Vorschriften beim Bewerben

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Anna72

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Guten Tag und Hallo,

ich hatte neulich einen Termin bei meinem pers. Ansprechpartner der ARGE gehabt. Ich muss jeden Monat meine Liste mit Bewerbungsnachweisen abgeben und kurz dazu Stellung nehmen. Soweit kein Problem für mich. sind auch einige. Ich mache alles immer ordentlich und ich bewerbe mich vorrangig auf Stellen, die meinem pers. Fähigkeiten oder meinen Kenntnissen entsprechen, klar. Alerdings schaue ich auch nach Alternativberufen bzw. Tätigkeiten, die meinem Berufsbild garnicht gleich kommen oder zumindest ähnlich. Jetzt hat mich mein SB. dermaßen zusammengeschnauzt, weil ich mich überwiegend auf Tätigkeiten bewerbe, die meinem Berufblid gleich oder ähnlich sind. Er meinte, ich soll gefälligt auch oder überwiegend mich bei Zeitarbeitsfirmen bewerben und da auch in artfremden Berufen oder Tätigkeiten, die absolut nichts mit meinen Fähigkeiten zu tun haben.

Ich versuchte ihm zu erklären, das ich mich bei vier renomierten ZAF bereits beworben hatte und dort meine kompletten Unterlagen hinterlegt sind und ich in regelmäßigen Abständen mich dort erkundige, ob Sie etwas für mich hätten. Das genügt meinem SB nicht, er will, das ich mich (überwiegend) bei allemöglichen ZAF bewerbe für alle Tätigkeiten, die mir zumutbar wären und nicht meinem gelernten Beruf gleich kommen oder ähneln. Er meinte, ich bin zu lange raus, ich hätte eh keine Chance mehr, er selber schaut auch nicht mehr in seinem Pool nach Stellen für mich, die meinem Berufbild ähneln, sondern sucht mir nur noch Helferjobs raus. ich finde das nicht ok, er sollte doch zumindest auch nach Stellen suchen, die etwas mit meinem Beruf zu tun haben.

Jetzt meine Frage, kann mein SB. mir vorschreiben, wo und als was ich mich bewerbe?
Darf ich mich nicht mehr in meinem Beruf bewerben, bzw. in einem berufsähnlichen Beruf z. B. im kaufmännischen Bereich (als Bürohilfskraft, Bürokauffrau o.ä.), da ich ja gelernte Industriekauffrau bin? (vorausgesetzt, die Tätigkeiten entsprechen meinen Kenntnissen und Fähigkeiten natürlich).

Ich bin der Meinung, ich weis selber am besten, was ich kann und was nicht. Ich habe einen fundierte Ausbildung im kaufm. Bereich absolviert und verfüge über mehrere jahre Beruferfahrung, das verlernt man doch nicht. Zugegeben ich bin jetzt 5 Jahre aus meinem Beruf raus, aber deswegen möchte ich mich trotzdem auch im kaufm. Bereich bewerben dürfen.

Kann mir mein SB. mit Sanktionen drohen deswegen?

Mfg.

Anna
 

Pribheinz

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Also ich habe ähnliches erlebt,du weißt grundsätzlich gehen Die davon aus,dass Wir für alles geeignet sind,mein Vermittler schaute nicht einmal ins Profil.Habe trotz Behinderung 3 Jahre schwere Möbel schleppen müssen,für 1.28eur die Std,das besagt viel.Aber ich glaube nicht,das Dir da Sanktionen in Haus stehen,wir sind immer noch mündige Bürger,wehre Dich,lg Pribheinz.:icon_smile:
 

Anna72

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Danke sehr Pribheinz, aber mir wäre mehr damit gedient, ich wüsste es genau, bzw. es gäbe Gesetztespassagen die besagen, das ich frei entscheiden kann wo und als was ich mich bewerbe.
Bin immer noch unwissend diesbezüglich. Will keine Sanktionen.
 

