Vorladung zu einer sinnfreien Informationsveranstaltung mit RFB - wie damit umgehen?

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Ricky99

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Hallo Foris,

gestern bekam ich eine Vorladung zu einer Informationsveranstaltung mit sehr oberflächlicher Beschreibung inkl. Rechtsfolgenbelehrung (sanktionsbewehrt) - und das auch noch von einer ganz anderen JC-Filiale, mit der ich noch nie Kontakt hatte. Wer weiss, was da wieder dahintersteckt.

Wie kann man diese Veranstaltung abwehren? Ich vermute auch ganz stark, dass daran z.B. irgendeine Massnahme gekoppelt ist. Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.

Gruss Ricky
 

Imaginaer

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Hingehen, anhören, gucken ob was interessantes dabei ist, Fahrtkostenantrag mitnehmen und verschwinden. Daten anhand von Lebenslauf oder sonstigen Angabe musst Du nicht gewähren, da es die Rechtsfolgenbelehrung nicht hergibt.

Vermutung: Es werden Firmen vor Ort sein, wo du deine Daten an Hinz und Kunz rausgeben sollst. Denke auch werden überwiegend ZAF´s dabei sein. Laufzettel von JC Zuhältern einsacken, nichts unterzeichnen/gegenzeichnen. Dafür gibt es keine rechtliche Grundlage.

Wenn überhaupt bewirbst Du dich aufgrund eines Vermittlungsvorschlag/Rechtsfolgenbelehrung. Das würde ich denen aber nicht unter die Nase reiben.
 

Ricky99

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Ich wollte eigentlich wissen, wie man diese Infoveranstaltung umgehen kann, ohne sanktioniert zu werden, da sie für mich absolut sinnfrei ist - es ist nichts anderes als eine Massnahme, die (vorerst) eben nur einen Tag lang geht. Möglicherweise wäre das ja noch etwas für Neulinge, aber ich habe seit längerer Zeit Routine, bewerben tue ich mich schon immer selbständig, also ich suche mir die Stellen selbst raus, auf die ich mich bewerbe.
Vor allem, seit wann sind solche Veranstaltungen mit RFB? Kenne ich so gar nicht.

Wenn jemand einen praktikablen Rat hätte, wäre ich sehr dankbar. Problem ist auch, dass ich kurz davor eine Vorladung zu einem "normalen" Termin im JC habe, wo standardmässig "die berufliche Situation besprochen" werden soll - wie immer. Dort wird man garantiert auf diese Veranstaltung zu sprechen kommen.
 

Frank71

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Ich würde den Weg des geringsten Widerstands gehen.
Da Du ja vorher noch einen Vorladungstermin bei deinem zuständigen SB hast, würde ich dort wenn möglich mit einem Beistand zum Termin aufschlagen, Beistand muss zugelassen werden Paragraph 13 SGB X.

Dein SB möchte wohl mit der vor ab Vorladung sicherstellen das Du den Termin auch war nimmst.

Fahrtkosten beantragen nicht vergessen.
 

Ricky99

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@Frank71
Die Vorladung von meinem SB liegt mir schon länger vor. Die zur Infoveranstaltung bekam ich erst vor kurzem von einem ganz anderen JC, aus einer anderen Stadt...


Es muss doch einen Weg geben, sich dagegen zu wehren, dass man unter Sanktionsandrohung zu etwas gezwungen wird, da der SB meine Meinung/ Ansicht wahrscheinlich sowieso nicht gelten lassen wird.
 

Couchhartzer

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Ja, hier ist sie angehängt.
Und darin steht ausschliesslich die völlig lächerliche und komplett unbestimmte Ausführung (Info):
"Es findet eine verpflichtende Informationsveranstaltung zur Bewerber- & Stellenbörse statt".

Einen rechtlich zulässig tatsächlichen Einladungsgrund kann ich darin nicht entdecken, denn lediglich eine Info zu irgend einer ansonsten komplett unbestimmten Infoveranstaltung ist vermutlich eher kein gesetzlich zugelassener Grund zu einer sanktionsbewehrten Einladung.
 

