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Vorstellungsgespräch "mit dem gewissen Touch"

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franzi

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#1
Eine (hübsche) Freundin von mir, ebenfalls Hartz IV, hat sich kürzlich schriftlich bei einem AG beworben (Stellenangebot als Verkäuferin mit RFB). Nachdem sie in letzter Zeit nur Absagen erhalten hatte, machte sie sich keine Hoffnungen, dass es diesmal etwas wird.
Nun kam es aber ganz anders: der ARbeitgeber meldete sich bei ihr und war von ihr total begeistert und wollte sie gleich zu einem Vorstellungs-Gespräch einladen. -

Sie fand diese "überschäumende Begeisterung" doch etwas eigenartig, ging jedoch zu dem Termin hin.
Währenddessen verstärkte sich bei ihr der Eindruck, dass der Chef (mitte 30) offenbar in erster Linie an ihr als Frau interessiert war mit vorwiegend sexuellem Interesse. Sie teilte ihm im Zuge des Gespräches mit, dass sie in einer festen Beziehung lebt. Dies schien ihn aber überhaupt nicht abzuschrecken.
Der Ausgang des Gespräches blieb noch offen, man wollte später nochmals telefonieren.

Sie hat nun Angst, wenn sie diese Stelle annimmt, dass der neue Chef dann seine Macht ausnutzt und sie körperlich bedrängt und sie, wenn sie nicht mitmacht, mit Kündigung oder Abmahnung bedroht wird und sie schlimmstenfalls eine Sperre kriegt, weil der dann wohl versuchen wird, irgendwas zu behaupten (z. B. sie hätte die Arbeit nicht ordnungsgemäß erledigt etc.).

Wie soll sie sich nun verhalten? Wenn sie direkt ablehnt, droht ihr auch eine Sperre.:confused:
 

Emma13

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#2
Die Gefahr, dass der Chef seine "Macht" ausnutzt, um deine Freundin sexuell zu nötigen, besteht natürlich immer - und betrifft sicher nicht nur deine (hübsche :icon_smile:) Freundin, sondern eigentlich alle weiblichen Wesen :icon_kinn:

Ich würde - wenn dieses Gespräch schon so eindeutig verlaufen ist - diese Tätigkeit überhaupt nicht in Erwägung ziehen, weil hier Probleme schon vorprogrammiert sind. Deine Freundin wird - mit deiner Hilfe - sicherlich so wehrhaft sein, eine evtl. Sanktion bezüglich des abgelehnten Arbeitsangebots entsprechend abzuwehren, oder ? :icon_daumen:

Jedenfalls sollte mir mein persönliches Wohl immer wichtiger sein als ein Arbeitsplatz, bei dem ich ohnehin schon ein schlechtes Gefühl habe.

Grüße - Emma
 

Arania

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#3
Direkt ablehnen würde ich auf keinen Fall, wenn es zu Übergriffen kommt, kann man aufhören ohne sich eine Sperre einzuhandeln

Ausserdem sollte man auch nicht gleich an das Schlimmste denken
 

Volker

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#4
Ich würde - wenn dieses Gespräch schon so eindeutig verlaufen ist - diese Tätigkeit überhaupt nicht in Erwägung ziehen, weil hier Probleme schon vorprogrammiert sind. Deine Freundin wird - mit deiner Hilfe - sicherlich so wehrhaft sein, eine evtl. Sanktion bezüglich des abgelehnten Arbeitsangebots entsprechend abzuwehren, oder ? :icon_daumen:
Grüße - Emma
Stimme dem nur zu.

Das hat kein Zweck. Das war doch schon so offensichtlich gemacht, das man auf die Idee kommen kann, das die Absicht so rüber kommt, und wer sich drauf einlässt sich eben drauf einlässt.

Volker
 
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#5
Mh, frage mich, wie eindeutig ein mögliches Interesse von ihm rübergekommen ist.

Wenn ein AG eine Bewerberin sofort anruft, weil ihm ihre Bewerbung gefällt, ist das m. E. nichts ungewöhnliches. Selbst seriöse Firmen erwarten von Arbeitslosen (und Beschäftigten) sogar ganz gerne, daß sie schon fast auf dem Sprung zum Vorstellungsgespräch sind.

Würde sie denn direkt mit ihm zusammenarbeiten bzw. hätte er überhaupt die Gelegenheit zu evtl. Übergriffen?
 

karpfen

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#6
hallo nachtschattengewächs,

.
Währenddessen verstärkte sich bei ihr der Eindruck, dass der Chef (mitte 30) offenbar in erster Linie an ihr als Frau interessiert war mit vorwiegend sexuellem Interesse. Sie teilte ihm im Zuge des Gespräches mit, dass sie in einer festen Beziehung lebt. Dies schien ihn aber überhaupt nicht abzuschrecken.
Der Ausgang des Gespräches blieb noch offen, man wollte später nochmals telefonieren.
deutlich genug?

Würde sie denn direkt mit ihm zusammenarbeiten bzw. hätte er überhaupt die Gelegenheit zu evtl. Übergriffen?
sei dir sicher solche kerle sorgen dann schon für diese "gelegenheiten"!
 

Muzel

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#7
Wenn deine Freundin in diesem Betrieb anfängt, wird der Inhaber weitere Annäherungungsversuche starten und wenn sie darauf nicht eingeht, sitzt sie ganz schnell in der Probezeit mit einem miesen Arbeitszeugnis auf der Straße. Danach werden weitere Bewerbungen nicht unbedingt einfacher.
 
E

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#8
jo genau, alle Menschen sind schlecht und haben nur Böses im Sinn.

Falls dann vielleicht eine Zusage kommen würde, will man die Sanktionen bei Nichtannahme durch einen "Verdacht auf mögliche sexualle Belästigung" abwehren können. :icon_neutral: Natürlich ohne eindeutige Beweise....

In was für einer verkorksten Gesellschaft leben wir hier eigentlich?
 

Emma13

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#9
jo genau, alle Menschen sind schlecht und haben nur Böses im Sinn.

Falls dann vielleicht eine Zusage kommen würde, will man die Sanktionen bei Nichtannahme durch einen "Verdacht auf mögliche sexualle Belästigung" abwehren können. :icon_neutral: Natürlich ohne eindeutige Beweise....

In was für einer verkorksten Gesellschaft leben wir hier eigentlich?
Nun sancho - hierüber muss natürlich allein die außerordentlich hübsche Freundin von franzi entscheiden -

Kann es sein, dass du dich als männliches Wesen angegriffen fühlst :icon_smile::icon_kinn:

Grüße - Emma
 

Arania

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#10
Nun ich bin weiblich, sehe das aber genauso, man sollte nicht alles immer gleich negativ sehen, man kann jederzeit kündigen wenn es denn wirklich so kommen sollte
 

Muzel

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#11
Ich bin einmal wegen meiner blonden Haare eingestellt worden und mein Bauch hat Alarm geschlagen. Diesen Alarm habe ich ignoriert und hatte anschließend den Salat.
 

VerBisUser

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#12
Generalverdacht für Alle :icon_neutral:

Tip: Gedächtnisprotokoll anfertigen
Kontakt zum Arbeitgeberservice der BA aufnehmen und den Arbeitgeberbetreuer auf die merkwürdige Situation hinweisen.
Bitte kein Risiko eingehen, notfalls Kontakt zur örtlichen Frauenberatungsstelle aufnehmen.
 
E

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#13
Ich würde ebenfalls zusehen, dass man mich in so einem Fall nicht einstellt. Der Ärger ist doch schon vorprogrammiert! Und wie soll sie danach die Stelle kündigen, ohne eine Sperre zu bekommen? Sie muss sich hier etwas einfallen lassen. Es gibt Leute, die werden beim nächsten Vorstellungstermin oder am ersten Arbeitstag krank oder kommt zu spät. Der nächste bringt die Qualifikation überhaupt nicht mit.

Leider kann sie ja beim Amt nicht die Wahrheit sagen. Das wird die SB überhaupt nicht interessieren. Dann muss man eben die Unwahrheit sagen. Es bleibt ja nichts anderes übrig.
 

VerBisUser

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#14
Ich würde ebenfalls zusehen, dass man mich in so einem Fall nicht einstellt. Der Ärger ist doch schon vorprogrammiert! Und wie soll sie danach die Stelle kündigen, ohne eine Sperre zu bekommen? Sie muss sich hier etwas einfallen lassen. Es gibt Leute, die werden beim nächsten Vorstellungstermin oder am ersten Arbeitstag krank oder kommt zu spät. Der nächste bringt die Qualifikation überhaupt nicht mit.

Leider kann sie ja beim Amt nicht die Wahrheit sagen. Das wird die SB überhaupt nicht interessieren. Dann muss man eben die Unwahrheit sagen. Es bleibt ja nichts anderes übrig.
Wenn dies die SB nicht interessiert, handelt sie (oder er) verantwortungslos.
Bitte keinesfalls ein Risiko eingehen, jeder Mensch hat das Recht, sich zu schützen.
BIG Hotline
 
E

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#15
Sehr schwer, das aus der Ferne zu beurteilen.

Wenn es während des Vorstellungsgespräches anzügliche Bemerkungen bzw. Gesten gegeben hat: Finger weg!

Die andere (mögliche) Seite der Medaille umschreibe ich am besten aus meiner persönlichen Situation heraus: Ich habe mich schon so elend oft erfolglos beworben - und seit ewigen Zeiten nie eine auch nur annähernd positive Rückmeldung bekommen - dass ich vermutlich äusserst misstrauisch reagieren würde, wenn mich nun plötzlich jemand in die engere Wahl für einen Job nehmen würde. Paranoid? Berechtigtes Misstrauen? Keine Ahnung ...
 

franzi

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#16
Nun ich bin weiblich, sehe das aber genauso, man sollte nicht alles immer gleich negativ sehen, man kann jederzeit kündigen wenn es denn wirklich so kommen sollte
Ich glaube nicht, dass man erst abwarten sollte, bis man in der Besenkammer vergewaltigt wurde.

Des weiteren gibt es ein Beweisproblem.
Sowohl beim Vorstellungsgespräch als auch bei sexuellen Übergriffen ist man ja meist mit dem Täter allein.

