Vorschriften über Bewerbungen (1 Betrachter)

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buttelflink

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Liebe Interessierte,

in meiner neuen Eingliederungsvereinbarung (wird natürlich nicht unterschrieben) steht Folgendes:

"Die von Ihnen gefertigten Bewerbungen müssen folgende Form ausweisen

-Die Bewerbungen sind auf den Inhalt des Stellenangebotes auszurichten (keine Serienbriefe),
-Initiativbewerbungen müssen sich gezielt nach dem Bedarf des angeschriebenen Arbeitgebers richten"

Das ist doch absurd. Initiativbewerbungen setzen ja gerade keinen kommunizierten Bedarf voraus. Mit solch einer Bewerbung versucht man ja gerade den Bedarf festzustellen. Sollte wegen Widersinnigkeit wohl keinen Bestand haben, oder?

Kann das Jobcenter Serienbriefe als Bewerbungen ablehnen?

Widerspruch ist natürlich Bürgerpflicht. Macht es auch Sinn zu klagen?
 

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ZynHH

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Serienbriefe zeichnen sich durch immer wiederkehrenden Wortlaut aus und unterscheiden sich nur im Adressaten.

Das kann es doch bei Bewerbungen eh nicht geben.

Scheinbar weiß SB nicht was Initiativ bedeutet.

Ich würde mich da nicht groß dran aufhängen, sind doch eh noch ungelegte Eier. Du könntest den SB natürlich drauf hinweisen, was Initiativbewerbungen sind und was sie ausmacht.

Als nächstes darf man sich dann auch nicht mehr bei insolventen Firmen bewerben, oder was?
 

Surfing

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Das ist doch absurd. Initiativbewerbungen setzen ja gerade keinen kommunizierten Bedarf voraus. Mit solch einer Bewerbung versucht man ja gerade den Bedarf festzustellen. Sollte wegen Widersinnigkeit wohl keinen Bestand haben, oder?
Ja und Nein. Auch Initiativ-Bewerbungen sollten gewisse Mindeststandards erfüllen, egal ob online oder schriftlich per Post.

Das was der/die SB aber will ist nicht erfüllbar, weil du dich dann auf Stellen bewerben müsstest bei denen du die Anforderungen nicht erfüllst oder du aus weiteren Gründen von vornherein keine Chance hast. Initiativ-Bewerbungen am Bedarf der AG orientiert machen nur dann Sinn wenn du Stellen findest bei denen dein Bewerberprofil dazu passt. Oder weil du aufgrund von Recherchen weißt dass ein bestimmter AG bestimmte Arbeitsplätze hat an denen du interessiert bist so einen zu besetzen. Und weil eben gerade keine solchen Stellen vakant sind, an denen du Interesse hast.

Ist also Unsinn was der/die SB da in die EGV geschrieben hat. Nicht unterschreiben ist Pflicht!
 
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Rounddancer

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-Die Bewerbungen sind auf den Inhalt des Stellenangebotes auszurichten (keine Serienbriefe),
das ist einfach richtig gemäß XMV.
Serienbriefe sind lieblos,- und kommen auch so an,- sie taugen nicht als Werbung.

Auch Bewerbungen sind Werbung, und Werbung muß den Empfänger gezielt da ansprechen. So ansprechen, daß rüberkommt, daß man sein Problem erkannt hat und ihm helfen will, es zu lösen.

-Initiativbewerbungen müssen sich gezielt nach dem Bedarf des angeschriebenen Arbeitgebers richten"
Das ist schon etwas schwieriger verständlich, aber auch berechtigt.

Damit ist nämlich gemeint, daß wir uns schon etwas überlegen sollten, welche Arbeitsplätze, welche Tätigkeiten in dem per Initiativbewerbung angesprochenen Betrieb vorkommen.

Das bedeutet: Wenn ein Betrieb Schreibmaschinen repariert,-
dann macht es Sinn, sich da zu bewerben, wenn man Bürokaufmann, oder ähnliches ist, denn der Betrieb muß ja auch Rechnungen schreiben, Kunden und Lager verwalten, etc.. Und es macht Sinn, sich da zu bewerben, wenn man Feinmechaniker und/oder Elektroniker ist. Vielleicht auch als Hausmeister, Putzfrau (m/w), oder, wenn der Betrieb einen Fuhrpark hat, als LKW-, und/oder Kurierfahrer.

Aber es macht bei diesem Betrieb sicher nicht wirklich Sinn, sich dort als z.B. Dachdeckermeister, Lehrer, Auto- oder Teppichverkäufer zu bewerben, etc.

Ok, so leicht daneben können Initiativbewerbungen schon auch gehen,-

siehe meine jüngste Tochter, die sich als "eierlegende Wollmilchsau" bewarb, das Interesse der Personalchefin weckte, und für die im Vorstellungsgespräch aus vier Minijobs ein Vollzeit-Arbeitsplatz gebastelt und eine Woche später vom Unternehmensvorstand in einem weiteren Vorstellungsgespräch abgesegnet wurde.

Auch meine beste Freundlin, die in einem Verlag für Fachliteratur und Kundenzeitschriften arbeitet. Sie berichtet mir immer mal wieder, daß da auf eine Initiativbewerbung hin ein zuvor nicht vorhandener Arbeitsplatz geschaffen wurde, da erst die Initiativbewerbung bei ihrem Chef den Bedarf weckte, dafür jemanden zu brauchen und einzustellen.

Nicht vergessen habe ich aber auch die Mitgliederversammlung des Vereins der Akad-Studierenden vor vielen Jahren, in dem sich der damalige Akad-Chef bei uns darüber mokierte, daß sich bei ihnen eine Doktorin der Wasserwirtschaft als Dozentin, etc. beworben hatte. Ein Fachbereich, der seiner Ansicht nach bei Akad nicht gebracht wurde. Akad hat ja viele seriöse Kurse und Studienabschlüsse, wie Betriebswirtschaft, IHK-Abschlüsse, Sprachen, Diplom-Wirtschaftsinformatik. Doch kein Wasserwirtschaft ...

Es sollte also schon in etwa passen, wenn man sich initiativ bewirbt.
 

