Vorladung zum SG absagen

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Guten Tag!

Folgendes Problem: habe seit 1 1/2 Jahren Klage gegen das JC laufen und werden dabei anwaltlich vertreten.

Vor zwei Wochen habe ich nun eine Ladung des SG erhalten, bei dem nun endlich verhandelt werden soll und es hoffentlich zu einer Entscheidung kommt.

Allerdings habe ich nun das Problem, dass ich nicht zum Gericht hinkomme, da ich selber kein Auto habe und mir eines geliehen hätte. Jetzt sagte mir derjenige ab, dass er sein Auto nicht solange verleihen kann, bis ich vom Termin zurückkomme. Auch andere, die ich gefragt habe, wollen oder können mir ihr Fahrzeug nicht für eine solche längere Fahrt (rund 65 km einfach) oder längere Zeit leihen.
Öffentliche Verkehrsmittel sind kaum möglich, da wir bei uns keinen Bahnhof haben und zum nächsten eine ganz schlechte Verkehrsanbindung haben.
Dazu kommt, dass mich diese fahrt dann mindestens 25,- € für die Hinfahrt kosten würde, die das Gericht aber im Voraus nicht zahlen will und ich habe dieses Geld nicht. Der Versuch, jemanden anzupumpen klappt nicht, da die Rückzahlungen immer solange dauern. Zudem will man mir nur die einfache Fahrt erstatten.
Somit habe ich dem SG diesen Sachverhalt so mitgeteilt!
Was passiert nun? Fällt der Prozess aus oder wird am Montag trotzdem verhandelt, aber halt ohne mich! Hat meine Absage nun negative Konsequenzen für den Verfahrensausgang?
Kann hierzu jemand etwas sagen oder hat sogar schon Erfahrungen mit einer Terminabsage gemacht?
 

Fritz Fleißig

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Du gibst an, daß du anwaltlich vertreten wirst. Dann wird doch wohl dein Anwalt an der Verhandlung teilnehmen und deine Interessen vertreten.

Ist vom Gericht in der Ladung dein persönliches Erscheinen angeordnet worden?
 
E

ExitUser

Gast
Was passiert nun?
Wenn das Gericht Deine Anwesenheit fordert u. die anwaltliche Vetretung, aus welchem Grund auch immer, nicht für ausreichend hält, wirst Du leider antreten müssen.

Ich vermute, daß alle von Dir vorgebrachten Hinderungsgründe beim SG keine Beachtung finden werden.
Einzige Möglichkeit wäre eine kurzfristige, schwere Erkrankung. Nur muß man damit rechnen, daß die dann einfach einen neuen Termin ansetzen.
 
D

DuliebesBißchen

Gast
§ 5
Fahrtkostenersatz


(1) Bei Benutzung von öffentlichen, regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln werden die tatsächlich entstandenen Auslagen bis zur Höhe der entsprechenden Kosten für die Benutzung der ersten Wagenklasse der Bahn einschließlich der Auslagen für Platzreservierung und Beförderung des notwendigen Gepäcks ersetzt...
...
(3) Höhere als die in Absatz 1 oder Absatz 2 bezeichneten Fahrtkosten werden ersetzt, soweit dadurch Mehrbeträge an Vergütung oder Entschädigung erspart werden oder höhere Fahrtkosten wegen besonderer Umstände notwendig sind.

Würde bei angeordneter Vorladung, nach meiner Meinung, für ein Taxi sprechen.
 

Heinze

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Einzige Möglichkeit wäre eine kurzfristige, schwere Erkrankung.
bei manchen Richtern muss man schon auf dem OP-Tisch liegen, um da nicht hin zu müssen,

teilw. reicht ein Attest vom Arzt, aber das kann auch Ärger geben, kommt immer auf den jew. Richter an
 

gismo41

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§ 5
Fahrtkostenersatz


(1) Bei Benutzung von öffentlichen, regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln werden die tatsächlich entstandenen Auslagen bis zur Höhe der entsprechenden Kosten für die Benutzung der ersten Wagenklasse der Bahn einschließlich der Auslagen für Platzreservierung und Beförderung des notwendigen Gepäcks ersetzt...
...
(3) Höhere als die in Absatz 1 oder Absatz 2 bezeichneten Fahrtkosten werden ersetzt, soweit dadurch Mehrbeträge an Vergütung oder Entschädigung erspart werden oder höhere Fahrtkosten wegen besonderer Umstände notwendig sind.

