Vor oder nach dem Urlaub arbeitslos melden und ALG beantragen?

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Hillerche

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Hallo zusammen,

sollte ich hier nicht den richtigen Bereich getroffen haben, weist mich bitte zurecht :icon_smile:

Folgendes: Ich habe derzeit noch einen befristeten Vertrag der bis zum 21.12. läuft, ein Freitag. Ich werde aber aus persönlichen Gründen nicht verlängern (mir graut schon wieder davor um 7.45 Uhr im Büro antanzen zu müssen). Anspruch auf ALG besteht auch, da ich über drei Jahre in der Firma beschäftigt bin oder war (vorher hatte ich dort eine dreijährige Ausbildung).

Jetzt habe ich aber schon vor einiger Zeit einen Urlaub gebucht vom 25.12. bis zum 16.01..
Wann muss ich mich denn "persönlich" arbeitslos melden und ALG beantragen (das mir eine Sperrzeit bevorsteht ist mir bewusst)? Geht dass schon am 21.12.? Eigentlich bin ich an dem Freitag ja noch "angestellt". Oder eben erst wenn ich aus dem Urlaub zurück bin am 17.01.? Zwischen dem 21.12. und dem 25.12. ist ja kein Arbeitstag mehr wo ich persönlich vorsprechen könnte.
Und wenn ich mich vorher schon arbeitslos melden kann, soll ich dann vom bereits gebuchten Urlaub erzählen oder lieber nicht? :icon_kinn:

Und Nein, ich kann und werde den Urlaub nicht verschieben oder stornieren. Ich brauche dass als "kleine Auszeit" sozusagen. Die letzten Jahre im Job haben mich wirklich genug Nerven und schlaflose Nächte gekostet.
Mir ist auch bewusst, dass ich wohl eine dreimonatige Sperre bekommen werde, da ich ja eine Weiterbeschäftigung seitens meines Chefs abgelehnt habe.

Währe schön wenn mir hier jemand Meinungen oder Tips geben kann, wie ich mit der Situation umgehen soll.

LG und noch eine gute Nacht!
 

ZynHH

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Einen befristeten Arbeitsplatz ohne Verlängerung hättest du bereits vor 3 Monaten melden müssen um eine sperre zu umgehen.

Am 21.12. geht doch eh die Welt unter.... was interessierts da noch, lacht.

Das einzige was es dir helfen würde, deine Sperrzeit würde bereits während deines Urlaubs laufen.

Du fühlst dich nicht krank oder so?

Krankheit würde ja deine ALG-Zeit entsprechend verlängern.... aber wenn du natürlich gesund bist, ist das viel besser.
 

Hillerche

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Ja stimmt, wenn ich das ganze noch brauch bezgl. Weltuntergang :biggrin:

Das mit den drei Monaten vorher melden weis ich ja, aber das ist ja nur die "arbeitsuchend" Meldung. Am ersten Tag der Arbeitslosigkeit muss man sich ja dann "arbeitslos" melden. Und das währe bei mir der 27.12., da der 22.12. ja ein Samstag ist und dann erst mal Weihnachten kommt. Aber an dem Tag bin ich ja nicht da. Deswegen die Frage ob ich mich vor oder nach dem Urlaub arbeitslos melden soll.

Und wegen der Sperrzeit, würde mir den die AfA Urlaub genehmigen wenn ich hin gehe, mich arbeitslos melde und gleichzeitig sage "ab nächster Woche bin ich drei Wochen in Urlaub"?

Krank fühle ich mich zum Glück "nur" wenn ich zur Arbeit gehe, bis auf die ganzen Gedanken um den Job die mir daheim im Kopf rum schwirren.
 

ZynHH

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Ich gehe mal davon aus, das die Krankenkasse eh 4 Wochen lang weiterläuft, demnach würde ich mich erst nach dem Urlaub melden. Dumm nur, wenn du Krank aus dem Urlaub kommst.... aber dazu sagt bestimmt noch jemand etwas.
 

Doppeloma

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Hallo Hillerche,

Das mit den drei Monaten vorher melden weis ich ja, aber das ist ja nur die "arbeitsuchend" Meldung.

OK, das hast du also ordnungsgemäß gemacht und hast du da verkündet, dass DU selbst die Verlängerung des Arbeitsvertrages ablehnen würdest, wenn es dir angeboten wird ???

Allgemein wird doch dann einfach NICHT verlängert, es gibt keine Kündigung (vom AG) weil das Arbeitsverhältnis ja befristet war, üblicherweise ist das "der Lauf der aktuellen Arbeits-Welt" und KEIN Grund für eine Sperre.

Das braucht ja ein AG auch gar nicht begründen, warum nicht verlängert wurde, es ist eben so und fertig...

Am ersten Tag der Arbeitslosigkeit muss man sich ja dann "arbeitslos" melden. Und das währe bei mir der 27.12., da der 22.12. ja ein Samstag ist und dann erst mal Weihnachten kommt. Aber an dem Tag bin ich ja nicht da. Deswegen die Frage ob ich mich vor oder nach dem Urlaub arbeitslos melden soll.

Du solltest dich VOR deinem Urlaub arbeitslos melden und offen über deinen gebuchten Urlaub reden, ich denke so ist die Chance größer, dass du ganz offiziell auch in Urlaub darfst und keine Sperre bekommen wirst.

Du hast die ganze Zeit gearbeitet und nun wird nicht mehr verlängert, dafür kannst du doch nichts und der Urlaub ist gebucht /bezahlt, eine so kurzfristige Absage würde hohe Storno-Gebühren bewirken ...die müßtest du der AfA dann leider "in Rechnung stellen", hast ja sicher auch eine schriftliche Buchungs-Bestätigung aus der hervorgeht, wann gebucht wurde. :icon_daumen:

Und wegen der Sperrzeit, würde mir den die AfA Urlaub genehmigen wenn ich hin gehe, mich arbeitslos melde und gleichzeitig sage "ab nächster Woche bin ich drei Wochen in Urlaub"?