Surfing

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Nachtrag zu meinem ersten Posting: Was steht denn auf den Seiten 2 und 3 der EGV?

Da dass JC auf Seite 1 erklärt dass es für Bewerbungen mit gravierenden Rechtschreibfehlern und Formmängeln nichts zahlen will gehe ich davon aus dass der/die SB die getätigten Bewerbungen sichten/beurteilen möchte wenn du einen Antrag auf Kostenerstattung stellst.
 

Texter50

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"Die von Ihnen gefertigten Bewerbungen müssen folgende Form ausweisen
-Die Bewerbungen sind auf den Inhalt des Stellenangebotes auszurichten (keine Serienbriefe),
-Initiativbewerbungen müssen sich gezielt nach dem Bedarf des angeschriebenen Arbeitgebers richten"
Bewerbungen haben sich generell an den Inhalten der Stellenausschreibungen auszurichten. Wie soll das denn sonst auch passen? Wenn ein Bäcker nen Mitarbeiter sucht und ich schwafele was von Metallbau, dann kann das nicht passen. :icon_razz:
Initiativbewerbung bedeutet nicht, sich nen Bereich auszusuchen, den man überhaupt nicht abdecken kann. Für diese Bewerbungen sucht man sich Firmen, in denen man bedingt durch die eigenen Fähigkeiten, seine Arbeitskraft einbringen kann. :icon_hug:
Beispiel: Ich hab mir da ne Firma rausgesucht, die suchten nen technischen Zeichner mit Kenntnissen zu einer bestimmten Software. Da konnte ich mich initiativ bewerben, weil ich 3D mit dieser Software kann, obwohl kein Technischer Zeichner.

Das mit den Formfehlern ist von wem zu beurteilen? Die meisten Bewerbungstrainer widersprechen sich da.
Bei der Rechtschreibung: was wollen die da erwarten?
 

jockel

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Liebe Interessierte,

in meiner neuen Eingliederungsvereinbarung (wird natürlich nicht unterschrieben) steht Folgendes:

"Die von Ihnen gefertigten Bewerbungen müssen folgende Form ausweisen

-Die Bewerbungen sind auf den Inhalt des Stellenangebotes auszurichten (keine Serienbriefe),
-Initiativbewerbungen müssen sich gezielt nach dem Bedarf des angeschriebenen Arbeitgebers richten"

Das ist doch absurd. Initiativbewerbungen setzen ja gerade keinen kommunizierten Bedarf voraus. Mit solch einer Bewerbung versucht man ja gerade den Bedarf festzustellen. Sollte wegen Widersinnigkeit wohl keinen Bestand haben, oder?

Kann das Jobcenter Serienbriefe als Bewerbungen ablehnen?

Widerspruch ist natürlich Bürgerpflicht. Macht es auch Sinn zu klagen?
Das Jobcenter will so verhindern, daß man beliebig zusammengebaute, jederzeit austauschbare Textbausteinbriefe erzeugt - genau das was das Jobcenter in völlig unpersönlicher Weise gegenüber ihren jobsuchenden Erwerbslosen macht. Das Amt schließt von der eigenen schlechten Arbeitsweise auf ihre zu betreuenden Untertanen.

Der Bewerber soll sich am Bedarf der AG orientieren?

Der AG hat jede Menge Jobbedarf an nicht zu entlohnenden Arbeitskräfte. Also sollte man sich auf Sklavenarbeit einrichten und nicht mehr auf den alten BRD-Spruch verlassen:

Geht es der Firma gut, dann geht's auch dem Mitarbeiter gut!

Ich frage mich nur, wann sich die Arbeitslosenverwahrlosungsämter und die Privatwirtschaft endlich mal am Bedarf der Erwerbslosen ausrichtet und für diese sozialpflichtversicherte, lohnsteuerpflichtige Vollerwerbsarbeit dauerhaft schafft. Sina Trinkwalder aus Augsburg macht es mit Ihrer Firma manomama auf Basis eines Social Business vor, daß so was auch wirtschaftlich und rentabel funktioniert mit übertariflich bezahlter Erwerbsarbeit - allerdings nur in ihrem regionalen Einzugsgebiet. So was brauchen wir aber flächendeckend und nicht nur hier und da mal paar vereinzelte Insellösungen oder zeitweise funktionierende Versuchsballons wie die Bürgerarbeit, die man wieder begräbt.

Bürgerarbeit vor dem Aus | MDR.DE

Erst gefeiert, dann gefeuert

Und wenn keine passenden Jobangebote von Seiten der Wirtschaft am Markt da sind - kann man sich das Bewerben im Tagespendelbereich auch schenken.

Was mir bitter aufstößt - die amtlich aufgezwungene Hinternkriecherei gegenüber Arbeitgebern, die umgekehrt die Bewerber wie Dreck behandeln und sich nur die Rosinen rauspicken, ohne selbst auf Verpflichtungen einzulassen.

Ich sehe da nur ein sehr einseitiges, und kein wechselseitiges Verhältnis vom Fördern und Fordern. Der jobsuchende Erwerbslose wird mit Forderungen des Amts und der Wirtschaft zugeschüttet und die Wirtschaft wird im Rundrum-Sorglos-Paket mit Förderungen versorgt.

Und um jeden Arbeitsplatz kloppen sich so an die 500 Bewerber, wobei 499 in den Mond sehen.

Und wie lange hat der Eine den Job im kostenlosen Firmenpraktikum?

Nach einem halben Jahr verliert er den Kostenlosjob wieder und Bewerber Nr. 2 rückt für das nächste halbe Jahr nach. Auf diese Weise blüht und gedeiht bundesdeutsche Privatwirtschaft am besten mit Lügen und Betrügen nach dem Prinzip christlicher Nächstenliebe durch die Pestparteien CDU/CSU und FDP und den Choleraparteien SPD und Grüne. Und die Privatwirtschaft versorgt Pest- und Choleraparteien mit Schmiergeldern und Luxus-Posten für abgehalfterte Politiker.
 

