Vorgehensweise bei Vermögenszufluss aus Hausverkauf

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wudu2014

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Hallo an alle ForenleserInnen,
habe ein Anliegen, bei dem ich nicht weiss, wie ich am besten damit umgehen soll.
Nach Trennung und Scheidung von meinem Mann in 2012 beziehe ich seitdem ALGII. Nun wurde im Herbst 2014 das ehemals gemeinsame Haus verkauft und ich werde in einigen Wochen meinen Anteil am Erlös erhalten. Meine aktuellen ALGII-Leistungen laufen Ende März 2015 aus und müssten dann per Antrag verlängert werden. Da ich durch den Erlös aber nicht mehr hilfsbedürftig bin, werde ich keine Verlängerung beantragen und meinen Lebensunterhalt einige Monate selbst bestreiten und mich auch selbst versichern. Ich in auch auf der Suche nach Arbeit, jedoch waren die Bemühungen bis jetzt noch ohne Ergebnis.
Meine Frage ist, wenn ich weiterhin noch keine Arbeit gefunden habe und ich mich dann wieder beim Amt melde und einen neuen Antrag stelle - wann kann ich das frühestens tun? Ich habe auch gelesen, dass es ein Schonvermögen gibt, welches bei Antragstellung nicht angerechnet werden darf. Wenn ich aus dem Verkaufserlös des Hauses nur noch dieses Schonvermögen besitze und ich dann den Antrag stelle, dann sollte es eigentlich keine Probleme geben? Oder kann das Amt beim Neuantrag Auskunft darüber verlangen, wie dieses Schonvermögen entstanden ist und Nachweise verlangen, was mit dem anderen Geld geschehen ist? Ich denke, das Amt muss doch eigentlich nur die aktuelle, bei Antragstellung herrschende Situation sehen und prüfen und da habe ich nun mal nur noch dieses Schonvermögen....
Wer kann mir hier weiterhelfen, damit ich nichts falsch mache?
Vielen lieben Dank!
 

Strolchenmann

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Sollte die Kohle zufließen während zu Leistungen beziehst, dann musst du das sofort melden


Nach 6 Monaten kannst du dich wieder melden wenn du Schonvermögen im gesetzlich zulässigen Rahmen hast, du musst aber belegen wohin die überschüssige Kohle gegangen ist, einfach verprassen ist nicht, aber du könntest dir z.B. ein angemessenes Kfz (7500 Euro) kaufen oder eine Eingetumswohnung.....zum selbst bewohnen.
 

Roter Bock

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Einen Zufluss in der Höhe während des Leistungsbezuges musst Du melden. Dabei solltest Du Unterlagen haben - z. B. den notariellen Kaufvertrag, damit nicht der Verdacht beim Arbeitsagentur/jobcenter aufkommt, Du hättest Leistungen aus Selbstständiger oder Nichtselbständiger Arbeit gehabt. Es geht also auch darum Belege zu sammeln. Die Fantasie der SB's Dir was anzuhängen ist unbegrenzt - dagegen hilft nur alle Papiere greifbar zu haben.

Eine Eigentumswohnung würde ich an Deiner Stelle nur kaufen, wenn Du die ohne Darlehen bezahlen kannst. Jobcenter zahlen nur die Zinsen eines Darlehens - nie die Tilgung.

Pro Lebensjahr darfst Du 150 Euro besitzen + einmalig 750 Euro.

Wenn Du in der günstigen Situation bist zu Geld gekommen zu sein, kann es sinnvoll sein Dich aus der Gegend wo Du grade bist abzusetzen wenn Deine beruflichen Chancen woanders besser sein sollten - ist Dir natürlich überlassen und nur als Anregung gedacht.

Strolchenmann hat schon erwähnt - ein Auto kannst Du Dir anschaffen wenn Du keines hast und ist eins da sollte es den Zeitwert von 7.500 Euro nicht überschreiten.

Die Regel mit 6 Monaten kann ich nicht nachvollziehen (bei manchen Hausverkäufen kommt ja auch kaum nochwas raus, wenn Bankdarlehen getilgt werden müssen)

Hilfebedürftig bist Du, wenn die Schonvermögensgrenze erreicht ist und Du keine Arbeit hast. Das hat also mit den 6 Monaten nix zu tun. Allerdings will das Jobcenter dann Deine Kontoauszüge rückwärts 6 Monate sehen - deshalb alles aufheben und begründbar machen. Auch das Scheidungsurteil solltest Du aufheben (Hausverkauf aber auch Rentenansprüche).

Das Jobcenter ist manchmal erfinderisch um eine Verschwendung zu konstruieren.
Ein angemessenes Fahrzeug ist jedoch keine Verschwendung, auch nicht die Anschaffung eines Computers den Du zur Arbeitssuche brauchst. Das gleiche gilt für Kleidung und den Ersatz altgewordener Haushaltsgegenstände.

Good luck

Roter Bock
 
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