Vorleistung durch ELO für Bewerbungs-/Reisekosten

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Chosyma

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Moin,

da ich mich wie sicherlich viele gefragt habe, wieso ich von meinem mageren Regelsatz in Vorkasse für die ARGE gehen soll, habe ich mal eine Anfrage (siehe Anhang) gestartet.

Diese hatte ein längeres Gespräch mit der Teamleitung zur Folge. Weil die das möglichst schnell vom Tisch haben wollten, so mein Eindruck.:icon_twisted:

Angeblich habe ich keinen Rechtsanspruch auf schriftlichen Bescheid, vielleicht kann mir wer was dazu sagen? Stimmt das tatsächlich?

Wesentlich war für mich aber die bisher nur mündliche Aussage, dass das Gesetz keine Regelung vorsieht! Weder dass man vorleisten muss, noch dass dies nicht verlangt werden darf - also alles offen!(Dies soll ich irgendwie noch schriftlich bekommen- wird dann gepostet).

Daraus schließe ich, wenn ich sage Vorleistung ist nicht, weil ich kein Geld habe - dann ist nicht!

Wobei bei Beträgen unter 10 Euro so bis Mitte des Monats, wenn ich noch Geld habe, würde ich in Vorleistung treten. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die ARGE verpflichtet zeitnah, das heißt im selben Monat auszuzahlen.

Dies nicht um der ARGE einen Gefallen zu tun, sondern um bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung in welcher Sache auch immer, dem Richter meinen "guten Willen" bewiesen zu haben, im Rahmen des mir möglichen "mitzuspielen".

Vielleicht möchte ja der eine oder andere seiner Arge auch mal ein paar nette Fragen stellen?:biggrin:

LG Antje
 

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druide65

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Bisher hatte ich da bei meiner ARGE keine Probleme.
Wenn ich für z.B Vorstellungsgespräche vorab Bargeld brauchte ging das Ruck Zuck über die Bühne.

Keine Vorleistung....Keine Gespräche.
Ich hatte mal vor einiger Zeit den Einwand gebracht das dies nicht im RS drin ist.
Ab da an lief es....
 

PandorasBox

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Danke Chosyma. Ich stelle mir im Grunde genommen die selben Fragen.

Denn, vorgestern war ich im Amt und habe einen formlosen Antrag auf Reisekosten zu einem Vorstellungsgespräch und Bewerbungsunterlagen für eine Bewerbung gestellt.
Ich hatte bis dahin keine Eingliederungsvereinbarung.
Der FM hat sich meinen Antrag angeschaut und sich sofort an seinem Pc zu schaffen gemacht und mir erklärt, dass nur solche Kosten erstattet werden, wenn ich die von Ihm jetzt sofort fertig gemachte EGV unterschreibe.
Nach einigem Hin und Her, wobei ich ihm klargemacht habe, dass ich so ein Ding keinesfalls sofort unterschreiben werde, da das Vorstellungsgespräch schon einen Tag später stattfinden sollte, hat er seine Teamleiterin herangeholt.
Auch sie meinte, dass nur wenn ich mit ihnen diese Vereinbarung treffen würde ich diese Kosten ersetzt bekommen werde. Sie meinte aber, dass er die EGV ausdrucken solle und ich sie aber zum prüfen mit nach Hause nehmen kann und unterschrieben am Freitag (also morgen) wiederbringen solle.

Auch ich frage mich, ob solche Aussagen vom FM und seiner Teamleiterin der Wahrheit entsprechen und wenn ja, auf welcher Grundlage das basiert. Ich meine, die können mir viel erzählen, aber glauben muss ich nichts sofort.

Wenn mir dabei jemand helfen kann, wäre das super. Denn ich wüsste nicht, dass eine EGV notwendig ist um solche Kosten erstattet zu bekommen.

Wenn ich ein extra Thema aufmachen soll, gebt mir bitte Bescheid.

Lg PB
 
E

ExitUser

Gast
Angeblich habe ich keinen Rechtsanspruch auf schriftlichen Bescheid, vielleicht kann mir wer was dazu sagen? Stimmt das tatsächlich?
So wie es aussieht, hast du doch gar keinen konkreten Antrag gestellt, sondern nur Auskunft über bestimmte Sachverhalte verlangt. Einen Bescheid (Verwaltungsakt) muß die Behörde erst nach einer konkreten Antragstellung erlassen, beispielsweise nachdem du einen Vorschuß für die Bewerbungskosten beantragt hast. Dann hättest du auch Anspruch auf eine schriftliche Fassung dieser Entscheidung.