Ich denke auch, dass es in solchen Fällen ratsam ist, dass man gleich mit der zuständigen Stelle des Arbeitsamtes ein offenes Gespräch führt. Solche Fälle kommen bestimmt immer wieder mal vor.
Gerade in der heutigen Zeit, wo man praktisch genötigt ist, jeden zumutbaren Job anzunehmen, verspüren viele Arbeitgeber eine starke Macht über den Mitarbeiter und meinen, sie könnten sich alles herausnehmen. Viele Mitarbeiter werden ja schon zu Sklavenbedingungen eingestellt und dann ist der Schritt zum körperlichen Übergriff nicht mehr weit (das kann ja außer sexuellen Übergriffen auch andere körperliche oder seelische Bedrohung (Mobbing etc.) sein. )
 

franzi

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#17
Wenn dies die SB nicht interessiert, handelt sie (oder er) verantwortungslos.
Bitte keinesfalls ein Risiko eingehen, jeder Mensch hat das Recht, sich zu schützen.
BIG Hotline
Meine ich auch. Wenn man es dem SB wahrheitsgemäß meldet und hinterher passiert etwas, wäre er dann in der Mitverantwortung.
 

franzi

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#18
Ich bin einmal wegen meiner blonden Haare eingestellt worden und mein Bauch hat Alarm geschlagen. Diesen Alarm habe ich ignoriert und hatte anschließend den Salat.
Ich meine auch, dass man das als Frau instinktiv spürt, ob da was im Busch ist oder nicht ...
Männer sind Männer, nicht nur im Privatbereich (wenn man in der Kneipe angemacht wird), sondern auch im Berufsleben. Gerade hier bieten sich für einen Arbeitgeber genügend "Angriffspunkte".

Da fällt mir wieder der obszöne Witz mit der "offenen Stelle" ein. ...
 

DomiOh

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#19
Ich meine auch, dass man das als Frau instinktiv spürt, ob da was im Busch ist oder nicht ...
Männer sind Männer, nicht nur im Privatbereich (wenn man in der Kneipe angemacht wird), sondern auch im Berufsleben. Gerade hier bieten sich für einen Arbeitgeber genügend "Angriffspunkte".

Da fällt mir wieder der obszöne Witz mit der "offenen Stelle" ein. ...
Ohja und Frauen sind Frauen ... hinterhältig, ständig tratschend und oft verlogen...
Ist nicht ernst gemeint, aber so ein Satz greift mich als Mann dann doch persönlich an...

Das heisst also, ich als Mann bin immer nur darauf aus, schöne Frauen anzumachen oder zu vergewaltigen? Na danke...
 

Muzel

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#20
Domioh, mein ehemaliger Chef verstand sein "Weisungsrecht" und seine "Fürsorgepflicht" gegenüber seinen Mitarbeiterinnen voll umfänglich. Nun gibt es eben mehr männliche als weibliche Chefs, daher haben Frauen dieses Problem häufiger. Vielleicht dreht sich irgedwann der Prozentsatz um, so dass die Männer dann vermehrt ein Problem mit ihrer sexuellen Selbstbestimmung haben.
 

franzi

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#21
Domioh, mein ehemaliger Chef verstand sein "Weisungsrecht" und seine "Fürsorgepflicht" gegenüber seinen Mitarbeiterinnen voll umfänglich. Nun gibt es eben mehr männliche als weibliche Chefs, daher haben Frauen dieses Problem häufiger. Vielleicht dreht sich irgedwann der Prozentsatz um, so dass die Männer dann vermehrt ein Problem mit ihrer sexuellen Selbstbestimmung haben.
Ja, fürsorglich und zutraulich - so mögen wir unseren Chef. :icon_party:
 

franzi

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#22
Ohja und Frauen sind Frauen ... hinterhältig, ständig tratschend und oft verlogen...
Ist nicht ernst gemeint, aber so ein Satz greift mich als Mann dann doch persönlich an...

Das heisst also, ich als Mann bin immer nur darauf aus, schöne Frauen anzumachen oder zu vergewaltigen? Na danke...
Hier geht es nicht generell um Männer sondern um die problematische Konstellation: ich Frau-du Chef :biggrin:
 

franzi

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#23
Domioh, mein ehemaliger Chef verstand sein "Weisungsrecht" und seine "Fürsorgepflicht" gegenüber seinen Mitarbeiterinnen voll umfänglich. Nun gibt es eben mehr männliche als weibliche Chefs, daher haben Frauen dieses Problem häufiger. Vielleicht dreht sich irgedwann der Prozentsatz um, so dass die Männer dann vermehrt ein Problem mit ihrer sexuellen Selbstbestimmung haben.
In der Freizeit kann man sich als Frau den männlichen Verehrern (oder Bedrängern) meist recht einfach entziehen. Im Job ist das umso schwieriger.
So mancher Mann entfaltet als Chef auch persönliche Eigenschaften, die er als Privatmann oder daheim bei Muttern nicht zeigen würde ...
 
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#24
Mich würde mal interessieren, was genau denn der Chef getan oder gesagt hat, dass Deine Freundin dieses Gefühl bekam, dass da was anderes dahintersteckt? Konkret hab ich jetzt nichts gelesen.
 

ela1953

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#26
Oft steigert Frau - und auch Mann - sich in etwas hinein, was gar nicht da ist.

Wenn ich z.B. es als kollegiale Geste auffasse, wenn mein Kollege mal seine Hand auf meine Schulter legt, ist es für eine andere schon sexuelle Belästigung.

Als ich Zeitung ausgetragen habe, antwortete ich auch nach dem Weg. Meine Kollegin sprang da gleich aufs Fahrrad und riss aus, wenn nur jemand auf sie zukam.

Es mag vielleicht sein, das es daher kommt, dass ich in einer Männerdomäne gelernt und gearbeitet habe (Bergbau)

Jetzt erzähle ich über einen Mann, der auch vieles anders auffasst wie ich.

Ich saß mal mit ihm nach seinem Umzug auf dem Flur vom Sozialamt. Nach uns kam eine Frau mit einem kleinen Jungen.

Dieser lief auf dem Flur auf und ab und beguckte sich die dort stehen Tafeln.

Darüber kam man ins Gespräch und in dessen Verlauf erklärte die Frau, dass sie einen Kühlschrank beantragen will, da ihrer kaputt gegangen war.

Als ich dann mit dem Bekannten das Gebäude verlies sagte er doch ganz ernsthaft: "Die Frau hat mir auch gefallen. Hast du gesehen, wie die mit mir geflirtet hat?"
:icon_lol:
 

Muzel

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#27
Das mit den Grenzüberschreitungen fängt nach meinen Erfahrungen immer ganz harmlos an. Man hat nur so ein komisches Bauchgefühl. Rational lässt sich das überhaupt nicht erklären, weil objektiv überhaupt nichts gewesen ist. Aber weil man auf das komische Gefühl einfach nicht reagiert hat, passiert dann die sexuelle Belästigung.
 
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#28
Das mag ja in Deinem Fall so gewesen sein, dass muss aber nicht automatisch heißen, dass es immer so ist. Ist es Euch denn noch nie passiert, dass ihr einen Menschen beim ersten Treffen falsch eingeschätzt habt?
 

Bestagers

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#29
@ Franzi


schließe mich erst einmal @Arania & @ Stummelbeinchen an!

Was hat er gemacht - gesagt - getan????

Er hatte Bewerbungsunterlagen auf dem Tisch, mit einem hübschen Foto - gut!

Er hat angerufen - noch besser!

Und dann????

Der Hinweis auf eine "feste Beziehung hat ihn nicht abgeschreckt"
Von was um HIMMELS WILLEN? (Hat er überhaupt danach gefragt?)

Es geht hier doch um Einstellung bzw. um ein Bewerbungsgespräch!! Nicht um Heirat!!

Man wollte wieder telefonieren - klar - es gab/gibt sicher mehrere Bewerber/innen - oder????

Hier Jemanden im Vorfeld schon als potentiellen ******* zu verurteilen - naja....!!???

Hatte selbst meistens "Chef's". Bin mit allen gut ausgekommen. Ist auch immer alles eine Sache der Wahrnehmung.

Ich fühlte mich nicht gleich sexuell belästigt wenn ein Chef oder Kollege einen anzüglichen Witz erzählte, oder nach "Kumpelmanie" freundschaftlich mal den Arm um mich gelegt hat.

Generell möchte ich nicht alle Männer über einen Kamm scheren!


Da einige hier im Forum zu deinem Beitrag :confused: :confused:in den Augen haben - wäre es schön - wenn du mal ausführlicher beschreiben könntest was überhaupt passiert ist!!

Vielen Dank!
 

karpfen

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#30
hallo,

Der Hinweis auf eine "feste Beziehung hat ihn nicht abgeschreckt"
Von was um HIMMELS WILLEN? (Hat er überhaupt danach gefragt?
ich nehme an, er wird in richtung: beziehung da schon was anklingen lassen haben, sonst hätte franzi daß, denke ich, wohl so nicht geschrieben.


Ich fühlte mich nicht gleich sexuell belästigt wenn ein Chef oder Kollege einen anzüglichen Witz erzählte, oder nach "Kumpelmanie" freundschaftlich mal den Arm um mich gelegt hat.
ja, du dich vielleicht nicht, aber andere schon! das berücksichtige bitte!

mit mir machen das solche typen maximal einmal. ich sage den einmal, sie sollen es lassen und kommt derartiges nocheinmal vor, trete ich zu!
 

Muzel

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#31
Anzügliche Witze und das freundschaftliche Legen des Arms um den Körper stellen immer eine Grenzüberschreitung dar.
 
E

ExitUser

Gast
#32
Diese "Diskussion" über die "wenns, falls, evtl." und "möglich" ist eher Paranoid, aber nicht hilfreich.


Wird man "pauschal" als Elo verdächtigt, kommt ein Aufschrei "Nicht alle sind so, die Mehrheit ist ganz anders", hier wird genau das Gleiche gemacht, weil man ohne Beweise "irgendein Gefühl" hatte, das weder bewiesen werden kann, noch ist es klar, das gerade dieser AG einschlägig wegen solcher "Belästigungen" bekannt ist.

Was kommt als Nächstes?

Das man den Zwinker-Smilie :)icon_wink:) entfernen muss, weil sich hier manche "sexuell belästigt" fühlen könnten?

:icon_neutral:
 

Muzel

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#33
Sancho, dieses Problem hatte ich regelmäßig mit Chiffre Anzeigen. Die waren mir immer irgendwie unheimlich, was selten einer verstehen wollte. Eine befriedigende Lösung dieses Problems habe ich auch nicht gefunden. Als Bewerber hat man keine Rechte und das ist schlimm.
 
E

ExitUser

Gast
#34
Sancho, dieses Problem hatte ich regelmäßig mit Chiffre Anzeigen. Die waren mir immer irgendwie unheimlich, was selten einer verstehen wollte. Eine befriedigende Lösung dieses Problems habe ich auch nicht gefunden. Als Bewerber hat man keine Rechte und das ist schlimm.
Trotzdem ist diese Diskussion nicht hilfreich, denn irgendwann kommt jemand und fühlt sich vom Vorarbeiter oder einem Kollegen "Belästigt", weil man auch wieder so ein "Gefühl" hatte.