Ricky99

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Dazu kommt noch der Datenschutz. Man ist bei einer solchen Veranstaltung einem Teil der "Öffentlichkeit" ausgeliefert/ blossgestellt, in dem dann jeder Teilnehmer vom anderen weiss, dass er hilfebedürftig ist (inkl. natürlich der Veranstalter, Mitwirkenden, usw.) In meinen Augen geht das niemanden, also weder fremde Menschen noch evtl. Nachbarn oder Bekannte, etwas an.
 

Ricky99

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Ich würde mich krankschreiben lassen. Das ist meines Erachtens der stressfreiste Weg.

Hier gibt es keine Ärzte, die einen krankschreiben - nicht einmal, wenn man ernsthaft krank ist...(ist echt krass, habe es bei Bekannten erlebt!). In den letzten Jahren scheint sich da einiges geändert zu haben, keine Ahnung warum. Auch wenn es klappen würde, wäre das nur eine vorübergehende Lösung. Danach schicken die dann eine Infoveranstaltung (oder sonst was) nach der anderen.
 

Ricky99

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Jetzt ist nur die Frage, ob ich beiliegendes Formular ausfüllen und was ich dort reinschreiben sollte, oder ist es besser, auf die Anhörung zu warten und die dann auszufüllen?

Hat da jemand Erfahrung oder kann mir einen Tipp geben?
 

Imaginaer

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Nein, da es schwammig bleibt. Auch das Datenschutz Argument wird nicht ziehen, da Du auch wegen anderen Gelegenheiten ins Jobcenter gehst bzw. musst. Da kannst Du ebenso auf dir bekannte Personen treffen.

Und in einem Jobcenter zu sein, bedeutet noch lange nicht das Du Leistungsbezieher bist. :wink: Und Daten/Unterlagen musst Du auch nicht weitergeben. Es geht um deine bloße Anwesenheit dort. Wenn ein JC/SB dort ist (wird so sein), dann lass dich eintragen. Aber NIX gegenzeichnen. Beistand dabei, der bezeugt das Du wirklich da war wäre optimal. Ansonsten steck alles ein, was Du in die Finger bekommst. :biggrin:

Hier mal mein Vorgehen bei einem sogenannten Bewerbertag (ähnlichen deiner Veranstaltung)
 

Ricky99

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Und darin steht ausschliesslich die völlig lächerliche und komplett unbestimmte Ausführung (Info):
"Es findet eine verpflichtende Informationsveranstaltung zur Bewerber- & Stellenbörse statt".

Einen rechtlich zulässig tatsächlichen Einladungsgrund kann ich darin nicht entdecken, denn lediglich eine Info zu irgend einer ansonsten komplett unbestimmten Infoveranstaltung ist vermutlich eher kein gesetzlich zugelassener Grund zu einer sanktionsbewehrten Einladung.

Wie könnte man das alles dem SB verständlich machen? Abgesehen davon ist es ziemlich weit, schlechte Verkehrsanbindung, weder habe ich jemanden, der mich hinbringen könnte noch einen Beistand, da es zu einer unmöglichen Uhrzeit stattfindet, wo niemand Zeit hat. Aber ich weiss auch, dass das letztendlich nicht zählt. Gibt es nichts hieb- und stichfestes, mit dem man diese Vorladung abwenden kann?

Wäre echt sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
 

Imaginaer

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Ja er schreibt doch selbst vermutlich.

Abgesehen davon ist es ziemlich weit, schlechte Verkehrsanbindung, weder habe ich jemanden, der mich hinbringen könnte noch einen Beistand, da es zu einer unmöglichen Uhrzeit stattfindet, wo niemand Zeit hat.