Hier geht es meiner Ansicht nach erstmal um eine allgemeine Auskunft, und ich zweifle, daß die Behörde diese unbedingt schriftlich erteilen muß.
 
E

ExitUser

Gast
Chosyma, du hast einen Antrag an die Leistungsstelle gestellt und darüber muss es m.E. auch einen Bescheid geben. Auch wenn es nur ein Antrag auf Auskunft ist, so bleibt es doch ein Antrag.

Ansonsten nochmals gezielt auf: §15 SGB I Absatz 3 verweisen.
 
E

ExitUser

Gast
Denn, vorgestern war ich im Amt und habe einen formlosen Antrag auf Reisekosten zu einem Vorstellungsgespräch und Bewerbungsunterlagen für eine Bewerbung gestellt.
Ich hatte bis dahin keine Eingliederungsvereinbarung.
Der FM hat sich meinen Antrag angeschaut und sich sofort an seinem Pc zu schaffen gemacht und mir erklärt, dass nur solche Kosten erstattet werden, wenn ich die von Ihm jetzt sofort fertig gemachte EGV unterschreibe.
Nicht richtig. Bewerbungs- und Reisekosten können zwar im Zusammenhang mit einer EGV geregelt werden, können aber auch separat bewilligt werden (Leistungen aus dem Vermittlungsbudget).

Hoffentlich hast du den Antrag schriftlich gestellt und gegen Empfangsbestätigung abgegeben. Haken bei der Sache ist allerdings: du mußt für eine Kostenerstattung diese Leistung vor der Entstehung der entsprechenden Aufwendungen zumindest beantragt haben. Für vor der Antragstellung entstandene Aufwendungen wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach nichts bekommen.
 
E

ExitUser

Gast
Das ist ja nichts anderes als Erpressung. Die Frage ist dann, wie man seine Chancen auf eine Stelle einschätzt und ob es sich lohnt, das Geld vorzustrecken und dann gerichtlich gegen die Ablehnung der Kosten vorzugehen.

Ich bin es derzeit so satt, dass ich vermutlich das Vorstellungsgespräch sausen lassen würde, wenn es nicht eine große Chance auf einen Traumberuf bieten würde.
 

PandorasBox

Elo-User*in
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Danke für Deine Antwort. rst920.

Der FM hat durchblicken lassen, dass er mir die Kosten nicht erstattet, wenn ich die EGV nicht unterschreibe. (Ich habe die Stelle ohne irgendwelche EGV-Kagge gefunden und mich beworben) Ich habe den Antrag vor fertigmachen der Bewerbung und vor Fahrtantritt gestellt, also müsste dann auch dementsprechend ohne EGV aus dem Vermittlungsbudget erstattet werden. "Kann können, seperat" ist dann eine willkürliche Entscheidung des FM nehme ich an, wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse. Der hat mich eh auf den Kieker (weil ich nicht das mache was er will), also muss ich mich erst wieder auf schwierige und lange Briefhinundherschreiberei einstellen:icon_dampf:
Ich geb alles gegen Empfangsbestätigung ab und auch wie in diesem Fall vor Eintritt der Aufwendungen.

Im Vorstellungsgespräch wurde vereinbart mit dem potentiellen AG, dass ich dort ab Montag probearbeiten kann und wenn ich mich dann eingearbeitet habe, werde ich unbefristet Vollzeit eingestellt.
Aber ich will nicht einfach nur wegen so ner Sache ne EGV unterschreiben... Wenn es sein sollte, dass ich mich bewährt habe und eingestellt bin, brauch ich selbst sicherlich nicht mehr Hartz IV, und da ist die EGV dann auch schon wieder hinfällig...
 

morgan

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also bei meinem freund wurde auf anfrage sofort bargeld mitgegeben, im voraus! gab zwar noch einige rückfragen vom teamleiter, der sich etwas geziert hatte, aber nachdem mein freund dann sagte: es ist doch in ihrem interesse, dass ich so schnell wie möglich arbeit finde, und ohne vorleistung kann ich nicht zum vorstellungsgespräch kommen.
dann gings ^^
OHNE EGV
 
E

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Gast
Ich musste die Kosten vorstrecken und habe sie ohne wenn und aber erstattet bekommen. Auch ohne EGV. Allerdings hätte ich nicht zum Vorstellungsgespräch gekonnt, wenn ich kein Geld mehr auf dem Konto gehabt hätte.
 

