Vorladung zwecks Vermittlung trotz Selbstständigkeit (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Struwwelliese

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Ich bekam heute eine relativ kurzfristige Vorladung (6 Tage vor Termin) von einer mir unbekannten Person im JC.
Ich soll einen ausgedruckten Lebenslauf und eine Gewinn- und Verlustliste der letzten 3 Monate mitbringen, die mir mein Steuerberater ausstellen könnte.

Und dann steht da "Wenn Sie ohne wichtigen Grund....WIRD (nicht KANN) ihr Geld um 10%...gekürzt" (ist das jetzt eine neue Formulierung??).

Was würdet Ihr machen?

Hier der Link zu meiner letzten EGV:
https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/102522-egv-selbststaendigkeit-bitte-um-pruefung.html

Gruß, Struwwelliese
 

DeppvomDienst

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Wozu?
Ist das für Dich mit zusätzlichen Kosten verbunden?
Dann weise das Jobcenter darauf hin, dass Du nicht gewillt bist, diese Extrawurst zu bezahlen, es sei denn, das Jobcenter übernimmt die Kosten, was vorher schriftlich zu vereinbaren ist.

Die EKS wird über einen Zeitraum von 6 Monaten ermittelt, wieso Du nun eine Aufstellung der letzten 3 Monate bringen sollst, entzieht sich meiner Kenntnis.
Vermutlich wollen die einfach nur nachsehen, wie sich die Umsätze/Gewinne entwickeln - und ggf. direkt darauf per Änderungsbescheid reagieren, was nicht zulässig wäre ( -> EKS 6 Monate ) bzw. nur mit entsprechender Begründung, der jedoch schon seitens der Gesetzgebung sehr enge Grenzen gesetzt sind.

Neuerdings vergeben sie wohl die Termine wieder so kurzfristig, wr hier auch der Fall, aus beruflichen Gründen konnte dieser Termin nicht wahrgenommen werden, bisher ist aber noch nichts passiert, ich erwarte den Anhörungsbogen in Kürze.

Wieso dann um 10% gekürzt WIRD, ist fraglich. Denn eigentlich folgt erst einmal ein Anhörung, zu der Du Dich äußern kannst, bevor eine Sanktion überhaupt in Kraft treten könnte. Hier soll wohl zusätzlicher Druck aufgebaut werden, nach dem Motto: "Auf die Knie, Sklave, oder wir nehmen Dir die Existenzsicherung weg."
 

JulieOcean

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Und dann steht da "Wenn Sie ohne wichtigen Grund....WIRD (nicht KANN) ihr Geld um 10%...gekürzt" (ist das jetzt eine neue Formulierung??).
Dieses Formulierung steht bei mir schon immer so drin. Sicher eine Art Drohgebärde.

Einmal habe ich einer SB einen Termin abgesagt, weil ich an diesem Tag gearbeitet habe. Zur Not hätte ich das anhand eines Datums auf einer Honorarrechung nachweisen können, bin aber nicht danach gefragt worden und kriegte einen neuen Termin. (Ist natürlich unsicher, ob das immer so reibungslos geht.)

Ich denke, den Gewinn/Verlust wollen sie sehen, um deine Einkünfte zu "kontrollieren". Wobei ich persönlich einen so kurzen Zeitraum nicht unbedingt aussagekräftig finde.

Anhand deines Lebenslaufes wollen sie sicher feststellen, was du so machst bzw. früher gemacht hast und das für eventuelle Vermittlungen verwenden. :icon_rolleyes: Das war bei mir mal ähnlich.

Nebenbei kommen bei mir die Termine auch immer ausgesprochen kurzfristig, der letzte kam einen (!) Tag vorm Termin bei mir an.
 
E

ExitUser

Gast
Du hast 4 Möglichkeiten:

1. Du kannst entweder aus beruflichen Gründen (Kundentermin) absagen und dies später schriftlich nachweisen anhand einer Rechnung z.B.

