Vorbereitung auf den Ersttermin "INGA" bei Bezug von ALG1

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G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
In der kommenden Woche habe ich nun mein Ersttermin bei "INGA".

Bin 55 und beziehe ALG1 seit letztem August. Komme bis jetzt auf > 40 Bewerbungen.
In Anbetracht der Umstände werde ich mich nach Ende meiner Bezugszeit im November
selbstständig machen müssen, habe allerdings an der Förderung des Arbeitsamts kein Interesse.
Auf Grund meiner familärer Verpflichtungen und einem relativ hohen ALG1 wird es objektiv
schwer sein "zumutbare" Vorschläge unter Beachtung des § 140 SGB III zu machen.

Was kann mich nun mit der neuen SB erwarten? Auf was kann ich mich wie vorbereiten?
 

Existenzminimum

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Hallo Ottokar,

wenn du tatsächlich ein so hohes ALG I bekommst, dass die Angebote/Vorstellungen potentieller AG regelmäßig übersteigt,
wirst du dich auf ALG II einstellen müssen bzw. oder auch nicht: denn nach deiner Schilderung könntest du (oder ein gemeinsamer Haushalt) z.B. so vermögend sein, dass dir nichts an ALG II zusteht. Dann hättest du von "heute auf morgen" kein Einkommen mehr.

Auf diese Situation solltest du dich jetzt schon vorbereiten. Bin momentan nicht im Bilde wie die Rechtslage genau ist diesbezüglich, aber deine PKV müsstest du dann wohl auch selbst tragen.

Selbständigkeit so lange wie möglich vorher planen, wäre auch wichtig, wenn du es als Unternehmer angehen willst.
Für entsprechende Beratungen/Kursen etc. von Dritten z.B. könntest du evtl. auch Leistungen beantragen.
 

Existenzminimum

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Hallo Ottokar,

wenn du tatsächlich ein so hohes ALG I bekommst, dass die Angebote/Vorstellungen potentieller AG regelmäßig übersteigt,
wirst du dich auf ALG II einstellen müssen bzw. oder auch nicht: denn nach deiner Schilderung könntest du (oder ein gemeinsamer Haushalt) z.B. so vermögend sein, dass dir nichts an ALG II zusteht. Dann hättest du von "heute auf morgen" kein Einkommen mehr.

Auf diese Situation solltest du dich jetzt schon vorbereiten. Bin momentan nicht im Bilde wie die Rechtslage genau ist diesbezüglich, aber deine PKV müsstest du dann wohl auch selbst tragen.

Selbständigkeit so lange wie möglich vorher planen, wäre auch wichtig, wenn du es als Unternehmer angehen willst.
Für entsprechende Beratungen/Kursen etc. von Dritten z.B. könntest du evtl. auch Leistungen beantragen.


Ergänze noch, dass du damit rechnen musst irgendwann gehäuft eingeladen und/oder verstärkt in Maßnahmen (Bewerbungen etc.) gepresst zu werden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@Existenzminimun:
- Für Hartz IV qualifiziere ich mich (wohl) nicht
- Ich werde mich nach dem Bezug von ALG1, wohl Ende diesen Jahres oder Anfang 2020 mein Unternehmen starten.
- Ich wäre dann ein freiwilliges Mitglied meiner GKV, die Beiträge müsste ich selbst bezahlen.

- Existenzgründungskurse wie sie sich mein Arbeitsamt als eine der Voraussetzungen für die Förderung wünscht
wären mit meiner Erwerbsbiografie "Perlen vor die Säue". Da winke ich dankend ab.

-Ich könnte mein Unternehmen im Notfall sofort starten, aber da müsste ich schon einen "Superauftrag" an Land ziehen.
ich würde gern noch meinen Anspruch an 8,5 * monatliches ALG einkassieren.

- Ja ich mache mir Sorgen das mich "INGA" übermäßig mit den allbekannten Maßnahmen zuschütten wird.
Hier bin ich mir nicht im Bilde wie weit diese auf mich persönlich zugeschnitten sein müssten und wie das geprüft und dargestellt wird?
(Ich hatte historisch bereits 4 oder 5 Mal (Erinnerung ist so eine Sache) völlig nutzlose Maßnahmen von "Wie bewerbe ich mich richtig" bis zuletzt im vergangenen Herbst einem "Akademikereinzelcoaching".)

-Zuweisen von zumutbaren Stellen wird, wird wie ich schon oben erwähnte schwierig. Da habe ich selbst Schwierigkeiten solche Stellen für mich zu finden.
 