Passant

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in meiner neuen Eingliederungsvereinbarung (wird natürlich nicht unterschrieben) steht Folgendes:

"Die von Ihnen gefertigten Bewerbungen müssen folgende Form ausweisen

-Die Bewerbungen sind auf den Inhalt des Stellenangebotes auszurichten (keine Serienbriefe),
Fände ich in Ordnung, wenn sich das Jobcenter an den gleichen Maßstäben messen lassen würde.

-Initiativbewerbungen müssen sich gezielt nach dem Bedarf des angeschriebenen Arbeitgebers richten"

Das ist doch absurd. Initiativbewerbungen setzen ja gerade keinen kommunizierten Bedarf voraus. Mit solch einer Bewerbung versucht man ja gerade den Bedarf festzustellen. Sollte wegen Widersinnigkeit wohl keinen Bestand haben, oder?
Zumindest ist diese Passage interpretationsbedürftig.
Ich würde diese Passage so nicht akzeptieren (wegen der Interpretationsbedürftigkeit und damit unzureichenden Rechtsklarheit).

Kann das Jobcenter Serienbriefe als Bewerbungen ablehnen?
Auch ein Serienbrief ist eine vollwertige Bewerbung.
Schließlich weiß der potentielle Arbeitgeber ja normalerweise nicht, ob man ihm einen Serienbrief gesendet hat oder nicht. Es sei denn, die Bewerbung riecht schon von weitem nach Serienbrief.

Widerspruch ist natürlich Bürgerpflicht. Macht es auch Sinn zu klagen?
Ich würde an Deiner Stelle zunächst einmal in einer nachweisbaren Form einen Änderungsvorschlag einreichen und schauen, was passiert.

Passant
 

jockel

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das ist einfach richtig gemäß XMV.
Serienbriefe sind lieblos,- und kommen auch so an,- sie taugen nicht als Werbung.

Auch Bewerbungen sind Werbung, und Werbung muß den Empfänger gezielt da ansprechen. So ansprechen, daß rüberkommt, daß man sein Problem erkannt hat und ihm helfen will, es zu lösen.



Das ist schon etwas schwieriger verständlich, aber auch berechtigt.

Damit ist nämlich gemeint, daß wir uns schon etwas überlegen sollten, welche Arbeitsplätze, welche Tätigkeiten in dem per Initiativbewerbung angesprochenen Betrieb vorkommen.

Das bedeutet: Wenn ein Betrieb Schreibmaschinen repariert,-
dann macht es Sinn, sich da zu bewerben, wenn man Bürokaufmann, oder ähnliches ist, denn der Betrieb muß ja auch Rechnungen schreiben, Kunden und Lager verwalten, etc.. Und es macht Sinn, sich da zu bewerben, wenn man Feinmechaniker und/oder Elektroniker ist. Vielleicht auch als Hausmeister, Putzfrau (m/w), oder, wenn der Betrieb einen Fuhrpark hat, als LKW-, und/oder Kurierfahrer.

Aber es macht bei diesem Betrieb sicher nicht wirklich Sinn, sich dort als z.B. Dachdeckermeister, Lehrer, Auto- oder Teppichverkäufer zu bewerben, etc.

Ok, so leicht daneben können Initiativbewerbungen schon auch gehen,-

siehe meine jüngste Tochter, die sich als "eierlegende Wollmilchsau" bewarb, das Interesse der Personalchefin weckte, und für die im Vorstellungsgespräch aus vier Minijobs ein Vollzeit-Arbeitsplatz gebastelt und eine Woche später vom Unternehmensvorstand in einem weiteren Vorstellungsgespräch abgesegnet wurde.

Auch meine beste Freundlin, die in einem Verlag für Fachliteratur und Kundenzeitschriften arbeitet. Sie berichtet mir immer mal wieder, daß da auf eine Initiativbewerbung hin ein zuvor nicht vorhandener Arbeitsplatz geschaffen wurde, da erst die Initiativbewerbung bei ihrem Chef den Bedarf weckte, dafür jemanden zu brauchen und einzustellen.

Nicht vergessen habe ich aber auch die Mitgliederversammlung des Vereins der Akad-Studierenden vor vielen Jahren, in dem sich der damalige Akad-Chef bei uns darüber mokierte, daß sich bei ihnen eine Doktorin der Wasserwirtschaft als Dozentin, etc. beworben hatte. Ein Fachbereich, der seiner Ansicht nach bei Akad nicht gebracht wurde. Akad hat ja viele seriöse Kurse und Studienabschlüsse, wie Betriebswirtschaft, IHK-Abschlüsse, Sprachen, Diplom-Wirtschaftsinformatik. Doch kein Wasserwirtschaft ...

Es sollte also schon in etwa passen, wenn man sich initiativ bewirbt.
Gab es da nicht am Neckar ein Wasserwirtschaftsamt, daß auf Wasserwirtschaftsingenieure spezialisiert ist, Flußläufe und Wasserbauwerke instandhielt?

Da könnte sich die Wasserwirtschafterin bewerben oder in der Umweltwirtschaft oder in der Trink- und Abwasserwirtschaft von Städten oder bei Talsperrenverwaltungen.

Im Schwarzwald ist doch da was im Gange mit der Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerkes. Deswegen gibt es Knatsch mit den Grünen.

Auch beim BUND oder WWF dürfte diese Spezialistin gefragt sein - für Renaturierung von Flüssen und Gewässern oder im Bergbau zur Renaturierung der Braunkohlentagebaue.

Einen Johann Gottfried Tulla, der mal Projekte zur Rheinbegradigung entwarf und die Fertigungstellung dieser Arbeiten überwachte, gehört mit Sicherheit, angesichts der Klimaerwärmung und Hochwasser, der Vergangenheit an.

Jetzt braucht man Flußauenlandschaften als Überflutungsgebiete wieder.

Sie kann sich auch bei Geomar in Kiel bewerben.

