Vorgaben zur Zusammenarbeit mit dem Jobcenter (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Jasmine

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Was denkt Ihr über das Schreiben, wie kann ich mich dagegen wehren?

Auf meine zahlreichen Beschwerden zuletzt persönlich bei der Geschäftsführung erhielt ich heute folgenden Brief vom Geschäftsführer meines Jobcenters.
Grund meiner Beschwerde war unter anderem dass ich seit 2 1/2 Jahren zu keinem Arbeitsberater eingeladen wurde und mir somit auch keinerlei Förderung zuteil wird.
Außerdem beschwerte ich mich über die Behandlung seitens des Jobcenters.
Der Geschäftsführer nimmt mir meiner Meinung nach die Möglichkeit einen Nachweis für eingereichte Schreiben zu erhalten.
Da es nie Probleme bei der Abgabe von Schreiben in der Poststelle des Jobcenters gab, ist mir der Brief des Jobcenters unverständlich.
Zum Thema Anrufe, habe ich bereits 2015 in einem Gerichtstermin das Jobcenter zur Löschung meiner Telefonnummer aufgefordert.
Wenn er sich in Punkt 4 dazu äußert, das sich das Jobcenter nur noch mit den für den Vollzug des SGB II .......
Werden dann meine schriftlichen Beschwerden nicht mehr bearbeitet?

Vorgaben zur künftigen Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem Jobcenter

aus gegebenen Anlass bitten wir Sie, zur Wahrung eines ordnungsgemäßen Geschäftsablaufs in unserem Hause einschließllich der von uns im Landratsamt... angemieteten Räumlichkeiten, ab sofort folgende Vorgaben hinsichtlich der Korrespondenz mit dem Jobcenter im Landkreis XXX (im Folgenden „Jobcenter“ genannt) und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu beachten:

1.) Grundsätzlich erfolgt jegliche Kommunikation ausschließlich schriftlich auf dem Postwege oder durch Einwurf der Sendung in den Hausbriefkasten des Jobcenter-Gebäudes. Eine persönliche Abgabe von Poststücken ist nicht möglich.

2.) Einzige Ausnahme hiervon sind persöliche Vorsprachen auf Einladung oder nach vorheriger schriftlicher Terminvereinbarung.

3.) Den Ziffern 1 und 2 folgend, erfolgt somit keine Reaktion auf Mitteilungen insbe sondere per E-Mail, per Fax, per Telefon sowie in Form unangemeldeter persönlicher Vorsprachen. Anrufversuche werden unverzüglich beendet. Unangemeldete perönliche Vorsprachen werden sofort abgebrochen und können ein Hausverbot nach sich ziehen.

4.) Inhaltlich wird sich das Jobcenter ausschließlich mit für den Vollzug es SGBII ent scheidungsrelevanten, konkret an das Jobcenter gerichteten, jeweis neuen Gesichtspunkten befassen.

5.) Der Ziffer 4 folgend erfolgt somit keine Reaktion insbesondere auf Mitteillungen, die lediglich Formulierungen, gesetzliche Fristen, standardisierte Verwaltungsabläufe etc, betreffen oder an andere Stellen als das Jobcenter gerichtet sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

arbeitsloskr

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3.) Den Ziffern 1 und 2 folgend, erfolgt somit keine Reaktion auf Mitteilungen insbe sondere per E-Mail, per Fax, per Telefon sowie in Form unangemeldeter persönlicher Vorsprachen. Anrufversuche werden unverzüglich beendet. Unangemeldete perönliche Vorsprachen werden sofort abgebrochen und können ein Hausverbot nach sich ziehen
Wie Bitte? Das ist doch ein schlechter Scherz. Wieso verweigert dieses JC den dokumentierten Empfang von Schriftstücken, wollen sie grundsätzlich eine "Rechtfertigung" für sich reklamieren, dass sie nie etwas erhalten haben?

Wieso kein Faxempfang? An mangelndem Geld für Papier und Toner sollte es nicht liegen.

Wieso keine telefonischen Nachfragen? In jedem anderen JC wird gerade das als "optimalste" Lösung propagiert, so dass sie weniger schriftlich "arbeiten" müssen.

Aber der Hammer ist, dass das JC von TE Hausverbote erteilen will, wenn man unangekündigt das Amt betreten will? Hat diese/r GF irgendwie schlecht geschlafen oder war er/sie irgendwelchen "ungesunden" Umwelteinflüssen ausgesetzt?

