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Vorstellungsgespräch nach VV - einige Fragen

Gelbfeld

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Hallo zusammen,

erst einmal weiß ich nicht ob ich hier im richtigen Unterforum bin, tut mir leid wenn nicht.

Es geht um Folgendes:
Ende Mai habe ich meinen alten Beruf als Verkäufer (Fleischtheke) gekündigt, weil ich aus dem Beruf generell raus wollte und weil ich vor hatte, eine zweite Ausbildung zu beginnen. Die Sperre für ALG1 nahm ich freiwillig auf mich und leb nun vom meinem Ersparten.

Einige Bewerbungen laufen noch, u. a. auch für normale Tätigkeiten, bin verpflichtet 16 Bewerbungen pro Monat für Berufe allgemein zu schreiben, neben der Suche nach Ausbildungen, eigentlich kein Problem.

Nun trudelte ein VV mit Rechtsfolgebelehrung als Fachverkäufer - Fleischerei (erlernter Beruf) ein, auf den ich mich auch bewarb. Nur das Nötigste geschickt. Keine Nummer, kein Foto und was passiert? Ich darf nun zum Vorstellungsgespräch, super.
Nun, wie gesagt hab ich extra meinen gutbezahlten, unbefristeten Job gekündigt, weil ich eine Veränderung wollte und nun hab ich nicht vor, genau wieder dort zu landen.

Da ich langsam mal Licht am Ende des Sperrtunnels sehe, hab ich auch nicht die Absicht noch weitere Sanktionen zu bekommen, zumal ich weiß ob ich in naher Zukunft noch das Gewünschte finde.

Jetzt meine Frage.
Ich darf ja nicht negativ "auffallen" beim Gespräch. Aber wenn ich meinen alten Beruf an den Nagel gehängt habe, weil ich einfach was Neues wollte, kann ich es doch auch so formulieren bzw. beantworten, wenn die Frage gestellt wird, weshalb ich das tat, oder? Ist ja eigentlich nur die Wahrheit. Oder wird das dann auch als "verhinderung" angesehen? Eigentlich wäre der Chef ja besser dran wenn er es wüsste.

Mir wäre es auch lieber, als irgendwie unterschwellig einen subtil schlechten Eindruck zu machen, um ja keinen Arbeitsvertrag angeboten zu bekommen, zumal die Person am Telefon recht nett erschien.

Und wenn das nicht so direkt geht, was hab ich dann für Möglichkeiten meinem Gegenüber klarzumachen, dass wir gemeinsam nicht glücklich werden können, ohne etwas zu riskieren?

Vielen Dank im voraus,
Gelbfeld
 

Neudenkender

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Ist ja eigentlich nur die Wahrheit. Oder wird das dann auch als "verhinderung" angesehen?
Generell: In dieser inzwischen restlos verkommenen Arbeits- und Arbeitsamtswelt ist vor allem eines absolut tödlich, von ganz, ganz seltenen Ausnahmen abgesehen:

Die Wahrheit zu sagen.

Die ultimative Todsünde! Man wird dich hängen. Eventuell noch vorher vierteilen. Und dich wenigstens noch so freibankmäßig wieder an/in der Theke zu haben ...

ICH würde AU werden.
Oder ihnen erzählen, dass ich jetzt Vegetarier geworden bin.
Und Fleisch und Wurst hasse.
Und Blut nicht sehen kann. Zumindest nicht das von Tieren ... :biggrin:

Mein persönlicher Tipp also: Niemals die Wahrheit sagen!
Es gibt eine Unzahl sanktionsfreier Möglichkeiten, ein Vorstellungsgespräch "ungenommen" zu absolvieren. Wenn man denn schon überhaupt antreten möchte ... was ICH immer vermeiden würde.

(ICH verstehe aber auch nicht, wie man selbst kündigen kann, um dem Staat eine Menge Geld zu schenken ... aber das ist dann wohl mein Problem ... nicht!)

(Übrigens, der kleine OT-Exkurs sei mir ob des erwähnten Berufsfeldes oben gestattet, bin ICH nach dem Lesen eines bestimmten Artikels neulich ohnehin seeehhhr vorsichtig geworden, was den Erwerb oder die Annahme von Fleisch betrifft ... irgendwie ...:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/friedrich-haarmann-der-werwolf-von-hannover/10118212.html ... s. vor allem unten im viertletzten Absatz ...)
 