2. Kannst du hingehen

3. Hast du die Einladung nicht bekommen, wirst dann aber zeitnah eine neue bekommen.

4. Kannst du anfragen, welchen Sinn das haben soll, was dich aber von der Pflicht zum Termin zu gehen nicht enthebt.
 

DeppvomDienst

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ad 1)
Problematisch. Denn diese Daten darf er gar nicht weitergeben ohne Einverständnis des Kunden. Ebenso wenig würde ich einen Kunden fragen, ob er mir irgend einen Schriebs ausstellt, dass ich terminlich an dem Tag bei ihm/ihr war. Das wäre geschäftsschädigend.

Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wäre, wenn man z. B. die Fahrt zum Kunden nachweisen kann, z. B. durch ein personalisiertes Zugticket.

ad 2)
Wenn kein Kundentermin anliegt, wohl die praktikabelste und sinnvollste Lösung.

ad 3)
Dann kommt die nächste Einladung per gelben Brief... da ist letztlich nix gewonnen, nur Ärger zu erwarten.

ad 4)
Das sowieso... Denn der Sinn daraus erschließt sich mir persönlich nicht. Haben die den Lebenslauf nicht ohnehin schon vorliegen? Das ist doch eines der allerersten Dinge, die die haben wollen, wenn man den Erstantrag stellt.
 

gila

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Wie lautet der angegebene MELDEZWECK!!!

Schon der kann eventuell unrechtmäßig sein.
Bitte gib das an oder lade die Aufforderung hier hoch.

Wenn du deine Abrechnung halbjährlich vorlegst dürfte eine Aufforderung zwischendrin unrechtens sein - wie DvD ausgeführt hat.

Eine BWA durch den Steuerberater "mal eben zwischendurch" kostet Geld.
 
E

ExitUser

Gast
ad 1)
Problematisch. Denn diese Daten darf er gar nicht weitergeben ohne Einverständnis des Kunden. Ebenso wenig würde ich einen Kunden fragen, ob er mir irgend einen Schriebs ausstellt, dass ich terminlich an dem Tag bei ihm/ihr war. Das wäre geschäftsschädigend.

Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wäre, wenn man z. B. die Fahrt zum Kunden nachweisen kann, z. B. durch ein personalisiertes Zugticket.

ad 2)
Wenn kein Kundentermin anliegt, wohl die praktikabelste und sinnvollste Lösung.

ad 3)
Dann kommt die nächste Einladung per gelben Brief... da ist letztlich nix gewonnen, nur Ärger zu erwarten.

ad 4)
Das sowieso... Denn der Sinn daraus erschließt sich mir persönlich nicht. Haben die den Lebenslauf nicht ohnehin schon vorliegen? Das ist doch eines der allerersten Dinge, die die haben wollen, wenn man den Erstantrag stellt.
Na ja, meine vorgelegten Rechnungen sind eigentlich nur schwarz. Das Rechnungsdatum, mein Adressdaten und Firmendaten sind sichtbar. Weder die Tätigkeit, noch der Preis, die Dauer oder Kundendaten sind sichtbar. Das wurde bisher immer klaglos so akzeptiert.
 

Struwwelliese

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Meldezweck: "Ich möchte mit Ihnen über den Verlauf ihrer Selbstständigkeit sprechen" (sonst nichts).

Ich habe meine EKS noch nicht abgegeben, deshalb wollen die wohl die Gewinn-/Verlustrechnung (BZ endete 02/13).

Da ich (noch) keinen Steuerberater habe, werde ich zu dem Termin auch nichts mitnehmen. Und ich habe noch keinen Steuerberater, weil die mir dauernd Geld kürzen und ich überall, wo es geht, sparen muss. Das ist die Wahrheit.

Lebenslauf weiß ich nicht mehr, ob ich den mal abgegeben habe. Es war ja von Anfang an mit denen vereinbart, dass ich eine Selbstständigkeit aufbaue. Daran hat sich, was mich angeht, auch nichts geändert.
 