Das zweite ist ja nachvollziehbar. Aber das erste, warum kommst damit erst jetzt um die Ecke? Um 11 Uhr fährt "nichts"? Kannst Du sicher durch eine elektronische Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes bzw. Verkehrsgesellschaft belegen. :wink: Diese schickst Du dann dem SB. Ob er es akzeptiert? Vermutlich.

Nach deinen derzeitigen Beiträgen drängt sich mir das Gefühl auf, das Du nur keinen Bock hast und nun nach Ausreden suchst. Wir haben Dir genug Tipps gegeben. Einen wasserdichten Ablehnungsgrund die Infoveranstaltung nicht absolvieren zu müssen gibt es nicht! Egal wie oft Du hier fragst.
 

Wholesaler

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@Ricky99: Was spricht dagegen, zu einem Arzt zu gehen und aufgrund irgendwelcher Beschwerden um eine AU-Bescheinigung zu bitten? Mehr als "nein" sagen kann er nicht. Dann hast du es aber wenigstens probiert. Nur weil dein Bekannter trotz wirklich vorliegender Beschwerden keinen gelben Schein erhalten hat, heißt das nicht, dass du damit keinen Erfolg hast. Ob du im Fall einer Krankschreibung weitere Einladungen bekommst, weißt du doch gar nicht. Kann genauso gut sein, dass du danach deine Ruhe hast und die Sache im Sande verläuft. Nicht spekulieren, sondern versuchen.
 

Ricky99

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@Imaginaer
Es ist schon alles so, wie ich geschrieben habe.
Ein weiteres Problem ist, dass ich gerade sehr viel lerne und arbeite - (noch) unentgeltlich, da ich unbedingt wieder auf eigenen Füssen stehen möchte. Die Vorbereitungszeit nimmt mich inkl. anderweitiger Verpflichtungen sehr in Anspruch. Na ja, alles nicht ganz so einfach. Und dann bekommt man eben noch solche Angebote, die überhaupt nichts mit der beruflichen Weiterentwicklung zu tun haben.

@Wholesaler
Du hast schon recht. Bin nur gerade insgesamt etwas frustriert. Aber einen Versuch ist es wert. Halt nur schade, dass man überhaupt solche Wege gehen muss, ein Verständnis seitens des SB wäre angenehmer.

Danke Euch auf jeden Fall für die vielen Tipps.
Gruss Ricky
 

Ricky99

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Hallo,
nun habe ich bei all meinem privaten und externen Theater diese Veranstaltung vollkommen verschwitzt, und an einen Arzt habe ich somit auch nicht gedacht.
Jetzt habe ich eine Anhörung erhalten. Ich weiss gar nicht, wie ich die nun ausfüllen soll. Einfach ehrlich sein und reinschreiben, dass ich es verpennt habe?
Dazu fällt mir gerade ein, dass der neue EGVA ab 27.02.18 gilt und die Veranstaltung am 1. März war. Kann man damit evtl. irgendetwas begründen? Oder ist so eine Veranstaltungs-Einladung komplett unabhängig vom EGVA?
 

Pixelschieberin

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Daß jemand so verpeilt sein soll, daß er zunächst nach ausgeklügelten Ausflüchten sucht und kurz hinterher ausgerechnet DEN Termin verpennt, kannst jemand anderem weis zu machen suchen.
Hier kannst du ruhig einräumen, daß du den Termin einfach hast verstreichen lassen weil du dort partout nicht hin wolltest.
Es ist verständlich, sich nicht auf das Podest eines Sklavenmarkts stellen lassen zu wollen, jedoch unklug wenn es um damit einhergehende Sanktionen geht.