Ohne Beweise sind es Vermutungen und Vermutungen sind kein Grund, etwas von vorneherein abzulehnen.

Ob sich der AG bisher wieder gemeldet hat, weis ich nicht.

Wenn ein AG fragt, ob man "liiert" ist, muss das auch nichts sexuelles bedeuten, Singles sind für manche eben "Einsatzfreudiger" auf der Arbeit, das heißt, die machen vielleicht eher Überstunden oder können vielleicht mal in einer anderen Stadt kurzzeitig eingesetzt werden als Verheiratete oder Alleinerziehende, denn bei Singles wartet keiner zuhause.

Mögliche Gründe gibt es viel ......
 
E

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Gast
#35
Wenn ein AG fragt, ob man "liiert" ist, muss das auch nichts sexuelles bedeuten, ...
Wenn ich das Ursprungsposting richtig gelesen habe, wurde die Frage nicht vom potentiellen AG gestellt, sondern von der Bewerberin aufgrund ihres Bauchgefühls "vorsorglich beantwortet".

Sie teilte ihm im Zuge des Gespräches mit, dass sie in einer festen Beziehung lebt. Dies schien ihn aber überhaupt nicht abzuschrecken.
Die hier im Thread von franzi gegebenen Infos zur Sache sind leider reichlich dürftig und lassen keine auch nur ansatzmäßig sachgerechte Rückmeldung zu.

Wenn es um sexuelle Belästigung am Arbeitplatz geht, ist mein Standpunkt glasklar. Kein Pardon mit denjenigen, die ihre Machtposition missbrauchen.

Aber: Chef = Mann + Frau = hübsch/blond = sexuelle Belästigung, ... Männer sind halt so ... das ist mir zu platt. Wenn es Fakten gibt, raus damit. Wenn nicht, dann bitte keine Vorverurteilungen.

Ich habe vor einigen Jahren als Nebenaspekt meiner Tätigkeit etwas Personalverantwortung getragen (Stellvertreter vom Stellvertreter vom Stellvertreter :icon_wink: ). Wir hatten mehrere Aushilfen in unserer Abteilung beschäftigt, ca. 80 % weiblich. Ich war von dem Engagement einer bestimmten Dame begeistert und habe für sie eine Festanstellung erreichen können. Geschmäcker sind eh verschieden, die Dame entsprach jedenfalls ganz sicher nicht meinem und ich hätte sie auf meiner persönlichen Skala nicht als hübsch bezeichnet. Glück gehabt!

Wäre ich hingegen vom Engagement einer blonden/hübschen Dame begeistert gewesen, hätte mich das, nach dem was ich hier lese schon zum Sittenstrolch gemacht.
 
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#36
Franzi. Im Prinzip hast Du (und Deine Freundin) doch schon die Entscheidung getroffen, dass sie dort nicht anfängt. Warum fragst Du dann also um Rat, wenn Du den eh nicht hören willst?:confused:
 

Muzel

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#37
Auch wenn man tatsächlich Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden ist, gibt es keine Zeugen und das ist übel. Sollte der Täter wirklich verurteilt werden, darf sich das Opfer noch anhören, es hätte Spaß gehabt und den Täter durch aufreizende Kleidung herausgefordert. Das ist auch nicht lustig.
Das Problem lässt sich eigentlich nur dadurch beseitigen, dass Frauen vermehrt in Führungsrollen aufsteigen und Männern unterstellt wird, dass sie sich Frauen andienen könnten.
 

jobfrust

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#38
Da die Infos hier wirklich recht dürftig sind, kann niemand von uns wohl wirklich richtig einschätzen (oder annähernd richtig..)

ich persönlich würde wohl mit meinem SB direkt ein Gespräch vereinbaren, dort den Ablauf des Gespräces dalegen und dann hören, was der SB mir sagt.

Zumindestens hat sie dann direkt am Anfang schon auf das Problem aufmerksam gemacht. Ob und was es bringt, keine Ahnung. Aber ich denke, das offene Gespräch ist wichtig.

Gruss
 

Bestagers

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#39
Anzügliche Witze und das freundschaftliche Legen des Arms um den Körper stellen immer eine Grenzüberschreitung dar.
@Muzel


Sorry Muzel, sehe ich nicht so!

hatte mit meinen Kollegen und Vorgesetzten immer ein gutes Verhältnis.

Wenn ich irgendetwas finden will - finde ich es auch!
Habe vorwiegend mit "Kollegen" gearbeitet und es kam nie zu übergriffen.
Respekt natürlich vorausgesetzt.

Ein anzüglicher Witz (das sind die meisten) sehe ich noch lange nicht als Grenzüberschreitung. Einen Menschen in den Arm zu nehmen mit dem man sich gut versteht - ist noch lange kein sexueller Übergriff!!!
 

Bestagers

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#40
Da die Infos hier wirklich recht dürftig sind, kann niemand von uns wohl wirklich richtig einschätzen (oder annähernd richtig..)

ich persönlich würde wohl mit meinem SB direkt ein Gespräch vereinbaren, dort den Ablauf des Gespräces dalegen und dann hören, was der SB mir sagt.

Zumindestens hat sie dann direkt am Anfang schon auf das Problem aufmerksam gemacht. Ob und was es bringt, keine Ahnung. Aber ich denke, das offene Gespräch ist wichtig.

Gruss
@Jobfrust

Sobald du mit dem SB darüber sprichst - machst du ein "Bauchgefühl" zur Anklage!! Hast du daran gedacht?
 

Muzel

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#41
Den AG, den ich kennengelernt habe und hier berichtet habe, der hat bereits komische Bemerkungen beim Einstellungsgespräch gemacht. Danach hat er im zusammengekommenen Arbeitsverhältnis sexistische Witze gemacht und danach...
 

jobfrust

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#42
@Jobfrust

Sobald du mit dem SB darüber sprichst - machst du ein "Bauchgefühl" zur Anklage!! Hast du daran gedacht?
Naja, aber was soll sie machen. Wenn sie sich doch nun einmal belästigt fühlt. Es ist eben auch die Frage, wie ich das dem SB schildere. Ich kann ne Behauptung a la der macht das und das aufstellen, oder ich sage meinem SB, dass ich ein komisches Gefühl in diese Richtung habe, weil Arbeitgeber dieses oder jenes gesagt und/oder getan hat. Daran ist ja erstmal nix schlimmes.

Vor allem sieht man ja hier, dass jeder es anders deuten würde. Für den einen ist ein Schulterklopfen schon ein Übergriff, für den anderen eher ein gutes Verhältnis.

Fakt ist aber, dass man keine Übergriffe akzeptieren muss und auch sollte.

Gruss
 
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#43
@Karpfen: Ich wollte mit meinem Beitrag lediglich zu bedenken geben, daß keiner von uns beim Gespräch dabei war, insb. auch nicht die Thread-Erstellerin. Bevor ich mir eine Meinung bilde, habe ich immer ganz gerne ein bißchen Hintergrundinformation.
 

franzi

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#44
Trotzdem ist diese Diskussion nicht hilfreich, denn irgendwann kommt jemand und fühlt sich vom Vorarbeiter oder einem Kollegen "Belästigt", weil man auch wieder so ein "Gefühl" hatte.

Ohne Beweise sind es Vermutungen und Vermutungen sind kein Grund, etwas von vorneherein abzulehnen.

Ob sich der AG bisher wieder gemeldet hat, weis ich nicht.

Wenn ein AG fragt, ob man "liiert" ist, muss das auch nichts sexuelles bedeuten, Singles sind für manche eben "Einsatzfreudiger" auf der Arbeit, das heißt, die machen vielleicht eher Überstunden oder können vielleicht mal in einer anderen Stadt kurzzeitig eingesetzt werden als Verheiratete oder Alleinerziehende, denn bei Singles wartet keiner zuhause.

Mögliche Gründe gibt es viel ......
Diese "Einsatzfreude" von Singles kann man auch sexuell deuten ... Manche betrachten alleinstehende Frauen als Freiwild.
Daher hat meine Freundin auch vorsorglich darauf hingewiesen (wurde nicht direkt danach gefragt), dass sie in einer festen Beziehung lebt.
Als Single hat man ja immer das Problem, dass man im Lebenslauf "ledig" als Familienstand angeben muss.
Die Formulierung "in fester Beziehung" oder "liiert" ist ja nicht zulässig.
Daher geht aus dem "ledig" nicht hervor, ob man tatsächlich alleine lebt oder z. B. seit Jahren mit einem Lebensgefährten lebt.
Daher hat sie das zur näheren Erläuterung auch erwähnt. Auch um Missverständnissen vorzubeugen, dass sie "noch zu haben" sei.
 
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#45
Diese "Einsatzfreude" von Singles kann man auch sexuell deuten ... Manche betrachten alleinstehende Frauen als Freiwild.
Daher hat meine Freundin auch vorsorglich darauf hingewiesen (wurde nicht direkt danach gefragt), dass sie in einer festen Beziehung lebt.
Werde den Eindruck nicht los, daß Ihr beiden in Eurer Vermutung, der AG habe garantiert sexuelles Interesse, festgefahren seid. Dass sie ihren Familienstand von sich aus zur Vorbeugung angegeben hat, hatte ich schon angenommen.

Auch liierte Frauen können Freiwild sein (übrigens auch weniger hübsche Damen!). In meinem engsten Umkreis befindet sich jemand, die ebenfalls aufgrund der Optik eingestellt worden war und die ständig von ihrem vermeintlichen Freund erzählt hatte, auch wenn sie gerade keinen hatte. Vor Annäherungsversuchen hat sie das auch nicht geschützt...

Hattest Du eigentlich mal geschrieben, was das für ein Job sein sollte? Zwar hatte ich gefragt, ob der AG überhaupt unmittelbar Gelegenheit hätte, aber keine Antwort erhalten.
 

franzi

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#46
Werde den Eindruck nicht los, daß Ihr beiden in Eurer Vermutung, der AG habe garantiert sexuelles Interesse, festgefahren seid. Dass sie ihren Familienstand von sich aus zur Vorbeugung angegeben hat, hatte ich schon angenommen.

Auch liierte Frauen können Freiwild sein (übrigens auch weniger hübsche Damen!). In meinem engsten Umkreis befindet sich jemand, die ebenfalls aufgrund der Optik eingestellt worden war und die ständig von ihrem vermeintlichen Freund erzählt hatte, auch wenn sie gerade keinen hatte. Vor Annäherungsversuchen hat sie das auch nicht geschützt...