Kleiner Muck

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Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Bewerbungskosten. Siehe § 16 Abs. 1 SGB II und SGB III § 45 sind nur kann Leistungen. Also bevor man eine Bewerbung wegschickt einen Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget gem. § 16 SGB II stellen. Wird dieser abgelehnt braucht man sich auch nicht zu bewerben. Eventuell ein Rechtsstreit vor Gericht, es gibt soweit mir bekannt ist aber keinen Urteile dazu. Die ARGE zieht eine Kürzung zurück. So war es zumindest bei mir, seitdem ist Ruhe.
 

hartzist

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Hallo Chosyma, genau so ein Posting suche ich seit Tagen, darum hab´ ich mich auch heute registriert. Ich soll am 21.06. zum "Jobcenter" 30 km nach Kiel fahren (wg. "über Ihr Bewerbungsangebot bzw. berufliche Situation sprech bla bla - Projekt 50plus K.E.R.N.-ig wir bündeln kräfte"), obwohl ich in Neumünster 20 min. zufuß zu meinem Hartzamt gehen konnte. Jetzt werd´ ich gleich nächste woche zum DSL NMS gehen & die Tresentanten wg. Vorschuß Fahrkosten fragen - bei den Benzinpreisen! Meine Erfahrungen kommen anschl. als posting hier rein. Zum Glück nehm´ ich nach Kiel einen versierten Begleiter mit & ich denk wir könnten da mal ein bischen frech sein!

wu:icon_motz:
 
E

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@harzist

Du kannst zwar auch für Fahrten zur Arbeitsagentur oder zum Jobcenter zwecks Erfüllung der Meldepflicht eine Reisekostenerstattung verlangen. Das ist aber formal etwas anderes als die Erstattung für Bewerbungskosten und Fahrten zu Vorstellungsgesprächen bei einem Arbeitgeber, um die es hier bislang ging. In beiden Fällen wird zwar Geld gezahlt, es sind aber unterschiedliche "Fördertöpfe":

1. Fahrten zu Meldeterminen bei Arbeitsagentur/Jobcenter --> Erstattung nach § 309 Abs. 4 SGB III

2. Fahrten zu Vorstellungsgesprächen --> Erstattung nach § 45 SGB III (Vermittlungsbudget)

Beides sind Kann-Leistungen nach Ermessen. Wenn du kein Geld dafür hast, muß die Arbeitsagentur das aber letztlich übernehmen. Langwierige Bedürftigkeitsprüfungen sind nicht vorgesehen.
 

Zeitlos

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Moin,

da ich mich wie sicherlich viele gefragt habe, wieso ich von meinem mageren Regelsatz in Vorkasse für die ARGE gehen soll, habe ich mal eine Anfrage (siehe Anhang) gestartet.

Diese hatte ein längeres Gespräch mit der Teamleitung zur Folge. Weil die das möglichst schnell vom Tisch haben wollten, so mein Eindruck.:icon_twisted:

Angeblich habe ich keinen Rechtsanspruch auf schriftlichen Bescheid, vielleicht kann mir wer was dazu sagen? Stimmt das tatsächlich?

Wesentlich war für mich aber die bisher nur mündliche Aussage, dass das Gesetz keine Regelung vorsieht! Weder dass man vorleisten muss, noch dass dies nicht verlangt werden darf - also alles offen!(Dies soll ich irgendwie noch schriftlich bekommen- wird dann gepostet).

Daraus schließe ich, wenn ich sage Vorleistung ist nicht, weil ich kein Geld habe - dann ist nicht!

Wobei bei Beträgen unter 10 Euro so bis Mitte des Monats, wenn ich noch Geld habe, würde ich in Vorleistung treten. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die ARGE verpflichtet zeitnah, das heißt im selben Monat auszuzahlen.

Dies nicht um der ARGE einen Gefallen zu tun, sondern um bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung in welcher Sache auch immer, dem Richter meinen "guten Willen" bewiesen zu haben, im Rahmen des mir möglichen "mitzuspielen".

