Vorstellungsgespräch von VV ohne RFB absagen?

Rehlein88

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Hallo liebe elo's,

ich hadere mit einem Vorstellungsgespräch...

Ich habe gegen meine derzeitige EGV-VA Widerspruch mit aufschiebender Wirkung beantragt. Im selben Monat erhielt ich einen Vermittlungsvorschlag ohne RFB. Daraufhin bewarb ich mich "so gut wie möglich", da die Stelle gar nicht mit meinem persönlichen Überzeugungen zusammenpasst. Trotz meiner "Bemühungen" habe ich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch erhalten (ca. 3 Stunden Zugfahrt + 2 Stunden Wartezeit).

Nicht nur, dass ich dort nicht arbeiten möchte, ich möchte auch dem Unternehmen die Mühen für die mögliche Einarbeitung ersparen, da ich schwanger bin :icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen: Das Jobcenter weiß davon noch nichts, da ich noch nicht in der 12. Woche bin, aber wenn das Unternehmen mich einstellt, dann würde ich relativ baldig ein Berufsverbot bekommen (Fahren von Beförderungsmittel).

Lange Rede kurze Frage: Muss ich dort hin oder kann ich auch absagen ohne Sanktionen zu erwarten?

Schon mal vielen lieben Dank für Eure Antworten
 
G

Gast1

Gast
Rehlein88, wenn die gesamte Pendelzeit (Hin- und Rückfahrt) zum Arbeitsort bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 h mehr als 2,5 h beträgt, ist die angebotene Arbeitstelle unzumutbar.

Bei weniger als 6 h Arbeitszeit sind mehr als 2 h Pendelzeit nicht zumutbar.

Dies geht aus § 140 Abs. 4 SGB III bzw. aus den Fachlichen Hinweisen zum § 10 SGB II (dort Randziffer 10.31) hervor.

Bei der Pendelzeit werden auch Umsteigezeiten berücksichtigt.
 

Rehlein88

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Rehlein88, wenn die gesamte Pendelzeit (Hin- und Rückfahrt) zum Arbeitsort bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 h mehr als 2,5 h beträgt, ist die angebotene Arbeitstelle unzumutbar.
Es geht nur um das Vorstellungsgespräch. Für den Job würde ich ein Fahrzeug gestellt bekommen...
 

Doppeloma

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Hallo Rehlein88,

Ich habe gegen meine derzeitige EGV-VA Widerspruch mit aufschiebender Wirkung beantragt. Im selben Monat erhielt ich einen Vermittlungsvorschlag ohne RFB. Daraufhin bewarb ich mich "so gut wie möglich", da die Stelle gar nicht mit meinem persönlichen Überzeugungen zusammenpasst. Trotz meiner "Bemühungen" habe ich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch erhalten (ca. 3 Stunden Zugfahrt + 2 Stunden Wartezeit).
Warum bewirbst du dich auf eine Stelle wenn es keine RFB gegeben hat, dann kannst du doch deswegen ohnehin nicht sanktioniert werden ... keine Belehrung über die Folgen = keine Folgen möglich ... :icon_evil:

Nicht nur, dass ich dort nicht arbeiten möchte, ich möchte auch dem Unternehmen
die Mühen für die mögliche Einarbeitung ersparen, da ich schwanger bin :icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen: Das Jobcenter weiß davon noch nichts, da ich noch nicht in der 12. Woche bin, aber wenn das Unternehmen mich einstellt, dann würde ich relativ baldig ein Berufsverbot bekommen (Fahren von Beförderungsmittel).
Na da würde ich das aber glatt auf mich nehmen, das JC weiß noch nicht von der Schwangerschaft, dürfte denen auch egal sein, das ist ja keine Krankheit wegen der man generell nicht arbeiten darf, es ist zwar bekannt, dass schwangere (vermutlich) nicht eingestellt werden ... AAABER ...

Dem AG brauchst du (selbst auf Nachfrage ) nicht mitzuteilen, dass du schwanger bist, wenn der dich einstellen will dann nimm die Stelle an, das ist kein "Makel" sondern ein ganz natürlicher Zustand bei einer Frau, der auch im Berufsleben (eigentlich) nicht zur Diskriminierung führen darf.

Genau darum muss man das einem AG auch NICHT mitteilen und darf sogar ungestraft LÜGEN, wenn danach gefragt wird, das darf auch später keine nachteiligen Folgen für dich haben, zumal es ja auch sein könnte, dass du das aktuell selbst noch nicht sicher gewusst hast ... das kann dir wohl niemand beweisen und zumindest ist das kein Straftatbestand. :icon_evil:

Der AG braucht dir nicht leid zu tun, weil er dich dann vielleicht ein paar Tage einarbeiten muss, vielleicht kannst du wenigstens 4 Wochen durchhalten und in der Schwangerschaft wird man ja auch schnell mal krank und die Ärzte sind dann sehr besorgt (vor allem um das Kind), dann gibt es Lohnfortzahlung und später Krankengeld von der KK, vielleicht bekommst du sogar genug Geld (vorerst) um dich vom JC zu verabschieden ... :icon_hihi:

Entlassen darf dich der AG auch nicht mehr, wenn du ihm dann mitteilen kannst /musst dass du schwanger bist genügt das völlig und ob du das bei der Einstellung schon wusstest oder nicht ist dafür völlig irrelevant, sorry aber mir wäre völlig egal was ein AG da von mir denken würde.

Wenn du damit rechnest dann bald dort gar nicht mehr arbeiten zu dürfen / müssen und dann kommt das Baby und du gehst in Elternzeit ... und zur Not eben wieder zum JC falls das Geld dann wieder zu knapp wird ... mir den Geldern wenn man Arbeit hatte kenne ich mich aktuell nicht so aus ... aber ich würde den JOB SOFORT annehmen, wenn der AG dich haben will, gerade in deiner aktuellen Situation ...

Was Besseres kann dir da vorerst bestimmt nicht mehr passieren ... :icon_hihi:

Lange Rede kurze Frage: Muss ich dort hin oder kann ich auch absagen ohne Sanktionen zu erwarten?
Durchdenke mal diese Variante und dann kannst du JC und Sanktionen vielleicht wenigstens für eine Weile aus deinem Gedächtnis streichen ...

MfG Doppeloma
 
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