Aldebaran Forschungsschiff | Hansgrohe Deutschland

Aber in der Wasserwirtschaft dürfte der Arbeitskräftebedarf genauso bescheiden sein wie in den Geisteswissenschaften - Philosophie, Geschichte oder Archäologie.
 

jockel

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Bewerbungen haben sich generell an den Inhalten der Stellenausschreibungen auszurichten. Wie soll das denn sonst auch passen? Wenn ein Bäcker nen Mitarbeiter sucht und ich schwafele was von Metallbau, dann kann das nicht passen. :icon_razz:
Initiativbewerbung bedeutet nicht, sich nen Bereich auszusuchen, den man überhaupt nicht abdecken kann. Für diese Bewerbungen sucht man sich Firmen, in denen man bedingt durch die eigenen Fähigkeiten, seine Arbeitskraft einbringen kann. :icon_hug:
Beispiel: Ich hab mir da ne Firma rausgesucht, die suchten nen technischen Zeichner mit Kenntnissen zu einer bestimmten Software. Da konnte ich mich initiativ bewerben, weil ich 3D mit dieser Software kann, obwohl kein Technischer Zeichner.

Das mit den Formfehlern ist von wem zu beurteilen? Die meisten Bewerbungstrainer widersprechen sich da.
Bei der Rechtschreibung: was wollen die da erwarten?
3D braucht man bei der Herstellung von Animationsfilmen, beim Herstellen von Konstruktionszeichnungen setzt man auf CAD-Programme wie Autodesk AutoSketch

Autodesk - AutoSketch

oder 3D-CAD-Software | 3D-Zeichenprogramm | AutoCAD 2014 | Autodesk

Der neueste Schrei ist das 3D-Drucken aus Polystyrolschaumstoffblöcken.

3D-Drucker

Auch in der Architektur und im Vermessungswesen ist 3D- bzw. Stereo-Vermessung gefragt:

Photogrammetrie

Wer mal klein anfangen will mit CAD-Programmen, kann sich semiprofessionell mit CorelCAD 2014 versuchen

Zeichenprogramm für Mac und Windows - CorelCAD 2014
 

Texter50

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3D braucht man bei der Herstellung von Animationsfilmen, beim Herstellen von Konstruktionszeichnungen setzt man auf CAD-Programme wie Autodesk AutoSketch
Autodesk - AutoSketch
oder 3D-CAD-Software | 3D-Zeichenprogramm | AutoCAD 2014 | Autodesk
Der neueste Schrei ist das 3D-Drucken aus Polystyrolschaumstoffblöcken.
3D-Drucker
Auch in der Architektur und im Vermessungswesen ist 3D- bzw. Stereo-Vermessung gefragt:
Photogrammetrie
Wer mal klein anfangen will mit CAD-Programmen, kann sich semiprofessionell mit CorelCAD 2014 versuchen
Zeichenprogramm*für Mac*und*Windows - CorelCAD 2014
Ich liebe 3D und mache das seit AutoCAD 12. :popcorn:
Kommste auch aus dem Bereich?
Würd mich einfach mal so interessieren, wäre mal spannend, sich da auszutauschen. :icon_hug:

@ Passant
Auch ein Serienbrief ist eine vollwertige Bewerbung.
Schließlich weiß der potentielle Arbeitgeber ja normalerweise nicht, ob man ihm einen Serienbrief gesendet hat oder nicht. Es sei denn, die Bewerbung riecht schon von weitem nach Serienbrief.
Da würde ich widersprechen. Da müsstest Du schon ziemlich gut darin sein, was die Geschichte wieder sehr aufwendich gestaltet.
Aber: man kann sich Textbausteien fertigen, die man dann aber deutlich anpasst.
 
N

Nustel

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Liebe Interessierte,

in meiner neuen Eingliederungsvereinbarung (wird natürlich nicht unterschrieben) steht Folgendes:

"Die von Ihnen gefertigten Bewerbungen müssen folgende Form ausweisen

-Die Bewerbungen sind auf den Inhalt des Stellenangebotes auszurichten (keine Serienbriefe),
-Initiativbewerbungen müssen sich gezielt nach dem Bedarf des angeschriebenen Arbeitgebers richten"

Das ist doch absurd. Initiativbewerbungen setzen ja gerade keinen kommunizierten Bedarf voraus. Mit solch einer Bewerbung versucht man ja gerade den Bedarf festzustellen. Sollte wegen Widersinnigkeit wohl keinen Bestand haben, oder?

Kann das Jobcenter Serienbriefe als Bewerbungen ablehnen?

Widerspruch ist natürlich Bürgerpflicht. Macht es auch Sinn zu klagen?
Klingt nach Schikane.
Aus früheren Zeiten (habe nun Ruhe) kenn ich dies. Meine Argumentationsweise war die, das es mein persönliches Recht wäre wie und wann ich mich berwerbe.
Und das da eine BW wie die andere klingt (ähnelt) liegt in der Natur der Sache.
 

jockel

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Ich liebe 3D und mache das seit AutoCAD 12. :popcorn:
Kommste auch aus dem Bereich?
Würd mich einfach mal so interessieren, wäre mal spannend, sich da auszutauschen. :icon_hug:

@ Passant

Da würde ich widersprechen. Da müsstest Du schon ziemlich gut darin sein, was die Geschichte wieder sehr aufwendich gestaltet.
Aber: man kann sich Textbausteien fertigen, die man dann aber deutlich anpasst.
Nee ich war mal Arbeitswissenschaftler und Betriebswirt. Nach der Wende gab es Ende der 90er Jahre mal die IT- und Multimediablase, die später wieder platzte.

Da hatte ich die Chance in diesen "boomenden" Bereich von Multimedia umzusatteln

  • Bildverarbeitung mit Photoshop, FreeHand, Corel Graphics Suite
  • Layoutgestaltung von Printmedien mit Adobe PageMaker
  • 2D-Animationsfilmbearbeitung mit AnimatorPro
  • 3D-Animationsfilmbearbeitung mit 3D-Studio
  • Internetgestaltung mit HTML4 und Javascript
  • Projektplanung und -abrechnung mit MS Project (= Kapazitätsberechnungen an Technik-, Material und Arbeitskräfteeinsatz für Projekte)
Es sollte eigentlich noch Filmbearbeitung mit Adobe Premiere dazukommen. Aber das Premiere-Programm lief nicht sauber und die 386er PCs waren dafür zu lahm fürs Rendern.

