Vorbeitung PI - Inkassogläubiger

bartolomew

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Hallo Zusammen,

ich bin schon länger Mitleser des Forums und hab nun ein paar Fragen, auf die ich hier noch keine Antwort gefunden hab, deswegen stell ich sie hier mal ein :icon_stern:

Erst mal zur Situation: Ich greif einer Freundin unter die Arme, was die Privatinsolvenz (bzw. eher deren Vorbereitung angeht). Ziel ist sich mit den Gläubigern auf einen teilweisen Forderungsverzicht zu einigen und zur Einmalzahlung (mit geliehenem Geld) einer kleinen Summe zu bewegen, da bei ihr nichts zu holen ist. Sie ist Alleinerziehend und hat bereits (soweit ich weiss seit 2003) regelmässig die EV geleistet.

Mein Problem besteht nun darin, dass ich hier (zwangsweise) in Kontakt mit Inkassobüros komme. Als Beispiel möchte ich hier mal HFG Inkasso anführen. Beide Forderungen (deren Inhaber HFG angeblich vertritt) sind tituliert (aber ohne Inkassokosten, nur mit den ganz normalen Sachen, d.h. Hauptforderung, Gerichts- und RA-Kosten, sowie Zinsen). Von HFG selbst habe ich auf Nachfrage eine Aufstellung der Forderungen bekommen mit Kopie des Titels. Natürlich sind auf der Forderungsaufstellung noch die "obligatorischen" Inkassogebühren drauf (sind aber nicht tutuliert). Weiterhin ist eine Forderungsaufstellung seitens HFG auch falsch, da die ursprüngliche Rechnung (ohne die Zinsen und RA-Gebühren, sowie Gerichtskosten) bereits beim Mobilfunkanbieter beglichen worden ist (da sonst eine Umstellung der Sim-Karte nicht möglich gewesen wäre). Auch liegt mir seitens HFG weder eine Vollmachtserklärung noch eine Abtretungserklärung vor. Beide Angelegenheiten wurden bereits mehrfach von mir moniert, bezüglich der RG habe ich bereits drei mal einen Barzahlungsnachweis eingereicht. Auf mein letztes Schreiben mit Fristsetzung kam seitens HFG gar nichts mehr zurück.
Anbei mal ein Auszug meines Schreibens: "...Gerne sende ich Ihnen nun auch zum Dritten Mal die Abrechnungskopie als Zahlungsnachweis! Weiterhin fordere ich Sie auch auf, mir für beide o.g. Zeichen innerhalb von 14 Tagen ab Zugang des Schreibens eine Vollmachtserklärung des Gläubigers gemäß § 174 BGB, bzw. die Abtretungsurkunde im Original gemäß § 410 BGB zuzusenden. Sollte dies nicht geschehen, so weise ich ihre Forderung hiermit vollumfänglich zurück."

Meine Fragen: Ist mein Vorgehen (das Schreiben oben) so korrekt? Wie soll ich in so einem Fall jetzt weiter vorgehen? Wie ist mit den Kosten des Inkassobüros in solchen Fällen umzugehen, zurückweisen? M.E sind diese ja nicht berechtigt (sind ja auch nicht tituliert), weil hier die Kosten nur sinnlos in die Höhe getrieben werden (da die EV ja schon länger vorliegt) und das gegen die Minderungspflicht verstösst, zudem sind die Gläubiger alles grosse Unternehmen und eine Wahrscheinlichkeit der Zahlung wird hier auch bei Auslagerung nachweislich ja nicht höher.
Ist es sinnvoll anstatt der Inkassobüros in Zukunft lieber direkt an die Gläubiger ranzutreten mit der Bitte, falls die Forderungen abgetreten/ausgelagert worden die benötigten Unterlagen direkt einzureichen?

Vielen Dank schon mal für euer Feedback!
 

Inkasso

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Wie ist mit den Kosten des Inkassobüros in solchen Fällen umzugehen, zurückweisen? M.E sind diese ja nicht berechtigt (sind ja auch nicht tituliert), weil hier die Kosten nur sinnlos in die Höhe getrieben werden
Hi !
Die Gebühren des Inkassobüros stehen ohnehin nur auf dem Papier und spielen ja keine wirkliche Rolle denn es wird ja ein Vergleich augehandelt

Warum der HFG Inkassoladen nicht in der Lage ist Legitimationsnachweise vorzulegen kann ich auch nicht sagen
 

bartolomew

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Hat jemand ne Ahnung, was man in einem solchen Fall macht? Lieber direkt an den Gläubiger herantreten?
 
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