Hattest Du eigentlich mal geschrieben, was das für ein Job sein sollte? Zwar hatte ich gefragt, ob der AG überhaupt unmittelbar Gelegenheit hätte, aber keine Antwort erhalten.
Siehe Post Nr. 1
 

Muzel

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#48
Bei meiner glitschigen Bewerbung wusste der AG sogar, dass ich verheiratet war.
 

franzi

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#49
Aha. Auch Ehe schützt nicht vor lüsternen Chefs.
Was hat dein Mann zu der Sache gesagt? :icon_pause:

PS: Hab gestern Abend mit meiner Freundin telefoniert. Hat die Stelle nciht angetreten. Liegt derzeit mit einer dicken Erkältung im Bett.
 

Bestagers

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#51
Naja, aber was soll sie machen. Wenn sie sich doch nun einmal belästigt fühlt. Es ist eben auch die Frage, wie ich das dem SB schildere. Ich kann ne Behauptung a la der macht das und das aufstellen, oder ich sage meinem SB, dass ich ein komisches Gefühl in diese Richtung habe, weil Arbeitgeber dieses oder jenes gesagt und/oder getan hat. Daran ist ja erstmal nix schlimmes.

Vor allem sieht man ja hier, dass jeder es anders deuten würde. Für den einen ist ein Schulterklopfen schon ein Übergriff, für den anderen eher ein gutes Verhältnis.

Fakt ist aber, dass man keine Übergriffe akzeptieren muss und auch sollte.

Gruss

@Jobfrust

Hallo! Habe deine Antwort heute erst gelesen, sorry!

Fakt ist aber, dass man keine Übergriffe akzeptieren muss und auch sollte.

Da bin ich bei dir!!! Dazu kam es ja auch nicht!

Vor allem sieht man ja hier, dass jeder es anders deuten würde. Für den einen ist ein Schulterklopfen schon ein Übergriff, für den anderen eher ein gutes Verhältnis.

Bin nur absolut gegen Vorverurteilungen!:icon_evil: Damit kann man jemanden in Teufels Küche bringen!

LG

 
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#52
ich erzähle gerne Witze der besonderen Art.
Menschen die ich mag, nehme ich schon mal gerne in den Arm :icon_smile:

Da kann ich ja froh sein, daß ich nie eine Anzeige wegen sexuellem Übergriff von den (männlichen) Kollegen bekommen habe. :confused:
 
E

ExitUser

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#53
Schutzbereich

Nach der gesetzlichen Definition in § 3 Abs. 4 AGG ist ein Verhalten eine sexuelle Belästigung, wenn es sich um ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten handelt und dieses Verhalten bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird.
Das Verhalten im Sinne des AGG erfasst u.a.

  • Äußerungen,
  • Gesten,
  • Blicke
    und
  • körperliche Berührungen.
Die sexuelle Belästigung muss nicht vorsätzlich ausgeführt werden und auch nicht von dem Betroffenen ausdrücklich abgelehnt werden. Ausreichend ist es, wenn sie sich objektiv als unerwünscht darstellt.
Lexikon-Sexuelle-Belaestigung

Meist trügt eben auch das Bauchgefühl nicht.

...Menschen die ich mag, nehme ich schon mal gerne in den Arm...
Unter Berücksichtigung der "persönlichen 40 cm" wäre das u. U. bereits eine Belästigung der besonderen Art, ja.
 

Ailey

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#54
Wenn ein AG fragt, ob man "liiert" ist, muss das auch nichts sexuelles bedeuten, Singles sind für manche eben "Einsatzfreudiger" auf der Arbeit, das heißt, die machen vielleicht eher Überstunden oder können vielleicht mal in einer anderen Stadt kurzzeitig eingesetzt werden als Verheiratete oder Alleinerziehende, denn bei Singles wartet keiner zuhause.
Naja, das mag ja stimmen - trotzdem finde ich, dass das Privatleben im Job nun einmal nichts verloren hat und es den AG nichts angeht, wie ich zu Hause lebe.
Grunstätzlich finde ich die Problematik der Threadstellerin schon schwierig, man kann sich natürlich darüber streiten, ob das nun eindeutig war oder nicht, ob ggf. zuviel hineininterpretiert wurde - wie auch immer. Wenn man sich schon von Anbeginn bei einem Job unwohl fühlt (also schon beim Vorstellungsgespräch ein schlechtes Gefühl hat), dann sollte man vllt. auch auf seinen Bauch und eben nicht auf den Verstand hören.
 

Muzel

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#55
Ailey, wenn es einem gelingt einem SB diese Bedenken klar zumachen, ist auch alles OK. Aber wie du hier im Forum gelesen hast, ist das recht schwierig. Ich müsste mir den Fall anhören, dann wüsste ich, wie ich gegenüber dem SB argumentieren würde.
 

sun2007

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#56
Eine (hübsche) Freundin von mir, ebenfalls Hartz IV, hat sich kürzlich schriftlich bei einem AG beworben (Stellenangebot als Verkäuferin mit RFB). Nachdem sie in letzter Zeit nur Absagen erhalten hatte, machte sie sich keine Hoffnungen, dass es diesmal etwas wird.
Nun kam es aber ganz anders: der ARbeitgeber meldete sich bei ihr und war von ihr total begeistert und wollte sie gleich zu einem Vorstellungs-Gespräch einladen. -

Sie fand diese "überschäumende Begeisterung" doch etwas eigenartig, ging jedoch zu dem Termin hin.
Währenddessen verstärkte sich bei ihr der Eindruck, dass der Chef (mitte 30) offenbar in erster Linie an ihr als Frau interessiert war mit vorwiegend sexuellem Interesse. Sie teilte ihm im Zuge des Gespräches mit, dass sie in einer festen Beziehung lebt. Dies schien ihn aber überhaupt nicht abzuschrecken.
Der Ausgang des Gespräches blieb noch offen, man wollte später nochmals telefonieren.

Sie hat nun Angst, wenn sie diese Stelle annimmt, dass der neue Chef dann seine Macht ausnutzt und sie körperlich bedrängt und sie, wenn sie nicht mitmacht, mit Kündigung oder Abmahnung bedroht wird und sie schlimmstenfalls eine Sperre kriegt, weil der dann wohl versuchen wird, irgendwas zu behaupten (z. B. sie hätte die Arbeit nicht ordnungsgemäß erledigt etc.).

Wie soll sie sich nun verhalten? Wenn sie direkt ablehnt, droht ihr auch eine Sperre.:confused:
Siehe der gestern bekannt gewordene Datenskandal bei der BA. Ich habe schon ein Schreiben aufgesetzt, in dem ich der Arge untersage, meine Daten an Dritte weiterzugeben und in die Jobbörse einzustellen.

Wenn sie es doch machen, kriegen sie erst mal eine fette Anzeige von mir.
 

sun2007

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#57
ja, du dich vielleicht nicht, aber andere schon! das berücksichtige bitte!

mit mir machen das solche typen maximal einmal. ich sage den einmal, sie sollen es lassen und kommt derartiges nocheinmal vor, trete ich zu!
:icon_daumen: :icon_daumen: :icon_daumen:
 

2Sam

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#58
Lasst die Photos in den Bewerbungsanschreiben und im Lebenslauf weg.
 

2Sam

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#60
Und beim Vorstellungsgespräch? SAW-Maske, Papiertüte über dem Kopf oder Burka?
:biggrin: Eher mal nicht ...

Da bleibt nur, auf den eigenen Instinkt zu hören.
Durch das Weglassen der Photos ist es aber weit unwahrscheinlicher, von Schmuddelchefs zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
 

sun2007

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#61
Ich finde, das ist hier gar nicht der Punkt. Der Punkt ist, es handelte sich um ein Stellenangebot seitens des Jobcenters/der Arge:

aus #1:
Stellenangebot als Verkäuferin mit RFB
Und es ist verd*** nochmal die Pflicht des JC/der Arge, dafür Sorge zu tragen, dass solche Leute nicht als "Arbeitgeber" auftreten.

Ich weise nochmal auf den derzeit veröffentlichten Datenskandal bei der BA hin und auch darauf, dass genau so etwas ein Teil davon ist und derzeit scharf gerügt wird. Martin wollte dieses WE einen Vordruck dazu einstellen und ich kann wirklich allen nur empfehlen, der Weitergabe der eigenen Daten aufgrund dessen, dass derart eklatante Missbräuche nun einmal stattfinden, ausdrücklich und schriftlich zu widersprechen.

Gruß

Sun

PS.:
Zum Thema Fotos möchte ich abschließend bemerken: Fotos etc. gehören sowieso in keine Bewerbung, das verstößt gg das Antidiskriminierungsgesetz. Nur weil sich das noch nicht bis zum letzten Hinterwäldler herumgesprochen hat, muss man das nicht auch noch gesondert diskutieren.

Dieser Vorfall sollte ernsthaft diskutiert werden und nicht mit Hinweisen auf Papiertüten oder religiösen Kleidungsstücken (womit man übrigens die Gefühle der Anhänger dieser Religion auch mit in den Dunstkreis dieses Lächerlich-Machens hineinzieht) ins Lächerliche gezogen werden. Anscheinend ist solchen Diskutanten nicht im Mindesten bewusst, wie es sich anfühlt, wenn man sich erstens auf einen Arbeitsplatz Hoffnung macht und dann zweitens nicht nur keine Stelle bekommt sondern überdies auch noch vor einem schmierigen Typen sitzt, der eine lüstern angeifert, was einem erst im Laufe des Gesprächs langsam und schleichend dämmert - und der dann auch noch alle Daten der betreffenden Person hat: Name, Geburtsdatum, Adresse, weitere Stationen aus dem Lebenslauf - wie man sich dann fühlt, dem solltet Ihr mit ein bisschen mehr Achtung begegnen anstatt es zu bagatellisieren und ins Lächerliche zu ziehen.
 

Muzel

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#62
Sun, es ist gut, dass du das Problem beim Namen genannt hat. Diese glitschigen AG sind nämlich die ersten, die sich bei der BA beschweren.
 

Holler2008

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#63
Dass hier einige schlechte Erfahrungen gemacht haben bedaure ich ja, hat aber nichts mit franzis Freundin und der Stelle zu tun.

Jeder Mensch ist aunders auch franzi, die Freundin und der Chef.

Warum jetzt im ersten Post erwähnt wird dass die betroffene hübsch sei ist schon sehr kurios.
Erstens ist das subjektiv, zweitens wenn sie scheiße aussieht, sagt das ja trotzdem keiner.

Aus meiner Erfahrung ist eine solche Wortwahl ein erster Anhaltspunkt darauf, dass versucht wird ein Grund zu konstruieren, die Stelle nicht anzutreten.
Sei es wirklich aus Angst vor Übergriffen oder weil man nicht arbeiten will.