Piccolo

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laut gesetz bist du verpflichtet alles zu tun um deine bedürftigkeit zu mindern oder zu beenden. (siehe auch § 10 sgb2)
dazu gehört m.e. auch dass du dich auch auf stellenangebote bewirbst, die zu deinem berufsbild passen.
 

firedragon

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so einen SB habe ich auch der dies gemeint hat was mir einfällt nur Stellen zu suchen die meinem Berufsbild entsprechen und solle mich gefälligst auf Helferstellen bewerben da ich schon zulang raus bin und zu mehr nicht mehr tauge
 

Anna72

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Das man jede zumutbare Tätigkeit annehmen muss, weis ich. Aber deswegen kann ich bei meinen monatl. Nachweisen doch auch Bewerbungsnachweise vorzeigen, die meinem Berufsfeld entsprechen? Der SB. druckt mir schon genug ZAF regelmäßig aus, mit Helfertätigkeiten o.ä.

Mir geht es eigentlich darum, ob man mir prinzipiell das als fehlende Initiative auslegen kann, wenn ich mich überwiegend in meinem beruflichen Bereich bewerbe.
 

verona

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§ 119 SGB III - zu Eigenbemühungen

§ 119 SGB III Arbeitslosigkeit


Anna72;711151 [I meinte:
Mir geht es eigentlich darum, ob man mir prinzipiell das als fehlende Initiative auslegen kann, wenn ich mich überwiegend in meinem beruflichen Bereich bewerbe.[/I]

Es ist sicherlich günstiger, wenn sich die Bewerbungen ausgleichen. Dann ist wirklich ersichtlich, dass du dich auch genauso um andere Stellen kümmerst.
Der SB kann es bemängeln, aber nur aufgrund dessen kann er nicht gleich sanktionieren. Da muss diesbezüglich auch was schriftliches von der ARGE kommen.
 

Anna72

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§ 119 SGB III - zu Eigenbemühungen

§ 119 SGB III Arbeitslosigkeit




Es ist sicherlich günstiger, wenn sich die Bewerbungen ausgleichen. Dann ist wirklich ersichtlich, dass du dich auch genauso um andere Stellen kümmerst.
Der SB kann es bemängeln, aber nur aufgrund dessen kann er nicht gleich sanktionieren. Da muss diesbezüglich auch was schriftliches von der ARGE kommen.

Danke für den Hinweis auf den Paragraphen Verona.

LG Anna
 

catwoman666666

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Hast du eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, in der die Anzahl der monatlichen Bewerbungen festgelegt ist? Bekommst du die Bewerbungskosten erstattet?
 

Anna72

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...ich bekomme die Unkosten für Bewerbungen bewililgt, sofern ich diese vorher beantragt habe. Mein Kontingent ist für diese Jahr bereits erschöpft. Müsste bis nächstes Jahr wieder warten. Eine gültige EGV gibt es (noch) nicht.

Was wäre denn dann der Unterschied, wenn ich eine hätte oder nicht?

Anna
 

Napolion Bonaparte

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Was wäre denn dann der Unterschied, wenn ich eine hätte oder nicht?

na da steht genau drin was sache ist. :icon_eek:..wieviele bewerbungen du pro monat schreiben muss und auf welche stellenausschreibungen. da stehen auch fristen drin, die du zu wahren hast und solltest du diese nicht einhalten, dann werden 30% gekürzt..:eek:
 

Anna72

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okay, aber ich unterschreibe ja keine EGV. Danach eben Verwaltungsakt und Widerspruch. Zumindest noch für diese Jahr, nächstes Jahr soll sich ja drastisch was ändern, dann bin ich eh der Behördenwillkür ausgesetzt.

Ich glaube, ich werde dann überlegen kein ALG II mehr zu beantragen, hab die Schnauze voll von denen. Dann nehm ich eben das , was ich kriege auf Teufel komm raus - meinetwegen als Putze oder Hilfsarbeiter und schau, dass ich davon leben kann und bin nicht ewig den Schikanen der ARGEN ausgesetzt. Man wird ja mit Gewalt regelrecht dazu genötigt....und dafür habe ich nun eine fundierte Ausbildung hingelegt, alles umsonst. Mehrere Jahre Berufserfahrung sind nichts mehr wert. habe ich mich mal artfremde Jobs beworben heisst es immer, sie sind überqualifiziert, sie haben das noch nie gemacht oder..sie halten das nicht durch. Gute Aussichten für die Zukunft.
 