DeppvomDienst

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Der Meldezweck ist Standard, was anderes steht bei mir auch nie drin:
"Ich möchte mit Ihnen über Ihre Selbständigkeit sprechen." oder
"Ich möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen."

Die geben sich da auch keine Mühe, die wissen doch meist selbst nicht, was sie da eigentlich besprechen wollen. Das ist letztlich nur eine Pflichtveranstaltung, die sie halt abhaken müssen.
Meist natürlich kombiniert mit irgendwelchem rechtswidrigen Geschwurbel und dem Versuch, ob man nicht doch Lust hätte, die Tätigkeit aufzugeben, man würde dann ja supi supportet werden bezüglich der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt, z. B. mit Maßnahmen, MAE-Jobs oder Vermittlungsvorschlägen in prekäre Jobs.

Gut, wenn Du Deine abschließende EKS noch nicht abgegeben hast, ist gewissermaßen verständlich, wieso die die Unterlagen fordern.
Diese musst Du übrigens bis Ende April abgegeben haben (innerhalb 2 Monate nach Ablauf des Bewilligungsabschnittes, § 3 ALG-II-VO sei Dein Freund, da steht das drin).

Aber eben für 6 Monate und nicht 3 Monate und auch keine Gewinn- und Verlustrechnung - die du vermutlich ohnehin nicht machst, sondern eben das ausgefüllte Formular EKS (abschließende Angaben).
 

Struwwelliese

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Ja, ich weiß das mit den 2 Monaten - bis jetzt hab ich die EKS immer noch rechtzeitig abgegeben, die sollen sich mal beruhigen.
 

KarlApitalismus

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Ja, ich weiß das mit den 2 Monaten - bis jetzt hab ich die EKS immer noch rechtzeitig abgegeben, die sollen sich mal beruhigen.
:icon_twisted:

Bei mir hatte man das gleiche wie bei dir, allerdings für 12 Monate verlangt. Das war am Anfang meines Hatz4 Erfahrungszeitraums, und ich naiver gutgläubiger habe denen alles wie gefordert übergeben. Dann stellte sich heraus das der SB, ebenso wie der nachfolgende, absolut gar keinen Plan von ALGII + Selbstständigkeit / Betriebswirtschaft usw. hatte. bei der Vorlage der EKS: SB blättert hilflos in der EKS rum. SB O-Ton: "EKS? Hmmm. Und wieviel haben sie jetzt eingenommen?"

Heute würde ich es so machen:
Fax, darin steht das du von Gesetz her zu aEKS verpflichtet bist bis 2 Monate nach Ablauf Bew.zeitraum. Man möge dir schriftlich die gesetzliche Grundlage für deren davon abweichende Forderung geben.
 

gila

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Meldezweck: "Ich möchte mit Ihnen über den Verlauf ihrer Selbstständigkeit sprechen" (sonst nichts).

Ich habe meine EKS noch nicht abgegeben, deshalb wollen die wohl die Gewinn-/Verlustrechnung (BZ endete 02/13).

Da ich (noch) keinen Steuerberater habe, werde ich zu dem Termin auch nichts mitnehmen. Und ich habe noch keinen Steuerberater, weil die mir dauernd Geld kürzen und ich überall, wo es geht, sparen muss. Das ist die Wahrheit.

Lebenslauf weiß ich nicht mehr, ob ich den mal abgegeben habe. Es war ja von Anfang an mit denen vereinbart, dass ich eine Selbstständigkeit aufbaue. Daran hat sich, was mich angeht, auch nichts geändert.
[FONT=&quot]Die Meldezwecke sind in § 309 Abs. 2 SGB III abschließend aufgezählt. Da die Ziff. 4 und 5 jedoch ausnehmend weit gefasst sind, kommt der abschließenden Aufzählung keine nennenswert begrenzende Wirkung zu. § 309 Abs. 2 SGB III nennt als Zwecke:[/FONT]

