Vorschuss auf Insolvenzausfallgeld

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unionerdirk

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Um folgenden Fall geht es.

Ich hatte eine Vollzeitstelle bei der ich 750 € netto verdient habe. Mein Chef hat zum 28.02. Insolvenz angemeldet und mich dadurch gekündigt. Das ausstehende Gehalt vom Februar kann er mir dadurch nicht auszahlen, da sämtliche Konten eingefroren wurden.

Heute war ich beim Arbeitsamt um Insolvenzausfallgeld zu beantragen. Der Antrag wurde nur entgegen genommen und ein Vorschuss wurde abgelehnt, weil es noch kein Aktenzeichen der Insolvenz gibt.

Nun sieht meine finanzielle Situation wie folgt aus. Ich habe am Anfang des Monats ca. 700 € vom Jobcenter bekommen da ich und meine Familie Aufstocker waren. Diese 700 € gingen komplett für unsere Fixkosten drauf. Da ich aber ja nun mein Februargehalt nicht bekommen habe fehlt mir das Geld nun.

Ich habe vom Arbeitsamt einen Brief mitbekommen mit dem ich zum Jobcenter gehen kann um dort Geld zu beantragen. Nun habe ich folgende Überlegungen.

1. Ich gehe am Montag zum Jobcenter und beantrage dort Gelder. Ich vermute mal das sie mir dann als Darlehen Geld geben werden, welches bei Auszahlung des Insolvenzausfallgeldes zurück gezahlt werden müssen. Was ja auch rechtens und normal ist. Will ja nichts geschenkt bekommen ;)

2. Ich gehe nicht dorthin. Könnte die ca. 14 Tage bis zum Ende des Monats durch ein paar kleinere Ersparnisse überbrücken.

Wenn bei Variante 2 nun dann irgendwann das Insolvenzausfallgeld bei mir ankommt, kann dann das Jobcenter etwas gegen den Zufluss von dem Geld sagen? Ich habe genau dieses Geld ja schon angerechnet und abgezogen bekommen.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine und habt den einen oder anderen Rat für mich. Danke im voraus.
 

Kerstin_K

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Da Dir ja schon das Februar-Gehalt, dass Dir ja gar nicht zufließt, auf das ALGII angerechnet wird, kann Dir das Insolvenzgeld nicht auch noch angerechenet werden. Jedenfalls rechnerisch nicht.
 

unionerdirk

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Genau das habe ich mir auch gedacht. Da ich in dem Fall dann ja auch nicht hingegangen bin und eine Neuberechnung oder Vorschuss beantragt habe. Es also so belassen habe wie die Berechnung für den Fall des Zuflusses Anfang März war.

So würde ich zumindest auch den Stress umgehen den ich hätte wenn ich am Montag hingehen würde. Also mich da ewig hinsetzen. Mit den evt. rumdiskutieren müssen. Dann der "Stress" mit dem zurückzahlen wenn dann das Insolvenzausfallgeld irgendwann kommt.
 

unionerdirk

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Eine Frage habe ich dann doch noch.

Gelten die 745 € die ich dann vom Arbeitsamt bekomme genauso wie als wenn ich es von meinem Chef bekommen hätte? Also was Anrechnungen und so angeht?

Ich sehe es ja so das dem Jobcenter davon gar nichts zusteht. Meine Frau hat ein wenig Angst davor das das Arbeitsamt dem Jobcenter davon Geld überweisen könnte da wir ja ergänzendes Hartz IV bekommen haben. Nur das haben wir ja während meiner Beschäftigungszeit immer bekommen. Demnach steht dem Jobcenter meiner Meinung nach nichts zu. Und falls warum auch immer was bei denen landen sollte ich es mir auf jeden Fall zurück holen kann.
 

unionerdirk

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So ich mal wieder. Habe nun nach 6 Monaten endlich mal ne Nachricht bekommen. Es sind nun wie folgt aus.

Das Jobcenter hat einen Erstattungsanspruch in Höhe von 745 € geltend gemacht bei der Insolvenzgeldkasse.

Soviel wie ich bisher rausbekommen habe kommt das aus folgenden Gründen zustande.

Sie berechnen mir das Insolvenzgeld im Monat 02/09 da es das "Gehalt" für Februar ist. Dadurch habe ich keinen Anspruch mehr auf ergänzende Leistungen. Aus diesem Grund fordern sie die 745 € die ich für Februar bekommen habe zurück. In dem Fall von der Insolvenzgeldkasse.

Der Monat März in dem ich normalerweise mein Märzgehalt bekommen habe wurde mir neu berechnet. Dadurch bekomme ich knapp 500 € nachgezahlt.

Hätte ich also mein Gehalt bekommen hätte ich 750 € gehabt und nun habe ich nur 500 € Nachzahlung.

Ist das mit der ganzen verrechnerei so richtig? Demnach habe ich ja von meinem "Februargehalt" nicht wirklich was. :(

Nächsten Dienstag haben wir einen Termin bekommen in der Leistungsabteilung. Kann ich mit dem Argument des Zuflussprinzip argumentieren? Weil im Februar war kein Zufluss an Insolvenzgeld.

Und um nochmal meine Frage aus dem letzten Posting zurückzukommen.

"Gelten die 745 € die ich dann vom Arbeitsamt bekomme genauso wie als wenn ich es von meinem Chef bekommen hätte? Also was Anrechnungen und so angeht?"
 

MamaSandra2004

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Hallo ...

hat die ARGE für Februar und März dein Gehalt angerechnet? Oder hast du für beide Monate das Geld bekommen ohne Gehaltsanrechnung?

Ich hatte sowas ähnliches vor ca. 2 Jahren ... damals wurde mir für die 2 Monate, worum es bei mir ging ... das Einkommen auf 0,00 Euro gesetzt und dann nach dem Zuflussprinzip das Insolvenzgeld angerechnet in dem Monat, wo es dann ausgezahlt wurde. Dabei wurde die Summe für die Monate, wo mir Insolvenzgeld zustand als Nettoeinkommen ganz normal, wie das Gehalt sonst auch angerechnet.
 

unionerdirk

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Ich bekam mein Gehalt immer im nächsten Monat. Im Februar wurde mein Januargehalt angerechnet. Im März mein Februargehalt. Gekündigt wurde ich zum 28.02. Das Februargehalt wäre also das letzte gewesen welches mir zustand. Dieses häte ich dann im März bekommen daher die Anrechnung.

Da ich das aber ja nicht mehr bekam habe ich die Insolvenzgeldantrag gestellt. Also für das Februargehalt.

Für den März hatte ich heute eine Neuberechnung dabei wo ich 0 € Gehalt habe.

Ich habe ja kein Problem damit das sie es anrechnen. Aber wenn dann bitte richtig und fair.
 

MamaSandra2004

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Hallo ...

da du dein Februargehalt im März erst bekommst ... wird dies dann bei der ARGE im März auf 0 gesetzt und dann in dem Monat wo es ausgezahlt wird als Einkommen angerechnet ... nach dem Zuflussprinzip ...
 
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