Piccolo

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Ich glaube, ich werde dann überlegen kein ALG II mehr zu beantragen, hab die Schnauze voll von denen. Dann nehm ich eben das , was ich kriege auf Teufel komm raus - meinetwegen als Putze oder Hilfsarbeiter und schau, dass ich davon leben kann und bin nicht ewig den Schikanen der ARGEN ausgesetzt.

genau das ist gewollt. alg2 ist nicht dazu da um bedürftigen zu helfen sondern dient als abschreckung.
auch wenn das jetzt merkwürdig klingt, aber sei froh dass du solche arbeiten wie putzen überhaupt noch gesundheitlich machen kannst um von dem horroszenario arge wegzukommen.
andere (so auch ich) sind zu krank oder wegen behinderungen auch dazu nicht mehr in der lage.
wir müssen bleiben.
 

Soll und Haben

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. Das genügt meinem SB nicht, er will, das ich mich (überwiegend) bei allemöglichen ZAF bewerbe für alle Tätigkeiten, die mir zumutbar wären und nicht meinem gelernten Beruf gleich kommen oder ähneln.

§ 10 SGB II:

(2) Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil 1.sie nicht einer früheren beruflichen Tätigkeit des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen entspricht, für die er ausgebildet ist oder die er ausgeübt hat,2.sie im Hinblick auf die Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen als geringerwertig anzusehen ist,3.der Beschäftigungsort vom Wohnort des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort,
4.die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,
5.sie mit der Beendigung einer Erwerbstätigkeit verbunden ist, es sei denn, es liegen begründete Anhaltspunkte vor, dass durch die bisherige Tätigkeit künftig die Hilfebedürftigkeit beendet werden kann.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für die Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit entsprechend.


Und wenn du seit 5 Jahren raus bist und dich nur auf diese Stellen bewirbst, ist es da verwunderlich, wenn er dich auffordert, dich auf andere Jobs zu bewerben? Muss ja nicht auf ewig sein, aus einem öden Job heraus kann man sich ja weiterbewerben, aber besser als elo und besser als eine immer länger werdende Lücke im Lebenslauf.
 

Anna72

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§ 10 SGB II:

Und wenn du seit 5 Jahren raus bist und dich nur auf diese Stellen bewirbst, ist es da verwunderlich, wenn er dich auffordert, dich auf andere Jobs zu bewerben? Muss ja nicht auf ewig sein, aus einem öden Job heraus kann man sich ja weiterbewerben, aber besser als elo und besser als eine immer länger werdende Lücke im Lebenslauf.


Ich habe mich auch auf Jobs beworben, die mit meiner beruflichen Qualifikation nichts zu tun hatten, ich dachte, das hätte ich geschrieben. Da bekomme ich ebenfalls Absagen, weil ich entweder denen zu überqualifiziert bin oder weil sie meinen, ich würde das nicht durchhalten, obwohl man Überzeugungskraft zeigt. Was soll man dazu sagen...ich versuchs halt weiter, damit die Lücke nicht noch größer wird.
 

Anna72

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genau das ist gewollt. alg2 ist nicht dazu da um bedürftigen zu helfen sondern dient als abschreckung.
auch wenn das jetzt merkwürdig klingt, aber sei froh dass du solche arbeiten wie putzen überhaupt noch gesundheitlich machen kannst um von dem horroszenario arge wegzukommen.
andere (so auch ich) sind zu krank oder wegen behinderungen auch dazu nicht mehr in der lage.
wir müssen bleiben.

Stimmt schon, hast ja recht, ich bin gesund und kann körperlich arbeiten. Ich bin eben momentan etwas gefrustet, weil es in meinem Berufszweig überhaupt nicht klappen will. Dabei habe ich doch einiges an Erfahrung in meinem Beruf zu bieten. Bin eben total enttäuscht, weil einem so langsam klar wird, das bezüglich Berufsausbildung und mehreren Berufsjahren alles umsonst war.:icon_neutral:

Gruß
Anna
 

druide65

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Frustation ist verständlich weil ja Zeit und Geld investiert wurde.Aber davon sollte man sich nicht runterziehen lassen.
Sich auf völlig Artfremde Jobs zu bewerben z.B Helfertätigkeiten ist sehr problematisch.Solltest du dich wieder in deinem alten Job bewerben wollen und die Personaler sehen das du dich unter Wert verkauft hast ,denken die sich auch ihren Teil.
Also ein Artfremder Job sollte zumindestens einen gleichbleibenden Level haben.Putzen gehen wird deine Biographie keinesfalls aufhübschen.