  1. [FONT=&quot]die Berufsberatung (die Berufsberatung umfasst die Erteilung von Auskünften und Rat zur Berufswahl, zur beruflichen Entwicklung, zur Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie zur Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche)[/FONT]
  2. [FONT=&quot]die Vermittlung in Arbeit (die Arbeitsvermittlung umfasst Angebote von beruflichen Ausbildungsstellen oder Arbeitsplätzen, Bemühungen zur Beseitigung von Vermittlungshemmnissen, Eigenbemühungen des Arbeitsuchenden und den Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung)[/FONT]
  3. [FONT=&quot]die Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen (vgl. § 3 Abs. 4 SGB III),[/FONT]
  4. [FONT=&quot]die Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und[/FONT]
  5. [FONT=&quot]die Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch.[/FONT]
[FONT=&quot]Die genannten Meldezwecke können auch im Rahmen einer Gruppenin*formationsveranstaltung verfolgt werden (LSG Sachsen-Anhalt, Urteil v. 24.1.2002, L 2 AL 9/00; LSG Hamburg, Beschluss v. 13.2.2007, L 5 B 43/07 ER AS; 13jurisPK-SGB II/Wagner, § 59 Rn. 24).[/FONT]


Dies sind die Meldezwecke. "Mal eben zwischendurch was vorlegen" ist nicht - es sei denn, es wären, wie evtl. bei dir hier, "leistungsrelevante" Dinge zu besprechen.
Allerdings, je nach Entwicklung und bisherigem Gesprächsverlauf bei dir könnte dies als "Berufsberatung" getarnt sein :cool:
 

Amys

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"Das ist letztlich nur eine Pflichtveranstaltung, die sie halt abhaken müssen."

Ich sage nur: DAS ist die eigene Arbeitsplatzsicherungsmaßnahme! von den JC-Angestellten.
Wer so und so viele Termine und zig Kunden notwendigerweise betreut und nen Berg voll Arbeit hat, der ist doch soo wichtig, dass er nicht wegrationalisiert werden kann^^
 

DeppvomDienst

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Nene, das ist Teil des Konzeptes "Fordern und Fördern".
Die müssen Dich alle paar Monate vorladen, ob sie wollen oder nicht. Die können Dich zwar auch mal überspringen, aber beim nächsten Mal poppt der Name des Kunden auf dem Bildschirm wieder auf und sie müssen eine Einladung rausschicken, sonst gibts Ärger vom Teamleiter.

Dass die oftmals nicht wissen, was sie eigentlich besprechen sollen, ist auch klar. Meist gehts dann um irgendwelchen rechtswidrigen Kram, den sie durchsetzen wollen oder es werden eben irgendwelche sinnlosen Maßnahmen aufs Auge gedrücktm, eine neue EGV ausgedruckt oder mal kurz nachgefragt, ob denn eine Bewerbung Aussicht auf Erfolg hätte (als ob das nicht alleine daran ersichtlich wäre, dass man immer noch im Leistungsbezug steckt und sich nicht abgemeldet hat...).

Und natürlich um die Erreichbarkeit zu prüfen, Sanktionsmöglichkeiten auszuloten und dergleichen.

Natürlich ist es auch eine Art ABM. Eigentlich sollte man bei den Leuten, wo man weiß, dass es "läuft", diese Termine auch aussparen, weil sie eh keinen Sinn machen. Ich bin einmal pro Halbjahr im Jobcenter zum Termin vorgeladen und es ist immer wieder das selbe dämliche Geschwätz, ständige Prinzipienreiterei und ständiges Herumstreiten bezüglich meiner EKS, oftmals endete es dann mit rechtlichen Auseinandersetzungen, wovon nach x Monaten das Jobcenter einen Rückzieher machen musste.

