Vorsicht intelligente Stromzähler!

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Gast
Sie sollen helfen, den Stromverbrauch genauer zu berechnen und so Energie zu sparen.

Allerdings ist es technisch durchaus möglich, dank ihrer Daten auch "Auskunft über die persönlichen und sachlichen Lebensverhältnisse der Nutzerinnen und Nutzer" zu bekommen, wie der ULD es nennt. Mit anderen Worten, der Stromlieferant erfährt, was die Bewohner wann an- und ausschalten, wie viele Menschen in der Wohnung leben und was sie dort so treiben.
Smart Meter: Was der intelligente Stromzähler ausplaudern darf | Digital | ZEIT ONLINE
 

Mario Nette

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Wie immer kann man Daten Gutes und auch Schlechtes anstellen. EnBW, so schreibt man im Artikel, nutze die Daten zur Erstellung von Lastprofilen - also um zu ermitteln, wann man wie viel Energie erzeugen und einspeisen muss. Das ist im Grunde wirklich sinnvoll, damit die Kraftwerke nicht Energie sprichwörtlich verheizen. Die schlechte Seite will ich gar nicht kleinreden, aber ich möchte doch die angebliche Intelligenz derartiger Stromzähler infrage stellen. Wenn ich also, es ist spät am Abend, meine Deckenbeleuchtung einschaltet: wie um alles in der Welt soll der Stromzähler erfahren, für wie viele Personen die Beleuchtung angeknipst wurde? Bis dato sprechen meine elektrischen Geräte nicht derart mit dem Stromnetz (und nein, ich habe auch keine Powerline-Adapter).

"Mit anderen Worten, der Stromlieferant erfährt, was die Bewohner wann an- und ausschalten, wie viele Menschen in der Wohnung leben und was sie dort so treiben." scheint mir maßlos übertrieben. Aber ich höre mir gern sachliche Gegenargumente an.

Mario Nette
 
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Gast
Vor einiger Zeit wurde eine Schaltung vorgestellt, die in Endgeräte eingebaut werden soll, direkt ab Werk. Diese Schaltung kommuniziert mit dem Smartzähler. Darüber kann jeder Stromkunde jederzeit feststellen, welche Geräte gerade wie viel Strom verbrauchen oder verbraucht haben. Und auch diese Daten sind über die Zähler vom Stromanbieter abrufbar.

Für die Konsumenten brächte das Ganze noch einen Nebeneffekt. In der nächsten Ausbaustufe könnten sie per Handy notfalls den Herd ausstellen, falls das vergessen wurde. Denn letztlich ist der Stromzähler nichts weiter als ein mit dem Internet verbundener Computer. Sind dazu noch in jedes Gerät identifizierbare Chips installiert, wie Frey sich das wünscht, können die Zähler den gesamten Haushalt überwachen und steuern.

Doch birgt genau das Risiken: Muss die Verbindung doch so sicher sein, dass niemand anders den Herd manipulieren kann. Um ihn in böser Absicht anzustellen, beispielsweise. Kritisch ist auch der Datenschutz. Gegner fürchten, dass der Stromzähler nicht nur zählt, sondern überaus geschwätzig ist. So könnten Dritte mit seiner Hilfe erfahren, "ob der Eierkocher eingeschaltet wurde und ob er ein oder drei Eier zubereitet hat"."
Datensicherheit: Wenn der Stromzähler zu viel verrät | Digital | ZEIT ONLINE

Technology Review | 11.07.07 | Stromspar-Chip mit "elektrischer Intelligenz"

Die Chips sind übrigens auch billig nachrüstbar.
 

Mario Nette

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Jetzt bräuchten wir einen Elektroniker, den wir fragen könnten, um mit simplen Mitteln die Signale dieser Chips gestört werden können. Ich nehme an, das ist möglich.

Schon im Haushalt vorhandene Geräte können aber dennoch nicht erfasst werden, sehe ich das richtig?

Mario Nette
 
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ExitUser

Gast
Millionen von Stromzählern, wie wollen sie der Datenflut Herr werden? Da wird der einzelne Haushalt uninteressant, da geht es wohl eher um Städte, Landkreise usw.

3Milliarden840Millionen Datensätze täglich, viel Spass beim auswerten....

3.840.000.000 Datensätze als Zahl, bei 40 Millionen Haushalten und 15 minütiger Meldung der Daten, wenn ich mich nicht verrechnet habe....
 
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Gast
Jetzt bräuchten wir einen Elektroniker, den wir fragen könnten, um mit simplen Mitteln die Signale dieser Chips gestört werden können. Ich nehme an, das ist möglich.