Ich denke nicht, dass es eine Sperrzeit geben wird, es ist zwar schon viele Jahre her, als ich auch mal die Übernahme (nach 6 Monaten Probezeit) ausgeschlagen habe, bei der AfA gab es keine Probleme deswegen, habe mitgeteilt, dass man mich nicht fest übernommen hat und damit war die Sache erledigt. :icon_daumen:

Krank fühle ich mich zum Glück "nur" wenn ich zur Arbeit gehe, bis auf die ganzen Gedanken um den Job die mir daheim im Kopf rum schwirren.

Naja, eine AU-Bescheinigung, um dann den Urlaub anzutreten, halte ich auch nicht wirklich für eine gute Idee, denn nach Ende des Arbeitsvertrages wären dann einige Dinge zur Krankengeld-Zahlung (mit der KK) zu regeln, die werden da sicher keine sofortige Urlaubsgenehmigung geben.

Meldest du dich vorher NICHT mehr bei der AfA, bekommst du (nach dem Urlaub) mindestens 1 Woche Sperre wegen verpäteter Arbeitslos-Meldung und du bist auch ab Ende deines Arbeitsvertrages nicht mehr krankenversichert, bis dann die AfA zahlt bleibt das auch so, egal ob das dann nur 1 Woche oder womöglich 3 Monate dauert mit der Sperre. :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 33865

Gast
Hallo Hillerche,


Du solltest dich VOR deinem Urlaub arbeitslos melden und offen über deinen gebuchten Urlaub reden, ich denke so ist die Chance größer, dass du ganz offiziell auch in Urlaub darfst und keine Sperre bekommen wirst.

Du hast die ganze Zeit gearbeitet und nun wird nicht mehr verlängert, dafür kannst du doch nichts und der Urlaub ist gebucht /bezahlt, eine so kurzfristige Absage würde hohe Storno-Gebühren bewirken ...die müßtest du der AfA dann leider "in Rechnung stellen", hast ja sicher auch eine schriftliche Buchungs-Bestätigung aus der hervorgeht, wann gebucht wurde. :icon_daumen:

hier unterschreibe ich einfach mal :).
Geh die Tage vorher hin, meist gibt es ja einen Tag, wo die Agentur bis 18.00 Uhr auf hat und melde dich arbeitslos.

Gruß
 

Hillerche

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Warscheinlich werde ich mich dann am 20.12. arbeitslos melden. An dem Tag hat die AfA bei uns bis 18 Uhr auf und ich arbeite sonst immer bis 17 Uhr. Bin mir halt noch unsicher was den Urlaub angeht. Weil wenn ich nix davon erzähle, könnte ich mir schon vorstellen das die mir gleich zu Jahres- oder Schulanfang irgendne Maßnahme aufbrummen wollen, oder mindestens ein Vermittlungsgespräch. Dann kann ich ja schlecht sagen dass ich nicht da bin.

Und wenn ich erzähle, das ich die ersten drei Wochen nicht zur Verfügung stehe, könnte es dann zusätzlich noch mal eine Sperrfrist zu den ohnehin wahrscheinlich schon drei Monaten geben oder sind drei Monate Sperre das maximale was geht?

Und wenn ich mich erst nach dem Urlaub melde ist das auch so ne Sache. Die Krankenversicherung läuft ja wohl einen Monat über das Ende der Arbeit automatisch weiter. Nur dann kommen blöde FRagen auf, warum melde ich mich erst jetzt usw..

Wenn ich mich tatsächlich erst nach dem Urlaub arbeitslos melde, beginnt die Sperrfrist erst an diesem Tag? Oder wird da rückwirkend ab dem ersten Tag Arbeitslosigkeit gerechnet und es währen im Fall der Fälle nur noch 2 Monate Sperre?:icon_kinn:
 
S

silka

Gast
Hallo, Hillerche
mal ´n Versuch:
- melde dich doch eher als am 20.12. persönlich arbeitslos, z.B. am 13.12.
- Da kriegst du ne Menge Zettel und man gibt dir wahrscheinlich einen Termin für später, irgendwann im Januar. Bei der Alo-Meldung wird garantiert nichts vereinbart. Nicht bei der AfA.
-warum sollte es 3 Monate Sperrzeit geben? Weiß die AfA, daß du die Verlängerung selbst abgelehnt hast?
- Ansonsten ist die Befristung zu Ende. Es gibt dann keine Kündigung und auch nichts anderes. Noch nichtmal ein Dankeschön vom Chef.
- Da die AfA bzw. ihre Mitarbeiter auch Weihnachten und Jahreswechsel haben und Resturlaub und Urlaub---wirst du wahrscheinlich nicht sofort Anfang Januar eine Einladung bekommen.
-Wem solltest du vom gebuchten Urlaub erzählen?
-Kommt eine Einladung vor dem 17.1., dann kannst du diesen Termin nicht wahrnehmen.
Genau DAFÜR, für dieses Meldeversäumnis , kannst du eine Sperrzeit von einer Woche bekommen. Nach Absatz 6
§ 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit

- Kann man sich nicht bei vielen AfA inzwischen sogar online arbeitslos melden?
lies mal, wie es bei dem hier war:
Arbeitsagentur für Arbeit Berlin

-Krankenversicherung hat den Karenzmonat noch immer, also für Januar auf jeden Fall.

Denk nochmal drüber nach.
 
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