Vorraussetzungen zur Erhöhung des GdB´s - reichen diese neue Diagnosen?? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

TOM_M

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Hallo,

ich habe wegen meinem Rücken und den Knieproblemen einen GdB von 40 bekommen.
Nun, viele Jahre später, kämpfe ich mit psychischen Problemen und bin seit 2013 in Behandlung.
War zwischenzeitlich schon 2x in Reha und wurde letzte Woche entlassen

Im Rehabericht bekomme ich dies bescheinigt:

F34.1 Dysthymia (war auch schon im letzten Rehabericht von 2014)
F33.1 Rezidivierende depressive Störung - mittelgradige Episode

Bekomme ich mit diesen Diagnosen meine GdB über die 50er Schwelle??
Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Amt für Soziales in dieser Sache?


DANKE für Eure Tipps
TOM
 
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Seepferdchen 2010

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Guten Tag TOM_M und :welcome:

Überlege Dir bitte eine aussagekräftigere Überschrift als wie GdB erhöhen

Am besten einen vollständigen Satz, verbunden mit einer Frage - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich dazu auf Forenregel 11. Du kannst deinen Beitrag insgesamt eine Stunde lang nach Erstellung bearbeiten, also jetzt noch gute 55 Minuten.

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als zwei Worten rein ...

Im Editor der Überschrift findest du zudem auch den Hinweis:

Themen-Überschrift, bitte den Themeninhalt (nicht zu) kurz beschreiben ...

Schau bitte in diesen Link,
hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

Überschriften (Thementitel) wenn ihr neue Themen erstellt

Ich bedanke mich für deine Mitarbeit und wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 
G

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Gast
Hallo Tom,

ich habe die gleichen beiden F-Diagnosen wie Du und deshalb seit vielen Jahren einen unbefristeten GdB von 40.

Da ich inzwischen auch orthopädische Probleme habe, versuche ich gerade einen höheren GdB zu bekommen.

Der Anwalt, dem ich den Vorgang übergeben habe (habe leider derzeit gesundheitsbedingt nicht die Nerven, mich selbst damit auseinander zu setzen), sagte mir, dass GdBs "eigentlich" nicht addiert werden.
Wenn man aber eine zweite Erkrankung mit einem GdB von über 20 hat und diese Kombination einen im täglichen Leben so stark einschränkt,
gäbe es wiederum doch Chancen auf einen GbB von 50.
Leider kann ich mich an die genaue Formulierung des Anwalts nicht mehr erinnern. Vielleicht wissen andere Forumsteilnehmer mehr dazu ...

Magst Du verraten, um welche Knieprobleme es bei Dir geht? Wie geschrieben, versuche ich gerade, für meine Gonarthrose auf 20 zu kommen.

Viele Grüße
Schlafmütze

Habe noch vergessen zu schreiben, dass es beim GdB nicht um die Diagnoseschlüssel geht, sondern um die Beschwerden/Einschränkungen, die Du dadurch im täglichen Leben hast. Deshalb auf jeden Fall dem Antrag einen gaaaanz ausführlichen "Jammerlappen" beifügen.
 

TOM_M

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Hi Schlafmütze,
ich habe als junger Mensch einen Job gelernt, bei dem man viel auf den Knien unterwegs war - oft auch noch
in der freien Natur und habe dadurch plötzlich Schmerzen und eine knacken bzw Knarren in den Knien verspürt.
Als ich dann noch ein Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich hatte, hat mein Arzt den Antrag ausgefüllt
und ich bekam relativ schnell den GdB mit 40
Nun würde ich gerne die 50 erreichen wollen - Kündigungsschutz und Urlaub bzw "früher in die Rente"
wären endlich mal ein Schritt raus aus den Qualen!!
Im Moment bin ich psychisch total abgebrannt.

Aber Dein GdB 40 für die gleichen Diagnosen + meine 40 für die physischen Problemen sollten genügen
(hoffe ich ganz fest)
Vergessen habe ich noch eine weitere Diagnose - man hat mir noch diese dazu gehängt:

F51.0 Schlafstörung


Vielleicht hat jemand sowas schon hinter sich und kann berichten!

