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Vorsicht bei Stellenangeboten sogenannter Unternehmergesellschaften (UG)

Linker

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Ich habe vor einigen Wochen einen Vermittlungsvorschlag des Jobcenters erhalten, in dem ein Arbeitgeber durch falsche Firmenbezeichnung seine tatsächliche Rechtsform, eine sogenannte Unternehmergesellschaft (UG), verschleiert hat.

Eigentlich kein Problem, könnte man meinen...

Doch nachdem ich die Stelle in der Hoffnung, einen interessanten Arbeitsplatz zu finden, angetreten habe, beschleicht mich das Gefühl, einen sehr großen Fehler begangen zu haben und ich fürchte inzwischen, daß ich meinen Lohn für meine geleistete Arbeit nicht oder nur mit großem juristischem TamTam bekomme...

Kündigen kann ich natürlich nicht so ohne Weiteres... (Stichwort: Sperrzeit, Verhinderung eines Arbeitsverhältnisses)

Was ich hier im Betrieb inzwischen erlebt habe (ich berichte nach Feierabend detaillierter), geht auf keine Kuhhaut mehr und ich habe den Vorfall gestern beim Beschwerdemanagement der Arbeitsagentur angezeigt.

Bei meinen Recherchen zum Unternehmen ("know your enemy") ist mir jedenfalls aufgefallen, wie wichtig es sein kann, die genaue Rechtsform, unter der ein Arbeitgeber firmiert, zu kennen.

Mein Arbeitgeber ist laut Handelsregisterauskunft eine sogenannte Unternehmergesellschaft (UG) mit beschränkter Haftung, die landläufig auch als 1-Euro GmbH bezeichnet wird. Das heißt, daß im Falle einer Insolvenz die Unternehmenshaftung auf das Stammkapital des Unternehmens beschränkt ist. Bei meinem Arbeitgeber sind das exakt 500,00 EUR, was im Zweifelsfall noch nicht einmal ausreicht, um einem festangestellten Mitarbeiter (z.B. mir) seinen Monatslohn auszuzahlen.

Unternehmen, die mit derartigen Firmenkonstruktionen in der Öffentlichkeit auftreten, kann man wohl kaum als seriös bezeichnen und ich finde es eine Schweinerei, daß in der Jobbörse nicht einmal grundlegendste Dinge wie eine korrekte Unternehmensbezeichnung oder Unternehmensbonität abgefragt werden, obwohl man ELOs per Gesetz unter Androhung von Strafe verpflichtet, sich zu bewerben bzw. Arbeitsverhältnisse einzugehen.

Ich werde jedenfalls, unabhängig davon, was in diesem Fall noch weiter passiert, in jedem Fall in der Zukunft von potentiellen Arbeitgebern detaillierte schriftliche Auskunft über gewerberechtliche Details und einen Bonitätsnachweis fordern und kann anderen ELOs nur raten, sich ähnlich rechtlich abzusichern, bevor das Kind in den Brunnen fällt.
 

ZynHH

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Die Unternehmensform wird ja nicht ohne Grund gewählt.
 
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Mein Arbeitgeber ist laut Handelsregisterauskunft eine sogenannte Unternehmergesellschaft (UG) mit beschränkter Haftung, die landläufig auch als 1-Euro GmbH bezeichnet wird. Das heißt, daß im Falle einer Insolvenz die Unternehmenshaftung auf das Stammkapital des Unternehmens beschränkt ist. Bei meinem Arbeitgeber sind das exakt 500,00 EUR, was im Zweifelsfall noch nicht einmal ausreicht, um einem festangestellten Mitarbeiter (z.B. mir) seinen Monatslohn auszuzahlen.
Aber dir ist wohl nicht bekannt das:

Im Gegenzug dafür, dass die Stammeinlage (nahezu) beliebig gering ausfallen kann, müssen jährlich mindestens 25 % des Jahresüberschusses in eine Rücklage eingestellt werden bis die 25.000 Euro (Mindestkapital gem. § 5 Abs. 1 GmbHG) erreicht sind.:wink:
 

Roter Bock

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Da ich selbst überlege aus der GbR eine UG zu machen hänge ich mich mal hier rein. Die UG ist eine absolut zulässige Gesellschaft, aber die Problematik kann ich gut nachvollziehen. Da ich Selbstausbeutung betreibe und keine Mitarbeiter einstellen würde sehe ich kein Problem, für unbeteilige Dritte.