Würde bei angeordneter Vorladung, nach meiner Meinung, für ein Taxi sprechen.

Sagt mal hast du nicht gelesen , das der Betroffene das Geld nicht für die Beförderung hat?
Weißt du was ein Taxi 65 km dahin kostet ? Willst du ihn das Geld geben ?
Den dummen Spruch hättest du dir sparen können!

:icon_eek:​
 
E

ExitUser

Gast
Vielleicht gibt es doch eine Bus-/Bahnhaltestelle, die ein weinig näher liegt als diese 65 km. Die Chance sollte ziemlich groß sein. :rolleyes:

---------------------------------------------------------------------

Also mal im Ernst:

Es geht um 25 Euro für ÖPNV, die laut TE wohl nicht erstattet werden sollen. Und da habe ich keine Ahnung, wie er die zurück bekommen kann.
 

freakadelle

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Lade mal bitte die Vorladung hoch.

Da muss doch drin stehen ob dein Erscheinen angeordnet ist und bei Nichterscheinen bis zu 1000€ Bußgeld drohen. Wenn dem so ist dann empfehle ich dir, schau dass du dort irgendwie hinkommst. Schließlich scheinst du ja auch der Kläger zu sein, der der etwas will.

Du könntest allerdings auch deine Klage zurücknehmen, dann bist du raus aus der Nummer.
 
G

Gerhard Hartz

Gast
Jetzt mal ganz doof. Haste mal Deinen Rechtsanwalt gefragt ob der Dich nicht abholen/mitnehmen kann?

An die einfachsten Dinge denkt man manchmal nicht.
 

Claus.

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So eine Vorladung ist ein richtig schöner Wisch. Wenn man die unter eine fremde Nase hält, wird plötzlich unmögliches möglich. Mir hat da mal die Tafel Geld dafür geliehen. Aber auch die Gemeinde sollte dafür eine Anlaufstelle sein.

Von nicht vor Gericht erscheinen halte ich gar nichts. Sowas geht nur schief. Dann wird einfach in Abwesenheit verhandelt, und der der nicht da ist hat nahezu automatisch verloren; ist eine Art richterliches Dankeschön.
Gibt auch nichts schlimmeres als zwei Anwälte alleine da drin zu lassen. Das ergibt dann nämlich eine schöne Mischung aus türkischem Basar und Kaffeekränzchen. Daß dabei nicht gleich auch noch die Füße auf dem Tisch geparkt werden, ist schon alles.

Wie wärs mit hinfahren lassen, und selber schauen wie du wieder heimkommst? Die Rückreise könnte ja dann auch notfalls 6h dauern ...
 

Sprotte

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War bei der Ladung keine Belehrung bei,das du die Kosten im Vorfeld,bei Mittelosigkeit, hättest beantragen können ? Bei Eilfällen ist das für dich zuständige Amtsgericht zuständig :

PDF, Stand 10.01.2014 (zwar von den Berlinern aber bundesweit),
Seite 2
1.2
Ist in Eilfällen die Übermittlung einer Fahrkarte oder die Auszahlung des Betrages an die Antragstellerin oder den Antragsteller durch die zuständige Anweisungsstelle nicht mehr möglich, kann die Geschäftsstelle des Amtsgerichts, in dessen Bezirk sich der Antragsteller aufhält, ersucht werden, die Beschaffung der Fahrkarte oder die Auszahlung des Betrages für die Hin-und Rückreise zu veranlassen. Die gewährte Reiseentschädigung ist auf der Ladung auffällig zu vermerken. Die ladende Stelle ist unverzüglich von der Gewährung der Reiseentschädigung zu benachrichtigen
 

freakadelle

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Danke Sprotte aber das dürfte sich anhand des heutigen Tages und der Uhrzeit für den TE erledigt haben.