Meinen zertifizierten Abschluß als Projektingenieur für Multimedia hatte ich vom Bildungsträger mediadesign GmbH Dresden erhalten. Diesen Bildungsträger gibt es nicht mehr - ist in die ewigen Jagdgründe gegangen - die Dresdner wie die Leipziger Niederlassung.

Den Bildungsträger mediadesign mit Stammsitz in München gibt es nach wie vor.

Nach dieser Ausbildung war ich bei einer mittelständigen Firma gelandet, die in der Gebäudesannierung, Wärmedämmung, Industrieanstrich, Fahrbahnmarkierung und Verkehrsschilderherstellung angesiedelt war.

In der Abt. Werbung und Technik hatte ich dort eingehende Grafiken nachbearbeitet und für den Digitalfarbdruck druckreif eingerichtet.

Und mit einem Verkehrsschilderentwurfsprogramm hatte ich technische Zeichnungen für die Bundesstraßen- und Autobahnbeschilderung als Vektorgrafiken entworfen, inlusive der Berechnung der Schildstatik. Bei Auftragsbestätigung durch Schilderhersteller, Straßen- und Autobahnbauämtern gingen ganze Schildserien in den Folienschnitt zur Plotter- bzw. Cuttertechnik. Dazu mußte man die technischen Zeichnungen in den Realmaßstab 1 : 1 bringen und die Zeichnungsgruppen in ihre Bestandteile auflösen (textliche Zielangaben, Symbole, Pfeile, Farbeinsätze, Ränder und Kontraststreifen) und zwar so, daß der Foliencutter die Vektorlinien fehlerfrei verarbeiten konnte. Dazu mußten die CorelDraw-Vektorzeichnungen vom Format CDR in die maschinenlesbare Dateiformate AI, EPS oder CMX umgewandelt werden. Es gab ab und zu Fälle, wo die Umwandlung schief ging, weil Corel nicht richtig mit der Schnittsoftware des Foliencutters zusammenspielte.

Das war mein letzter Job und darauf folgte die jahrelange Arbeitslosigkeit.

Ich möchte gern wieder in den Bereich von Multimedia, Bildverarbeitung, Print zurück. Aber da hat sich das Ausbildungsprofil grundlegend verändert.

Mediengestalter sind jezt angesagt mit einer 3Jahresausbildung und einer Spezialisierung wahlweise in

  • Digital und Print oder
  • Bild und Ton
  • Flexographie oder
  • Siebdruck
und dann noch feiner bei Digital und Print in

  • Beratung und Planung
  • Gestaltung und Technik
  • Konzept und Visualisierung
Mich zieht's zu Digital und Print und darunter wieder zu Gestaltung und Technik. Mir sagt kreatives Arbeiten zu und keine Vorschriften- und Paragrapfenreiterei. Letzteres bewegt sich in Schematadenken.

Dazu habe ich mir mit Hängen und Würgen von


  • Adobe die Creative Suite CS 6 Design & Web Premium
    • in den Einzelprogrammen
      • Photospop Extended
      • Illustrator
      • InDesign (löste PageMaker ab)
      • Dreamweaver
      • Flash
      • Fireworks
      • Bridge
  • Quarks
    • Layoutsoftware
      • QuarkXPress 9.2
zugelegt.

Was ich auch gerne machen würde:

Das Entwerfen von interaktiven und multimedialen Firmern- und Produktpräsentationen, Lehrbriefen und Seminarunterlagen, E-Books fürs E-Learning mit Adobe Captivate 7

Adobe Captivate kann man getrost zu den Autoren- oder Expertprogrammen zählen, womit man strukturierte Lernsysteme zusammenmontieren kann. Stand früher nur die englischsprachige Macromedia-Software Authorware zur Verfügung, hat man jetzt die bedienerfreundlichere deutsche Captivate-Software verfügbar, ohne sich zwingend Programmierkenntnisse erlernen zu müssen. Unter der schönen Bedieneroberfläche von Captivate werkelt die Maschinensprache, HTML 5, Java und Javascript, aber da muß man nicht unbedingt ran. Man kann es aber im Bedarfsfall.

Das Erlernen von Captivate über einen seriösen Bildungsträger ist ein Problem und meines Wissens bis jetzt nur in einer Hand - in der Schwäbischen Alb.

tecwriter - Training & Consulting
Martin Uhrig
Dipl.-Technikredakteur (FH)

Pforzheimer Str. 176/5
76275 Ettlingen

Fürs E-Learning gibt es noch eine Mini-Ausgabe, die an die Möglichkeiten von Captivate bei weitem nicht heranreicht - vom Hersteller TechSmith

Camtasia Studio 8 zur Herstellung von E-Learning-Video-Projekten

Snagit zur Herstellung von statischen E-Learning-Material

Neu: Coach's Eye zur Untersuchung von Videonmaterial

Alles was E-Learning betrifft, kann man auch für Demonstationszwecke, zur Beschreibung von Schritt-für-Schritt-Programmabläufen verwenden, um anderen die Problemlösung visuell und akustisch vorzuführen, sogar zuschalt- und einblendbarbar mit Anzeige der benutzten Tastenkombinationen und Menüs.

Das erspart einem langes Nachlesen in der Fachliteratur, wenn man schnelle, anschauliche Hilfe braucht.

Ich habe mir Snagit und Camtasia Studio mir zugelegt, aber bei weitem noch nicht firm darin.

Als alter Knochen läßt das Jobcenter einen nicht gern in solche Weiterbildung der Creative Suite und Captivate, zumal das Firmenumfeld und Auftragslage (Verlage, Medien, Druckereien, Bildungsträger) in Sachsen im Tagespendelbereich nicht genügend Arbeitsplätze hergibt. Die greifen gerne auf kostenlos arbeitende, studentische Praktikanten zurück statt auf festanzustellende Vollzeitkräfte zuzugreifen.

Und wenn solche Jobs greifbar sind, dann werden die nur durch Mundpropaganda innerhalb der Firma schon verteilt.
 