Der Formulierung nach, scheint es sich um eine OK zu handeln. Da wäre ein Nachfrage beim Landrat zu empfehlen.
 

Claus.

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Was verstehst du denn unter "Förderung"? *neugierig* :icon_hihi:

Zum Thema Empfangsbestätigungen gibt es eine Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des dt. Bundestages https://www.bundestag.de/blob/436204/1fcea1975a0dad555714a67cd1eb3a64/wd-6-079-16-pdf-data.pdf . Die drücken sich da drin zwar wie blöd vor konkreten Aussagen, aber aus dem lässt sich m.M.n. trotzdem ordentlich was zusammenstricken.

Den Punkt ´du nix Telefon und auch nix Fax´ kann dein JC m.M.n. ebenso vergessen. Es gibt eine höchstgerichtliche Entscheidung (vom BFH ?) nach welcher das öffentliche kommunizieren eines Empfangsweges ausdrückt daß jemand (eine Behörde) Kontaktaufnahmen über eben diesen Weg wünscht - und daher dann auch auf diesem Weg empfangsbereit zu sein hat.
 

Jasmine

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Der Streit wird von seiten des Jobcenters schon lange geführt.

Zitat 1 des Jobcenters (Orginalvermerk festgestellt bei einer Akteneinsicht)
Vermerk: Das Schreiben wird schon aus folgendem Grund nicht beantwortet: Wenn das Jobcenter XXX die Namen anderer Kunden erwähnen sollte, wird Herr XXX diesen raten wg. Verletzung des Sozialdatengeheimnisses vorzugehen. Siehe eines der letzten Schreiben.

Gerichtsurteil wegen 30 % Sanktion gegen unsere BG:
Orginalzitat des Richters: Für eine solche Auszahlungsminderung existtiert keine Rechtsgrundlage.
Trotzdem wollte das Jobcenter in die nächste Instanz, dies wurde jedoch abgelehnt.
 

Claus.

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Vermerk: Das Schreiben wird schon aus folgendem Grund nicht beantwortet:
Das ist doch Kinderkacke ...
bei Ziffer (1 - 2) 3 - 4 -5 des in #1 aufgeführten Schreibens genau das gleiche.

Ich empfinde das als höchst unprofessionell seitens deines JC´s (ist das nun eigtl. eine Optionskommune oder ein BA-JC?).

Daß du denen tierisch auf den Zeiger zu gehen scheinst, merke ich auch. Aber ein JC kann sich halt nunmal seine "Kunden" nicht aussuchen. Ergo müsste ein JC m.M.n. auch bei "schwierigen" Bürgern ´cool´ bleiben. Und das würde m.M.n. mit etwas Hirnschmalzeinsatz auch gelingen.
Einfach gar nicht antworten geht überhaupt gar nicht. Ist auch völlig unnötig ...

Bei dem o.a. Zitat würde es z.B. ggf. schon reichen wenn als Antwort käme "Wir werden Ihrer Mitteilung nachgehen. Bitte verstehen Sie daß es uns gesetzlich untersagt ist datenschutzverletzende Auskünfte zu erteilen.".
Damit wärst du förmlich gegen die Wand gefahren, und kämst bei dem keinen Schritt mehr weiter. Und das JC hätte nicht jemanden erst recht sauer gemacht, und würde nicht noch förmlich nach einer Untätigkeitsklage betteln.

Evtl. solltest du nun deine Taktik ändern ...
Beschwerden bringen schon von Haus aus nicht wirklich viel. Dazu steht irgendwann in einem internen Bemerkungsfeld irgendwas ala ´Querulant - beschwert sich ständig und über alles´. Diese "Erkenntnis" wird dann natürlich allen Nachfragenden fleißig vorgelesen, womit sofort unwillkürlich auch die neue Beschwerde nicht mehr für voll genommen wird.
Schon daher würde ich mich nicht mehr beim Landrat beschweren - der ist viel zu nah am JC. Wenn es denn unbedingt sein müsste, dann würde ich nun eher ungewöhnliches ausprobieren - Bezirksregierung, Landes-Ministerium, BMAS. Die wären alle nicht zuständig, aber die müssten es weiterleiten - und dann käme es von so schön weit oben. Das geht aber natürlich auch nicht unbegrenzt oft.
Es wäre ggf. zudem sinnig(er), eine Beschwerde nicht als Beschwerde zu formulieren - sondern als Antrag (mit ´n bissl was zwischen den Zeilen stehenden). Auch muß man sich dabei ggf. dazu zwingen, kurz und fast wortkarg zu schreiben - die besten Schreiben sind m.E.n. die, die der SB 3x durchlesen muß, um dann immer noch ein blödes Gefühl zu haben vonwegen daß er immer noch irgendetwas wichtiges nicht gepeilt hat.