Was genau nun in beim Bewerbungsgespräch die Unsicherheit deiner Freundin ausgelöst hat hast du immernoch nicht geschrieben.

Ohne diese Information ist der Ganze Thread nutzlos.

Vielleicht hat deine Freundind einfach immer Angst, wenn sie mit einem Mann alleine ist, aus ganz anderen Gründen.

Wie schon gepostet, Gedächtnisprotokoll anfertigen und gegen Nachweis zu Händen des Vermittlers abgeben.
Auch wenn sich das nun für sie erledigt hat, kann das noch anderen helfen.
 

Daedalos

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#64
Ich finde, das ist hier gar nicht der Punkt. Der Punkt ist, es handelte sich um ein Stellenangebot seitens des Jobcenters/der Arge:
...
Und es ist verd*** nochmal die Pflicht des JC/der Arge, dafür Sorge zu tragen, dass solche Leute nicht als "Arbeitgeber" auftreten.
Du verlangst ernsthaft von der Arge die moralische Integrität aller vorgeschlagenen Arbeitgeber zu überwachen? Naja!

Ich weise nochmal auf den derzeit veröffentlichten Datenskandal bei der BA hin und auch darauf, dass genau so etwas ein Teil davon ist und derzeit scharf gerügt wird. Martin wollte dieses WE einen Vordruck dazu einstellen und ich kann wirklich allen nur empfehlen, der Weitergabe der eigenen Daten aufgrund dessen, dass derart eklatante Missbräuche nun einmal stattfinden, ausdrücklich und schriftlich zu widersprechen.
Da sehe ich jetzt keinen Zusammenhang zum Thema dieses Fadens.
...
Zum Thema Fotos möchte ich abschließend bemerken: Fotos etc. gehören sowieso in keine Bewerbung, das verstößt gg das Antidiskriminierungsgesetz.
Diese Aussage ist für Deutschland schlicht falsch!

Nur weil sich das noch nicht bis zum letzten Hinterwäldler herumgesprochen hat, muss man das nicht auch noch gesondert diskutieren.
Dann sind also deiner Meinung nach geschätzte 90% der Personalverantwortlichen von deutschen Firmen Hinterwälder!

Dieser Vorfall sollte ernsthaft diskutiert werden und nicht mit Hinweisen auf Papiertüten oder religiösen Kleidungsstücken (womit man übrigens die Gefühle der Anhänger dieser Religion auch mit in den Dunstkreis dieses Lächerlich-Machens hineinzieht) ins Lächerliche gezogen werden.
"Uiiiii..... er hat Burka gesagt!" Also bitte! Mein Kommentar sollte lediglich ausdrücken, dass die vorgeschlagene Lösung ohne Passbild beim Vorstellungsgespräch nichts mehr hilft.

Anscheinend ist solchen Diskutanten nicht im Mindesten bewusst, wie es sich anfühlt, wenn man sich erstens auf einen Arbeitsplatz Hoffnung macht und dann zweitens nicht nur keine Stelle bekommt sondern überdies auch noch vor einem schmierigen Typen sitzt, der eine lüstern angeifert, was einem erst im Laufe des Gesprächs langsam und schleichend dämmert
Das ist nun nichts weiter als ein unbegründeter Vorwurf!

- und der dann auch noch alle Daten der betreffenden Person hat: Name, Geburtsdatum, Adresse, weitere Stationen aus dem Lebenslauf -
Jetzt wird es aber etwas lächerlich. Das dürfte ja wohl völlig normal sein bei einem Bewerbungsgespräch, oder willst du deinem potenziellen Arbeitgeber alle dieses Daten verheimlichen?

wie man sich dann fühlt, dem solltet Ihr mit ein bisschen mehr Achtung begegnen anstatt es zu bagatellisieren und ins Lächerliche zu ziehen.
Hier wurde nichts bagatellisiert, sondern nur aus gutem Grund auf das mögliche Problem der subjektiven Wahrnehmung hingewiesen.
Versuch es doch mal mit einem etwas entspannterem Diskussionsstil, ist auch besser für die Nerven!
 

sun2007

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#65
Nein Holler, Du verharmlost und bagatellisierst.

Siehe #61.

Das Angebot kam von der Arge/vom Jobcenter, die Bewerberin war mit RFB verpflichtet, dahin zu gehen - und dann ist es verdammt noch mal die Pflicht der Arge/des Jobcenters, ihrer/seiner Sorgfaltspflicht gerecht zu werden und dafür zu sorgen, dass so sensible Daten - und der Lebenslauf ist voll von sensiblen Daten - nicht in die Hände von Leuten gelangen die

1. nie vorhatten, ein ernsthaftes Jobangebot zu machen

und darüber hinaus

2. auch noch sexuelle Angebote machen.

Wieso das hier Leute nicht ernst nehmen und dann darüber hinaus auch noch nach dem Motto "Blame the victim" verfahren, das erschließt sich mir nicht.
 

sun2007

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#66
An Daedalos:

Du verlangst ernsthaft von der Arge die moralische Integrität aller vorgeschlagenen Arbeitgeber zu überwachen?
Ja, das verlange ich.

Aber nicht nur ich, sondern auch das Gesetz.

Das ergibt sich sowohl aus dem Grundgesetz, dem jedem Menschen eigenen Selbstbestimmungsrecht und dem Datenschutz als auch aus der Sorgfaltspflicht der Argen. Wenn die Argen und Jobcenter damit in der Vergangenheit ohne strafechtliche Konsequenzen willkürlich umgegangen sind, ergibt sich für diese noch lange kein dahingehendes Gewohnheitsrecht.

Wenn Du nicht zwischen Mitwirkungsplichten auf der einen Seite und Grundrechten sowie dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung auf der anderen Seite unterscheiden kannst, bist Du anscheinend einfach nicht die hellste Birne im Leuchter.

Wenn Du darüber hinaus nicht die Sensibilität und Empathie aufbringen kannst, mit Menschen mitzufühlen, denen so übel mitgespielt wurde, bist Du auch in emotionaler Hinsicht nicht die hellste Birne im Leuchter. Auch bei Dir ist deutlich die Haltung zu erkennen: Blame the victim.

Siehe:
Hier wurde nichts bagatellisiert, sondern nur aus gutem Grund auf das mögliche Problem der subjektiven Wahrnehmung hingewiesen.
Dies ist das typischste aller typischen Argumente für die Haltung Blame the victim, dass man die Wahrnehmung als rein subjektiv einstuft und dann abwertet - übrigens auch sehr hinterwäldlerisch.

Aber woher Du Dir das Recht nimmst, zu sagen, die Leute sollten im Hinblick auf ein derartiges Unrecht im Bereich sexueller Belästigung ruhig mal etwas entspannt sein - da fällt mir die Kinnlade runter.

Das geht für mich schon in Richtung Mittäterschaft und es würde mich nicht wundern, wenn Du in naher Zukunft - oder schon gegenwärtig? oder bereits in der Vergangenheit? - auch eine Anzeige wegen sexueller Belästigung an den Hals kriegen würdest - und diesbezüglicher Mittäterschaft. Geistig bist Du mit diesen Menschen voll und ganz auf einer Linie.

Wenn Leute sowas bagatellisieren, ist vor diesen Leuten äußerste Vorsicht geboten. Denn in ihren Köpfen sind sie dann schon so weit ...

Gruß

Sun
 

Muzel

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#67
Hallo Daedalos!

"Hier wurde nichts bagatellisiert, sondern nur aus gutem Grund auf das mögliche Problem der subjektiven Wahrnehmung hingewiesen."


Jeder von uns kann nur subjektiv wahrnehmen. Solche Sprüche regen mich auf. Soll ich meiner subjektiven Wahrnehmung nicht mehr trauen dürfen, weil sie subjektiv ist?
 

Daedalos

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#68
@sun2007

Es wäre deinem Blutdruck sehr zuträglich, wenn du Beiträge richtig lesen würdest bevor du antwortest!

Ich habe nämlich explizit vom "möglichen" Problem der subjektiven Wahrnehmung gesprochen. Ich war bei dem Gespräch nicht dabei und du soweit ich weiß auch nicht. Ich finde es aber bemerkenswert, dass du trotzdem sicher weißt, wer bei der vorliegenden Situation, die auch noch von einer dritten Person nach Hörensagen anonym in einem Internetforum beschrieben wurde, das Opfer war.

Das muss wohl an deiner hochentwickelten Sensibilität und Empathie liegen die sich ja auch deutlich an den zahlreichen Beschimpfungen meiner Person zeigt! Weil du dann auch noch so brillante Argumente wie Fettdruck in Rot verwendest und sogar englische Ausdrücke kennst, habe ich leider große Schwierigkeiten mit meiner dunklen Beleuchtung einen Sinn in deinen Aussagen zu finden!

Wenn sich deine Kinnlade wieder etwas erholt hat kannst du vielleicht auch den letzten Satz meines vorherigen Beitrages noch mal lesen um zu erkennen, dass ich lediglich dich persönlich aufgefordert habe etwas entspannter zu diskutieren und es mir gar nicht um den Fall selber ging.

Übrigens würde ich mich sehr freuen, wenn du mir rechtzeitig Bescheid sagen könntest, wenn mich eine Anzeige wegen sexueller Belästigung oder "Mittäterschaft" erwartet! Diese Gefahr habe ich wohl bisher total unterschätzt, also danke dass du mir die Augen geöffnet hast. Du solltest vielleicht hauptberuflich als Internethellseher arbeiten, deine Fähigkeit aus den harmlosesten Beiträgen die unglaublichsten Schlüsse zu ziehen und jeden Einzelnen in eine persönliche Beleidigung umzuwandeln (auch wenn du dich ab und zu wiederholst, aber so streng wollen wir mal nicht sein) ist wirklich außergewöhnlich! :biggrin:
 

Daedalos

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#69
Hallo Daedalos!

"Hier wurde nichts bagatellisiert, sondern nur aus gutem Grund auf das mögliche Problem der subjektiven Wahrnehmung hingewiesen."


Jeder von uns kann nur subjektiv wahrnehmen. Solche Sprüche regen mich auf. Soll ich meiner subjektiven Wahrnehmung nicht mehr trauen dürfen, weil sie subjektiv ist?
Du hast natürlich recht, dass jede Wahrnehmung subjektiv ist. Sicher darfst du erst einmal deiner eigenen Wahrnehmung trauen, wenn es sich allerdings um so gravierende Vorwürfe wie im vorliegenden Fall handelt sollten nach Möglichkeiten die eigenen Eindrücke mit anderen Personen abgeglichen werden, bevor weitere Schritte unternommen werden. Die Situation wurde ja auch noch von einer dritten Person geschildert, die selber nicht dabei war und wirklich konkretes Fehlverhalten wurde ja nicht erwähnt.
 

sun2007

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#70
Ich kann mich nur wiederholen: Deine geistige Nähe ist äußerst bedenklich. Hoffentlich wirst Du bald zurechtgerückt und hoffentlich kommt es Dich sehr teuer zu stehen.