Texter50

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Klingt nach Schikane.
Da haste wahr. Oder: das klingt nach dem Versuch der Sanktionen, weil die Bewertungskriterien von Bewerbungen weit gesteckt sind.
Aus früheren Zeiten (habe nun Ruhe) kenn ich dies. Meine Argumentationsweise war die, das es mein persönliches Recht wäre wie und wann ich mich berwerbe. Und das da eine BW wie die andere klingt (ähnelt) liegt in der Natur der Sache.
Nur, wenn der TE diesen Deinen Ratschlägen folgt, dann kann er sich sicherlich auf ein vollumfänglich begründetes Bewerbungstraining einstellen.
Das will doch niemand haben. Deine Argumentation führt deshalb zu nix außer jeder Menge Ärger, die dann der TE hat, nicht aber Du... :icon_razz:
 

buttelflink

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Nachtrag zu meinem ersten Posting: Was steht denn auf den Seiten 2 und 3 der EGV?

Da dass JC auf Seite 1 erklärt dass es für Bewerbungen mit gravierenden Rechtschreibfehlern und Formmängeln nichts zahlen will gehe ich davon aus dass der/die SB die getätigten Bewerbungen sichten/beurteilen möchte wenn du einen Antrag auf Kostenerstattung stellst.
Gesichtet werden meine Bewerbungen beim Antrag auf Erstattung der Bewerbungskosten immer (muß Anschreiben einreichen). Ich denke einfach, daß die Langeweile haben und immer wieder neue Regelungen aufstellen müssen, um sich selbst zu legitimieren.
 

buttelflink

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Bewerbungen haben sich generell an den Inhalten der Stellenausschreibungen auszurichten. Wie soll das denn sonst auch passen? Wenn ein Bäcker nen Mitarbeiter sucht und ich schwafele was von Metallbau, dann kann das nicht passen. :icon_razz:
Initiativbewerbung bedeutet nicht, sich nen Bereich auszusuchen, den man überhaupt nicht abdecken kann. Für diese Bewerbungen sucht man sich Firmen, in denen man bedingt durch die eigenen Fähigkeiten, seine Arbeitskraft einbringen kann. :icon_hug:
Beispiel: Ich hab mir da ne Firma rausgesucht, die suchten nen technischen Zeichner mit Kenntnissen zu einer bestimmten Software. Da konnte ich mich initiativ bewerben, weil ich 3D mit dieser Software kann, obwohl kein Technischer Zeichner.

Das mit den Formfehlern ist von wem zu beurteilen? Die meisten Bewerbungstrainer widersprechen sich da.
Bei der Rechtschreibung: was wollen die da erwarten?
Um die Situation konkreter zu beschreiben: Ich habe das und das studiert und bewerbe mich genau auf solche Stellen. Da sind Serienbriefe durchaus sinnvoll. Z.B. Dachdecker bewirbt sich auf Dachdeckerstelle. Der Punkt ist der: Wie weit will man meine Freiheit noch einschränken? Ich darf ja schon nicht mal mehr sagen, was ich denke, ohne Sanktionen befürchten zu müssen (soviel zur Meinungsfreiheit, in der DDR war es genauso übrigens). Jetzt muß ich schon einen bestimmten Stil beim Briefeschreiben einhalten. Vielleicht gibts auch bald eine Kleiderordnung. Dann heißt es: Keine Jeans (Ulbricht läßt grüßen).

Demokratie ist die Tyrannei der Masse. In der DDR wars die Diktatur der Arbeiter und Bauern.
 

Texter50

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Um die Situation konkreter zu beschreiben: Ich habe das und das studiert und bewerbe mich genau auf solche Stellen. Da sind Serienbriefe durchaus sinnvoll. Z.B. Dachdecker bewirbt sich auf Dachdeckerstelle.
Den Wunsch nach Freiheit, den kann ich nachvollziehen. Nur ist dat mit der Freiheit und den Talern, die nicht da sind so ne Sache.

Du sollst in ner Bewerbung zeigen, welchen Nutzen Du für die AGs haben könntest. Das ist auch der Weg, sich selber nen Arbeitsplatz zu schaffen - hab ich letztes Jahr gemacht. Is schwer und dauert, aber manchmal klappts. :icon_biggrin:

Ich hab mich mal auf ne Stelle in ner großen Logistikfirma beworben. Da habe ich den Zusammenhang zwischen Logistik und 3D-Zeichnen aufgezeigt, die miteinader in Verbindung gebracht. Schwupps, hatte ich nen Vorstellungsgespräch. Leider waren die sehr geizich und ich hatte gerade nen Job... :icon_pfeiff:

Hat sich ne Firma im Bereich Dachdecker auf was spezialisiert, geht man auf diese Richtung ein. Da musse dann eben viele Infos einholen. Is aufwendich, aber der neueste Trend. Dann könnte der Dachdecker-Jobsuchende eine kleine und gelungene Konstruktionszeichnung erstellen und als Arbeitsprobe einreichen. Das zeigt sein Interesse auch an zusätzlichen Dingen.

Keiner kann den Dumpfbackenkrempel mehr ertragen, der in vielen Wundertüten-Trainings anerzogen wurde und DIN-Bewerbung ist nicht mehr zu gebrauchen (mit wenigen Ausnahmen).
Ganz ehrlich, wenn ich da wirklich hin will, zum AG meine ich, dann finde ich die etwas andere Art sich zu bewerben auch für mich angenehmer.
Nee, fürs ZAF-Gesindel tät ich das auch nicht. Da hätte ich dann ein paar Textbausteine, inhaltliche wiederverwendbare Module. :icon_wink:
 

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Um die Situation konkreter zu beschreiben: Ich habe das und das studiert und bewerbe mich genau auf solche Stellen. Da sind Serienbriefe durchaus sinnvoll. Z.B. Dachdecker bewirbt sich auf Dachdeckerstelle.
Sehe ich auch so.

Den Gegnern der Serienbriefe sei gesagt: Diese sind kein Hinweis auf mangelnde Motivation oder Lieblosigkeit bei der Bewerbung, sondern letztlich nur eine verständliche Reaktion auf die bestehende Arbeitsplatzknappheit bei gleichzeitiger Bewerbungspflicht.