Und wenn irgendwann mit´m JC nichts mehr geht, dann muß man halt wohl oder übel auf´s SG umschwenken ... irgendwann früher oder später wird dann schon einem Richter der Kragen platzen.
Idealerweise^^ ist der Richter dann aber nicht auf den vermeintlichen Querulanten sauer, sondern auf´s JC. Dazu führt m.M.n. nur eine (mehrmalige, schriftliche) Flucht nach vorne ala "Ich würde sooooo gerne zusammen mit dem JC an meiner Situation arbeiten, aber ich bekomme nur immer wieder den Eindruck vermittelt als wenn die JC-Mitarbeiter mir gegenüber nicht unparteiisch wären.".
 

Dark Vampire

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Besser im Nachbarforum lesen, dort steht einiges mehr über den Troll......
dann erübrigen sich alle anderen Antworten.
 

Jasmine

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@ Claus: Danke für die Antwort die ist sehr hilfreich.:cheer2:

Besser im Nachbarforum lesen, dort steht einiges mehr über den Troll......
dann erübrigen sich alle anderen Antworten.
Ja habe ich gelesen, ist jedoch falsch. Gerne setze ich mich mit dem Forumsbetreiber per PN in Verbindung um dann in einem Telefongespräch die Richtigkeit meiner Angaben zu überprüfen.
Ebenso kann ich auch die betreffenden Unterlagen hochladen oder dem Forumsbetreiber übersenden.
Insbesondere bleibt anzumerken, das ich mit meinem Jobcenter bis August 2014 keine Probleme hatte. Mit dem Jobcenter habe ich auch eine vernünftige EGV ohne Nachverhandlung abgeschlossen.
 
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mucel

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Besser im Nachbarforum lesen, dort steht einiges mehr über den Troll......
dann erübrigen sich alle anderen Antworten.
Also so wie es aussieht, will sich ja da ein JC einen Kunden vom Laib schaffen, der vorsichtig ausgedrückt, recht querulatorische Züge hat?

Ich habe in meinem Bekanntenkreis jemanden, den eine Behörde (kein JC oder Arbeitsamt) vor ein paar Jahren doch auf einem recht interessanten Weg zur Besinnung gebracht hat. Die hatten es vorher mit sehr vielen guten Worten und einigen Briefen versucht und nix hat geholfen.

Nun ja, irgendein pfiffiges Kerlchen oder Mädel dort kannte sich wohl ganz gut mit der Rechtsgrundlage von Führerscheinen und deren Entzug aus. Vielleicht bestanden von Seiten des Amtes auch noch gute Beziehungen zur Fahrerlaubnisbehörde? Ich weiss es nicht!

Jedenfalls hatte besagter Bekannte irgendwann mal die Aufforderung der Fahrerlaubnisbehörde im Briefkasten, doch das Bestehen bzw. Fortbestehen seiner persönlichen Eignung zur Teilnahme am Strassenverkehr nachzuweisen. Man hätte einen durchaus belegbaren Hinweis von Behörde x erhalten, dass es bei ihm aufgrund der offensichtlich vorliegenden Charakterzüge durchaus gegeben sein könnte, dass er eben nicht mehr befähigt ist, ein Fahrzeug zu führen.

Gut, zum Führerscheinentzug kam es letzlich nie bzw. nicht. Aber dennoch war die Aktion sehr sehr heilsam für meinen Bekannten. Und laut Aussage, die dessen damaliger Anwalt ihm gegenüber gemacht hat, kann ein Führerscheinentzug, wenn auch nicht für immer, durchaus auch auf so einem Weg erfolgen.

Achso, mein Bekannter ist seit dem wesentlich entspannter, was den Umgang mit Behörden und Menschen ganz generell angeht.
 

