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Von Reha arbeitsunfähig, HA verweigert Krankschreibung

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isabel

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Hallo,
mein guter Bekannte (ich schreibe nicht: ein Freund, weil dass falsch verstanden werden könnte - also nicht mein Lebensgefährte) wurde am 11.01 von seiner Reha als arbeitunfähig entlassen. Als Betreuerin war ich bei Abschlussgespräch und auch bei körperlichen Untersuchung dabei. Muss ich zugeben: die Neurologin war klasse.
Jetzt verweigert der HA weitere Krankschreibung. Wenn schon von Reha, also DRV ganz klar beurteilt wird: arbeitsunfähig, welche Rechte dagegen hat ein HA? Abgesehen davon, dass er die Medikamente nicht weiter verschreiben will, die gut eingeschlagen waren. (Antidepr.-neu)
Ich bin dabei, einen anderen (meien) HA in Anspruch zu nehmen.
Ich möchte gerne wissen, in wie weit sich die HÄ-e an Reha Bescheid halten müssen oder sollen.
Als ich mit dabei war, war der Arzt sehr verständnissvoll und zuvorkommend. Scheinheilig.
Da ich letzte Tage keine Zeit hatte, mitzugehen, musste mein Freund alleine dahin.
Da er Schwirigkeiten hat, sich zu aüßern (nach Schlaganfall), habe ich nur verstanden, dass der Arzt ihn, aus welchen Grund auch immer, nicht krankschreiben will und auch die nötige Antidepr. nicht verschreiben will. Nicht mal die nötige Überweisungen für Neurologe und Rp für Ergo- und Sprach- therapie.
Ich habe mit Erfolg Humanmedizin studiert ("leider" nur in Polen) und ich weiss ganz genau, dass mein Betreute die Medis braucht und nicht arbeitsfähig ist. Was kann ich tun?
Ich habe vor, anderen HA zu nehmen.
Trotzdem, möchte ich den jetztigen ein Denkzettel verpassen. Dass er nur eigene Tasche in Sicht hat, weiss ich auch von anderen Patienten.
MfG
Isabell
 

bellox

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wie du schon selbst schreibst, dringend anderen Hausartzt suchen und den Herrn an die Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkasse melden.Eventuell noch anzeigen wegen unterlassener Hilfeleistung...
 
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halli isabel,

unbedingt den HA wechseln. ich würd auch die kassenärzliche vereinigung auf den aufmerksam machen.
ich vemmute mal das der derzeitige HA sein budget schonen möchte und eigentlich "teure" patienten mehr oder weniger im regen stehen lässt.

liebe grüße von barbara
 
E

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Der Abschlussbericht der ReHa ist im Prinzip eine "Empfehlung zur Weiterbehandlung" an den behandelnden Arzt. Wenn der, wie in deinem Fall, eine Arbeitsunfähigkeitfortführung verweigert, so ist das zwar ungewöhnlich, aber der Abschlussbericht ist keine Arbeitsanweisung dür den Arzt.
Wenn das ein Allgemeinmediziner ist, würde ich sowieso lieber zum Facharzt gehen, zumal die Medikamentierung bei Depressionen in kompetente Hände gehört.
 

isabel

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halli isabel,

unbedingt den HA wechseln. ich würd auch die kassenärzliche vereinigung auf den aufmerksam machen.
ich vemmute mal das der derzeitige HA sein budget schonen möchte und eigentlich "teure" patienten mehr oder weniger im regen stehen lässt.

liebe grüße von barbara
Ich weiss, dass es so ist. Ich werde eine Beschwerde schreiben. Ich hoffe nur, dass mein HA, eigentlich auch für mich ziemlich neu (aber Links-Sympatisant), Verständniss hat. Ich hatte auch sehr schlechte Erfahrungen mit meinen damaligen HA gemacht, deswegen habe ich gewechselt.
Ich denke, die Deckelung und Bugetierung von HÄ-en hat sehr viel damit zu tun. Es liegt mehr oder weniger an System. Trotzdem, würde ich mein Hipokrates-Eid nicht vergessen und einfach des Geldes wegen: Hilfe verweigern.
Mit der Deckelung habe ich schon verstanden; aber warum keine Krankschreibung mehr? Das kostet doch nichts.
Ich bin Idealistin - vielleicht deswegen verstehe ich manche Sachen nicht.
Noch mals danke, Barbara. Es wäre schön, wenn Du mir (PN) einen Entwurf für die Beschwerde vorschlagen könntest. Ich möchte eben keine Fehler machen.
LG
Isabell
 

Rounddancer

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Daß der HA die Krankschreibung verweigert, das ist, wenn der Patient eine Arbeit hat, unverständlich. Wäre der Patient Alg II, da gibt es Handlungsempfehlungen von Ärztekammern, diese nicht krankzuschreiben.