Der Punkt ist der: Wie weit will man meine Freiheit noch einschränken? Ich darf ja schon nicht mal mehr sagen, was ich denke, ohne Sanktionen befürchten zu müssen (soviel zur Meinungsfreiheit, in der DDR war es genauso übrigens). Jetzt muß ich schon einen bestimmten Stil beim Briefeschreiben einhalten. Vielleicht gibts auch bald eine Kleiderordnung. Dann heißt es: Keine Jeans (Ulbricht läßt grüßen).
So ist es. Deshalb sollte man sich klar dagegen wehren, daß die persönliche Freiheit immer weiter eingeschränkt wird.

Am Ende wird einem unter Umständen nicht nur eine bestimmte Kleiderordnung, sondern auch noch ein bestimmter Haarschnitt vorgeschrieben. Das Ganze kann man ja im Grunde endlos weiter fortführen (ist ein Vollbart noch okay oder vor dem Vorstellungsgespräch abzurasieren, usw.).

Demokratie ist die Tyrannei der Masse. In der DDR wars die Diktatur der Arbeiter und Bauern.
Unsere derzeitige Staatsform ist zwar offiziell eine Demokratie. Tatsächlich würde ich das Ganze aber eher als eine Postdemokratie oder Oligarchie bezeichnen.
 

jockel

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Gesichtet werden meine Bewerbungen beim Antrag auf Erstattung der Bewerbungskosten immer (muß Anschreiben einreichen). Ich denke einfach, daß die Langeweile haben und immer wieder neue Regelungen aufstellen müssen, um sich selbst zu legitimieren.
So kommt der Charakter der bundesdeutschen Verwaltung durch, die sich von der preußischen und der von den deutschen Kleinstaaten-Bürokratien in direkter Linie ableiten läßt. Schnüffeln, Bevormunden, Sanktionieren - typisch für das volksfeindliche und sozialrassistische Beamtentum.

Das Schnüffeln in den Bewerbungsunterlagen dient der Selbstbeschäftigung und ihre Existenzberechtigung zu begründen. Und so ganz nebenbei noch des Bevormundens der Untertanen und der Vorenthaltung und Fremdverwendung der Finanzmittel zur Bestechung und Schmierung schmarotzender Dritter - der privatwirtschaftlichen Bildungs- und Maßnahmeträger.

Statt die jobsuchenden Erwerbslosen direkt zu fürdern, indem die Arbeitslosenverwahrlosungsbürokratie regelmäßig Jobakquise in Firmen der Region zu betreiben, bleibt man antsfaul und privatisiert das Fördern über schmarotzende Dritte. Und das will man begründen - der jobsuchende Erwerbslose ist angeblich geistig beschränkt.

Wenn denn in den Bewerbungsanschreiben die besagten Grammatik- und Rechtschreibfehler vorkommen sollten und das als abweisender Grund durch Personalabteilungen vorgeschoben wird, dann muß man die Mängel woanders suchen - im bundesdeutschen, sozial ausgrenzenden Zwerg-Schulbildungssystem der 16 kleinstaatlich organisierten Bundesländer - und nicht bei den Erwerbslosen. Sollten jobsuchende Erwerbslose eine Lese-, Schreib- und Rechenschwäche besitzen, dann wegen des bundesdeutschen Bildungssystems, welches im Niveau noch aus der Zeit der Postkutschen und reitenden Boten stand und nicht zeitgemäß ist. Das kann man schon allein dadurch schlußfolgern, wenn man die bauliche und technische Ausstattung der Schulen sich und die ständige Klammheit der Kommunen betrachtet - im Gegensatz zur Ausstattung der Privatschulen der besserverdienenden Eliten.

Aber diese gesellschaftspolitischen Ursache fällt den Arbeitslosenverwahrlosungsanstalten nicht auf. Sie halten an einem verkorksten Untertanen-Menschenbild fest. Schuld müssen immer die Erwerbslosen selbst sein.

Typisch verantwortungslose Privatwirtschaft!

Gregor Gysi über das Deutsche Bildungsverhinderungssystem - Zeitalter der Postkutschen - YouTube
 

jockel

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Den Wunsch nach Freiheit, den kann ich nachvollziehen. Nur ist dat mit der Freiheit und den Talern, die nicht da sind so ne Sache.

Du sollst in ner Bewerbung zeigen, welchen Nutzen Du für die AGs haben könntest. Das ist auch der Weg, sich selber nen Arbeitsplatz zu schaffen - hab ich letztes Jahr gemacht. Is schwer und dauert, aber manchmal klappts. :icon_biggrin:

Ich hab mich mal auf ne Stelle in ner großen Logistikfirma beworben. Da habe ich den Zusammenhang zwischen Logistik und 3D-Zeichnen aufgezeigt, die miteinader in Verbindung gebracht. Schwupps, hatte ich nen Vorstellungsgespräch. Leider waren die sehr geizich und ich hatte gerade nen Job... :icon_pfeiff:

Hat sich ne Firma im Bereich Dachdecker auf was spezialisiert, geht man auf diese Richtung ein. Da musse dann eben viele Infos einholen. Is aufwendich, aber der neueste Trend. Dann könnte der Dachdecker-Jobsuchende eine kleine und gelungene Konstruktionszeichnung erstellen und als Arbeitsprobe einreichen. Das zeigt sein Interesse auch an zusätzlichen Dingen.

Keiner kann den Dumpfbackenkrempel mehr ertragen, der in vielen Wundertüten-Trainings anerzogen wurde und DIN-Bewerbung ist nicht mehr zu gebrauchen (mit wenigen Ausnahmen).
Ganz ehrlich, wenn ich da wirklich hin will, zum AG meine ich, dann finde ich die etwas andere Art sich zu bewerben auch für mich angenehmer.
Nee, fürs ZAF-Gesindel tät ich das auch nicht. Da hätte ich dann ein paar Textbausteine, inhaltliche wiederverwendbare Module. :icon_wink:
Das ist ja eben das falsche Menschenbild, von dem ich rede - Nutzen nur für den AG, ansonsten wird der bewerbende Mensch aussortiert und weggeschmissen (entsorgt, überflüssig). Da wären doch die Wiedereinführung der Gaskammern der Nazi-KZs die eleganteste Lösung. Existieren diese Menschen nicht mehr, dann erledigt sich für diese ermordeten Menschen automatisch die Zahlung von Alg, das Vorhalten von Gesundheitseinrichtungen und später der Renten.