Jasmine

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Ich bedanke mich für die Info.
Ist die Türkei schon so nahe, oder haben wir noch eine Demokratie?
Ich bin nicht der Meinung, das man in einem demokratischen Staat für das Einlegen von Widersprüchen oder Klagen vor dem Sozialgericht (festgeschriebenes Recht) von einer Behörde verfolgt werden darf.

Ich möchte hier mal den Vermerk des Jobcenters auf einem Schreiben zitieren, das ich im Rahmen der Akteneinsicht kopierte.

Das Schreiben wird schon aus dem Grund nicht beantwortet: Wenn das Jobcenter die Namen anderer Kunden erwähnen sollte, wird xxxxxx diesen raten wg. Verletzung des Sozialdatengeheimnisses vorzugehen.

Ist das der normale Umgang von Behörden mit einem Hilfeempfänger?

Wir haben 7 Jahre bei einem anderen Jobcenter gelebt. Hier hatten wir keine Probleme. Hier war auch der Abschluss einer EGV kein Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
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mucel

Gast
Herr oder Frau Sachbearbeiter ich bedanke mich für die Info.
Ist die Türkei schon so nahe, oder haben wir noch eine Demokratie?
Ich bin nicht der Meinung, das man in einem demokratischen Staat für das Einlegen von Widersprüchen oder Klagen vor dem Sozialgericht (festgeschriebenes Recht) von einer Behörde verfolgt werden darf.
Vielleicht würde es dir ganz gut tun und für dich heilsam sein, ein paar Tage unter "türkischen Bedingungen" zu leben.....
Wer mit dem was in der Türkei grad passiert Vergleiche zu seiner eigenen, hier im Lande lebenden Person zieht, dem muss es irgendwie doch noch zu gut gehen.

Aber eines dürfte sicher sein! Die Behörden dort würden es sicherlich verstehen, eine "Sprache" in ihren "Bescheiden" zu finden, die zumindest auch für dich verständlich wäre.
 

Jasmine

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Also so wie es aussieht, will sich ja da ein JC einen Kunden vom Laib schaffen, der vorsichtig ausgedrückt, recht querulatorische Züge hat?
Möchten Sie das als rechtstaatlich deklarieren?

Aber eines dürfte sicher sein! Die Behörden dort würden es sicherlich verstehen, eine "Sprache" in ihren "Bescheiden" zu finden, die zumindest auch für dich verständlich wäre.
Für jemanden der unseren Fall nicht in vollem Umfang kennen dürfte, scheinen Sie sehr gute Infos zu haben.
 
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mucel

Gast
Ich bin nicht der Meinung, das man in einem demokratischen Staat für das Einlegen von Widersprüchen oder Klagen vor dem Sozialgericht (festgeschriebenes Recht) von einer Behörde verfolgt werden darf.
Die Frage ist vielmehr, wer verfolgt hier wen?

Ich möchte hier mal den Vermerk des Jobcenters auf einem Schreiben zitieren, das ich im Rahmen der Akteneinsicht kopierte.

Das Schreiben wird schon aus dem Grund nicht beantwortet: Wenn das Jobcenter die Namen anderer Kunden erwähnen sollte, wird xxxxxx diesen raten wg. Verletzung des Sozialdatengeheimnisses vorzugehen.

Ist das der normale Umgang von Behörden mit einem Hilfeempfänger?
Nein! Das ist wohl offensichtlich nicht der normale Umgang einer Behörde mit einem Hilfeempfänger. Das ist der interne Vermerk eines Sachbearbeiters/einer Sachbearbeiterin eines JC, der/die ganz offensichtlich die Folgen seines Handeln/Tun im Vorhinein abschätzen kann und somit das Handeln/Tun wohl unterlassen hat. Wozu man ihn/sie ganz offensichtlich nur beglückwünschen kann!
 

Jasmine

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Ganz simpel und einfach, ich zitiere meinen Fall:
Ich bin umgezogen.
Für die folgenden Heizkostennachzahlungen muss das neue Jobcenter aufkommen.
Dies steht so auch auf der Internetseite meines neuen Jobcenters.

Also reiche ich den Antrag rein. Was passiert?
Die lehnen ab, entgegen ihrer eigenen Aussage auf der Internetseite.
Folglich war ich gezwungen einen Widerspruch zu fertigen.
Ablehnender Widerspruchsbescheid kommt.