Schon mal über eine Weiterbildung nachgedacht?
Eventuell Umschulung?
 
E

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Ich habe mich auch auf Jobs beworben, die mit meiner beruflichen Qualifikation nichts zu tun hatten, ...

Das solltest Du unbedingt mit größerer Vorsicht betreiben. Solltest Du irgendwann einmal in einem völlig artfremden Beruf tätig werden, sei es auch nur für eine ganz kurze Zeit, wird das ausschlaggebend für künftige Vermittlungs"vorschläge" der Argen sein. Man kann im VerBIS mehrere Berufe eintragen und für alle diese eingetragenen Berufe erhältst Du dann die entsprechenden VV mit RFB.
 

druide65

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Als Industriekauffrau:icon_kinn: Schon mal an SAP Anwenderschulung gedacht und Office Auffrischung?
Wie siehts mit Wirtschaftsenglisch aus?
Vielleicht eine Hardwareschulung.Viele kleine Betriebe haben gerne jemanden Kaufmännisches da der mal eben auch einen PC einrichten kann und kleine Supportsachen.
Extra einen Informatiker einstellen lohnt sich für die nicht und mal eben jemanden immer vom Systemhaus kommen zu lassen ist teurer.

Bevor du putzen gehst würde ich bei der ARGE erst mal versuchen eine sinnvolle Weiterbildung rauszukitzeln.
 

Anna72

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Frustation ist verständlich weil ja Zeit und Geld investiert wurde.Aber davon sollte man sich nicht runterziehen lassen.
Sich auf völlig Artfremde Jobs zu bewerben z.B Helfertätigkeiten ist sehr problematisch.Solltest du dich wieder in deinem alten Job bewerben wollen und die Personaler sehen das du dich unter Wert verkauft hast ,denken die sich auch ihren Teil.
Also ein Artfremder Job sollte zumindestens einen gleichbleibenden Level haben.Putzen gehen wird deine Biographie keinesfalls aufhübschen.

Schon mal über eine Weiterbildung nachgedacht?
Eventuell Umschulung?

Was meinst du mit gleichbleibenden Level?

Genau das befürchte ich ja, ich werde nie mehr in meinen Berufszweig kaufmännisch reinkomme, wenn ich auf Jahre hinweg nur noch Helferjobs ausübe. Mit Weiterbildung probiert??? Ja!

Seit Jahren hänge ich meine ewig oft wechselnden SB´s im Nacken und nerve die mit Kursen und Weiterbildung.

Mein letzter SB hat meinen Ethusiasmus dermaßen eingedemmt, das glaubt man kaum. Ich habe mit Engelszungen gepredigt, dass mir Fortbildungskurse die Chancen in meinem Beruf verbessern würden. Ich habe die Jahre hinweg versucht meinen SB davon zu überzeugen, dass das gut investiertes Fördergeld wäre wenn man mir Kurse genehmigen würde. Unter anderem hoffte ich auf Zuspruch bezüglich Wirtschaftsenglisch I und II. SAP R/3 und Bilanzbuchhaltung. Dafür habe ich mich schlau gemacht bei verschiedenen Institutionen, die solche Kurse anbieten mit Zertifikat und Prüfung. Ich habe dabei Presie verglichen und Unterlagen angefordert, war bei Info-Abenden e.c.t. Das alles habe ich meinem Sb vorgelegt und versuchte zu argumentieren. Er hat sich noch nicht mal die Mühe gemacht und sich die Unterlagen angeschaut. Sein einzigster Kommentar war..."ein Englischkurs o.ä. garantiert Ihnen auch keinen Job. Wenn sie eine Stelle finden und die Firma ihnen den Kurs bezahlen, dann reden wir weiter."

