechnest. Mit der Kohle die die ZAF Dir anbietet wird das nix. (das ist mal grob überschlagen. Ab dem ersten Euro mehr wäre es so.

Kein Arbeitgeber kann verlangen (jenseits vom JC) das Du eine "Ewigkeitsklausel" unterschreibst. Das geht den Arbeitgeber gar nix an - es ist Deine Karriere. Entweder zahlen die besser oder Du bist weg sobald sich Dir eine Chance bietet. So einfach ist das - auch das ist Markt.

Das darfst Du aber so nicht sagen. Wichtig! Das machst Du einfach bei der nächsten Gelegenheit und fertig.

Roter Bock
 
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Hi,

also sie haben mir 8€ die Stunde angeboten für 30 Arbeitsstunden die Woche, auf Dauer angelegt. Problem: Ich sollte sagen, dass ich da dauerhaft bleibe und mich nicht mehr bewerbe und da hab ich gesagt, das darf ich ja gar nicht, ich bin gesetzlich verpflichtet, mich weiter zu bewerben, solange ich im Leistungsbezug bin. Sie meinte dann, das hätte ich ihr nicht sagen sollen. Und ich meinte, naja, wenn ichs jetzt nicht gesagt hätte, wärs ja dennoch klar gewesen, denn das Gesetz schreibt es ja so vor.
Alleine das stinkt doch schon gewaltig zum Himmel.
Ausserdem, was heisst denn: zusagen dass ich dauerhaft bleibe?

Du machst diesen Mist, dann findest einen Job, der deiner Ausbildung gerecht wird, obendrein mit menschenwürdiger Bezahlung, aber dann "darfst" du das nicht machen weil du der ZAF zugesagt hast, dass du dauerhaft bleibst?

Ich weiss, du willst das zumindest versuchen, aber ich würde die Finger davon lassen.

Und vor allem, was soll ich nun sagen? Ich soll ja nochmal anrufen.
Um potentiellen Sanktionen und dem damit verbundenen Stress mit Widerspruch/Klage etc. im Vorfeld bestmöglich entgegenzuwirken, würde ich nicht telefonieren, sondern alles schriftlich machen. Auch dieses Abverlangen der dubiosen Zusage sollen sie dir doch bitte schriftlich zukommen lassen.
 

Roter Bock

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Hallo Bayer,

ich würde - aber nur in dem Fall, nicht schreiben sondern telefonieren - der ZAF nichts schriftlich in die Hand geben was eine Sanktion vom JC untermauert. Hier kann man mit Telefonat wahrscheinlich Aussage gegen Aussage stellen.

Roter Bock
 

Roter Bock

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Guinian,

ich würde jetzt höchstens schreiben - das die mir den Arbeitsvertrag übermitteln sollen - nicht mehr. Damit hast Du Dich sanktionssicher (schriftlich) verhalten.

Telefonisch würde ich denen mitteilen das Du erst ab einen Monatsbrutto von soundsoviel Euro aus dem Bezug raus bist. Rechne auf die Summe noch 10% drauf. Das JC würde unterhalb dieser Summe Dich dazu zwingen eine besser bezahlte Arbeit (Vollzeitstelle mit 40 Stunden) anzunehmen. Das wäre halt bedauerlicherweise so. Dies ist gedeckt vom SGB II.

Ansonsten ist der Arbeitsmarkt eben ein Markt!

Roter Bock
 
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Hallo Bayer,

ich würde - aber nur in dem Fall, nicht schreiben sondern telefonieren - der ZAF nichts schriftlich in die Hand geben was eine Sanktion vom JC untermauert. Hier kann man mit Telefonat wahrscheinlich Aussage gegen Aussage stellen.

Roter Bock
Ja oder so. Schwierig ist, weil die TE ja das zumindest versuchen will, sonst würde ich bei diesen obskuren Machenschaften noch ganz was anders raten. ;)
 

guinan

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Danke.

Nun rät aber jeder etwas anderes- was ist denn nun sicher, damit ich mich nicht falsch verhalten habe oder falsch verhalten werde?

Wäre eine Möglichkeit, die Sachbearbeiterin anzurufen und sie zu fragen, wie ich darauf antworten soll und ob sie mir schriftlich gibt, dass ich mich dann nicht mehr bewerben soll? (Jobcenter und ich sind im Krieg- aus Liebe wird sie nichts für mich tun, es wäre nur der Versuch, ihr die Verantwortung zu geben für meine Reaktion)

Naja Angst vor der Arbeit habe ich nicht. Sie wollte ja auch nicht im Vertrag festgehalten haben, dass ich mich nicht mehr bewerbe. Sie sagte nur, ihr Auftraggeber sucht nunmal jemanden, der länger bleibt und da komme ich nicht in Frage, wenn ich nicht bleiben will. Ich hatte nach der Erklärung der Arbeitzeiten und des Lohnes wohl etwas enttäuscht geklungen, es aber als "Sprungbrett in den Beruf" bezeichnet. Kanns dafür Ärger geben?
 