Mit Deinen Bagatellisierungen bist Du keinen Deut besser als die anderen Täter.

Insgesamt verweise ich auf alles, was ich in # 61 und # 65 geschrieben habe.

Gruß

Sun
 

stummelbeinchen

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#71
Also nun wirds ja ein bisschen viel. Ich stimme Daedalos zu und möchte auch nochmal daran erinnern, dass niemand von uns weiß, wie der Eindruck der Dame entstanden ist. Keiner von uns weiß, wer was gesagt hat. Also kommt mal ein bisschen runter.

Bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sollte stringent und nachhaltig der/die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Keine Frage. Trotzdem ist nichts aus diesem Vorstellungsgespräch bekannt. Ich wiederhols auch nochmal: Nichts.

Insofern bagatellisieren wir das hier nicht und fahren auch nicht Deine "Strategie" Blame the Victim. Genausowenig wie wir hier wissen, genauso wenig hast Du das Recht uns zu beleidigen oder den AG zu verurteilen.

Das Angebot kam von der Arge/vom Jobcenter, die Bewerberin war mit RFB verpflichtet, dahin zu gehen - und dann ist es verdammt noch mal die Pflicht der Arge/des Jobcenters, ihrer/seiner Sorgfaltspflicht gerecht zu werden und dafür zu sorgen, dass so sensible Daten - und der Lebenslauf ist voll von sensiblen Daten - nicht in die Hände von Leuten gelangen die

1. nie vorhatten, ein ernsthaftes Jobangebot zu machen

und darüber hinaus

2. auch noch sexuelle Angebote machen.

Wieso das hier Leute nicht ernst nehmen und dann darüber hinaus auch noch nach dem Motto "Blame the victim" verfahren, das erschließt sich mir nicht.
Ja woher willst Du das denn wissen? Du kennst doch nicht mal das Stellenangebot. Das alles sind Mutmaßungen aufgrund von Hörensagen (entschuldige Franzi) und Du machst da jetzt eine Hetzjagd auf.
Niemand von uns kennt die Stelle, den AG oder die Bewerberin. Niemand von uns weiß, ob dieses Stellenangebot existiert oder (ich vermute mal in Deiner Vorstellung) als eine einfache Methode genutzt wird, um Frauen kennen zu lernen.
Es gab keine sexuellen Angebote (von denen wir wissen). Auch Franzi hat gesagt, dass es mehr der persönliche Eindruck ihrer Freundin war, als das genaue Anhaltspunkte vorliegen.

Ob sie die Stelle nun antritt oder nicht, ist einzig und allein ihre Sache. Wir haben lediglich darauf hingewiesen, dass eine Situation von verschiedenen Menschen eben verschieden wahrgenommen wird.

Trotzdem noch Schönen Abend
 

Bestagers

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#72
Zitat:
Zum Thema Fotos möchte ich abschließend bemerken: Fotos etc. gehören sowieso in keine Bewerbung, das verstößt gg das Antidiskriminierungsgesetz. Nur weil sich das noch nicht bis zum letzten Hinterwäldler herumgesprochen hat, muss man das nicht auch noch gesondert diskutieren

Diskutiere gerade mit einem Bekannten darüber. Er arbeitet seit kurzem als Coach (Berufsberater), seine Firma besteht bei allen Bewerbern auf ein Foto. Bewerbungen ohne werden aussortiert.

War vor 2 Monaten in einer Qualifizierung und auch da teilte man uns mit, dass ein Foto nicht mehr "nötig" sei! (quelle: IHK)

Gibt es dazu irgendwo etwas schriftlich???? Sehr interessant.

Freue nich über eine Info
LG
 

sun2007

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#73
Muzel, Deine Wahrnehmung ist absolut berechtigt. Der Zusatz "subjektiv" soll andere LeserInnen dazu verführen, zu glauben, Deine Aussagen (oder die Aussagen derjenigen, denen Unrecht angetan wurde) seien nicht so ganz ernst zu nehmen.

Das ist eine äußerst beliebte Taktik ewig hinterwäldlerischer Deutscher, die weder begriffen haben, wofür das Grundgesetz gut ist noch die Gesetze zur informationellen Selbstbestimmung noch die Gesetze gegen sexuelle Belästigung.

Das sind so Leute, die halbwegs und in Lippenbekentnissen politische Korrektheiten verbal (kostet ja nix) rauslassen für alles, was selbst der letzte Heini schon mitgekriegt hat - so Leute würden sich zum Beispiel nicht unbedingt rassistisch äußern - aber wenn es um sexuelle Belästigung geht, sind sie desselben Geistes Kind wie die Rassisten vor zehn, zwanzig oder siebzig!!! Jahren.

Deine Wahrnehmung zählt und lass' sie nicht als "subjektiv" abwerten: bloß nicht von so schwach - wenn überhaupt - leuchtenden Birnen im Leuchter (oder: Unterbelichteten??) verunsichern lassen.

Gruß

Sun
 

Holler2008

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#74
@sun2007:
Sexuelle belästigung ist schlimm.

Aber ich verharmlose nichts, weil Franzi rückt ja nicht raus was los war.

Deine ganzen Aussagen beziehen sich auf etwas, das du vermutest.
 

Daedalos

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#75
Ich kann mich nur wiederholen:
Das musst du nicht extra erwähnen, das hat Jeder schon gemerkt! :biggrin:

Deine geistige Nähe ist äußerst bedenklich.
Ist geistige Nähe per se schlimm? Wirkst du deshalb geistig leicht entrückt? :icon_kinn:

Hoffentlich wirst Du bald zurechtgerückt und hoffentlich kommt es Dich sehr teuer zu stehen.
Wohin soll ich denn gerückt werden? Ich sitz grad ganz gut!

Mit Deinen Bagatellisierungen bist Du keinen Deut besser als die anderen Täter.
Welche anderen Täter? Die anderen Schreiber hier im Faden, die es auch gewagt haben nicht so kompromisslos schwarz weiß zu denken wie du? Das sind dann wohl Schreibtischtäter (oder Sofatäter).

Insgesamt verweise ich auf alles, was ich in # 61 und # 65 geschrieben habe.
Wir drehen uns im Kreis! Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Die nächste Fahrt geht andersrum!:biggrin:

Gruß

Sun
Gruß zurück!
Daedalos
 

sun2007

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#77
Ich stimme Daedalos zu und möchte auch nochmal daran erinnern, dass niemand von uns weiß, wie der Eindruck der Dame entstanden ist.
Komisch, dass ausgerechnet bei diesem Thema die Aussagen des Themenautors so grundsätzlich angezweifelt werden.

Alles Teil derselben Strategie:

Wegsehen, nicht wahrhaben wollen,

bagatellisieren und im Zweifel hat der/die Betroffene eben Probleme mit der eigenen subjektiven Wahrnehmung - im Ergebnis:

Blame the victim.

Bei anderen Themen werden die Aussagen der Leute nicht als sogenannte "subjektiven Wahrnehmungen" direkt angzweifelt. Nur hier.

Woran das wohl liegt?????
 

sun2007

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#78
Jaja, diese Deutschen. Sie sind immer dann politisch korrekt, wenn man ihnen extra dazu sagt, dass sie es sein müssen. Rassismus ist out seit 1945 aber mit dem nach im Grunde nach denselben Regeln funktionierenden Sexismus (=Rassismus gegen Fraue und Homosexuelle) kann man ruhig weitermachen - da haben sich die Deutschen ja noch nicht allzu offensichtlich was zu Schulden kommen lassen.

Oder zumindest hat es international noch niemand moniert.

Also ruhig weiter so.

Sexismus? Was soll's. Merkt doch keiner. Solange es nur gegen eine bestimmte Gruppe der Gesellschaft geht, die bis 1945 nicht betroffen war, ist es doch voll ok, derartige Verhaltensweisen zu dulden und zu unterstützen.

Los, weiter so.
 

Bestagers

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#79
Zitat: Ich kann mich nur wiederholen: Deine geistige Nähe ist äußerst bedenklich. Hoffentlich wirst Du bald zurechtgerückt und hoffentlich kommt es Dich sehr teuer zu stehen.

Mit Deinen Bagatellisierungen bist Du keinen Deut besser als die anderen Täter.



Sorry - finde solche persönlichen Angriffe wirklich daneben! Darf man hier seine persönliche Meinung nicht äussern?
 

Daedalos

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#80
Muzel, Deine Wahrnehmung ist absolut berechtigt. Der Zusatz "subjektiv" soll andere LeserInnen dazu verführen, zu glauben, Deine Aussagen (oder die Aussagen derjenigen, denen Unrecht angetan wurde) seien nicht so ganz ernst zu nehmen.

Das ist eine äußerst beliebte Taktik ewig hinterwäldlerischer Deutscher, die weder begriffen haben, wofür das Grundgesetz gut ist noch die Gesetze zur informationellen Selbstbestimmung noch die Gesetze gegen sexuelle Belästigung.

Das sind so Leute, die halbwegs und in Lippenbekentnissen politische Korrektheiten verbal (kostet ja nix) rauslassen für alles, was selbst der letzte Heini schon mitgekriegt hat - so Leute würden sich zum Beispiel nicht unbedingt rassistisch äußern - aber wenn es um sexuelle Belästigung geht, sind sie desselben Geistes Kind wie die Rassisten vor zehn, zwanzig oder siebzig!!! Jahren.

Deine Wahrnehmung zählt und lass' sie nicht als "subjektiv" abwerten: bloß nicht von so schwach - wenn überhaupt - leuchtenden Birnen im Leuchter (oder: Unterbelichteten??) verunsichern lassen.

Gruß

Sun
Nachdem sun nun deutlich gemacht hat, dass jeder Mensch, der es wagt die Subjektivität von Wahrnehmung zu erwähnen in ihren/seinen Augen ein "ewig hinterwäldlerischer Deutscher" ist, der die Gesetzte nicht kapiert hat und ähnlich denkt wie die rassistischen Nazis, dürfte es wirklich schwer werden das Niveau noch weiter abzusenken.