Wo liegt da der Sinn?? Ich habe es bereits aufgegeben zu betteln, Jahre lang das gleiche Theater. Ich bin ja schon froh, wenn ich zumindest anstandslos meine Bewerbungskosten nachträglich ersetzt bekomme, mehr erwarte ich ja vom Amt nicht mehr.
Umschulung? Das wurde erst recht verworfen mit dem Argument.."Sie haben doch eine Ausbildung"! Ich habe die letzten paar Jahre wirklich alles versucht, so langsam kann und mag ich einfach nicht mehr. Mein letztes Vorhaben und Motivation war die, dass ich in Erwägung zog, eine Ausbildung (4 Monate mit Prüfungen 2 Module) zur Betreuungsassistentin zu machen. Der Kurs würde nur knapp 1000,- Euro kosten. Danach hätte ich sehr gute Chancen unter zu kommen, das die Altenpflegeheime großen Bedarf hätten. Das stimmt wirklich, habe mich gut erkundigt. Das wäre auch ein Bereich, der mir liegen würde und die Motivation wäre da gewesen. Auch dies wurde seitens der ARGe verworfen. Selbst wenn ich das Geld für den Kurs erspart hätte, könnte ich Ihn nicht machen, weil die ARGE sich weigert mich in den 4 Monaten Kurs für die Vermittlung freizustellen. Sonst würde ich kein Geld mehr bekommen. ein Schei..hoch 3 einfach!!:icon_dampf: Argument der ARGE:" Das Ziel ist es SB"ler II. (Ausdruck meines SB´s) in Arbeit zu bringen. Jede Arbeit, die zumutbar ist, kommt dabei in Frage. Eine Fortbildung garantiert keine Festanstellung, also nein!!"

Was soll man machen, man wird als ALG II eigentlich nur noch so mitgeschliffen, ohne konstruktive Hilfe. Im Moment resigniere ich nur noch, bin in so einem totalen Tief. ich hoffe, das legt sich bald wieder. Habe ich in letzter Zeit öfters. ich bitte dies zu entschuldigen, wenn ich hier oder da etwas unrealistisch bin. Ich bin emotional sehr geladen.

Gruß
Anna
 

Anna72

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Das solltest Du unbedingt mit größerer Vorsicht betreiben. Solltest Du irgendwann einmal in einem völlig artfremden Beruf tätig werden, sei es auch nur für eine ganz kurze Zeit, wird das ausschlaggebend für künftige Vermittlungs"vorschläge" der Argen sein. Man kann im VerBIS mehrere Berufe eintragen und für alle diese eingetragenen Berufe erhältst Du dann die entsprechenden VV mit RFB.


Danke für den Hinweis, das habe ich mir auch gedacht.

Gruß
Anna
 

Anna72

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Als Industriekauffrau:icon_kinn: Schon mal an SAP Anwenderschulung gedacht und Office Auffrischung?
Wie siehts mit Wirtschaftsenglisch aus?
Vielleicht eine Hardwareschulung.Viele kleine Betriebe haben gerne jemanden Kaufmännisches da der mal eben auch einen PC einrichten kann und kleine Supportsachen.
Extra einen Informatiker einstellen lohnt sich für die nicht und mal eben jemanden immer vom Systemhaus kommen zu lassen ist teurer.

Bevor du putzen gehst würde ich bei der ARGE erst mal versuchen eine sinnvolle Weiterbildung rauszukitzeln.

Gute, sinnvolle Gedanken, die hatte ich allerdings auch schon, aber wie gesagt, ich stoße nur auf Ablehnung seitens der ARGE. Danke, nett gemeint von Dir.

Einen Office-Paket Auffrischkurs hatte ich schon vor langer Zeit einmal gemacht. Da ich privat viel mit Office-Paket arbeite, habe ich da ganz gute Kenntnisse würde ich behaupten.

Grüße
Anna
 

druide65

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Was meinst du mit gleichbleibenden Level?

Genau das befürchte ich ja, ich werde nie mehr in meinen Berufszweig kaufmännisch reinkomme, wenn ich auf Jahre hinweg nur noch Helferjobs ausübe. Mit Weiterbildung probiert??? Ja!