Frage:
Dir ist bekannt, daß der Versender den Zugang eines Anschreibens beweisen können muß?
Wie ist dir denn diese Einladung zugegangen?
Per normaler Briefpost oder einer PZU?
Nein - ich wills gar nicht wissen. :wink:
 

Ricky99

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@Pixelschieberin
Deine Unterstellungen darfst Du dann mal brav zurücknehmen und Dich entschuldigen - oder gehst Du von Dir selbst aus? Es ist mir schon peinlich genug, dass so etwas passierte und ich es auch noch hier reinschreibe, vor allem nachdem ich diesen Thread hier letzten Monat erstellte.
Es mag ja durchaus Leute geben, die erwerbslos sind und den ganzen Tag zu Hause sitzen und nichts anzufangen wissen, aber bei mir sieht es genau gegenteilig aus und das nicht zu knapp!
Ich bin heute allen Ernstes erschrocken, als ich den Brief vorfand, der übrigens weder mit normaler Briefpost noch per PZU ankam, sondern durch irgendeinen privaten Briefzustelldienst. Allerdings weiss ich nicht, ob es nur eine Person war.
 

Pixelschieberin

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Nein, ich schließe nicht von mir auf andere.
NOCH habe ich keinen sanktionsbewehrten Vorladungstermin verpeilt.

Die Rechtsfolgen bei Nicht-Befolgen der Mitwirkungspflicht bei nachweisbar zugestellter Einladung nach § soundso sind dir in Erinnerung?
Dann kannste dir ausrechnen, was auf dich zu kommt.

Gegeben:
Wenn der Empfänger nicht belegbar AU war und hätte hingehen können, kann ihn - sanktionsfrei - doch nur noch von seiner Pflicht abgehalten haben, den Brief mit der Einladung gar nicht erhalten zu haben.

Gesucht:
Wie das bei dir war, wissen wir nicht.

Wenn keine der Optionen unter "gegeben" zutrifft, muß wohl leise weinend einräumt werden, daß der Empfänger die Einladung zwar gelesen aber versäumt hat, hinzugehen.
Wie das beim SB "ankommt", wird keiner mit Sicherheit voraus sagen können.
Eine Ahnung hätte ich da schon.

Du könntest dich auch in Schweigen hüllen - was letztendlich auf das selbe Ergebnis herauslaufen wird.
Wenigstens hättest du dann nicht noch schriftlich dazu beigetragen, unstrukturiert zu wirken.
So und nicht anders wird der SB derartige Vergeßlichkeit einsortieren.
Wenn du auch noch durchblicken läßt, sehr beschäftigt (gewesen) zu sein, könnte ein übellauniger SB auf die Idee kommen, daß du einer Tätigkeit nachgehst, die den Zoll interessieren könnte.

Fehleinschätzungen eines verstimmten SBs könnten bewirken, daß ein HE in eine Maßnahme gesteckt wird, die ihm Tagsstruktur beibringen soll und Schwarzarbeit einstweilen unmöglich macht.

Deine Formulierungen solltest du dir deshalb SEHR genau überlegen und nicht den Überbringer schlechter Nachrichten angehen.
Du siehst ja, welchen Eindruck sie bei mir erweckt haben.
 
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Imaginaer

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@Ricky99 Unrecht hat Pixelschieberin nicht. Werde dies auch nicht weiter kommentieren. Pixelschieberin hat Dir sogar noch einen Wink gegeben.

Es mag ja durchaus Leute geben, die erwerbslos sind und den ganzen Tag zu Hause sitzen und nichts anzufangen wissen, aber bei mir sieht es genau gegenteilig aus und das nicht zu knapp!

Mit dieser Einstellung machst Du dir hier echt keine Freunde.:rolleyes:
 

Ricky99

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@Pixelschieberin
Klingt alles plausibel, auf manche eventuelle Gedankengänge des SB wäre ich gar nicht gekommen.

Deine Formulierungen solltest du dir deshalb SEHR genau überlegen und nicht den Überbringer schlechter Nachrichten angehen.
Dazu fällt mir jetzt gar nichts ein.
Ziemlich dumm gelaufen alles.


..., dass der neue EGVA ab 27.02.18 gilt und die Veranstaltung am 1. März war. Kann man damit evtl. irgendetwas begründen? Oder ist so eine Veranstaltungs-Einladung komplett unabhängig vom EGVA?
Könnte hier noch jemand etwas zu sagen?
 
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