Mit der interessanten Einsicht, dass ich zuerst von sun beschimpft wurde weil ich das Wort "Burka" gesagt hatte und nun dem Vorwurf ausgesetzt bin, zu den Leuten zu gehören, die "in Lippenbekentnissen politische Korrektheiten verbal ... rauslassen" verabschiede ich mich und wünsche allen anderen sachlich diskutierenden Forumsbenutzern noch einen schönen Abend! :icon_pause:
 

Muzel

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#81
Sexuelle Belästigung kann mit einem Blickkontakt anfangen, wenn es für einen Außenstehenden noch keine Belästigung ist. Leute die dabei stehen, würden gar nichts merken. Wenn man auf diesen Blick nicht angemessen reagiert, dann kann es zu spät sein.
 

sun2007

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#82
Ich betone:

Wenn das Jobcenter/die Arge Daten herausgibt, ohne vorher zu überprüfen und ohne seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen, ob diejenigen, die diese Daten erhalten, auch überhaupt vertrauenswürdig sind,

dann ist das ein Verstoß gegen das Grundgesetz, gegen das informationelle Selbstbestimmungsrecht und weitere Rechte der Geschädigten

und durch nichts, was unser Rechtssystem hergibt, zu bagatellisieren.

Hier die Wahrnehmung Geschädigter anzuzweifeln (mit Verweise daruaf, sie sei nur subjektiv - während sie bei allen anderen Themen längst nicht angezweifelt wird) kommt einer Untersützung und Mittäterschaft nahezu gleich.

Zumindest zeigt sich dadurch die geistige Nähe der Anzweifler zu den Tätern.
 

sun2007

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#83
[/COLOR]

Sorry - finde solche persönlichen Angriffe wirklich daneben! Darf man hier seine persönliche Meinung nicht äussern?
Der Umgang mit den Aussagen aus #1 ist derjenige, der hier gefährlich ist.
 

sun2007

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#84
Sexuelle Belästigung kann mit einem Blickkontakt anfangen, wenn es für einen Außenstehenden noch keine Belästigung ist. Leute die dabei stehen, würden gar nichts merken. Wenn man auf diesen Blick nicht angemessen reagiert, dann kann es zu spät sein.
Was sich hier abgespielt hat, erfüllt bestimmte Kriterien, die nicht so weich sind, wie von Dir geschildert.

Die Argen sollen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und das GG und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung beachten - dann werden Menschen, die sich echte Hofffnungen auf echte Arbeitsplätze machen, gar nicht erst in eine sexuelle Belästigung hineingezwungen.

Es geht hier nach wie vor um das Gesamtbild: Die Betroffene war per RFB verpflichtet dahin zu gehen und somit durch die Arge/das JC gezwungen, eine sexuelle Belästigung über sich ergehen zu lassen.

Was nicht heißt, dass eine sexuelle Belästigung ok wäre, wenn nicht von der Arge verordnet.

Das ist so oder so ein No Go, was die Ewig Gestrigen hier wohl nie einsehen werden.

Hier geht es um die Grundhaltung.

Und da sind klare Worte anscheinend - bedauerlicher Weise - von Nöten.

Sonst sind wir bald wieder soweit.

Die Tendenzen zeichnen sich deutlich ab.

Und das auch noch hier.

Gruß

Sun
 

stummelbeinchen

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#85
Wenn das Jobcenter/die Arge Daten herausgibt, ohne vorher zu überprüfen und ohne seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen, ob diejenigen, die diese Daten erhalten, auch überhaupt vertrauenswürdig sind,
dann ist das ein Verstoß gegen das Grundgesetz, gegen das informationelle Selbstbestimmungsrecht und weitere Rechte der Geschädigten
Okay, dann schlag ich vor, dass alle Arbeitgeber bevor sie eine Stelle offerieren, einen Fragebogen beantworten ähnlich dem, wie ihn die USA vor der Einreise verlangen.

Statt also:

"Planen Sie einen terroristischen Akt oder gehören Sie einer terroristischen Vereinigung an?"

fragt man dann die AG:

"Planen Sie die zukünftigen Bewerber sexuell zu belästigen oder zu mobben?"

Schätzken, wie willst Du das vorher rausfinden? Nach Deinem Eindruck gehen? Und wenn nun der Deines Kollegen ein ganz anderer ist?
Willst Du alle Männer und nebenbei auch Frauen (wir sind ja gleichberechtigt) unter Generalverdacht stellen?

Lies doch mal den Eingangsthread von Franzi. Wir wissen nicht was vorgefallen ist. Im Übrigen würde ich es begrüßen, wenn das nicht noch ein 3.Reich Vergleich werden würde. Das ist Käse und da weißt Du. Es fehlt Dir eben nur an einem ähnlich globalen Schreckensbeispiel, also lass es doch einfach. Ich empfinde diesen Vergleich nämlich als eine Beleidigung für alle, die damals gelitten haben und gestorben sind. Und das ist ...istisch.
 

sun2007

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#86
Auch Du bagatellisierst und versuchst, eine ernste Angelegenheit ins Lächerliche zu ziehen.

Du hast entweder den Ernst der Lage nicht begriffen oder es ist Dir egal.

Wie auch immer, so etwas ist ein schreckliches Signal.

Also lieber Leute sexuell belästigen lassen, als dass die Argen sich an Recht und Gesetz halten?

Auf welcher Seite stehst Du?

Komisch, wie schnell die Leute die Seiten wechseln, wenn es "nur" um sexuelle Belästigung und Sexismus geht. (Ist ja schließlich kein Rassismus - da wäre der angeblich selbstdenkende Nachplapperer natürlich sofort dagegen - weil es schon si viele andere vor ihm waren.)

Armes Deutschland.

Anscheinend müssen die Leute hier immer an jeder Gruppe von Menschen einzeln lernen, was Unrecht ist.

:icon_neutral:

Anstatt direkt zu lernen, was Unrecht ist. Egal, an welcher Gruppe von Menschen.

Na dann.
 
E

ExitUser

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#87
öhm, in welcher GA oder in welchem Gesetz steht drin, das mögliche Arbeitgeber nach sexuellen Vorlieben, Familienstand, Treue usw. gefragt werden müssen und wo steht eigentlich, das jetzt alles, was man meint zu empfuinden auch IMMER Richtig ist?

Wenn es angeblich schon "gesetzlich Vorgeschrieben ist", dann sollte man auch die passenden Gestze reinschreiben und nicht wild herum spekulieren.

Ansonsten sind hier viele Meinung/Unterstellungen/"Gefühle nicht nachweisbar und deshalb :icon_mad:

@stummelbeinchen

lass es,die dichten sich etwas zusammen und steigern sich immer mehr hinein, denn es kam nach dem Eingangspost, der auch nur auf Vermutungen beruht, nichts mehr.
 

sun2007

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#88
Es geht darum, was hier angezweifelt wird obwohl es in anderen Threads nicht angezweifelt wird - und Sancho, ich mag Dich gerne daher betone ich: ohne Dir nahetreten zu wollen - aber lies' Dich hier erst mal richtig ein. Hier geht es um zwei grundsätzliche Fragen:

1. Ist es ok, wenn die Arge einfach Daten weitergibt an jeden Hanswurst, so dass Leute in einem Vorstellungsgespräch, das angeblich für Verkäuferinnen gedacht war, ohne jegliche Vorwarnung und in der Annahme, an einem echten Vorstellungsgespräch teilzunehmen plötzlich in einer Situation sind, in der sie sexuell belästigt werden

und

2. Sind Bagatellisierungen von sexueller Belästigung, die sich typischerweise darin ausdrücken, dass man den Opfern nicht glaubt - im Gegensatz zu anderen Threads, wo keine Zweifel an der Darstellung angemeldet werden -oder sie sogar selbst dafür verantwortlich macht (Blame the victim) ok oder nicht.

Darum geht es hier.

Gruß

Sun
 
E

ExitUser

Gast
#89
lass es,die dichten sich etwas zusammen und steigern sich immer mehr hinein, denn es kam nach dem Eingangspost, der auch nur auf Vermutungen beruht, nichts mehr.
Es scheint wahrlich sinnlos, denn das Ursprungsposting (und darum geht es doch wohl noch) wird nicht mehr wahrgenommen - und in der Tat wird wild spekuliert und zu allem Überfluss werden User/innen Bagatellisierungen untergeschoben.
 

sun2007

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#90
Die werden nicht untergeschoben sondern sind vorhanden und beziehen sich direkt auf den Ursprungspost.

Ich plädiere sehr dafür, den Ursprungspost ganz und gar in den Mittelpunkt zu stellen. Daher auch mein Hinweis an Sancho und meine unermüdliche Bezugnahme auf den Ursprungspost.
 

Drueckebergerin

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#91
Sind Bagatellisierungen von sexueller Belästigung, die sich typischerweise darin ausdrücken, dass man den Opfern nicht glaubt
Wo bitte, ist der Beitrag, in dem ein Opfer konkret von einem sexuellen Übergriff spricht?
Wo ist hier das Opfer, dem jetzt nicht geglaubt wird????
 

stummelbeinchen

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#92
Es geht darum, was hier angezweifelt wird obwohl es in anderen Threads nicht angezweifelt wird - und Sancho, ich mag Dich gerne daher betone ich: ohne Dir nahetreten zu wollen - aber lies' Dich hier erst mal richtig ein. Hier geht es um zwei grundsätzliche Fragen:

1. Ist es ok, wenn die Arge einfach Daten weitergibt an jeden Hanswurst, so dass Leute in einem Vorstellungsgespräch, das angeblich für Verkäuferinnen gedacht war, ohne jegliche Vorwarnung und in der Annahme, an einem echten Vorstellungsgespräch teilzunehmen plötzlich in einer Situation sind, in der sie sexuell belästigt werden

und

2. Sind Bagatellisierungen von sexueller Belästigung, die sich typischerweise darin ausdrücken, dass man den Opfern nicht glaubt - im Gegensatz zu anderen Threads, wo keine Zweifel an der Darstellung angemeldet werden -oder sie sogar selbst dafür verantwortlich macht (Blame the victim) ok oder nicht.

Darum geht es hier.

Gruß

Sun
1. Da bist Du hier im falschen Thread. Das war überhaupt kein Thema, bis Du gekommen bist.

2. Es geht einzig und allein um Franzis Beitrag und nicht um alle Opfer sexueller Gewalt, die jemals auf dieser Erde wandelten.

Ich wiederhole (erneut): In Franzis Beitrag ging es um ein Gefühl. Es gab nichts, was Deine überschwenglichen Rundumschlag rechtfertigt. Niemand von uns hat dieses Gefühl angezweifelt, wir haben es nur subjektiv interpretiert und nach Deiner Fußnote sollte Dir dieses Wort etwas sagen.