DANKE für Eure Tipps
TOM
 
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Julian

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Also ehrlich gesagt - auch aus eigener Erfahrung würde ich sagen das reicht nicht. Depressionen kann man erfolgreich mit Medikamenten behandeln, und Schlafstörungen, naja, laut Focus haben 80 % der Deutschen gelegentlich oder regelmässig Schlafstörungen.
Es kommt m.E. auch nicht so sehr auf die Diagnose an, sondern es wird geprüft in wie weit die Krankheit/Krankheiten das normale alltägliche Leben beeinträchtigen, also z.B. die Selbstversorgung, die Mobilität, die Teilhabe an Arbeit und sozialen Beziehungen.
 

Kerstin_K

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Depressionen kann man erfolgreich mit Medikamenten behandeln, und Schlafstörungen, naja, laut Focus haben 80 % der Deutschen gelegentlich oder regelmässig Schlafstörungen.
Nicht immer lassen sic Depressopnen medika,emtös behandeln.

Und mit den Schlafstörungen, das muss man sicher im Einzelfall sehen. Schlafmangel kann erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben.
 

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Hallo TOM_M!

Bekomme ich mit diesen Diagnosen meine GdB über die 50er Schwelle??
Ohne besondere Anhaltspunkte, werden diese Diagnosen häufig mit 20 - 30 GdB "abgespeist". Die Werte addieren sich aber nicht, sondern ausschlaggebend ist die Beeinträchtigung der schwereren Störung bzw. das Gesamtbild.

Befunde werden m.W. aus den letzen zwei Jahren bewertet. Liegt da Material vor? Längere Krankmeldungen, Klinikauftenthalte, aktuelle Arztberichte? Was sagen deine Ärzte? Da das standardmäßig über Akteneinsicht beurteilt wird, müssen die schon ganz genau wissen, was sie schreiben sollen. Erfahrungsgemäß tun sie das nicht unbedingt ...

Gruß
 

TOM_M

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Befunde werden m.W. aus den letzen zwei Jahren bewertet. Liegt da Material vor? Längere Krankmeldungen, Klinikauftenthalte, aktuelle Arztberichte? Was sagen deine Ärzte? Da das standardmäßig über Akteneinsicht beurteilt wird, müssen die schon ganz genau wissen, was sie schreiben sollen. Erfahrungsgemäß tun sie das nicht unbedingt ...

Gruß
Ich war in den letzten 5 Jahren 2 mal zur Reha - die Rehaberichte sind ähnlich in den Diagnosen!
Ich bin seit 2013 in Behandlung beim "Nervenarzt" anfangs in regelmässigen Abständen und später
nur noch bei bedarf - besuche aktuell auch die Rehanachsorge!!
Auch "krank" kann ich nachweisen.
Für mich ist das der einzige Halt in meinem besch...... Leben! :cry:
 

TOM_M

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SO - habe nun über den VdK einen Verschlechterungsantrag gestellt.

F34.1 Dysthymia (war auch schon im letzten Rehabericht von 2014)
F33.1 Rezidivierende depressive Störung - mittelgradige Episode
F51.0 Schlafstörung

Diese Punkte habe ich angegeben und meinen Reha-Bericht dazu gelegt.
Bin nun mal gespannt, wie man darauf reagiert!!!
 

saurbier

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Hallo Tom_M,

Nun würde ich gerne die 50 erreichen wollen - Kündigungsschutz und Urlaub bzw "früher in die Rente"
Nun ja, für besseren Kündigungsschutz oder Sonderurlaub brauchst du aber nicht um die paar Punkte mehr zu kämpfen. Dazu reicht es aus bei der zuständigen AfA einen Gleichstellungsantrag zu stellen, denn damit wirst du einem GdB 50 gleich gestellt.