Und daß er versucht, um die Weiterverschreibung der Medikamente, auf die der Patient in der Reha eingestellt war, ist aus seiner Budgetsituation eigentlich einsehbar,- aber da hilft nur, die Krankenkasse einzuschalten. Schließlich gibt es ja für Ärzte die Möglichkeit, Medikamente für Sonderfälle außerhalb des Budgets zu verschreiben.

Aber daß der die Überweisung zum Facharzt verweigert,- ist untragbar, Ok, er darf pro Fachrichtung im Quartal nur eine Überweisung pro Patient ausschreiben,- aber sie zu verweigern bringt ihm auch wirtschaftlich nichts.

Was tun? Krankenkasse einschalten. Sofort, denn von der Reha kriegt man normal nur Medikamente für zwei, drei Tage mit.
 

isabel

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Hallo, Demolierer,
die 10,-€ für ersten Quartal wurden bezahlt. Für Fachärzte gilt es: entweder Überweisung oder wieder 10,-€. Der HA hat keine Überweisung - sehr notwendig für Neurologen, ausgestellt.
Na, ja, dann wird noch mal die Gebühr bezahlt, aber mehr Sorgen machen mir die Termine: in 1Monat oder 2 oder 3. Die Quitung kann ich als Kopie verlangen, der Patient hat es nicht bekommen und sich eigentlich nicht darum gekümmert. Schlaganfall ist manchmal sehr tückisch: man erkennt es nicht, wann der Betroffene als ein Kind sich benimmt, oder als Erwachsene.
Ich kann nur hoffen, dass ich einen Termin schnell bekomme, für meinen Freund.
Leider, keiner von uns ist privatversichert!

MfG
Isabell
 

isabel

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Daß der HA die Krankschreibung verweigert, das ist, wenn der Patient eine Arbeit hat, unverständlich. Wäre der Patient Alg II, da gibt es Handlungsempfehlungen von Ärztekammern, diese nicht krankzuschreiben.

Und daß er versucht, um die Weiterverschreibung der Medikamente, auf die der Patient in der Reha eingestellt war, ist aus seiner Budgetsituation eigentlich einsehbar,- aber da hilft nur, die Krankenkasse einzuschalten. Schließlich gibt es ja für Ärzte die Möglichkeit, Medikamente für Sonderfälle außerhalb des Budgets zu verschreiben.

Aber daß der die Überweisung zum Facharzt verweigert,- ist untragbar, Ok, er darf pro Fachrichtung im Quartal nur eine Überweisung pro Patient ausschreiben,- aber sie zu verweigern bringt ihm auch wirtschaftlich nichts.

Was tun? Krankenkasse einschalten. Sofort, denn von der Reha kriegt man normal nur Medikamente für zwei, drei Tage mit.
Hallo, Heinz,
ich war bei letzten Termin nicht dabei. Tatsache ist: mein Freund hat keine Überw. , keine Krankschr. und kein Rp für die empfohlene Medis bekommen.
Ich kann ihn selber nicht immer verstehen - er kann sich nicht gut artikulieren und vergisst manche Tatsachen sofort.
Mit der KK IKK ist gute Idee.
MfG
Isabell
 
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Einen anderen arzt nehmen so schnell wie möglich, Mann kann aber auch noch eine beswerde bei der Ärztekammer einrichten weil er ja den patienten darmit schadet.
 

Cantik

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Hallo,

ich kann Euch nur empfehlen eine Patientenstelle zu kontaktieren:
Willkommen bei der BAGP

Die Beratung ist kostenlos und falls keine Beratungsstelle in der Nähe ist kann diese auch telefonisch erfolgen.

Ich würde auch noch die zuständige "Kassenärztliche Vereinigung" über das Verhalten des Arztes informieren.

Eine andere Idee das "neue, teuere" Medikament verschrieben zu bekommen ist, eine Schmerzambulanz der Uniklinik aufzusuchen.

Ich bin nach einer "verpfuschten OP" und Krebstherapie Dauerschmerzpatientin (Behandlung auch mit Opiaten).

Der Weg dahin ist folgender:

Ruf die Uniklinik (oder auch andere Klininken mit Schmerzambulanz) an, erkundige Dich wie Du vorgehen musst.

Bei mir war es so, das mein Hausarzt mir eine Überweisung zum Anästhesisten ausstellt, der überweist Dich dann zur Schmerzambulanz. Beim Hausarzt musst Du ziemlich hartnäckig sein!

Vor dem ersten Termin in der Ambulanz wird dir sehrwahrscheinlich ein "Schmerzfragebogen" zugeschickt, den du vor dem ersten Termin auch wieder zurückschicken musst.

Der Vorteil bei der Schmerzambulanz ist, das die ein sehr viel höheres Budget als die Fachärzte haben, ich bekommen z. B. jeden Monate ein Krankengymnastik-Rezept für 10 Anwendungen (auch Osteopathie).

Oder schau mal unter Deutsche SCHMERZliga e.V. - zuhören, verstehen, helfen - Patientenorganisation, da gibt es auch ein Forum.

Kann Dein Freund nicht wieder die Klinik aufsuchen zur ambulanten Behandlung?

