vorläufig, voller Bezug von ALG II bei Beginn der Selbständigkeit möglich? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

fream

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Hallo zusammen,

in meinem letzten Thread hier im Forum fragte ich, wie man am besten aus dem ALG II Empfang in die Selbständigkeit wechselt.

Das hat sich soweit bei mir fast alles geklärt, allerdings würde ich gerne nochmal von einem Fachmann hier folgende 2 Unklarheiten abgesegnet haben, bevor ich es in der Wirklichkeit umsetze:


Wenn ich zu Beginn meiner Selbständigkeit mittels EKS Blatt dem Jobcenter mitteile, dass meine voraussichtlichen, geschätzenden Umsätze bei 0 Euro liegen, da ich keine Glaskugel besitze um zuwissen wieviel Aufträge in Zukunft wieviel Geld erwirtschaften könnten. Ist es richtig, dass ich zum einen bis zum Ende meines momentanigen Bewilligungszeitraums (31.03.13) meine jetztiges ALG II Geld (800 €) in voller Höhe weiterhin zum Anfang des Monats erhalte? Und bei angenommen einem schlussendlichen Gewinn zum Ende des Bewillingsungszeitraums (31.03.13) von 10.000 € nicht mehr als die für den jeweilig Monaten erhaltene Leistung zurückzahlen muss?


Ich bitte kurz um Aufklärung eines Fachmanns, Vielen Dank!


beste Grüße


fream
 

Wolfshund

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Hallo,

ich kann Dir aus Erfahrung sagen, das es nicht so einfach ist, in der EKS einfach o als Einkommen anzugeben. Nicht jedes Jobcenter lässt sich darauf ein. Ich musste zum Beispiel in der vorausschauenden EKS ein geschätztes Einkommen und auch geschätzte Ausgaben angeben und der sich daraus ergebende Gewinn wird dann abzüglich der Freibeträge als Einkommen vorläufig angesetzt. Ich würde mich nie darauf einlassen o als Einkommen anzugeben, denn Du musst immer bedenken, das Du nach den 6 Monaten auchden eventuell monatlich zuviel erhaltenen Betrag x 6 nehmen musst und dann auch zurückzahlen musst und es gibt viele Jobcenter, die den betrag dann auch in einer Summe haben wollen.
 

Koelschejong

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Ein Umsatz von Null - warum machst Du Dich da selbstständig? Null Umsatz heißt, Du sitzest von morgens bis abends über 6 Monate rum und hast in der Zeit absolut nichts geleistet/verkauft, was immer Dein Gewerbe sein soll. Das wird Dir das JC nicht abnehmen, und ich denke mal zu Recht nicht abnehmen.

Sehr glaubhaft aber ist es, wenn man in den ersten 6 Monaten durchaus steigende Umsätze hat, aber eben der Gewinn noch auf sich warten lässt, weil man eben auch recht hohe Anfangskosten hat. Und wenn man nett ist, und dem SB gefallen möchte, ja dann schätzt man eben, dass man in den ersten 6 Monaten schon € 4-600 Gewinn macht. Das wäre dann auf jeden Fall anrechnungsfrei.

Und wenn gewisse Schildkröten meinen, sich die Hose mit der Kneifzange anziehen zu müssen, lass sie ruhig. Schildkröten mögen keine ALG II Bezieher, Selbstständige Aufstocker noch weniger und Ahnung von deren Belangen haben sie keine, wie sie in dutzenden von Beiträgen auf dem Gebiet deutlich zeigen.
 

fream

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okay, also wenn das doch so problamtisch vom Jobcenter behandelt wird, bin ich wohl gezwungen eine monatlich unterschiedliche Schätzung meines Gewinns von unter 100 € monatlich anzugeben.

Allerdings Koelschejung, sehe ich es dann richtig weiterhin vorläufig 800 € ALG II bis zum Ende meines Bewilligungszeitraums zu erhalten und nachträglich nicht mehr als die bereitserhaltenen 800 € monatlich zurückzahlen zu müssen?
 

Koelschejong

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Immer langsam mit den jungen Pferden. Schön langsam steigende gewinnkurve in der EKS macht sich gut, nach 6 Monaten sollte dann der geschätzt Gesamtgewinn irgendwo bei € 4-600 sein.

Zurückzahlen, nicht mehr als das, was Du an ALG II erhalten hast. Sei da mal nicht zu optimistisch, quasi aus dem Stand mit Selbstständigkeit eine völlige Deckung Deines Bedarfs zu erreichen, das wäre ziemlich sensationell. Wenn Du bereits im ersten Halbjahr etwas Gewinn machst, dann sehe ich selbst das als ausgesprochen gut an.
 

fream

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vielen Dank Koelschejong,


Jetzt weiß ich ja, was anzugeben ist. Und kann ohne Bedenken in die Selbständigkeit starten.

Hast du selber dieser Erfahrungen machen können oder bei anderen Leuten sehen können, oder woher kommt dein Wissen?
 

Koelschejong

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Ich habe mich aus dem ALG II Bezug heraus selbstständig gemacht und engagier mich heute besonders stark gerade für die aufstockenden Selbstständigen. Da ist eben bei den SB's das Unwissen noch deutlich größer als auf anderen Gebieten.
 

fream

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Kannst du mir bitte noch verraten ob es sinnvoll wäre, beim "Fragebogen zur steuerlichenerfassung" für das Finanzamt, bei geschätzenden Einahmen des Gewerbebetriebs sowie bei Gesamtjahresumsatz eine ähnliche Umsatzskurve bzw. Steigerung bis monatlich max. 100 € anzugeben wie bei dem vorläufigen EKS Blatt ans Jobcenter?

Oder könnte es dabei Probleme mit der Anmeldung meines Gewerbes geben, wenn die prognostizierten Einnahmen und Umsätze monatlich nicht 100 € übersteigen?
 

Koelschejong

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Gib da ruhig die gleichen Zahlen an, das Finanzamt will nur wissen, ob Du Gewinne anstrebst.
 

fream

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okay danke,

hast du zu dem eine Ahnung ob sich die Angabe des starts meiner Gewerbeanmeldung vom Erhalt der Steuer Nr. vom Finanzamt auswirkt?

Ich wollte nämlich den 01.11.2012 am nächsten Mittwoch (24.10.12) bei der Anmeldung beim Gewerbeamt angeben, allerdings so schnell es geht meine Steuer Nr. erhalten. Den ausgefüllten Fragebogen zur Steuerlichenerfassung wollt ich gleich schon mitbringen.
 

Koelschejong

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Steuernummer und Gewerbeanmeldung haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Wenn Du anmeldest, dann kommt das FA schon irgendwann und schickt Dir die Steuernummer. So kenne ich das.
 
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