Mit anderen Worten: Die hätten sich den ganzen Mist sparen können, mir dadurch viel Zeit und Ärger erspart, sich selbst Zeit und Ärger gespart und die freien Ressourcen sinnvoller verwenden können. Stattdessen wird ständig Zeit verbrannt und sich gegenseitig das Leben schwer gemacht. Dümmer gehts nimmer. Aber sie versuchen es immer wieder, weil sie einfach nicht merken, dass sie gegen eine Betonwand auflaufen. Andererseits... bei einem Großteil der Vorgeladenen kommen sie ja damit durch, würden die sich alle wehren, wäre das System längst unter der Last zusammengebrochen. Aber die meisten lassen es sich eben gefallen. Und das ist der springende Punkt
 

Struwwelliese

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Bin zu dem Termin mit Begleitung gegangen, habe einen neuen Fallmanager.
Hatte keinen Lebenslauf mitgenommen und ihm mitgeteilt, dass ich selbstständig bin, was er mir bestätigt hat.

Er wollte eine neue EGV machen (obwohl die alte noch bis Ende Mai geht), weil er jetzt neu für mich zuständig sei, meinte er. Hat rumgemotzt, weil ich sie nicht gleich unterschrieben, sondern mitgenommen habe - egal.

Die Gewinn- und Verlustrechnung hatte ich auch nicht dabei, weil ich eh meine EKS bis Ende April abgeben muss und keinen Steuerberater habe. Jetzt hat er in die EGV reingeschrieben, ich soll ihm die EKS (er will nur das Formular, nicht die Belege) kopieren und mit der EGV bis Ende April zuschicken. Muss ich das (steht auch in der EGV)?

Ich weiß noch nicht, ob ich überhaupt noch eine EGV unterschreibe, aber die ist m.M. nach besser als die alte (er hat den Satz rausgenommen: "ggf. Aufnahme einer Nebentätigkeit" und den Satz mit der Gewinn- und Verlustrechnung reingemacht - ansonsten sind die absolut gleichen Inhalts). Hier die alte: https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/102522-egv-selbststaendigkeit-bitte-um-pruefung.html

Wäre nett, wenn mal jmd. über die EGV lesen könnte.
 

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Amys

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Nene, das ist Teil des Konzeptes "Fordern und Fördern".
Die müssen Dich alle paar Monate vorladen, ob sie wollen oder nicht.
Ja, immer wenn sich was ändert oder man halt ne neue EGV unterschreiben soll. Das ist klar. Auch mal zur Kontrolle ob man abrufbereit im Ort ist. Finde ich auch nicht schlimm. 2 Termine im Jahr sind auch machbar. aber doch nicht jeden Monat hier und da mit dem und dem Kram, antanzen, dummes Zeugs quatschen und am Ende darf ich mir nen Lolli aus dem Süßigkeiten-Schrank nehmen als Nervennahrung und dabei war es nur Kaffeeklatsch mit gegenseitigem Bauchgekraule (zumindest beim Vermittler)...Da schaff ich mehr Umsatz wenn ich zu Hause bleibe, meine Lieferungen annehmen kann und wir alles per mail oder Telefon klären. Ich muss dahin um Unterlagen abzugeben..."vorbeikommen und Unterlagen mitbringen" dann wird mehr oder weniger Privatkram bequatscht (Urlaub vom SB und Outletbesuche, welche Marken die Frau trägt und welche Boss Hemden er mag)
Ich laufe immer zum JC weil ich zu geizig für ein Ticket bin und da die Bescheide immer so spät kommen oder, wie jetzt, nämlich gar nicht, lohnt sich auch für den laufenden Monat das Sozialticket nicht mehr.
Der aktuelle Bescheid über die 4,36 ist immernoch nicht da. Ich habe den nur beim Vermittler eingesehen...ist das ein Zufall oder hat man den extra nicht verschickt sondern in Ablage P gesteckt, damit ich nicht so schnell nen Widerspruch aufsetzen kann??

Ich habe auch mal Vermittlungsangebote bekommen: 400€ Basis, Teilzeit, befristet und solcher Art. Da habe ich den Absender des JC angerufen und gesagt, dass ich versuche mich selbstständig zu machen. Das war für ihn genug und okay. Der 2. hat meinen Vermittler angerufen, das war dann auch geklärt und ich musste mich nicht bewerben. Dann habe ich meinen Vvermittler in einem Gespräch darauf angesprochen, dass mich solche Angebote nur kurzfristig und nur teilweise aus dem Bezug holen würden und bei meinem Werdegang/Umsatzsteigerung ja eh der EGV widersprechen würde. Damit war das Thema dann erledigt und die nächsten Vorschläge wurden entsorgt. Und es gab keine Probleme.Und seit 2 Jahren bekomme ich auch solche Post nicht mehr.

