vor Privatinsolvenz Bausparvertrag übertragen

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HILFENRW

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Hallo,
ein Verwandter hat mir damals 25.000 € geliehen,
um ein Haus für meine Familie zu kaufen.

Wir sparen zur Zeit einen Bausparvertag an,
den wir dann zur Ablösung dieses Privatdarlehens verwenden wollen.

Nachdem wir jetzt getrennt sind, die Kinder bei der Mutter leben,
muss ich für die gesamten Kosten der gemeinsamen ehelichen
Schulden (Hoptheken) aufkommen.
Meine EX will sich aber an diesem Bausparer beteiligen.

Evtl. muss ich doch irgendwann eine Privatinsolvenz beantragen.
Jetzt ist geplant, den Bausparvertrag auf meinen Verwandten
zu übertragen, damit gesichert ist, das er sein Rückzahlung
wie geplant erhält.

Wieviel Zeit muss vergehen, damit ich nach dieser Übertragung
eine Insolvenz anmelden kann und die Übertragung des Bausparers
nicht mehr rückgängig gemacht werden kann?

Danke für eure Antworten.
 

Silvia V

Redaktion
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Den Bausparvertrag in der Ansparphase auf einen Nichtverwandten zu übertragen ist schwierig,man verliert alle Prämien-und Steuervorteile.Laß Dich diesbezüglich von der Bausparkasse beraten.

Vor der Insolvenz ist eine derartige Übertragung heikel,sie könnte vom Treuhänder angefochten werden.Dein Bekannter müsste genau wie die anderen Gläubiger seine Forderung anmelden und darf nicht bevorzugt werden.
Dabei bestehen je nach Sachlage Fristen von 3 Monaten bis zu 10 Jahren.

Im Insoantrag gibt es nicht umsonst die Anlage 3 (Angaben zum Vermögen),unter anderem wird dort auch nach Schenkungen und Veräusserungen in den letzten 10 Jahren gefragt.


§ 133 Vorsätzliche Benachteiligung

(1) Anfechtbar ist eine Rechtshandlung, die der Schuldner in den letzten zehn Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag mit dem Vorsatz, seine Gläubiger zu benachteiligen, vorgenommen hat, wenn der andere Teil zur Zeit der Handlung den Vorsatz des Schuldners kannte. Diese Kenntnis wird vermutet, wenn der andere Teil wußte, daß die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners drohte und daß die Handlung die Gläubiger benachteiligte.
(2) Anfechtbar ist ein vom Schuldner mit einer nahestehenden Person (§ 138) geschlossener entgeltlicher Vertrag, durch den die Insolvenzgläubiger unmittelbar benachteiligt werden. Die Anfechtung ist ausgeschlossen, wenn der Vertrag früher als zwei Jahre vor dem Eröffnungsantrag geschlossen worden ist oder wenn dem anderen Teil zur Zeit des Vertragsschlusses ein Vorsatz des Schuldners, die Gläubiger zu benachteiligen, nicht bekannt war.




InsO - Einzelnorm
 
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