Die Gesellschaftsform zu verschleiern ist jedoch eine andere Sache und völlig unzulässig. Dies interessiert eventuell beim Handelsregister und beim Finanzamt, sofern der Betrieb B2C liefert könnte der Verbraucherschutz offene Ohren haben.

Verschleiere ich die Gesellschaftsform, begehe ich genau genommen ein Betrugsdelikt. Hier wird es haarig. Sammle also Bweismittel unaufällig ein - dann hast Du eine Chance Druck zu machen.

Roter Bock
 

Fritz Fleißig

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Anmerkung zur Bezeichnung: die korrekte Bezeichnung im Rechtsverkehr lautet Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder abgekürzt UG (haftungsbeschränkt). Der "warnende" Zusatz in Klammern darf nicht weggelassen oder abgekürzt werden.
 

Linker

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Anmerkung zur Bezeichnung: die korrekte Bezeichnung im Rechtsverkehr lautet Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder abgekürzt UG (haftungsbeschränkt). Der "warnende" Zusatz in Klammern darf nicht weggelassen oder abgekürzt werden.
Genau das ist der springende Punkt. Der warnende Zusatz wurde im Vermittlungsvorschlag bei der Benennung des Arbeitgebers weggelassen. Ich habe den Geschäftsführer des Unternehmens heute im persönlichen Gespräch zu einer Stellungnahme aufgefordert und er meinte, daß er das Unternehmen korrekt beim Arbeitsamt angemeldet hätte und daß das Arbeitsamt für die (falsche) Unternehmensbezeichnung im Vermittlungsvorschlag verantwortlich wäre (was ich mir im Hinblick auf die Nutzungsbedingungen der Jobbörse - Stichwort: Unternehmensangaben werden grundsätzlich nicht überprüft - kaum vorstellen kann).

Ich würde -in meinem eigenen Interesse und im Interesse der Allgemeinheit, insbesondere anderer ELOs-, gerne den genauen Sachverhalt geklärt wissen.
Insbesondere, da mir durch Gespräche mit den anderen Mitarbeitern bekannt ist, daß die Firma eine hohe Mitarbeiterfluktuation hat und dafür bekannt ist, geltende Gesetze nicht allzu genau zu nehmen.

Bei welcher Institution müsste ich in einem solchen Fall intervenieren?
 

Linker

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Aber dir ist wohl nicht bekannt das:

Im Gegenzug dafür, dass die Stammeinlage (nahezu) beliebig gering ausfallen kann, müssen jährlich mindestens 25 % des Jahresüberschusses in eine Rücklage eingestellt werden bis die 25.000 Euro (Mindestkapital gem. § 5 Abs. 1 GmbHG) erreicht sind.:wink:
Wie ist ein Unternehmen zu bewerten, das es mit mehreren Vollzeitangestellten in drei Jahren nicht schafft, 100.000 EUR Jahresüberschuß zu erwirtschaften? Investitionen in Arbeits- und Betriebsmittel wurden bei Betrachtung des Zustands des Firmeneigentums in den vergangenen Jahren jedenfalls nicht getätigt. Ich habe erhebliche Zweifel an der Bonität des Unternehmens...
 