"Aber die meisten lassen es sich eben gefallen. Und das ist der springende Punkt "
Leider leider leider...und das in Zeiten von FB und in denen tausende die Trennung von XY und XZ kommentieren können und man Fotos von seinem Futter austauscht.

(Nicht genug Einträge, daher so: wie zitiere ich jmdn. mehrere Male in einer Antwort?)
 
E

ExitUser

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..........
Ich laufe immer zum JC weil ich zu geizig für ein Ticket bin und da die Bescheide immer so spät kommen oder, wie jetzt, nämlich gar nicht, lohnt sich auch für den laufenden Monat das Sozialticket nicht mehr.......
Ich kaufe grundsätzlich nur 4er Sammelkarten- und rechne jede Fahrt in der EKS ab. Die freuen sich, wenn sie 60 Einzelfahrscheine in Kopie bekommen als Beleg für die Fahrkosten^^......danach werden sie nie wieder Belege für Fahrkosten anfordern.
 

gila

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Im Grunde ist diese EGV für die :icon_tonne: - weil WEDER ein "echtes" EINGLIEDERUNGS-Ziel aufgeführt ist, noch "echte" Leistungen des JC enthalten. Der SB hat in der Weiterbildung gepennt, denn diese EGV erfüllt kein einziges Kriterium der hauseigenen Geschäftsanweisungen.

Da hier explizit wohl aufgrund einer mangelnden Leistungsfähigkeit deinerseits auf wohlmeinende Aktivitäten schriftlich verzichtet wird, sähe ich nun zwar defakto keinen Grund, den Schmarrn zu unterschreiben (der würde seinerseits sicher auch keinen Grund sehen, hier einen VA draus zu stricken - auf WAS denn?) :icon_neutral: - andererseits hättest du hier "zugesichertermaßen" deine Ruhe :icon_twisted:

Sicherlich für so manchen hier eine "Traum-EGV".
Ich würde das Ding unterschreiben und gut ist.
 

DeppvomDienst

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Sehe ich genauso.
Da steht nix drin, also kann mans unterschreiben.

Allerdings.
Was ist denn dieses "Sie reichen mit die Gewinn- und Verlustauflistung bis zum 30.04.2013 ein."?

Wann lief denn der letzte Bewilligungsabschnit ab? Du bist verpflichtet bis zwei Monate nach Ablauf des Bewilligungsabschnittes die abschließende EKS einzureichen, ansonsten kann Dein Einkommen geschätzt werden. Von Gewinn- und Verlustauflistung steht da nix. Oder ist damit die abschließende EKS gemeint? Dann soll er es auch so schreiben - und sich dabei an die gesetzlichen Fristen halten.

Außerdem steht bei Dir drin, dass Du Dich "innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches" aufhalten sollst. Ist das mit Deiner Selbständigkeit zu vereinbaren?
Die zweite Frage wäre:
Ist dieses Passus für einen berufstätigen Menschen überhaupt rechtlich haltbar? Schließlich bist Du nicht arbeitslos oder arbeitssuchend.

Ich würde mir in jedem Falle aufnehmen lassen, dass eine berufliche Abwesenheit nicht extra abzustimmen ist. Gleiches gilt im Grunde auch für Urlaub, denn als arbeitender Mensch hast Du einen rechtlichen Anspruch auf Urlaub, auch wenn Dir das SGB dies vorenthalten oder zur KANN-Leistung umtitulieren möchte.
 