Viel Erfolg
Cantik
 

Schalentierchen

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Au weia,

da ist ja Einiges falsch gelaufen.

Zu allererst:
Ein HAUSARZT ist in der Regel Allgemeinmediziner.

Allgemeinmediziner sind, wie Fachärzte auch, an den Richtlinien der Krankenkassen gebunden.

Die Krankenkassen haben ganz genaue Vorgaben, welcher Arzt welche Untersuchungen vornehmen lassen dürfen (bei Verfehlungen wird nicht bezahlt); genau so, wie nur bestimmte Arzneimittel verschrieben werden dürfen.
Ebenso verhält es sich mit Krankschreibungen.

Wenn es sich also bei dem Hausarzt tatsächlich "nur" um einen Allgemeinmediziner handelt, wird er an seine (Krankenkassen) Grenzen gestoßen sein.

Ist der Hausarzt allerding ein Facharzt, ist sein Verhalten unverständlich.

Vielleicht solltet ihr noch einmal gemeinsam vorsprechen?

Ansonsten: Facharzt aufsuchen und zwar DEN Facharzt, der auch in er Reha-Klinik zuständig war.
Soll heißen: In der Klinik war es ein Neurologe, der ihn arbeitsunfähig entlassen hat, sollte ein Neurologe aufgesucht werden.

Ist alles schwierig, aber wenn man sich grundsätzlich daran hält, dass ein Allgemeinmediziner laut Krankenkassenverordnung "am wenigsten" darf, hat man schon ein bisschen dazugelernt.

LG
Schalentierchen, ohne Hausarzt, aber mit Fachärzten an der Seite.
 

isabel

VIP Nutzer*in
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Au weia,

da ist ja Einiges falsch gelaufen.

Zu allererst:
Ein HAUSARZT ist in der Regel Allgemeinmediziner.

Allgemeinmediziner sind, wie Fachärzte auch, an den Richtlinien der Krankenkassen gebunden.

Die Krankenkassen haben ganz genaue Vorgaben, welcher Arzt welche Untersuchungen vornehmen lassen dürfen (bei Verfehlungen wird nicht bezahlt); genau so, wie nur bestimmte Arzneimittel verschrieben werden dürfen.
Ebenso verhält es sich mit Krankschreibungen.

Wenn es sich also bei dem Hausarzt tatsächlich "nur" um einen Allgemeinmediziner handelt, wird er an seine (Krankenkassen) Grenzen gestoßen sein.
Facharzt für Innere und Notfallmed.

Ist der Hausarzt allerding ein Facharzt, ist sein Verhalten unverständlich.

Vielleicht solltet ihr noch einmal gemeinsam vorsprechen?
Montag oder di.

Ansonsten: Facharzt aufsuchen und zwar DEN Facharzt, der auch in er Reha-Klinik zuständig war.
Soll heißen: In der Klinik war es ein Neurologe, der ihn arbeitsunfähig entlassen hat, sollte ein Neurologe aufgesucht werden.
Die neurologin von der Rehe war wirklich sehr gut. ich werde mit Ihr Kontakt aufnehmen, aber sie kann auch nur Empfehlung schreiben, mehr nicht.

Ist alles schwierig, aber wenn man sich grundsätzlich daran hält, dass ein Allgemeinmediziner laut Krankenkassenverordnung "am wenigsten" darf, hat man schon ein bisschen dazugelernt.

LG
Schalentierchen, ohne Hausarzt, aber mit Fachärzten an der Seite.
Ein Überweisungschein für Neurologe ist seit heute (freitag) vorhanden. Die Termine sin aber sehr langfristig. Bis dahin steht man einfach alleingelassen da.


Hallo, Cantik,
ich bin selber bei Schmertzarzt seit Jahren, (witzigerweise Facharzt für Sportmed.) bekomme immer größere Dosis von Tilidin und ab und zu Physiotherapie. Bin nicht zufrieden.
Schmerzfragebogen finde ich sehr unsinnig, die bekomme ich mindestens ein mal pro Quartall und habe, außer die Erste, noch keine mehr abgeliefert. Viele Fragen sind darauf bedacht, den Patienten in die Psychoschiene zu schieben. Viele Fragen sind unverständlich formuliert - ":icon_kinn:da muss ein Deutschlehrer ran".
Kann Dein Freund nicht wieder die Klinik aufsuchen zur ambulanten Behandlung?
Ja, kann er und zwar 2mal die Woche für ungefähr 9Monate. Da sind aber dopellte Fahrkosten, für ihn und für mich als Begleitung.
Antrag auf Behinderungsgrad, G und Begleitung wurde schon gestellt, die Bearbeitungszeit ist lang und Ergebniss steht in dem Himmel.

Danke Euch für die Anteilnahme und recht gute Tipps.
Ihr habt mir sehr geholfen.
MfG
Isabell
 

Muzel

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Ein Schmerztagebuch hat im Wesentlichen für den Arzt eine Kontrollfunktion seiner Medikation.
 
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