Vielleicht möchte ja der eine oder andere seiner Arge auch mal ein paar nette Fragen stellen?:biggrin:

LG Antje
Vielleicht hat das damit zu tun. dass Du verpflichtet bist, Deinen Hilfebedarf zu senken?
Warum soll der Transferzahler für Dich in Vorleistung gehen?
Nachdenken schadet nicht.
 

hartzist

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@harzist

Du kannst zwar auch für Fahrten zur Arbeitsagentur oder zum Jobcenter zwecks Erfüllung der Meldepflicht eine Reisekostenerstattung verlangen. Das ist aber formal etwas anderes als die Erstattung für Bewerbungskosten und Fahrten zu Vorstellungsgesprächen bei einem Arbeitgeber, um die es hier bislang ging. In beiden Fällen wird zwar Geld gezahlt, es sind aber unterschiedliche "Fördertöpfe":

1. Fahrten zu Meldeterminen bei Arbeitsagentur/Jobcenter --> Erstattung nach § 309 Abs. 4 SGB III

2. Fahrten zu Vorstellungsgesprächen --> Erstattung nach § 45 SGB III (Vermittlungsbudget)

Beides sind Kann-Leistungen nach Ermessen. Wenn du kein Geld dafür hast, muß die Arbeitsagentur das aber letztlich übernehmen. Langwierige Bedürftigkeitsprüfungen sind nicht vorgesehen.

Danke für die Paragrafen Nennung gurkenaugust - den hab´ ich gleich gedruckt & kann dann morgen in einem Formlosen Antrag auf Fahrkostenvorschuß zusammen mit der Einladungskopie im hiesigen Hartzamt vorlegen!
weiterhin frohe Restpfingsten
wu
 

Smiley32

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Diesen Antrag gab ich am 19. Dezember ab.

Heute Post vom Geschäftsführer! Meine Betreuerin (für mich nur ne SB) ging mit meinem Antrag gleich zum Geschäftsführer!
Ob ich die Dame zur Verzweiflung treibe? :icon_party:
Der Geschäftsführer würde das gerne in einem persönlichen Gespräch bereden...

Ich hätte gern was schriftliches!
Wobei so ein Gespräch, mit Beistand, und mit dem Geschäftsführer sicher mal interessant sein könnte.
 

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ExitUser

Gast
solang in der EGV oder VA nicht drin steht das man sich ausschliesslich schriftlich zu bewerben hat
kann man keine vorrausleistung vom JC verlangen

solang man nur eine gewisse anzahl nachweisen muss
steht ihm diverse mittel zur verfügung die keine kosten verursachen

die währen
offentliche einrichtungen um das internet zu nutzen um stellengesuche bewerbungen per mail zu tätigen
füssläufige bewerbungen also prich im nahgebiet auch möglich
schwirig nur das nachzu weisen ^^

fahrtkosten zu vorstellungsgesprächen werden in der egel vorrausgeleistet durch die behörde wenn man frühzeitig den antrag gestellt hat
das kann man auch verlangen
problem dabei
wenn man eingeladen wird zum gespräch dann sind es meistens termiene die zeitnah sind also sprich 3 tage nach kenntniss davon
und so schnell hat die behörde kein antrag bearbeitet+ ausgezahlt
ausser man wartet stundenlang im JC und verlangt eine barzahlung

der trick ist das die behörden in den EGVs/VAs ganz selten einen vorrschreiben wie man sich zu bewerben hat
da es keine gestzliche grundlage dazu gibt
sitzten wir in einer grauzone vom sytem

ausser man kann nachweisen das man
A kein tele und internet hat
B fussläufig keine firmen in der nähe zu erreichen sind
C keine offentliche einrichtungen nutzen kann da sie kein offentliches tele oder internet zur verfügung stellen
oder die JCs soweit weg sind das man sie nur mit fahrzeugen erreichen kann und diese kosten verursachen (fahrtkosten)

dann ist man gezwungen bewerbungen per schriftform zu tätigen
auch der spruch von diversen richtern
man könnte das internet von freunden und bekannten nutzen da die meisten ja eine flat haben
könnte man auch bewerbungen tättigen
wurde auch schon in diversen beschlüssen vom SG niedergeschrieben

also man sieht vorleistung der kosten durch den elo ist eine grauzone im sytem
und solang die politik das nicht gesetzlich festlegt
wird man diese kosten vorrausleisten müssen
 

blinky

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Unntätigkeitsklage wirste nicht durchkommen. Das geht nur bei Verwaltungsakten. Auskuft ist aber Verwaltungshandeln. Vielleicht solltest Du prüfen ob deine Anfrage nicht unter Informationsfreiheitsgesetz fällt. Schließlich nehmen die Jobcenter Aufgaben des Bundes war und dazu gehört ja schließlich auch Leistungen zur Eingliederung. So meine Idee

