Von heute auf morgen MAE - bitte um Hilfe

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ronja000

Elo-User*in
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1
Hallo Forengemeinde,
ich brauche diesmal Hilfe für eine gute Freundin.
Sie bekam heute ein Schreiben, wo ihr mitgeteilt wurde, das sie bereits am Montag eine MAE machen soll ( Anhang 1) und eine Zuweisungschreiben (Anhang 2).
Sie bat mich völlig verunsichert um Hilfe und da ich mir selbst nicht ganz sicher bin bitte ich euch um Rat.
Meiner Meinung nach ist die Tätigskeitbeschreibung nicht korrekt genug.
Nach telef. Absprache mit dem Trägerder MAE wurde ihr mitgeteilt, das sie einen Kellerraum für die Schaffung eines Tagestreffs und für die Konteaktpflege für die Betroffenen des Förderungsvereines ausbauen sollen.
Leider hatte sie damals eine EGV unterschrieben.
Sie war bis vor kurzen wegen starken Schmerzen in der linken Hand mehrere Wochen AU.
Der behandende Arzt hat ihr gesagt, das sie falls eine Vermittlung durch das Amt, bei dem eine Belastung der Hand erfolgen würde, er sie sofort wieder AU schreiben würde.

Nun meine Bitte um Ratschläge.
1. Dürfen die überhaupt eine Masnahme so kurzfristig anordnen?
2. Ist diese MAE überhaupt unter zusätzlich einzuordnen?
3. Was würdet ihr anihrer Stelle tun um diese MAE abzuwenden?

ich bedanke mich schon jetzt für eure Meinungen und Ratschläge
 

Anhänge

  • Martin MAE.pdf
    1,1 MB · Aufrufe: 195
  • Martin Zuweisung.pdf
    1,1 MB · Aufrufe: 201

Dirkus

Accountproblem bitte Admin informieren.
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Hallo,

die EGV wäre wichtig!

-----------------------------

Und ich bitte jetzt "Curt the Cat" "Martin" und andere Admins dies bitte stehen zu lassen. Und es wird richtig traurig im Rahmen deutscher Geschichte.

Die Schreiben, welcher der/die geladen hat tuen in der Seele weh. Ist es wirklich so weit?!? Ich schätze ja. Die Briefe (.pdf) ähneln sehr einer Deportation. Sorry ich weiss - aber wie lange soll das noch gehen?

"Sehr geehrte Frau...., wir freuen uns..." "Nehmen sie bitte dieses Schreiben und den Gelben Stern mit" "sämtliche Unterlagen, auch den Zuweisungsschein, zeigen sie unaufgefordert vor" "Sie werden gut behandelt, Ihr Fallmanager"

Ich könnte jetzt Zeitdokumente auch 19XX hochladen - die Textstellen sind einfach identisch!

----------------------------------------------

Es kann nicht angehen. Ehrlich nicht. Und gerade im "Osten" werden die immer schlimmer!

edit: bei einigen Textstellen habe ich etwas dazu geschrieben, zwischen den Zeilen steht es aber im Original.
 

kelebek

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ad 1:
Ja.​

ad 3:
Zuerst: Widerspruch beim JC schriftlich nachweislich einlegen; umgehend.

Zweitens: Prüfen, ob ein ER-Antr. ans SG zum Widerspruch begründbar und sinnvoll ist; ER-Antrag stellen, umgehend.

Drittens: Da eine Zuweisung vorliegt und sofern keine offensichtliche Rechtswidrigkeit angenommen werden kann und sofern eine - zumindest vorläufige, im Verlauf aber vielleicht wieder abwendbare Sanktion - nicht in Kauf genommen werden will: Hingehen, nichts unterschreiben, den Träger Löcher in den Bauch fragen, alles zum Prüfen mitnehmen, mitprotokollieren und qualifiziertes Gedächnisprotokoll verfassen + im vorliegenden Falle Aufgabenbeschreibung mit dem behandelnden Arzt auf Genesungsgefährdung prüfen und evtl. als Konsequenz AU schreiben lassen.​


...s' is' sicher unvollständig, was ich hier schreib'; nu' isses mal ein Anfang ...
 
H

hass4

Gast
Gesundheitliche Einschränkungen sind nach § 10 SGB II ein wichtiger Grund eine Tätigkeit abzulehnen.

§ 10 SGB II Zumutbarkeit

Sollte eine Belastung der Hand aus gesundheitlichen Gründen für handwerkliche Tätigkeiten nicht zumutbar sein dann kann sie das Angebot aus dem Grund ablehnen.

Ich würde auf jeden Fall den Maßnahmeträger aufsuchen und mich erkundigen welche körperlichen Belastungen da auf mich zukommen, denn meistens steckt ja in solchen Maßnahmen nie das drin was drauf steht!