O.K. für eine frühere Verrentung ab 63 bzw. 64 bedarf es einem GdB 50, da reicht die Gleichstellung leider nicht. Nur dazu würde es ja auch reichen wenn man kurz vorher nochmals einen Versuch starten würde, sofern sich das nicht mit zunehmenden Alter und meist dann auch Beschwerden von selbst schon ergeben sollte.

Ich hab damals nach meiner letzten Reha auf Anraten der Reha-Ärztin einen Antrag beim Versorgungsamt gestellt und war selbst erstaunt wie schnell ich da meinen Ausweis mit entsprechendem GdB erhalten hatte.


Grüße saurbier
 

Kibini

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Hallo, TOM_M,

Hier meine Erfahrungen, vielleicht helfen sie dir weiter:

Ich habe vor ca. 9 Jahren einen GdB von 30 für eine Hauterkrankung bekommen und 2015 einen Antrag auf Überprüfung/Höherstufung gestellt.

Hinzugekommen waren zwei Bandscheibenvorfälle inkl. Fußheberparese (ohne OP) und eine chronisch rezidivierende Depression (mittelgradig). Ich habe alle Unterlagen eingeschickt, zusätzlich wurden noch Stellungnahmen der behandelnden Ärzte angefordert.

Ich bekam lediglich einen GdB von 40. Daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt und Akteneinsicht gefordert. Die Stellungnahmen meiner Ärzte waren ziemlich mager ausgefallen. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir gesundheitlich sehr schlecht und ich war so zornig über das Ergebnis.

Deshalb habe ich mich hingesetzt und auf drei Seiten beschrieben, wie die einzelnen Krankheitsbilder sich gegenseitig beeinflussen, verschlimmern und mein tägliches Leben negativ beeinflussen. Hier im Forum wird diese persönliche Einschätzung "Jammerlappen" genannt.

Vier Wochen später wurde mir ein unbefristeter GdB von 60 zuerkannt.

Mein Tipp: Stell dich lieber darauf ein, dass dein GdB vielleicht nicht erhöht wird und lege dann Widerspruch ein.

Ich drück dir die Daumen!

Liebe Grüße
 

liriel

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Hallo TOM_M,

wie du siehst, kann man wirklich sehr schwer eine Voraussage machen, wie hoch ein GdB eingeschätzt wird.
Trotz gleicher Diagnosen kann eine unterschiedliche Bewertung erfolgen.

Ich habe einen operierten Bandscheibenvorfall L5/S1 , dazu offiziell die Diagnosen Anpassungsstörung und mittelgradige, depressive Episode.
Hiefür habe ich einen GdB von 60 unbefristet bekommen..hätte ich nieee mit gerechnet!

Seit der Feststellung sind noch PTBS und Sozialphobie dazu gekommen,aber ich habe bis jetzt keinen Veschlimmerungsantrag gestellt.
Der GdB kann ja auch immer niedriger ausfallen:cautious:

Ich drücke die Daumen für dich!

LG
 

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für besseren Kündigungsschutz oder Sonderurlaub brauchst du aber nicht um die paar Punkte mehr zu kämpfen.
Der ist bei Gleichgestellten leider nicht drin.

Die Diagnosen alleine werden mit dem geringst möglichen GdB bewertet (hier wohl leider 20), wenn nicht eine genauere Beurteilung der Einschränkungen dazukommt. Ich würde mir genau anschauen, was die Ärzte da schreiben und noch einen "Jammerlappen" beilegen.
 

Steinzeit

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hallo tom,

wenn du erst zur reha warst, hattest du nicht die möglichkeit mit dem sozialdienst zu sprechen?

nomarlerweise wird das in der reha immer angeboten. die mitarbieter fühlen einem die unterlagen aus und so hat man wenig arbeit mit dem verschlechterungsantrag.

viel erfolg!
 

Kerstin_K

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:icon_lol::icon_lol::icon_lol: Bisher war jeder Antrag, der von einem Kliniksozialdienst, den ich gesehen habe, grottenfalsch ausgefüllt.
 
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