Frage mich, warum der TE erst heute, also kurz vor ultimo, damit hier aufschlägt um sich Rat zu holen.
 

Sprotte

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Danke Sprotte aber das dürfte sich anhand des heutigen Tages und der Uhrzeit für den TE erledigt haben.
Jupp.....die Geschäftsstellen der Gerichte dürften wohl schon ins WE gefahren sein..... :icon_psst:....

Frage mich, warum der TE erst heute, also kurz vor ultimo, damit hier aufschlägt um sich Rat zu holen.
.....der Typ mit dem Auto hat wohl kurzfristig abgesagt.... :icon_kinn:.....und der TE hat versäumt rechtzeitig zweigleisig zu fahren.....
 

freakadelle

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Man muss schon lesen UND analysieren können, um so was zu verstehen. Bei dir klappt offensichtlich beides nicht.
Naja, am 4. des Monats zu sagen man hat kein Geld mehr ( ohne jetzt den genauen Hintergrund vom TE zu kennen) ist nicht sehr schlau. Es könnte der Verdacht aufkommen dass der TE nicht wirtschaften kann. Und dafür soll der Staat dann aufkommen? Kann mir nicht vorstellen dass das ein Richter so hinnimmt, schon allein weil der TE etwas geklärt haben möchte.
 

Sprotte

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Naja, am 4. des Monats zu sagen man hat kein Geld mehr ( ohne jetzt den genauen Hintergrund vom TE zu kennen) ist nicht sehr schlau. Es könnte der Verdacht aufkommen dass der TE nicht wirtschaften kann. Und dafür soll der Staat dann aufkommen? Kann mir nicht vorstellen dass das ein Richter so hinnimmt, schon allein weil der TE etwas geklärt haben möchte.
..... :icon_evil:.....ob ALG oder geringe Löhne,das spielt für das Gericht keine Rolle.Den Antrag für Fahrkosten bei Mittellosigkeit bekommt jeder,besonders in Verbindung mit PKH.Ist eine Nachweisgeschichte.....

Taxi kann ebenfalls gezahlt werden,gut begründet.....guckst du ganz normalen Antrag,wenn man in Vorleistung gehen kann : PDF ,Quelle ist das SG Niedersachsen/Bremen.
Ist Vorleistung nicht möglich,dann eben Antrag beim Amtsgericht des Ortes für Fahrkarten ect. ...Bremen z.B. schickt das mit der Ladung mit.14 Tage reichen,wenn man sofort tätig wird.
 

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Danke schon mal für die Infos!

Auf die Bemerkung, am 4. schon kein Geld mehr zu haben liegt daran, dass in den letzten Monaten einige Zahlungen auf mich zukamen durch die ich ständig an der Dispogrenze hänge. Außerdem brauche ich für den Rest des Monats ja auch noch Geld.
Mir wurde das Auto zugesagt und erst am Donnerstag habe ich plötzlich erfahren, dass ich das Auto nun doch nicht haben kann. Wieso soll ich da dann "mehrgleisig" fahren?
Nein, meine Anwältin kann mich nicht mitnhemen, weil die gleich von einem anderen Termin zum Gericht fährt.
Ja, es handelt sich um eine Anordnung mit Strafandrohung von 1000 €, falls ich nicht erscheine. Mit dem SG hatte ich bezgl. der Kosten ja schon Kontakt und die wollen mir entweder gar nix zahlen (weil der Kläger angeblich seine Kosten selber zahlen muss, oder, wie eine andere Aussage lautete, nur die einfache Fahrt gezahlt werde)
Ich habe gestern nochal bei gericht angerufen, erreichte aber nur einen AB. Darauf habe ich nun die Nachricht hinterlassen, dass ich mir die Fahrt nicht leisten kann und deswegen nicht persönlich erscheinen kann. Selbiges bei meiner Anwältin.
Da dort natürlich niemnd mehr war, habe ich keinerlei Reaktion. Ich hoffe, dass da evtl. am Montag, wenn die Nachrichten abgehört werden, was kommt!
 
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