Berlin50

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Häh...? Und Du hast Staatsexamen Lehramt? :icon_neutral:

Welcher Teufel hat Dich da durchgekriegt?

Also echt, steht alles hier. Kannst Du überhaupt Lesen? :icon_eek: Kleiner Scherz. Bleib ruhig und reagiere erst morgen, heute kapierst Du nichts mehr.

LG
 

guinan

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Nun Lehramt heißt doch noch lange nicht lebenspraktisch erzogen. Ich bin leicht auszubeuten und selbstunsicher- aber ein guter Theoretiker. Da man auch im Schuldienst nicht weit kommt, wenn man zu unsicher und leicht auszubeuten ist, hats damit ja auch nicht gut geklappt...

Also bitte nochmal für kleine lebensuntaugliche Theoretiker....
 
E

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Wäre eine Möglichkeit, die Sachbearbeiterin anzurufen und sie zu fragen...
Das ist das Grundproblem. Wenn du nur immer alles telefonisch mit denen erledigst, wette ich einen gesamten Monatslohn :icon_twisted: dass dir über kurz oder lang ein Strick daraus gedreht wird. Der SB kann am Telefon Apfel sagen und wenns hart auf hart kommt Birne behaupten. Unterm Strich bist du der ****.

Ruf bei der ZAF an, sag du musst das noch mim SB klären und lass dir von dem SCHRIFTLICH alles benötigte geben.
 

guinan

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So möchte ich es ihr schreiben. Ok so?

Abs.:
xxx
xxx
xxx



An das

Jobcenter xxxx

Zu Händen Frau xxxx


xxxx, 14.09.2012​
Sehr geehrte Frau xxxx,


für meine Bewerbungen erbittet ein potentieller Arbeitgeber die Zusage, dass ich mich nicht weiter auf Stellen bewerbe, wenn ich die angegebene Stelle annehme.
Daher meine Fragen an Sie:




1) Ab welchem Betrag bin ich endgültig aus dem Hartz4 Bezug heraus?


2) Können Sie die Zusage machen, dass ich mich aus rechtlicher Sicht und aus der Verpflichtung Ihnen gegenüber nicht mehr bewerben muss, wenn ich einen Job annehme, der aufstockend Sozialleistungen benötigt?


Um zeitnah reagieren zu können, benötige ich bald ihre schriftliche Antworten.


Mit freundlichen Grüßen,
 

gila

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Ich glaube, das geht SO nicht wirklich fruchtbar aus ...
der AG KANN das eine nicht fordern und das JC KANN das andere nicht bestätigen.

Dazwischen würdest du "eiern" und auf das Goodwill des SB angewiesen sein.
Meine Schwester hat zu ähnlichen Bedingungen, Stunden und Zahlen einen Job. Der SB hat sich gefreut: sie ist zwar Aufstockerin - aber kostet eben nicht mehr die ganze Summe.

Zu dem Netto kommt der Freibetrag hinzu - ähnlich wie bei deinen Zahlen wären das übern Daumen noch etwa 200-250 Euronen.
Kilometer erst ab dem 21. km (glaube ich ...) - sie liegt 1 km drunter also geht der Freibetrag zum großen Teil für den Sprit drauf.

Der Job ist megaanstrengend - demente Senioren und hin und wieder Schicht sowie auch mal WE.
Nun fällt dem SB nach der Probezeit ein, ihr eine EGV aufs Auge zu drücken, sie solle doch den Rest ihrer Hilfebedürftigkeit durch einen zusätzl. Job decken. (z.B. abends noch ne Putzstelle)

Frechheit! Sie ist psychisch eh angeschlagen und kommt heim und fällt erstmal für 2-3 Stunden auf die Couch.

Gut - diese EGV habe ich im Keime durch ein saftiges Schreiben erstickt - die ist vom Tisch. Aber nur GLÜCK gehabt mit dieser Taktik!

Ich kann dir auch nur sagen, wie ich persönlich verfahren würde:

Ich würde nicht für diesen knappen Mindestlohn arbeiten und mich dann noch u.U. mit dem SB rumschlagen, um auf 2 Hochzeiten zu tanzen!
Schon gar nicht, weil es um eine ZAF geht, die an deiner Hände Arbeit mit verdient - und DU hast immer noch nicht mehr zu beißen als vorher!

Der ZAF unmissvertändlich mitteilen, dass es NICHT möglich ist, zu seinen Bedingungen (Zusage einer Ausschließlichkeit) zu arbeiten, da du dann in Konflikt mit dem SGB und dem JC gerätst.
Du bist aber gern bereit, bei Ihnen Vollzeit zu arbeiten (wie es angeboten war) und zu einem Stundensatz, der ÜBLICH ist.

Wenn die dich dann ablehnen: auch gut. Dann würde ich mich beim SB um eine Umschulung, Weiterbildung oder sonstwas bemühen, denn je älter du wirst, desto weniger erhältst du die Möglichkeit einer wirklichen Perspektive!
 
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