Hainbuche

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Das heißt, daß im Falle einer Insolvenz die Unternehmenshaftung auf das Stammkapital des Unternehmens beschränkt ist. Bei meinem Arbeitgeber sind das exakt 500,00 EUR
Nicht ganz; die Haftung umfaßt nicht das Stammkapital, sondern das Gesellschaftsvermögen, das erheblich vom Stammkapital abweichen kann.

was im Zweifelsfall noch nicht einmal ausreicht, um einem festangestellten Mitarbeiter (z.B. mir) seinen Monatslohn auszuzahlen.
Wenn der AG "pleite geht", besteht für die AN allerdings die Möglichkeit, Insolvenzgeld zu erhalten.

Wie ist ein Unternehmen zu bewerten, das es mit mehreren Vollzeitangestellten in drei Jahren nicht schafft, 100.000 EUR Jahresüberschuß zu erwirtschaften? Investitionen in Arbeits- und Betriebsmittel wurden bei Betrachtung des Zustands des Firmeneigentums in den vergangenen Jahren jedenfalls nicht getätigt. Ich habe erhebliche Zweifel an der Bonität des Unternehmens...
Creditreform weiß mehr. Ist allerdings nicht ganz billig.

Ohne einen Blick in die Jahresabschlüsse läßt sich ansonsten nicht viel dazu sagen.
 

flandry

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Die Rechtsform sagt ABSOLUT NICHTS über die Seriösität einer Firma aus.
Da gab es doch Geschichten von Rechtsanwälten, die nur ein paar Euro, weit unter dem neuen gesetzlichen Mindestlohn, für angemessen hielten.
 
E

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Gast
Doch nachdem ich die Stelle in der Hoffnung, einen interessanten Arbeitsplatz zu finden, angetreten habe, beschleicht mich das Gefühl, einen sehr großen Fehler begangen zu haben und ich fürchte inzwischen, daß ich meinen Lohn für meine geleistete Arbeit nicht oder nur mit großem juristischem TamTam bekomme...

Kündigen kann ich natürlich nicht so ohne Weiteres... (Stichwort: Sperrzeit, Verhinderung eines Arbeitsverhältnisses)
Mußt Du auch nicht. Informiere Dich erstmal über die Möglichkeiten, Lohnansprüche durchzusetzen (Mahnbescheid, Lohnzahlungsklage). Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist dann sicherlich ein sekundäres Problem. Und die Haftungsfallen für Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften sind durchaus ein Kapitel für sich. Einen Laden mit gerade mal soviel Haftungskapital auf die Beine zu stellen, daß er nicht schon mit den Gründungskosten insolvenzreif wird, begründet noch keine Narrenfreiheit am Markt.

Bei meinen Recherchen zum Unternehmen ("know your enemy") ist mir jedenfalls aufgefallen, wie wichtig es sein kann, die genaue Rechtsform, unter der ein Arbeitgeber firmiert, zu kennen.
Sicherlich nicht verkehrt, aber mit Deiner pauschalierenden Schlußfolgerung bist Du auf dem Holzweg. Lohnbetrug oder Zahlungsverweigerung sind kein Privileg von Unternehmergesellschaften mit beschränkter Haftung, sondern erfreuen sich als Finanzierungsinstrument quer durch alle Bevölkerungsschichten und Unternehmensformen zunehmender Beliebtheit. Der alleinige Blick auf den Briefbogen bzw. ins Register ist da etwas zu kurz gedacht. Du mußt Dir - wie immer schon - die Leute anschauen, mit denen Du es zu tun bekommst.

Unternehmen, die mit derartigen Firmenkonstruktionen in der Öffentlichkeit auftreten, kann man wohl kaum als seriös bezeichnen und ich finde es eine Schweinerei, daß in der Jobbörse nicht einmal grundlegendste Dinge wie eine korrekte Unternehmensbezeichnung oder Unternehmensbonität abgefragt werden, obwohl man ELOs per Gesetz unter Androhung von Strafe verpflichtet, sich zu bewerben bzw. Arbeitsverhältnisse einzugehen.
Du hast die Funktionsweise der jobbörse nicht verstanden. Das ist im wesentlichen ein Schwarzes Brett, an dem grundsätzlich erstmal jeder, der sich einen Zugang als Arbeitgeber verschafft hat, anpinnen kann was er will. Die Anzeigen werden von der BA nicht gesichtet und dann freigeschaltet.