Fakt wird dann wohl sein wenn es nicht zur Arbeitsaufnahme kommt dass der ärztliche Dienst eingeschaltet wird um die Leistungsfähigkeit zu prüfen.
 

Ollunddoll

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Meiner Meinung nach ist die Tätigskeitbeschreibung nicht korrekt genug.
Nach telef. Absprache mit dem Trägerder MAE wurde ihr mitgeteilt, das sie einen Kellerraum für die Schaffung eines Tagestreffs und für die Konteaktpflege für die Betroffenen des Förderungsvereines ausbauen sollen.

Meiner Meinung nach ist das eine Arbeit für Handwerker. Hier sollen mal wieder Löhne und Sozialleistungen auf Kosten anderer eingespart werden.
Ich würde mich AU schreiben lassen und nen Tip an den Zoll und vor allem die Berufsgenossenschaft geben. Wenn da jemand verunfallt, was dann?
 
E

ExitUser

Gast
Hab mir den Laden mal angeschaut, da geht es wohl eher um ein wieder ein Sozialisieren :icon_party: bist du den in irgend einer weise von Drogen abhängig ? :icon_kinn:

Also ich würde schlagartig Depressionen bekommen wenn man mir das unterstellt :icon_eek:

Einrichtungsprofil

So bekommt man die Statistik auch gebügelt.
 
H

hass4

Gast
@ ollunddoll

ja, das kann alles sein, muss aber nicht!!

Es kann auch sein dass es eine Maßnahme ist aus der Ecke, Eulenspiegel lässt grüßen.

Es kann genau so gut sein dass der Kellerraum nur für diesen Zweck genutzt wird, sprich immer wieder neu umgestaltet wird, eine Dauerbaustelle!

Wenn ich mir 100 % sicher bin dass ich für Zwecke eingesetzt werde die auch öffentlich ausgeschrieben werden müssen, wie diese Umbaumaßnahme und Renovierungsarbeiten wo der Maßnahmeträger nur seine finanziellen Vorteile nutzen will kann ich den Zoll und sonstige informieren.

Bis sie das aber unter Dach und Fach hat in der Kürze der Zeit die Ihr bleibt um das auch nachzuweisen steht auf einem anderen Blatt.
Sollte sich herausstellen dass sie völlig falsch liegt und aus dem Grund die Arbeitsaufnahme verweigert haben, kann sie sich auf 30 % Sanktion einrichten!!

Montag soll sie da hin !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 

gila

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20 Dezember 2008
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Sie war bis vor kurzen wegen starken Schmerzen in der linken Hand mehrere Wochen AU.
Der behandende Arzt hat ihr gesagt, das sie falls eine Vermittlung durch das Amt, bei dem eine Belastung der Hand erfolgen würde, er sie sofort wieder AU schreiben würde.

Nun meine Bitte um Ratschläge.
1. Dürfen die überhaupt eine Masnahme so kurzfristig anordnen?

Ja - dürfen sie.

2. Ist diese MAE überhaupt unter zusätzlich einzuordnen?

Müsste man prüfen und hinterfragen ...

3. Was würdet ihr anihrer Stelle tun um diese MAE abzuwenden?

versuchen mit relativ "kleinem Aufwand" auf eher friedliche Art ... :icon_twisted:
ich bedanke mich schon jetzt für eure Meinungen und Ratschläge

Wichtigste Frage: GIBT ES EINE RÜCKSEITE zu der Zuweisung?
Steht eine RechtsFOLGENbelehrung irgendwo drauf?

Im Allgemeinen sind Zuweisungen zu AGHs (Arbeitsgelegenheiten) Verwaltungsakte. Man muss hin - oder in Widerspruch gehen.

Dazu müsste es aber auch eine RechtsBEHELFSbelehrung geben ...

Egal wie es ist: bei einer einfachen Zuweisung OHNE RfB und RBB dürfte doch nach den gegebenen Umständen die Mitteilung an den SB (schriftlich) genügen, dass man "leider" an der angebotenen AGH nicht teilnehmen kann, da eine Erkrankung der Hand noch nicht vollständig ausgeheilt ist und lt. Einschätzung des Arztes hier noch keinerlei Belastung stattfinden darf, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden. Auf Wunsch könne dies durch ein entsprechendes Attest nachgewiesen werden. Hierzu bittet man um Kostenzusage für die Übernahme der Gebühren.

Bei Zuweisung als VA mit RBB muss man das leider als Widerspruch formulieren - es sei denn, man hat einen guten Draht zum SB und kann ihn gleich Montag dazu bewegen, die Zuweisung zurück zu ziehen.
Gelingt dies nicht, muss man Widerspruch einlegen und Antrag aW - die medizinischen Gründe darlegen - aber am Montag mit einer dicken Handschiene da hin und dem Träger klar machen, dass man - so gerne man ja wollte - nicht KANN und darf.
 
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