Schon im Haushalt vorhandene Geräte können aber dennoch nicht erfasst werden, sehe ich das richtig?

Mario Nette

Technik ist einfach nachrüstbar. U.a. über Zwischenstecker oder Einbau ins Gerät selbst.
 
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Gast
Millionen von Stromzählern, wie wollen sie der Datenflut Herr werden? Da wird der einzelne Haushalt uninteressant, da geht es wohl eher um Städte, Landkreise usw.

3Milliarden840Millionen Datensätze täglich, viel Spass beim auswerten....

3.840.000.000 Datensätze als Zahl, bei 40 Millionen Haushalten und 15 minütiger Meldung der Daten, wenn ich mich nicht verrechnet habe....

Das macht nur Sinn, wenn die Datensätze gleich verarbeitet werden und nicht gespeichert.
 

Mario Nette

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Und wer will mich jetzt zwingen, meine Stehlampe "upzudaten"?

Mario Nette
 
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Gast
Im Moment war nirgends von Zwang die Rede. Zumindest noch nicht. Aber mancher mag geneigt sein sich freiwillig dem zu unterwerfen, weil man ihm vielleicht einen billigeren Tarif dafür anbietet.

Und da sollte man eben die Gefahren kennen.
 

Clint

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Also hier ufert mal wieder die Paranoia aus.
1 S.g. intelligente Stromzähler gibts schon länger. Und
2. wenn man weiß wat in der Bude steht weiß man auch, was wann eingeschaltet wurde.
Doch wen interessierts ob Du um 16:48 deine Kaffeemaschine angeschaltet und um 16:49 Dein Plasmaferseher, haben wir Hartuies doch alle grins, angegangen ist. Was kann man darausschließen. Garnichts es gibt nämlich Zeitschaltuhren!
Ich hatte in den 70ern mal son EdelEherd, da konnte man am Tag vorher den Backofen/Grill und 2 Kochplatten programmieren.
Und wenne dann vonne Maloche kams. War der gegrillte Gummiadler fertig und die Kartoffen und das Gemüse gar.
Und über das "Treiben" also m.W. waren motorbetriebene Dildos
immer auf Batteriebetrieb. Aus Sicherheitsgründen niemals mit Kabel. Gabs mal nen tollen Werbespot für Duracel ....und sie jucht und jucht und jucht.........
Und um mit einem meiner Vorredner zu reden. wer soll den ganzen Datenmüll verarbeiten. Soweit ich weiß gehören Massendatenbankenprogrammierer zu den Spitzenverdienern in der EDV, weil dat kann nich jeder. Ich leider auch nicht, denn sonst würden die sich noch mit 60 um mich reißen und versuchen mich mit Firmenporsches o.ä. (ja ich weiß. Is aber nur leicht übertrieben) versuchen zu Ködern.
Deshalb funzt auch die AA-Software nicht so richtig. Die waren zu geizig um richtige Spezialisten einzustellen. Die sind nämlich echt teuer und können mehr als die Jungs die wissen wie man d-Base
schreibt und wo man in Access klicken muß ums Programm zu beenden.
Also immer dran denken SF-Filme sind ganz putzig. Aber die Wirklichkeit ist anders. 2001 gabs keine Jupitermission, selbst die zum Mars wird frühestens wenn überhaupt 2020 oder so.
Und Blechbüchsen können selbst 2009 noch nicht denken.
DON´T PANIC!

LG

Clint
 

Familienvater

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moin,

joh, die Zähler gibts. die müssen dann aber auch mit einem GSM-Modul ausgerüstet sein etc....

Wer sich dafür interessiert schaut mal nach " Smart Metering" oder "watch my home" etc. nach.

Datenschutzrechtlich hochbrisante Themen was da so auf uns zukommt...

Aber es gibts ja jede Menge Leute die auf sowas stehen ( Technikfreaks)

Aber Leute, denkt dran, die elektronische Fußfessel habt ihr bereits, so als Händibesitzer

Grüße

Großfamilienvater
 

Kaleika

Redaktion
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Ob dann die ARGEn sehen(sehen lassen, überprüfen lassen?) können, wer nicht zu Hause ist, also ortsabwesend?

Kaleika
 

Familienvater

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Ob dann die ARGEn sehen(sehen lassen, überprüfen lassen?) können, wer nicht zu Hause ist, also ortsabwesend?

Kaleika


Genau, das wäre dann möglich. Es wird ein lastprofil erstellt und wenn sich was ändert ist z.Bsp. eine person mehr oder weniger im Haushalt oder keiner da ....


Gruß
 
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