Wäre auch sinnlos, denn bei der BA kann niemnd die Myriaden von standes-, gewerbe- und wettbewerbsrechtlichen Vorschriften kennen, gegen die mit den Stellenbeschreibungen mitunter verstoßen wird. Das muß schon jeder in seinem Fach selber merken. Eingeschritten wird bei der Masse der Anzeigen in der Regel nur, wenn sich jemand beschwert.
 

Caye

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Wenn man bei nem Einzelunternehmer angestellt ist und der pleite geht, bekommt man vermutlich auch kein Gehalt mehr - um mit dem Privatvermögen dafür zu haften, muss der Inhaber ja erstmal ein Privatvermögen haben. Wo nix ist, kann man auch nix holen.

Sowas hängt also sicher nicht von der Unternehmensform ab.
 

Hainbuche

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Wo nix ist, kann man auch nix holen. Sowas hängt also sicher nicht von der Unternehmensform ab.
Der Unterschied ist aber der: Wenn die UG pleite ist, bedeutet das noch lange nicht, daß der Inhaber der UG ebenfalls pleite ist.

Beim e. K. hingegen ist das eins, weshalb das Interesse des Einzelunternehmers, eine Pleite zu vermeiden, tendenziell größer ist.
 

flandry

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Wenn man bei nem Einzelunternehmer angestellt ist und der pleite geht, bekommt man vermutlich auch kein Gehalt mehr - um mit dem Privatvermögen dafür zu haften, muss der Inhaber ja erstmal ein Privatvermögen haben. Wo nix ist, kann man auch nix holen.
Sowas hängt also sicher nicht von der Unternehmensform ab.
In solchen Fällen gibt es Insolvenzgeld.
Wenn man nach der Unternehmensform geht hätten Firmen wie Philipp Holzmann NIE pleite gehen dürfen. (Da war doch was mit dem Ex-Bundeskanzler Schröder????)
Ich gebe ja zu: in einer neu gegründeten Firma ist das Risiko größer als in einer Firma, die schon Jahre besteht.
 
E

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Der Unterschied ist aber der: Wenn die UG pleite ist, bedeutet das noch lange nicht, daß der Inhaber der UG ebenfalls pleite ist.
Eine Kapitalgesellschaft hat keinen "Inhaber", sondern Gesellschafter, also Anteilseigner. Daß ein Mensch alle Anteile hält, ist in Deutschland möglich. Dennoch: Anteilseigner und Kapitalgesellschaft sind unterschiedliche Rechtssubjekte. Die Gesellschaft hat zudem einen Geschäftsführer, der gleichzeitig Gesellschafter sein kann, aber nicht muß. Gesellschafter und Geschäftsführer unterliegen bestimmten, auch strafbewehrten Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft und ihren Gläubigern.

Dazu gehört es bspw., daß sie die wirtschaftliche Existenz der Gesellschaft nicht gefährden dürfen, was bei einer schwach besaiteten UG stets ein Eiertanz ist. Und wenn sie im Namen der Gesellschaft Rechtsgeschäfte eingehen, die diese nicht erfüllen kann bzw.die sie in die Pleite führen, dann haften sie dafür mit ihrem Privatvermögen. DieseHaftungsregelungen sind im Laufe der Zeit immer mehr verschärft worden. Eine UG zu gründen, um kostenlos an Waren und Dienstleistungen zu kommen, ist kein wirklich funktionierendes Geschäftsmodell. Und da gehören die Löhne der Angestellten prinzipiell dazu.