Dark Vampire

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Ohja immer schön den Arzt vorschieben gelle?
Und sich dann wundern wenn man wegen jedem Furz nen Extraattest braucht.....naja von mir aus, es wird eh noch schlimmer wegen solchen De***n.


Frage mich ernsthaft warum du deinen sicheren Job gekündigt hast obwohl du noch keine Ausbildungsstelle hast?? Zuviel Geld?Wenn ja dann dürften weitere Sperrzeiten ja nix ausmachen.
 

Roter Bock

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..ich kann mir gut vorstellen, das man von seinem Job die Nase voll hat.

Aber aus der sicheren Stellung sich auf etwas anderes bewerben ist die bessere Methode. Nun ja..

Die Aussage das DU das eigentlich nicht mehr machen möchtest, lässt durchaus Raum dafür (beim SB in der Agentur..) von einer Negativbewerbung zu reden.

Real bist Du ja wahrscheinlich weder Vegi geworden noch krankheitsmäßig an der Ausübung des Jobs gehindert.

Sieh es mal so - den Fehler kannst Du mit einer neuen Stelle korrigieren, Du brauchts ja niemanden zu sagen das Du was anderes suchst.

Übrigens - die Krankmeldung ist nun nicht unbedingt bevorzugtes Lösemittel.

Roter Bock
 

Gelbfeld

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So, hab das Gespräch hinter mir.

War insgesamt komisch, ohne es zu sagen stand schon schnell fest, das ich keine große Lust auf diese Stelle habe, zumal mein Gegenüber dann meinte er hätte generell keine Lust mehr weiter verarscht zu werden. Von wegen sau viel bürokratische Arbeit, kein Geld dadurch und so weiter. Falls ein Sanktionsbrief kommt kann ich da vllt ja etwas von wegen "falsche Unterstellung" machen.
Lief letztendlich auf die Gesundheit hinaus, was tatsächlich sogar als Hinderungsgrund stimmen könnte, ohne das ich es bisher jemals erwähnte, mal sehen was der AG denen schreibt, im Notfall renn ich zum Arzt.

Danke für die Vorschläge.
Und danke an Dark Vampire für das Einwerfen der eigenen Meinung ohne Hilfe zu geben, hauptsache mal wieder ein bisschen Frust abgelassen.

Gelbfeld
 

Neudenkender

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Falls ein Sanktionsbrief kommt kann ich da vllt ja etwas von wegen "falsche Unterstellung" machen.
MEINE Erfahrung:
In der Mehrzahl der Fälle shicen sie dich hintenrum beim Amt an. Manchmal sogar unabsichtlich, weil sie sich der Folgen für den Betroffenen oft gar nicht bewusst sind. Keine Zeit, darüber nachzudenken beim Ausfüllen der Papiere ...

Egal, was sie schreiben: War es ein 1:1-Gespräch, kommst du fast immer schon in der Anhörung raus, weil der Vorwurf fast immer allgemein gehalten ist ("Ihr Verhalten hat ..."). Leicht abzuwehren, mein Verhalten war einwandfrei ...

In der Anhörungsstellungnahme der Gegenseite keine Unterstellungen unterstellen!

Ansonsten kann man auch konkrete Aussagen einfordern ("Bitte substanziieren Sie ganz konkret Ihre Vorhaltungen, ..."), Akteneinsicht verlangen, Fristverlängerungen zur Anhörungsstellungnahme beANTRAGen und vieles mehr. WENN denn überhaupt ein Anhörungsschreiben kommt (das muss vor einem Sanktionsbescheid immer kommen, äußere dich NIEMALS mündlich dazu, bestehe auf Schriftverkehr, gehe nicht mehr alleine aufs Amt, telefoniere NIEMALS mit "die da").

Den ganzen Schmu schenke ICH mir aber inzwischen fast immer, indem ich alles daran setze, gar nicht erst in solche Verhörsituationen ... äh ... Verstellungsgespräche zu müssen, wenn ich es nicht möchte. Und meist möchte ich nicht.
 
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