BerndB

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Kursive Textteile: Auszug aus "Interne ganzheitliche Integrationsberatung im Bereich SGB III (Inga) - Arbeitshilfe zur Umsetzung"
  • Betreuungsrelation in Inga beträgt ca. 1:65 Kunden/innen
  • Häufigere Kontakte zum SB
    Die Kontaktdichte und die Gesprächsdauer liegen unter Berücksichtigung der kundenspezifischen Besonderheiten im Ermessen der Inga-Berater/innen.
  • mehr Eigenbemühungen
  • Überregionale Vermittlung, wenn dort eher Stellen gefunden werden können
    Fachliche Weisung 140.5 zu §140 SGB III
  • agenturinterne Gruppenberatungen ...
    Ziel ist es, durch Nutzung der Gruppendynamik die Kunden/innen zu aktivieren und ihr bzw. ihm die Möglichkeit zu geben, sich der eigenen Stärken, aber auch Widerstände bewusst zu werden.
  • … und anleitende Gruppenseminare
    Anleitende Gruppenseminare können zu Schulungszwecken als auch zur Information genutzt werden.
Die Arbeitshilfe zu Inga kann über diese oder diese Seite angefordert werden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@ Bernd
1.)
  • Betreuungsrelation in Inga beträgt ca. 1:65 Kunden/innen
  • Häufigere Kontakte zum SB
    Die Kontaktdichte und die Gesprächsdauer liegen unter Berücksichtigung der kundenspezifischen Besonderheiten im Ermessen der Inga-Berater/innen.
"Das Arbeitsamt ist einem kurzem Spaziergang auf der anderen Seite vom Fluß entfernt.
Wenn Sie dann auch etwas anzubieten oder zu sagen hätten?
2.)
mehr Eigenbemühungen
"Wenn es dann auch mehr Stellen zum Bewerben gäbe ... ?"

3.)
Überregionale Vermittlung, wenn dort eher Stellen gefunden werden können
Fachliche Weisung 140.5 zu §140 SGB III

Das wäre noch die Frage, aber ich betreue hier meine 12 Jährige Tochter gemeinsam abwechselnd mit der von mir getrennten Mutter. Könnten wir gemeinsam weggehen wären wir nicht in diesem Kaff.

4.) Gruppenberatungen und Seminare.
Was soll da denn rauskommen? Und über meine persönlichen Dinge (Sozialdaten) äußere ich mich ohnehin nicht in Gegenwart mir fremder und unbefugter Leute. Kann aber bei belanglosen Gerede Anderer gut wegschalten. Lange auf Außendiensttagungen gelernt.


Danke für die Arbeitsanweisung.
 

BerndB

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Ich will ja nicht sagen, dass alles so wie in deren Vorschriften erwähnt umgesetzt wird.
@ Bernd
Wenn Sie dann auch etwas anzubieten oder zu sagen hätten?
Vielleicht geht es ja eher ums Mürbe machen.

"Wenn es dann auch mehr Stellen zum Bewerben gäbe ... ?"
Bei Eigenbemühungen geht es ja, wie dir bekannt ist, nicht um ausgeschriebene Stellen, sondern um Bewerbungen bei möglichen Arbeitgebern. Auch wenn die Stellen dort besetzt sind.
Das wäre noch die Frage, aber ich betreue hier meine 12 Jährige Tochter gemeinsam abwechselnd mit der von mir getrennten Mutter. Könnten wir gemeinsam weggehen wären wir nicht in diesem Kaff.
Das müsste vermutlich ein Grund gegen Umzug sein.
4.) Gruppenberatungen und Seminare.
Was soll da denn rauskommen?
Das ist die Frage? Aber da die SB's weniger Leute zu betreuen haben, werden Sie intensiver mit jedem Einzelnen Kontakt halten (müssen). Und das halt auch durch Gruppenmaßnahmen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Bei Eigenbemühungen geht es ja, wie dir bekannt ist, nicht um ausgeschriebene Stellen, sondern um Bewerbungen bei möglichen Arbeitgebern. Auch wenn die Stellen dort besetzt sind.
Das war mir so nicht bekannt, macht aber in meinem Fall keinen Sinn.
(Man kann man den Personaler damit auch richtig ärgern... .)

> 90 % dieser Stellen bieten hier nur zwei sehr große Arbeitgeber an. Mit dem einem AG davon bin ich durch, die abgelaufene "sachgrundlose" Befristung schliesst weitere Engangements nun aus.
Bei dem anderen AG stehe ich bereits auf der Liste und bekomme bereits Stellenvorschlage.

Stellen außerhalb des Duos gibt es nur sehr wenige, die ich aber weitgehend auf dem Focus habe.
Es gibt hier zwei Vermittler die sich darauf spezialisiert haben. Das wird also schwierig.
Es gab aber auch schon Angebote.
 

Nena

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Okay, mal ganz von vorne und ganz ohne Paragraphen:
Lass die Termine über Dich ergehen, Du kennst Deinen Stellenmarkt besser als SB.
Bei zugewiesenen Maßnahmen kanst Du hoffen, dass ausreichend formale Fehler in der Zuweisung sind. Ansonsten - absitzen (und die Zeit mit Sinnvollerem nutzen).
Ich hatte in INGA weniger Eigenbemühungen vorzuzeigen und geringere Termindichte.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
War nun eine Stunde bei INGA. Eine Dame etwas jünger als ich, die auch noch einen "Lehrling" dabei hatte.
Wir haben eine Stunde "geschwatzt". Aber nichts von Belang besprochen. Nichts vereinbart.
Das Wort "INGA" fiel nicht. Der nächste Termin in etwa einem Monat.
 
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