Beim e. K. hingegen ist das eins, weshalb das Interesse des Einzelunternehmers, eine Pleite zu vermeiden, tendenziell größer ist.
Ein Einzelunternehmer muß nicht eingetragener Kaufmann sein. Vom Grundsatz her hast Du aber recht, im Falle eines Einzelunternehmens (eingetragen oder nicht) ist es auch für schlichtere Gemüter etwas offensichtlicher, daß man seine Rechnungen bezahlen sollte.
 
E

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In solchen Fällen gibt es Insolvenzgeld.
Insolvenzgeld gibt es erst, wenn die Insolvenz beantragt oder mangels Masse abgelehnt ist. Das wurde früher etwas lockerer gehandhabt. Heute muß die Geschichte tatsächlich schon beim Insolvenzgericht sein. Und um dahin zu kommen, braucht man als Arbeitnehmer einen Titel. Das heißt, die Lohnzahlungsklage muß zu einem vollstreckbaren Urteil oder einem Vergleich geführt haben oder das gerichtliche Mahnverfahren unwidersprochen geblieben und die dann daraus in Angriff genommenen Vollstreckungsmaßnahmen gegen den Schuldner müssen fruchtlos verlaufen sein. Das dauert.

Die Krankenkassen sind da in einer erheblich besseren Position, weil die mit dem Beitragsnachweis (oder dessen Schätzung) bereits einen vollstreckbaren Titel haben. Das setzt natürlich voraus, daß der Versicherte seine Kasse nicht dumm sterben ließ und sie rechtzeitig von der Aufnahme des Arbeitsverhältnisses in Kenntnis setzte.
 

Linker

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aber mit Deiner pauschalierenden Schlußfolgerung
:icon_evil:

Du hast die Funktionsweise der jobbörse nicht verstanden. Das ist im wesentlichen ein Schwarzes Brett, an dem grundsätzlich erstmal jeder, der sich einen Zugang als Arbeitgeber verschafft hat, anpinnen kann was er will. Die Anzeigen werden von der BA nicht gesichtet und dann freigeschaltet.
Dieser Sachverhalt ergibt sich aus den Nutzungsbedingungen der Jobbörse.

Nutzungsbedingungen und Haftungsausschluß gelten jedoch nur für Nutzer der Jobbörse.

Wenn mir durch das Jobcenter ein Vermittlungsvorschlag als Ausdruck eines Stellenangebots aus der Jobbörse vorgelegt wird, bin jedoch nicht ICH der Nutzer der Jobbörse, sondern das Jobcenter, und damit entstehen - gerade im Zusammenhang mit dem staatlich angeordneten Zwang zur Bewerbung bzw. Arbeitsaufnahme durch den Erwerbslosen - für das Jobcenter besondere Kontrollpflichten (Überprüfung des Arbeitgebers, Überprüfung des Stellenangebotes). Kommt das Jobcenter diesen besonderen Kontrollpflichten nicht nach, kann es meiner Meinung nach für Schäden, die einem Erwerbslosen im Zusammenhang mit einem Vermittlungsvorschlag entstehen, im Wege der Amtshaftung in Regress genommen werden.

Wäre auch sinnlos, denn bei der BA kann niemnd die Myriaden von standes-, gewerbe- und wettbewerbsrechtlichen Vorschriften kennen, gegen die mit den Stellenbeschreibungen mitunter verstoßen wird.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht... aber da es, wie oben beschrieben, um zwei unterschiedliche Fallkonstruktionen geht, spielt das keine Rolle.
 

Hainbuche

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Eine Kapitalgesellschaft hat keinen "Inhaber", sondern Gesellschafter, also Anteilseigner (...)
Das ist mir alles bekannt. Nun wollte ich es extra kurz und sprachlich einfach halten, damit die Fülle der Begriffe und Details nicht noch mehr Klarheiten beseitigt, aber das kam anscheinend falsch rüber, so daß der Schuß wohl nach hinten losging ;-)

Danke für Ihre genauere und ausführliche Erklärung, die für Interessierte sicherlich sehr informativ ist.
 