Moin,

da ich mich wie sicherlich viele gefragt habe, wieso ich von meinem mageren Regelsatz in Vorkasse für die ARGE gehen soll, habe ich mal eine Anfrage (siehe Anhang) gestartet.

Diese hatte ein längeres Gespräch mit der Teamleitung zur Folge. Weil die das möglichst schnell vom Tisch haben wollten, so mein Eindruck.:icon_twisted:

Angeblich habe ich keinen Rechtsanspruch auf schriftlichen Bescheid, vielleicht kann mir wer was dazu sagen? Stimmt das tatsächlich?

Wesentlich war für mich aber die bisher nur mündliche Aussage, dass das Gesetz keine Regelung vorsieht! Weder dass man vorleisten muss, noch dass dies nicht verlangt werden darf - also alles offen!(Dies soll ich irgendwie noch schriftlich bekommen- wird dann gepostet).

Daraus schließe ich, wenn ich sage Vorleistung ist nicht, weil ich kein Geld habe - dann ist nicht!

Wobei bei Beträgen unter 10 Euro so bis Mitte des Monats, wenn ich noch Geld habe, würde ich in Vorleistung treten. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die ARGE verpflichtet zeitnah, das heißt im selben Monat auszuzahlen.

Dies nicht um der ARGE einen Gefallen zu tun, sondern um bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung in welcher Sache auch immer, dem Richter meinen "guten Willen" bewiesen zu haben, im Rahmen des mir möglichen "mitzuspielen".

Vielleicht möchte ja der eine oder andere seiner Arge auch mal ein paar nette Fragen stellen?:biggrin:

LG Antje
 
G

gast_

Gast
Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Bewerbungskosten.
Siehe § 16 Abs. 1 SGB II und SGB III § 45 sind nur kann Leistungen.

Kann Leistung kann zur Muß-Leistung werden!

Also bevor man eine Bewerbung wegschickt einen Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget gem. § 16 SGB II stellen. Wird dieser abgelehnt braucht man sich auch nicht zu bewerben.

Richtig

Eventuell ein Rechtsstreit vor Gericht, es gibt soweit mir bekannt ist aber keinen Urteile dazu. Die ARGE zieht eine Kürzung zurück. So war es zumindest bei mir, seitdem ist Ruhe.
.
 

alvis123

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Hi...

..im Vorfeld meiner laufenden Klage gegen den Verwaltungsakt hatte ich einen angemessenen Vorschuss beantragt

siehe Post 6 (Anhang):
EGV-VA-Wie Widerspruch? Inhalte angreifbar oder Pauschal?

und auch "ausnahmsweise" bekommen.

Wenn meine jetzige Klage abgeschlossen ist, wird dieses Thema meine nächste "Baustelle". Dies habe ich dem Sozialrichter schon mitgeteilt.:biggrin:

Ich bin fast sicher, dass wir damit durchkommen.:icon_daumen:

MfG
 
G

gast_

Gast
Angeblich habe ich keinen Rechtsanspruch auf schriftlichen Bescheid,

Vielleicht hilft dir ja das hier weiter:
Verpflichtung zum schriftlichen und begründeten Bescheid


Wenn Ihre Sachbearbeiterin Ihnen irgend etwas zusichert, hat diese Zusicherung keine bindende Wirkung. Zusicherungen gelten nur bei schriftlichem Bescheid. “Eine von der zuständigen Behörde erteilte Zusage [...] bedarf der schriftlichen Form.” (§ 34 Abs. 1 SGB X)

Oft sind SachbearbeiterInnen nicht bereit, mündliche Ablehnungen schriftlich zu bestätigen. Aber dem Gesetz nach haben Sie Anspruch auf einen schriftlichen Bescheid:
Grundsätzlich kann der Bescheid einer Behörde (z.B. über die Ablehnung oder Gewährung einer bestimmten Hilfeleistung) schriftlich, mündlich oder auch in anderer Weise, etwa als Geldüberweisung, erfolgen. Ein mündlicher Bescheid des Amtes (z.B. „Sie erhalten die beantragte Waschmaschine“) ist schriftlich zu bestätigen, wenn dies Betroffene unverzüglich verlangen und hieran ein berechtigtes Interesse besteht (§ 33 Abs. 2 SGB X).