Seit Jahren hänge ich meine ewig oft wechselnden SB´s im Nacken und nerve die mit Kursen und Weiterbildung.

Mein letzter SB hat meinen Ethusiasmus dermaßen eingedemmt, das glaubt man kaum. Ich habe mit Engelszungen gepredigt, dass mir Fortbildungskurse die Chancen in meinem Beruf verbessern würden. Ich habe die Jahre hinweg versucht meinen SB davon zu überzeugen, dass das gut investiertes Fördergeld wäre wenn man mir Kurse genehmigen würde. Unter anderem hoffte ich auf Zuspruch bezüglich Wirtschaftsenglisch I und II. SAP R/3 und Bilanzbuchhaltung. Dafür habe ich mich schlau gemacht bei verschiedenen Institutionen, die solche Kurse anbieten mit Zertifikat und Prüfung. Ich habe dabei Presie verglichen und Unterlagen angefordert, war bei Info-Abenden e.c.t. Das alles habe ich meinem Sb vorgelegt und versuchte zu argumentieren. Er hat sich noch nicht mal die Mühe gemacht und sich die Unterlagen angeschaut. Sein einzigster Kommentar war..."ein Englischkurs o.ä. garantiert Ihnen auch keinen Job. Wenn sie eine Stelle finden und die Firma ihnen den Kurs bezahlen, dann reden wir weiter."

Wo liegt da der Sinn?? Ich habe es bereits aufgegeben zu betteln, Jahre lang das gleiche Theater. Ich bin ja schon froh, wenn ich zumindest anstandslos meine Bewerbungskosten nachträglich ersetzt bekomme, mehr erwarte ich ja vom Amt nicht mehr.
Umschulung? Das wurde erst recht verworfen mit dem Argument.."Sie haben doch eine Ausbildung"! Ich habe die letzten paar Jahre wirklich alles versucht, so langsam kann und mag ich einfach nicht mehr. Mein letztes Vorhaben und Motivation war die, dass ich in Erwägung zog, eine Ausbildung (4 Monate mit Prüfungen 2 Module) zur Betreuungsassistentin zu machen. Der Kurs würde nur knapp 1000,- Euro kosten. Danach hätte ich sehr gute Chancen unter zu kommen, das die Altenpflegeheime großen Bedarf hätten. Das stimmt wirklich, habe mich gut erkundigt. Das wäre auch ein Bereich, der mir liegen würde und die Motivation wäre da gewesen. Auch dies wurde seitens der ARGe verworfen. Selbst wenn ich das Geld für den Kurs erspart hätte, könnte ich Ihn nicht machen, weil die ARGE sich weigert mich in den 4 Monaten Kurs für die Vermittlung freizustellen. Sonst würde ich kein Geld mehr bekommen. ein Schei..hoch 3 einfach!!:icon_dampf: Argument der ARGE:" Das Ziel ist es SB"ler II. (Ausdruck meines SB´s) in Arbeit zu bringen. Jede Arbeit, die zumutbar ist, kommt dabei in Frage. Eine Fortbildung garantiert keine Festanstellung, also nein!!"

Was soll man machen, man wird als ALG II eigentlich nur noch so mitgeschliffen, ohne konstruktive Hilfe. Im Moment resigniere ich nur noch, bin in so einem totalen Tief. ich hoffe, das legt sich bald wieder. Habe ich in letzter Zeit öfters. ich bitte dies zu entschuldigen, wenn ich hier oder da etwas unrealistisch bin. Ich bin emotional sehr geladen.

Gruß
Anna

Gleichbleibender Level ist alles was über Helfertätigkeiten liegt.

Nun ja das mit ARGE und Weiterbildung kann ich sehr gut nachvollziehen.Geht mir genauso.
Für alles sinnlose Zeug ist Geld da aber für was sinnvolles nicht.
Zur Not mal versuchen den Bildungsgutschein per SG durchzudrücken.