E

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Den Nutzungsbedingungen der Jobbörse kannst Du dadurch Geltung verschaffen, indem Du Dich über konkrete Verstöße (bspw. zum Zwecke des Datensammelns vorgetäuschte Vakanzen) beschwerst.
Die BA hat gar nicht die Möglichkeiten, ohne konkreten Anlaß sämtliche neueingestellten Einträge zu überprüfen, sie stellt zunächst erstmal nur die Plattform zur Verfügung. Wenn dort bei einer UG der Zusatz "(haftungsbeschränkt)" fehlt, so kannst Du das abmahnen lassen, als hätte der Unternehmer das auch auf seiner eigenen Internetseite oder auf den Briefpapier weggelassen. So etwas zu verfolgen ist freilich die BA nicht zuständig. Und der brauchst Du auch nicht mit einem Amtshaftungsprozeß kommen, wenn sie Dich zu einer Truppe vermittelt, die (ggf. trotz Eingliederungszuschuß) keinen Lohn zahlt.
 

Linker

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Und der brauchst Du auch nicht mit einem Amtshaftungsprozeß kommen, wenn sie Dich zu einer Truppe vermittelt, die (ggf. trotz Eingliederungszuschuß) keinen Lohn zahlt.
Der Bundesagentur nicht. Aber dafür dem örtlichen Jobcenter... :wink:

Ich habe die Angelegenheit jetzt mal interessehalber angestoßen: Arbeitgeber und Jobcenter bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, Sachlage beschrieben und anschließend meine Arbeitsstelle wegen der zahlreichen von mir bemängelten Verstösse gekündigt. Mal sehen, wie das Verfahren ausgeht... :icon_hihi:
 

Chrissi

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Unseriöse E-Mail bzgl. Job / Bewerbung

Hallo,

dachte, ich stelle es mal sicherheitshalber hier herein, falls noch Jemand so eine Mail bekommt.

Wird wohl nur Phishing sein, um an persönliche Daten zu kommen o.ä.

Das hatte ich gestern im Postfach und es kam mir SEHR dubios vor:

Guten Tag XXX,

wir sind ein erfolgreiches, europaweit agierendes Unternehmen und sucht gerade motivierte Mitarbeiter zur Verstärkung des Teams europaweit.

Die Dienste werden Eu weit gefragt, und Sie haben die Möglichkeit unabhängig von Ihrem Wohnort tätig zu werden. Wir bieten Arbeitsstellen für jeden. Die Position kann sowohl von Rentnern, Hausfrauen als auch nebenberuflich erledigt werden.
Übersetzungen, Sekretärservice, Qualitätsmanager, und vieles mehr wird aktuell angeboten.

Es werden Ihnen aktuelle Aufträge und die entsprechende Belohnung angeboten und Sie treffen die Auswahl. Jede Aufgabe wird verschieden bezahlt, im Schnitt bekommen Sie bei 3-5 Stunden am Tag 1500 bis 1900 Euro Brutto monatlich.
Sie haben keine Ausgaben und können sofort bei uns beginnen.

Kennziffer NTM-363002 Es sind 16 offene Jobs zu besetzen.

Die nötige technische Ausrüstung wird von uns ohne weitere Kosten zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsstelle kann gerne von Rentnern, Hausfrauen und auch nebenberuflich besetzt werden.
Worauf wir bei unseren Mitarbeiter Wert legen wären Gewissenhaftigkeit, Pünktlichkeit und Diskretion, Ehrlichkeit, Zielstrebigkeit, Motivation, Leistungsbereitschaft
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, schicken Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen noch heute, gerne per E-Mail an: duyzyayh(at).com Sie erhalten umgehend weitere Unterlagen zugeschickt.