Ein berechtigtes Interesse wird regelmäßig dann angenommen, , wenn Sie prüfen wollen, ob der Verwaltungsakt korrekt ist ,wenn eine Hilfeleistung vom Amt abgelehnt wird und die Betroffenen dagegen Widerspruch einlegen wollen.

Unverzüglich bedeutet innerhalb von vier Wochen. Die Weigerung, einen schriftlichen Bescheid zu erteilen, stellt ein Dienstvergehen dar. (Sie können Ihrer Sachbearbeiterin mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde drohen. )

Ein schriftlicher Bescheid muss, auch wenn er über Computer gefertigt ist, für die Betroffenen verständlich sein (§ 33 Abs. 4 SGB X).

Auch ohne ausdrückliches Verlangen muss ein schriftlicher Bescheid des Amtes schriftlich begründet werden (§ 35 Abs. 4 SGB X).

Im Bescheid müssen die “wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Gründe” stehen, “die die Behörde zu ihrer Entscheidung bewogen haben.” (§35 Abs. 1 SGB X)

Er muss außerdem eine „Rechtsbehelfsbelehrung“ - wo kann ich in welchem Zeitraum Widerspruch dagegen einlegen - enthalten (§ 36 SGB X).

Bei so genannten Ermessensentscheidungen der Behörde, z.B. Kann-Bestimmungen im Gesetz, muss das Amt in der Begründung die speziellen Gesichtspunkte, die es im Einzelfall zu einer Entscheidung bewogen haben, darlegen.

Ausnahmsweise kann die Verwaltung auch von der Begründung eines Bescheides absehen, aber nur in Fällen, die im Sozialgesetzbuch klar umrissen sind (§ 35 Abs. 2 SGB X). Selbst in diesen Ausnahmefällen muss eine schriftliche Begründung nachgereicht werden, wenn dies die Betroffenen innerhalb eines Jahres verlangen (§ 35 Abs. 3 SGB X). Grundsätzlich gilt: Ein schriftlicher Bescheid ohne (hinreichende) schriftliche Begründung und Rechtsmittelbelehrung ist nicht bestandskräftig.

Also, konkreten Antrag stellen...
 

Arm2112

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Bei mir ist das wie folgt geregelt: laut EV erhalte ich als Fahrtkostenzuschuss zu einem Vorstellungsgespräch max. 130,00 Euro. Die Kostenübernahme muss aber unbedingt vorher schriftlich beantragt werden, was natürlich nicht immer möglich ist. Aber in der Regel geht das schon.
Für die Erstattung von Bewerbungskosten gilt ein Höchstbetrag von 260,00 Euro jährlich. Da ich ausschließlich E-Mail-Bewerbungen versende, fallen bei mir meist "nur" die Kosten für Schreibpapier (Ausdruck der Bewerbungen und Absagen als Nachweis) sowie ab und zu Portokosten an (Schriftverkehr mit Jobcenter etc.).
Wenn ich eine Einladung zu einem Termin bekomme, füllt meine Sachbearbeiterin immer eine interne Zahlungsanweisung aus, sodass ich nach dem Gespräch am Automaten die Erstattung bekomme. Wichtig ist nur die Vorlage des Personalausweises.
Das ändert aber nichts daran, dass das Jobcenter in puncto Vermittlung für mich nichts mehr tun kann. Binnen Jahresfrist erhalte ich gerade mal einen Vermittlungsvorschlag, der prompt zu einer Absage führt. Meist haben die möglichen Arbeitgeber schon abgesagt, bevor ich den Vorschlag in Händen halte. In der Jobbörse habe ich ja alle Daten griffbereit.
 

Vader

Super-Moderation
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Schade, dass der TE sich nicht mehr gemeldet hat. Das Problem scheint immer noch aktuell zu sein und Urteile stehen aus.
 
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