Alternative wäre auch eine Weiterbildung zur Fachwirtin.
In dem Fall könntest du alles über das Meister BAFÖG laufen lassen und du wärst auch erst mal von der ARGE weg.
Musst du dich mal bei deiner IHK schlau machen.
 

tobylein

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Ich habe gerade mal mir dieses Thema durchgelesen, ich sehe da sehr große Parallelen zu mir.

Ich bekomme gerade ALG 1 und aufstockendes ALG 2, für meine Betreuung ist die Arge zuständig.
Anfänglich bekam ich nur ALG 2 mit 30 % Kürzung, das lag daran dass mein ehemaliger Arbeitgeber mich bei der Agentur für Arbeit diffamiert hat. Dies konnte ich aber durch 5 Arbeitsgerichtsprozessen und stichhaltigen Beweisen der Agentur für Arbeit darstellen und die Sperre und die Kürzung wurden zurück gezogen (vergingen 6 Monate!). Aus diesem Grund durfte ich dann gleich zum Anfang eine 6-monatige Maßnahme antreten.

Jetzt nach der Maßnahme, will mein SB von mir, dass ich mich jetzt nur als Produktionshelfer bewerben soll, darin sieht er meine Zukunft (ich bin seit Februar Arbeitslos!). Ich selber habe 2 Facharbeiterabschlüsse und könnte mich in ähnlichen Bereichen ungelernt bewerben. Nein, es soll der Produktionshelfer bei den Sklavenbuden sein.
Wärend der Maßnahme hatte ich ja genug Zeit mich für berufliche Alternativen zu erkundigen und bin in vieler Weise fündig geworden und sah darin eine echte Chance mich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Arbeit zu bringen. Nach einen einstündigen Gespräch mit meinen SB über das Thema wurde er dann schon ein bisschen agressiv und blieb stur auf seine "Du machst Karriere als Produktionshelfer".

Ich selber bestimme meine Eigenbemühungen so wie ich will, es steht in der EGV auch nichts vom Produktionshelfer. Ich muss mich auch darum nicht bemühen, weil ich in den letzten 14-Tagen 17 Sklaventreiber-Vermittlungsvorschläge bekam. Ich weiß auch wann die Vermittlungsvorschläge kommen, auf den Tag genau, denn 2 Tage vorher klingelt mein Telefon sturm, mit völlig unbekannten Nummern, dann weiß ich, es kommt ein dicker Umschlag mit der Post. Ich selber gehe nicht ans Telefon oder rufe da zurück, weil ich genau weiß was abgeht, ich habe so einiges an Beleidigungen erlebt, weil ich nicht nach deren Nase tanze und alle meine Daten am Telefon rausrücke, ich bin aber stets sehr freundlich und wohlwollend! Ich finde es eine Frechheit, dass die Arge die Daten schon Tage vorher denen mitteilt ohne dass ich was in der Hand habe, um was es sich handelt. Ich sehe es als Taktik, dass der anvisierte Sklave weichgekocht wird!

Jetzt kommt der Knüller... Die Arge hat mir ein VV für eine Stelle geschickt, wo ich täglich 150 km fahren muss mit dem eigenen PKW, Produktionshelfer, 3-Schicht, Sklavenbude. Ich habe mal eine grobe Rechnung gemacht:
Std.-Lohn max. 7,50 EUR, 151 Std =1132 EUR + Schichtzulagen ca 1250 EUR brutto, ca 937 EUR netto, davon muss ich ca. 450 EUR Mobilitätskosten bestreiten, ohne KFZ-Steuer, Versicherung, Wertverlust und große Reparaturen. Geld zum Lebensunterhalt 487 EUR!!!! Auch wenn der Sklaventreiber den geringen Aufschlag an Fahrtkosten zu der Firma zahlt habe ich 600 EUR im Monat!

Anspruch auf ALG 2 hätte ich nicht, weil der Bruttoverdienst über 1200 EUR ist, daher kann man nicht mal aufstocken.

Wie ist es rechtlich, gilt das noch als zumutbar?

Ich finde es schlimm, dass man als Täter behandelt wird, wobei man eigentlich das Opfer in diesen System ist.

Naja, ich werde mich brav bei den Sklavenbuden zwangsbewerben und hoffe, dass ich mit meinen Eigenbemühungen was Richtiges finde.
 
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