Ihre persönlichen Daten behandeln wir vertraulich.

In Erwartung Ihrer Antwort Ihre

Haase LTD
Rue des Déchargeurs 80
Cannes 4322


Hat das hier noch Jemand bekommen?

LG

 

gila

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AW: Unseriöse E-Mail bzgl. Job / Bewerbung

JA - gestern bekommen - mit anderem Pseudo-Absender - sofort löschen OHNE auf die URL zu gehen!
Für so einen Mist muss man sich seinen PC nicht versauen!

.........
Die nötige technische Ausrüstung wird von uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsstelle kann gerne von Rentnern, Hausfrauen und auch nebenberuflich aufgenommen werden.
Worauf wir bei unseren Mitarbeiter Wert legen wären technische Grundkenntnisse im Umgang mit der Kamera, Ehrlichkeit, Zielstrebigkeit, Motivation, Leistungsbereitschaft Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, schicken Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen noch heute, gerne per E-Mail an: thechuthyc@job4u.com Sie erhalten umgehend weitere Unterlagen zugeschickt.


Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Hochachtungsvoll

Hoffmann SA
Voie Georges-Pompidou 58
Paris 3531
 

ZynHH

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AW: Unseriöse E-Mail bzgl. Job / Bewerbung

Ich kriech nie so tolle jobangebote.....:icon_frown:
 

Travolta

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AW: Unseriöse E-Mail bzgl. Job / Bewerbung

Ich auch, aber keine Homepage zu sehen wo man sich was einfangen kann.

Sehr geehrte/r Travolta,

unsere Gesellschaft ist ein erfolgreiches, europaweit agierendes Unternehmen und sucht im Augenblick aktive Angestellte zur Stärkung des Teams europaweit.
Die Leistungen werden europaweit gefragt, und Sie haben die Gelegenheit unabhängig von Ihrem Wohnort anzufangen. Wir bieten Stellen für jedermann. Die Arbeitsstelle kann sowohl von Rentnern, Hausfrauen als auch nebenberuflich besetzt werden. Verpackungsaushilfe, Sekretärservice, Qualitätsmanager, und vieles mehr wird derzeit angeboten.
Es werden Ihnen vorhandene Arbeitsangebote und die dazugehörige Vergütung mitgeteilt und Sie treffen die Auswahl. Jede Tätigkeit wird verschieden belohnt, in der Regel bekommen Sie bei 3-5 Stunden am Arbeitstag 1400 bis 1900 Euro Brutto im Monat. Sie haben keine Kosten und können sofort bei uns anfangen.
Kennziffer NPKB37555-464 Es sind 5 freie Stellen zu besetzen.
Die benötigte technische Ausrüstung wird von uns frei zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsstelle kann gerne von Rentnern, Hausfrauen und auch nebenberuflich besetzt werden. Ihre Voraussetzungen wären technische Grundkenntnisse im Umgang mit dem Fotoapparat, Ehrlichkeit, Zielstrebigkeit, Flexibilität, Freundlichkeit
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, schicken Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen noch heute, gerne per E-Mail an: majohozo@computer4u.com Sie erhalten umgehend weitere Einzelheiten zugeschickt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Mit freundlichen Grüßen

Fischer LTD
Rue Baillet 63
Paris 3531
 

Travolta

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Mir ist folgendes aufgefallen:
Die unseriöse Mail kam auf meine E_Mailadresse die ich nur für VV`s benutze.
Ich habe die Zeitarbeitsfuzzis in Verdacht.
 

Chrissi

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Bei mir kam es noch dazu auf eine Addi, die ich für Bewerbungen nicht nutze. DAS wunderte mich alleine schon.

Oder die Mailanbieter stecken dahinter. Es heißt ja, dass die mitlesen. Und dann Daten etc. verkaufen / für Werbung anbieten? Keine Ahnung,.... aber ist ja nix unmöglich heute....:icon_hihi:
 
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