Das steckt ideologisch in der Formulierung, daß der jobsuchende Erwerbslose seinen Nutzen dem AG einbahnstraßenartig beweisen muß.

Welchen Nutzen bietet der AG den jobsuchenden Erwerbslosen an. den Nachweis bleibt der AG und die Arbeitslosenverwahrlosungsämter schuldig. Und genau zu dieser Nachweisführung des Nutzen der Unternehmer hat man sich im Grundgesetz selbst verpflichtet und kein Schwein kontrolliert die Einhaltung der Selbstverpflichtung und sanktioniert die Unternehmer und Ämter, die diese Nachweisführung, Kontrolle und Erbringung nicht erfüllen.

Ich reite immer wieder auf den Artikel 14 Abs. 2 GG rum - Eigentum verpflichtet sich, dem Allgemeinwohl zu dienen.

Wir brauchen diesen gesellschaftspolitischen Gegenverkehr und ein erheblich besseres Menschenbild über die Untertanen. Wenn man Menschen zur Ware wie in der BRD und anderen kapitalistischen Staaten abqualifiziert, dann stimmt was nicht in dieser Gesellschaftsordnung.

Dann befindet man sich in einem Land hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen. Nichts da vopn Demokratie, freiheit und Rechtsstaatlichkeit, sondern von Ausbeutung und Unterdrückung - zugekleistert mit Pseudu-Parlamentsdemokratie von geschmierten und bestochenen Pest- und Choleraparteien, die sich ihrer Clique am meisten gönnen und den Untertanen möglichst gar nichts.
 

jockel

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Den Wunsch nach Freiheit, den kann ich nachvollziehen. Nur ist dat mit der Freiheit und den Talern, die nicht da sind so ne Sache.

Du sollst in ner Bewerbung zeigen, welchen Nutzen Du für die AGs haben könntest. Das ist auch der Weg, sich selber nen Arbeitsplatz zu schaffen - hab ich letztes Jahr gemacht. Is schwer und dauert, aber manchmal klappts. :icon_biggrin:

Ich hab mich mal auf ne Stelle in ner großen Logistikfirma beworben. Da habe ich den Zusammenhang zwischen Logistik und 3D-Zeichnen aufgezeigt, die miteinader in Verbindung gebracht. Schwupps, hatte ich nen Vorstellungsgespräch. Leider waren die sehr geizich und ich hatte gerade nen Job... :icon_pfeiff:

Hat sich ne Firma im Bereich Dachdecker auf was spezialisiert, geht man auf diese Richtung ein. Da musse dann eben viele Infos einholen. Is aufwendich, aber der neueste Trend. Dann könnte der Dachdecker-Jobsuchende eine kleine und gelungene Konstruktionszeichnung erstellen und als Arbeitsprobe einreichen. Das zeigt sein Interesse auch an zusätzlichen Dingen.

Keiner kann den Dumpfbackenkrempel mehr ertragen, der in vielen Wundertüten-Trainings anerzogen wurde und DIN-Bewerbung ist nicht mehr zu gebrauchen (mit wenigen Ausnahmen).
Ganz ehrlich, wenn ich da wirklich hin will, zum AG meine ich, dann finde ich die etwas andere Art sich zu bewerben auch für mich angenehmer.
Nee, fürs ZAF-Gesindel tät ich das auch nicht. Da hätte ich dann ein paar Textbausteine, inhaltliche wiederverwendbare Module. :icon_wink:
Das ist ja eben das falsche, latent unterschwellig NPD-braungestrichene Menschenbild der Privatwirtschafts-Unternehmerschaft, von dem ich rede - Nutzen nur für den AG, ansonsten wird der bewerbende Mensch aussortiert und weggeschmissen (entsorgt, überflüssig). Da wäre doch die Wiedereinführung der Gaskammern der Nazi-KZs die eleganteste Lösung. Existieren diese Menschen nicht mehr, dann erledigt sich für diese ermordeten Menschen automatisch die Zahlung von Alg, das Vorhalten von Gesundheitseinrichtungen und später der Renten.

Das steckt ideologisch in der Formulierung, daß der jobsuchende Erwerbslose seinen Nutzen dem AG einbahnstraßenartig beweisen muß.

Welchen Nutzen bietet der AG den jobsuchenden Erwerbslosen an. Den Nachweis bleibt der AG und die Arbeitslosenverwahrlosungsämter schuldig. Und genau zu dieser Nachweisführung des Nutzen der Unternehmer hat man sich im Grundgesetz selbst verpflichtet und kein Schwein kontrolliert die Einhaltung der Selbstverpflichtung und sanktioniert die Unternehmer und Ämter, die diese Nachweisführung, Kontrolle und Erbringung nicht erfüllen.

Ich reite immer wieder auf den Artikel 14 Abs. 2 GG rum - Eigentum verpflichtet sich, dem Allgemeinwohl zu dienen.

Wir brauchen diesen gesellschaftspolitischen Gegenverkehr und ein erheblich besseres Menschenbild über die Untertanen. Wenn man Menschen zur Ware wie in der BRD und anderen kapitalistischen Staaten abqualifiziert, dann stimmt was nicht in dieser Gesellschaftsordnung.

Dann befindet man sich in einem Land hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen. Nichts da von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, sondern von Ausbeutung und Unterdrückung - zugekleistert mit Pseudo-Parlamentsdemokratie von geschmierten und bestochenen Pest- und Choleraparteien, die sich ihrer Clique am meisten gönnen und den Untertanen möglichst gar nichts.

Politik und Parlament in der BRD - Augsburger Puppenkiste - überflüssig, nutzlos, zu teuer - weg damit mit diesem Affentheater, dieser Lügerei und Betrügerei.
 
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