Struwwelliese

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Der letzte BZ lief im Februar ab, d.h. ich muss die EKS bis Ende April abgeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung hatte er mich aufgefordert, zu dem Besuch bei ihm mitzubringen, mit Vermerk, die könne mir mein Steuerberater ausstellen. Ich hatte ihm dann mitgeteilt, dass ich keinen habe und ansonsten die aEKS eh bald abgebe. Er meinte dann, ich soll ihm eine Kopie von der EKS schicken, woraufhin ich ihn gefragt habe, ob ich nicht einfach zur EKS einen Vermerk machen kann, dass der pAP Einblick in die EKS wünscht. Das paßte ihm aber nicht, ich soll ihm das extra einreichen.

Das mit dem Aufhalten im ortsnahen Bereich hat mich bisher noch nicht belastet, da ich i.d. Regel nur am Wochenende mehrtägige Veranstaltungen habe. Und da arbeiten die ja nicht - im Gegensatz zu mir!

Wurde denn schon mal jemand der Urlaub auf Antrag verwehrt?
 

DeppvomDienst

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Eine Gewinn- und Verlustrechnung nach steuerrechtlichen Kriterien halte ich für irrelevant, da das Sozialrecht vom Steuerrecht zum Teil erheblich abweicht. Für das Jobcenter relevant ist die abschließende EKS. Das Datum passt, die angeforderte Unterlage jedoch nicht. Eine Kopie der EKS kann er sich im Grunde auch aus der Leistungsakte ziehen, warum sollst Du das denn bezahlen? Andererseits, des Friedens halber, kann man so eine verhältnismäßige Kleinigkeit auch mal machen, es darf halt nur nicht zum Standard werden, dass man Unterlagen x-fach einreicht.

Was Urlaub angeht...
Bisher konnte ich mir noch keinen Urlaub erlauben, daher hab ich es auch noch nicht wirklich versucht, Urlaub zu beantragen. Ich halte jedoch alleine die Beantragung des Urlaubes beim Jobcenter schon für falsch, denn als Selbständiger obliegt es rein meiner Verantwortung, wann und in welcher Form ich mir Urlaub leisten kann oder nicht.
Klar mag es Einzelfälle geben, die dann halt an 300 Tagen im Jahr Urlaub machen, aber deswegen quasi alle wieder pauschal zu sanktionieren/kontrollieren?

Was anderes wäre es, wenn z. B. die Arbeitsvermittlung im Vordergrund steht und dann eben eine Anwesenheit ggf. auch kurzfristig wichtig wäre. Aber doch nicht bei Personen, die bereits auf dem Arbeitsmarkt tätig sind.
 
E

ExitUser

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Ich hatte es mal versucht Urlaub zu beantragen, dabei ging es jeweils nur um verlängerte Wochenenden. Das Ergebnis war jedes Mal, dass ich exakt zu den Tagen zum Job Center beordert wurde, wo ich eigentlich im Urlaub sein wollte.

Fazit: Das nächste Mal bin ich einfach gefahren und habe jemandem den Briefkastenschlüssel gegeben.
 

Struwwelliese

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Ich könnte die doch einfach in Kenntnis setzen, wenn ich in Urlaub fahre (evtl. mit Begründung, warum es nur zu der Zeit geht). Oder gibt das Probleme?
 

DeppvomDienst

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So habe ich es in einem Fall gemacht, wo ich beruflich 8 Tage am Stück unterwegs war. Wurde nicht beanstandet, aber es war eben auch beruflich und kein Urlaub. Ob das bei Urlaub auch funktioniert hätte, oder ob die dann natürlich innerhalb dieser Tage einen Termin versendet hätten, ist fraglich.
 

BibiBlocksberg2009

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Das ist defintiv die erste EGV meines Lebens, in der ich zu lesen bekomme, dass das Jobcenter Rücksicht auf die aktuelle Arbeitsmarktlage nimmt.
Also: Die Lage ist besch...... (weil es keine passenden Arbeitsplätze gibt), aber dafür kann der Kunde nichts.
Folglich darf er weiter selbstständig arbeiten.

WOW! :icon_eek:

Ich bin wirklich beeindruckt! :icon_smile:
 
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