Ich könnte jetzt genauso reagieren und sagen, dass Du eine Männerhasserin bist und nur jede Gelegenheit nutzt, dieses Geschlecht runterzumachen und einzig und allein dafür in diesem Forum angemeldet bist. Man sollte die Moderatoren dafür verantwortlich machen, dass sie nicht jeden User auf Toleranz testen.
Da ich aber keine Krieg möchte, sage ich das nicht. Betrachte dies als Beispiel dafür, wie Deine Beiträge auf mich wirken: In diesem Fall (und nur in diesem Fall) als klassisches Beispiel für "aus einer Mücke einen Elefanten machen".

Peace
 

sun2007

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#93
stummel,

ich erwarte langsam auch schon gar nicht mehr, dass Du es verstehst. Und ja, an dieser Stelle werde ich durchaus persönlich, weil Du gezielt meine Aussagen verzerrst

- was natürlich jeder, der lesen kann und über eine helle Leuchte verfügt (bzw. eine solche ist), auch ganz einfach nachlesen kann -

und das lasse ich mir nicht bieten, ist doch ganz klar.
 
E

ExitUser

Gast
#94
Es geht darum, was hier angezweifelt wird obwohl es in anderen Threads nicht angezweifelt wird - und Sancho, ich mag Dich gerne daher betone ich: ohne Dir nahetreten zu wollen - aber lies' Dich hier erst mal richtig ein. Hier geht es um zwei grundsätzliche Fragen:

1. Ist es ok, wenn die Arge einfach Daten weitergibt an jeden Hanswurst, so dass Leute in einem Vorstellungsgespräch, das angeblich für Verkäuferinnen gedacht war, ohne jegliche Vorwarnung und in der Annahme, an einem echten Vorstellungsgespräch teilzunehmen plötzlich in einer Situation sind, in der sie sexuell belästigt werden

und

2. Sind Bagatellisierungen von sexueller Belästigung, die sich typischerweise darin ausdrücken, dass man den Opfern nicht glaubt - im Gegensatz zu anderen Threads, wo keine Zweifel an der Darstellung angemeldet werden -oder sie sogar selbst dafür verantwortlich macht (Blame the victim) ok oder nicht.

Darum geht es hier.

Gruß

Sun
Es würde nur ein Gefühl beschrieben, das wahr sein kann oder nicht. Ansonsten kenne ich eigentlich weder ein Gesetz, noch ein Urteil, das einen Menschen wegen einem Gefühl hinter Gitter gebracht hat.

Gegen eine evtlle Datenweitergabe kann man vorgehen, (allerdings sind auch viele Datenschützer männlich :icon_wink:).

Gefühle sind Stimmungabhängig und können auch trügen, ansonsten muss man die "Absichten" auch beweisen können, da muss man nicht unbedingt auch gleich belästigt werden, sondern man kann sich auch mal umhören und schauen, ob es anderen bewerberinnen auch so ergangen ist. Ein "nettes" Gespräch mit einer Vertrauensperson (die es vielleicht auch bei der ARGE geben kann) wäre vielleicht auch hilfreich, aber bisher sind es nur wage Vermutungen und Gefühle, die vor keinem Gericht bestand habe. Auf der anderen Seite kann aber der AG, wenn er mirnekommen würde, wie er öffentlich beurteilt wird, sogar Gerichtlich gegen die Bewerberin vorgehen, wegen Rufschädigung, falscher Verdächtigungen usw. und das kann teuer werden.

Das sind auch keine "Bagatellisierungen", sondern verschiedene Eindrücke und Meinungen zur selben Sache.

Eine eindeutige sexuelle Belästigung finde ich nicht und nur weil sie "hübsch" ist, muss man auch nicht gleich Freiwild sein.

Was würde dann als nächstes kommen?

Will man die Arbeit nicht annehmen, weil ein Kollege oder Vorgesetze einen "komisch anschaut" oder wie weit soll das gehen?

In einen Satz kann man viel hineininterpretieren, ob es stimmt oder nicht, kann man aber weder beweisen, noch ist es ein "wichtiger" Grund.

Ich habe auch schon mit sehr hübschen jungen Damen zusammen gearbeitet, hatte aber nie "sexuelle Absichten", das hätte ich auch nicht, wenn ich selbst Chef wäre. Allerdings würde ich in gewissen Fällen auch aufs Äußere schauen, wenn ich z. B. jemanden suchen würde, die die Firma "nach außen" repräsentieren sollte.

Man weis eben nichts genaues, vermutet aber vieles hinein.

Es wird aber rein garnichts bringen, solange man nichts beweisen kann.
 
E

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Gast
#95
Beitrag #92 von Stummelbeinchen bringt es auf den Punkt.

In Franzis Beitrag ging es um ein Gefühl. Es gab nichts, was Deine überschwenglichen Rundumschlag rechtfertigt. Niemand von uns hat dieses Gefühl angezweifelt, wir haben es nur subjektiv interpretiert und nach Deiner Fußnote sollte Dir dieses Wort etwas sagen.
 

2Sam

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#96
Wenn man mit Opfern sexueller Gewalt spricht, wird man schnell einen roten Faden finden.

Nämlich den: "Ich hatte ein komisches Gefühl, aber alle haben gesagt, das bildest Du Dir ein, das beweist doch noch gar nichts, etc."
Oder: "Ich dachte, dass bilde ich mir nur ein, da hätte mich doch jeder für verrückt erklärt, wenn ich was gesagt hätte ..."

Nicht wörtlich - aber sinngemäß.

Sexuelle Gewalt ist nur sehr selten bei Erstkontakten anzutreffen.

Wir haben verlernt, auf unsere spontanen Gedanken zu hören, oder konnten es vielleicht nie.


Die Arge kann natürlich keinen Tests machen, wie der (möglicherweise nur angebliche) AG gepolt ist.
Das lässt nur eine Konsequenz zu: weg mit den Zwangsbewerbungen.

Bewerbungen nur noch nach eigenem Gefühl - passt die Stelle, das Drumrum? Und wenn im Bewerbungsablauf ein Zweifel entsteht: sanktionsfreier sofortiger Abbruch.
 

sandrasandra

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#97
Hallo Ihr Lieben,

ich suche Gleichgesinnte, die bei einem normalen Bewerbungsgespräch sexuelle Angebote vom Vorgesetzen bekamen.

Würde mich über einen ernsten Austausch freuen.

Sandra
 
E

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Gast
#98
Es geht hier nach wie vor um das Gesamtbild: Die Betroffene war per RFB verpflichtet dahin zu gehen und somit durch die Arge/das JC gezwungen, eine sexuelle Belästigung über sich ergehen zu lassen.
Sag mal gehts noch?:eek: Das geht aber zu weit jetzt.
Das kann dir vom Empfinden her auch bei einem Vorstellungsgespräch passieren, wo du dich von dir aus beworben hast ohne Arge- Vorschlag.
Jetzt komm mal wieder zurück auf die Erde.:icon_neutral:
 

Kerstin_K

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#99
Zitat:
Zum Thema Fotos möchte ich abschließend bemerken: Fotos etc. gehören sowieso in keine Bewerbung, das verstößt gg das Antidiskriminierungsgesetz. Nur weil sich das noch nicht bis zum letzten Hinterwäldler herumgesprochen hat, muss man das nicht auch noch gesondert diskutieren

Diskutiere gerade mit einem Bekannten darüber. Er arbeitet seit kurzem als Coach (Berufsberater), seine Firma besteht bei allen Bewerbern auf ein Foto. Bewerbungen ohne werden aussortiert.

War vor 2 Monaten in einer Qualifizierung und auch da teilte man uns mit, dass ein Foto nicht mehr "nötig" sei! (quelle: IHK)

Gibt es dazu irgendwo etwas schriftlich???? Sehr interessant.

Freue nich über eine Info
LG
Laut AGG ist es verboten, jemanden wegen seines Aussehens zu benachteiligen. Deshalb muss man als Bewerber kein Photo mehr dazutun, weil es schlicht unnötig ist. Das Ausssehen darf vom Arbeitgeber nicht als Einstellungskriteriium herangezogen werden. Eien Ausnahme gilt nur für Stellen, wo es auf das Aussehen ankommt, also z. B., wenn man sich als Model oder Schauspieler bewirbt.

Übrigens jkann man auch das Geburtsdatum weglassen. Stichwort Altersdiskriminierung. Auch hier gibt es wieder Ausnahmen bei Stellen mit Altersbeschränkungen. Ausserdem ist das Weglassen des Geburtsdatums in der Praxis schlicht sinnlos, weil es praktisch auf jedem Zeugnis usw. sowieso draufsteht. Das müsste man dann alles schwärzen. Kommt wohl eher nicht so gut, denke ich.
 

Kerstin_K

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Okay, dann schlag ich vor, dass alle Arbeitgeber bevor sie eine Stelle offerieren, einen Fragebogen beantworten ähnlich dem, wie ihn die USA vor der Einreise verlangen.

Statt also:

"Planen Sie einen terroristischen Akt oder gehören Sie einer terroristischen Vereinigung an?"

fragt man dann die AG:

"Planen Sie die zukünftigen Bewerber sexuell zu belästigen oder zu mobben?"

Schätzken, wie willst Du das vorher rausfinden? Nach Deinem Eindruck gehen? Und wenn nun der Deines Kollegen ein ganz anderer ist?
Willst Du alle Männer und nebenbei auch Frauen (wir sind ja gleichberechtigt) unter Generalverdacht stellen?
Eine 100 %ige Sicherheit wird es da wohl nie geben. Aber, so wie die Jobbörse der BA derzeit läuft, geht es auch nicht weiter. Ich wäre ja dafür, dass die Arbeitsvermittlung mit jedem Arbeitgeber, der dort etwas einstelen will bzw. eine STelle anzubieten hat, zumindest telefonisch Kontakt aufnimmt. Bei der Gelegenheit könnte man gleich abfragen, auf was es dem Arbeitgeber besonders ankommt, damit man ihm die passenden Kandidaten schicken kann. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass da schon eine Menge Schrott wie Joblife und Konsorten oder Sachen, die doppelt und dreifach drinstehen und wo keine echte Stelle dahintersteht rausfliegen würde. Und unterm Strich hilft das allen, denn Arbeitslose haben es dann leichter, echte für sie passende Stellen zu finden, wenn sie sich nicht erst durch den Müll wühlen müssen und Arbeitgeber werden nicht von unpassenden Berwerbungen belästigt. Die gesamte Vermittlung würde effizienter, was auch wieder die Akzeptanz der BA als Arbeitsvermittlung erhöhen dürfte, wodurch mehr echte Stellen dort gemeldet werden, das hilft wieder den Arbeitslosen.....
 
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