Was folgt? Ich reichte Klage ein.
Laut Richter in meinem Einzelfall mussten die Heizkosten übernehmen.

Wie war die Frage? Wer verfolgt wen?
 

Claus.

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Nun ja, irgendein pfiffiges Kerlchen oder Mädel dort kannte sich wohl ganz gut mit der Rechtsgrundlage von Führerscheinen und deren Entzug aus.
Dafür muß man leider nicht pfiffig sein sondern lediglich dreist.
Unsere bei den Landratsämtern angesiedelten Mini-Führerscheinstellen mit auch gern mal immerhin^^ 1,5 Mitarbeitern sind nicht wirklich etwas das einem europäischem Rechtsstaat würdig wäre.
Die werden (nur) tätig wenn von irgendwoher ein "Hinweis" reinflattert. Wobei da m.W.n. ein jeder darf. Soll z.B. auch schon Fälle gegeben haben, wo ein lieber Mensch behauptet hat er würde seinen Nachbarn regelmäßig besoffen mit dem Auto heimkommen sehen ... und gegen einen dann ggf. recht flott ins Haus flatternden Bescheid (der kein VA ist) ala ´Zweifel an der Fahreignung, binnen 6 Wochen MPU sonst Führerscheineinziehung´ sind grandioserweise keinerlei Rechtsmittel möglich; ist ja erst ein "vorbereitender" Wisch.
Allerdings dürfte es wohl etwas regelmäßiger nahezu unmöglich sein, binnen 6 Wochen eine MPU zu bestehen - womit man sich das Ende ausmalen kann.

Ich finde schlicht die (JC-) Auffassung seltsam, daß der Bürger halt gebrochen werden muß wenn er nervt.
Mit etwas weniger ´wir sind die Behörde und du bist nix´ würde es allerdings wohl (meistens) gar nicht dazu kommen, daß ein Bürger zum nerven anfängt.

Da dann die JC´s auch wieder nur auf beleidigte Leberwurst machen, entwickelt sich ein Kreislauf - aus dem (auch) der TE wieder irgendwie rauskommen muß.

Mir ist das "Spiel" leider nicht fremd ... bei mir ist einem Richter mal so die Hutschnur hochgegangen, daß er das JC und mich zu einem "Waffenstillstand" genötigt hat (den ich eingehalten habe, und das JC doch glatt nach ´nem viertel Jahr wieder zu ignorieren versucht hat).
 

Cha

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Was denkt Ihr über das Schreiben, ...


Diese Vorgaben zur Kommunikation entsprechen in keiner Weise dem üblichen Umgang mit leistungsberechtigten Personen.
Schon bei einer unterminierten Vorsprache droht ein Hausverbot (!).

Allerdings entspricht das zugrunde liegende Verhalten wohl ebenfalls nicht dem üblichen Umgang mit Behörden:


...meine zahlreichen Beschwerden zuletzt persönlich bei der Geschäftsführung ....
....außerdem beschwerte ich mich über die Behandlung seitens des Jobcenters....
... zur Löschung meiner Telefonnummer aufgefordert.....
....meine schriftlichen Beschwerden .....
... Mitteillungen, die lediglich Formulierungen, gesetzliche Fristen, standardisierte Verwaltungsabläufe etc, betreffen...
... oder an andere Stellen als das Jobcenter gerichtet sind.


Ein Jobcenter muss sich grundsätzlich auch mit einem schwierigen Personenkreis auseinandersetzen.
Das Verhalten war hier wohl insgesamt so störend, dass die Geschäftsführung einen Spamfilter für notwendig erachtet hat....

..., zur Wahrung eines ordnungsgemäßen Geschäftsablaufs in unserem Hause ...
Es ist die Aufgabe eines Behördenleiters, für einen störungsfreien Geschäftsbetrieb zu sorgen....für die eigenen Mitarbeiter und für die anderen Personen, die auf das Jobcenter angewiesen sind.

Viele Grüße

Cha
 

Jasmine

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Es ist die Aufgabe eines Behördenleiters, für einen störungsfreien Geschäftsbetrieb zu sorgen....für die eigenen Mitarbeiter und für die anderen Personen, die auf das Jobcenter angewiesen sind.

Viele Grüße

Cha
Das verstehe ich ja auch, meine Besuche im Amt kann ich in 2,5 Jahren an einer Hand abzählen. Aber darf ich davon ausgehen, das ich vom Amt auf Augenhöhe behandelt werde?

Ich werde nun mal Passagen aus Urteilen uns betreffend zitieren:

1. Es ist bei der Beratung des Klägers nicht optimal verfahren worden......

2. Eine solche Feststellung hätte unter verfassungskonformer Auslegung.....auch die Antragsgegnerin treffen können und müssen.

den besten Satz fand ich ebenfalls in einem Schreiben des Amtes zu meinen Gerichtskosten:
Die geltend gemachte Fahrt zum Sozialgericht wird nicht als notwendig anerkannt.
Das Gericht fand dann im Kostenfestsetzungsbeschluss die richtigen Worte.

Mein Partner bekam einen VA mit der Aufnahme in das Arbeitsmarktprojekt 50plus. Für dieses Projekt bekam laut Zeitungsberichten unser Jobcenter Beträge vom Bund.

Jetzt zitiere ich mal den Wortlaut des JC diesbezüglich:
Hinsichtlich der "Aufnahme in das Arbeitsmarktprojekt 50plus" wurde im Widersruchsbescheid vom.....bereits dargelegt, das es sich hierbei um keine konkrete Maßnahmezuweisung gehandelt hat. Der Kläger hat während der gesamten Geltungsdauer des VA weder ein Angebot zur Teilnahme an einer konkreten Maßnahme im Rahmen des Arbeitsmarktprojektes erhalten.

im Beschluss des Gerichts steht dann:
- eine pauschale Zuweisung des Klägers wird unterbleiben.

:peace:
 

froque

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Das ist ja toll!

Aber was ist hier eigentlich dein Anliegen? Du kennst dich ja bestens aus wie es scheint.

froque
 
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mucel

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Aber was ist hier eigentlich dein Anliegen? Du kennst dich ja bestens aus wie es scheint.
froque
Die Welt über das Unrecht zu informieren, dass die Behörde ihr (vermeidlich) zugefügt hat.

Vielleicht noch ein bisserl aufhetzen und für "gute Stimmung" sorgen? Sind doch alles Sachverhalte, die bei denen, denen wirklich Unrecht wiederfahren ist, sofort die "Roten Lichter" angehen lassen.
 

TazD

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im Beschluss des Gerichts steht dann:
- eine pauschale Zuweisung des Klägers wird unterbleiben.
Ich bitte erneut darum, mal eins deiner vielfältigen Urteile hier hochzuladen, damit auch die anderen Nutzer davon profitieren können.
 

Solanus

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Was einige hier propagieren ist in meinen Augen das Letzte. Nicht der LE ist verpflichtet sich der Behörde anzupassen, wie manche meinen. Die Behörde haben einen gesetzlichen Auftrag und dafür werden die MA mit Steuergelder bezahlt. Mut Geldern, die auch die HE zahlen. Es ist leider mittlerweile salonfähig, dass Mitbürger die sich wehren, diskreditiert werden. Das ist das beschämende und dass dann hier noch User sind, die sich lustig machen bzw. zum Handlanger werden und die Meinung der Behörde vertreten.

Diesen User möchte ich am liebsten vor die Füße kotzen!
 

Cha

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@ Jasmine:
Deine Frage war: " Was denkt ihr über das Schreiben....."
Und meine Gedanken dazu hast bekommen.

Eine weitere Diskussion ist unnötig.
Wir werden hier im Forum eh nie erfahren, was wirklich geschehen ist.
Wir kennen, wie so oft, nur die geschönte Darstellung einer Seite.

Nur eines scheint klar:
Wenn der Geschäftsführer einer Behörde zu einem solch massiven und ungewöhnlichen Mittel greift, handelt es sich sicher nicht um die übliche Art von Beschwerden oder Anfragen.

Viele Grüße

Cha
 

Jasmine

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Oder auch das Schreiben aus dem ersten Beitrag.
Werde ich heute machen, sobald meine Freundin mir den Scanner vorbeigebracht hat.

Nachtrag: Bei der Durchsicht meiner Akten fiel mir auf, das die Beamten, die meine Angelegenheiten bearbeiten (z.B. Geschäftsführer, Widerspruchsstelle) seit Einführung von Hartz 4 auf dem gleichen Platz sitzen.
 
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