Von der ZAF direkt zum Entleihbetrieb, es scheitert am Geld?!

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Maximilian32

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Hallo Community,

ich habe aus "aktuellem Anlass" mal eine Frage: Ich kenne jemanden, der ist mittlerweile über zwei Jahre bei eine ZAF angestellt. Er ist in E4 eingestuft und bekommt ein Zulage, glaube 0,25€ Cent. Das bedeutet (er ist länger als 12 Monate beim aktuellem Entleihbetrieb) E4, > 12 Monate, 11,47€ pro Stunde (OST ab 01.03) + 0,25€ Cent Zulage, also 11,72*151,67 = 1777€ Brutto.

Nun wollte der Entleihbetrieb ihn schon gerne mehrfach übernehmen. Der Haken an der Geschichte: Er würde nur mit befristeten Arbeitsvertrag eingestellt werden, dieser wird wohl auch einmal verlängert, bevor man unbefristet einstellen würde. Und es gib nicht mehr Geld, als von der ZAF.

Kann mir das jemand logisch erklären? Er wird da gebraucht, macht eine gute Arbeit und wurde schon "anfangs" gefragt ob er nicht direkt einsteigen möchte, die Auftragslage ist gut.

Wieso zahlt das UN (Entleihbetrieb) lieber an die ZAF rund 1800€ brutto * 1,9 (gängiger Faktor) also circa 3420€ anstatt dem AN (LSK 3) vielleicht 2000€ Brutto zu zahlen (AG-Belastung ca. 2400€)?

Da ist mir in diesem Fall einfach zu hoch und unbegreiflich.
 


Solanus

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Das ist Kapitalismus! Beim Verleiher sind die Kosten höher, als wenn der Mann direkt eingestellt ist, jedoch noch niedrieger, wie wenn man sich jemanden auf dem freien Arbeitsmarkt sucht.

Zu gut Deutsch, der Entleiher will zusätziche Kosten sparen und sucht einen Dummen dafür.
 

Maximilian32

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Hallo Solanus,

danke für deinen Beitrag. ABER:

Ähhh... ja eben nicht? Grob (über ein paar Cent brauchen wir hier nicht sprechen): Der LAN bekommt von der ZAF rund 1800€ Brutto. Er hat da (LSK 3) 1426€ Netto. Entleiher zahlt an die ZAF rund 3400€. (Faktor 1,9)

Der LAN würde für 2000€ Brutto (1573€ Netto + 147€ mehr) und einen unbefristeten Arbeitsvertrag sofort anfangen.
Die finanzielle Belastung für den Entleiher wird nicht (!) größer und er hat seine Arbeitskraft.

(Die bettelten (!) fast förmlich, es gab schon drei Gespräche dazu.)

Bei 2000€ Brutto liegt die Belastung für den Arbeitgeber bei rund 2400€.
Jetzt zahlt er 3400€ an die ZAF, dass ist eine Differenz von 1000€ pro Monat und der LAN ist schon fast 2 Jahre da.

Der Entleiher spart hier keinen Cent - er zahlt drauf (und das schon länger) und spart nicht.

EDIT:
Der Entleiher müsste sich bei diesem Beispiel keinen AN auf dem freien Arbeitsmarkt suchen.
Das was er möchte, hat er. Er will nur nicht einstellen zu 2000€ Brutto und unbefristet. Warum?
Unbefristet - klar, dass verstehe ich, aber warum haben die sich beim Geld so affig? Unbegreiflich für mich.

Das ergibt einfach keinen Sinn, nach meinem "Wissenstand".
 

yukiko

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wie bitte, könnt ihr nicht rechnen? Wenn der Entleiher jetzt 3400,- brutto an die ZAF zahlt, dann würde er auch erst ab diesem Betrag Verlust machen, wenn er ihn direkt einstellen würde. Er bräuchte bloss seine Geschäftsrisiken und Verwaltungskosten subtrahieren, um immer noch Profit zu generieren. Lass es bei 2850,- brutto landen, da haben immernoch beide wesentlich mehr davon (ausser der ZAF natürlich) :wink:
 

Maximilian32

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Ja eben. Ich dachte echt, ich bin gerade zu blöd.

Der Entleiher, also die Firma wo der AN gerade arbeitet - zahlt aktuell drauf und das nicht schlecht.
Die könnten den AN "aktuell" nämlich viel günstiger haben.

Das ist selbst aus Sicht des Entleihers - einfach nur schwachsinnig.

So habe ich das auch gerechnet, der Entleiher könnte den AN auch für 2850€ Brutto einstellen.
Dabei wäre das eine AG-Belastung von rund 3400€, die er aktuell auch an die ZAF zahlt.

Da würde ich noch ein "nein" - verstehen aber der Entleiher sagt zu 2000€ Brutto - "nein".
(AG-Belastung rund 2400€)
 
Zuletzt bearbeitet:

yukiko

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Da würde ich noch ein "nein" - verstehen aber der Entleiher sagt zu 2000€ Brutto - "nein"
habt ihr den mal gefragt, warum? Vielleicht hat er ja die win-win-Situation (noch) nicht richtig verstanden?

Also andere Gründe fallen mir dazu nicht ein, ausser dass es sich dann bei dem Entleiher demzufolge um ein 850,- pro Monat teures A.rschloch handeln könnte, mit dem er sich seinen 3. Porsche finanzieren will :flame:

Es könnte auch sein, dass er den anderen "Kollegen" per Standard auch nicht mehr als 2000,- brutto zahlt und Aufruhr befürchtet, wenn er so einem "ex-Leiher" plötzlich mehr bezahlt.

Man weiss es nicht. Ist das eine "alteingesessene" Familienklitsche? Mittelständisches Unternehmen? Falls ja, dann könnte das durchaus so sein, weil da herrschen manchmal noch Preise und Regeln wie zu Kaisers Zeiten, so nach dem Motto "hauptsache HERRSCHEN" :biggrin:
 

karuso

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Hallo Maximilian32

wenn der Entlehbetrieb deinen Kumpel unbedinngt haben will dann soll dein Kumpel sagen was er verlangt und wenn sie nicht mitgehen soll er ablehnen und sagen sie brauchen so lange nicht ankommen bis die Höhe bezahlt wird die er verlangt.Da wäre ich mit die fertig.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

Maximilian32

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@yukiko

Wie genau die drei Gespräche verlaufen sind, kann ich nicht sagen - ich war nicht dabei. Was ich aber weiß ist, dass der Entleiher dreimal aktiv zum Gespräch gebeten hat. Das wird ja wohl Gründe haben. Auch ist bekannt das sein Kollege, der da fest angestellt ist... sagen wir nicht besser qualifiziert ist.

Der LAN übernimmt zusätzlich Aufgaben, weil er es einfach kann (Handwerker der alten Schule) und war auch schon mehrfach direkt beim Auftraggeber vor Ort, weil er sein Handwerk einfach versteht. Die werden schon wissen warum sie den neuen LAN schicken, nicht den Festangestellten... munkelt man.

Im Normalfall müsste man diesen LAN sofort einstellen, die Auftragslage ist im übrigen sehr gut (wenigstens gut) und es ist nicht abzusehen, dass sich das ändert. Die haben erst wieder einen Großauftrag erhalten, hab ich letzte Woche von gehört. Es ist ein mittelständisches Unternehmen, mit gutem Ruf.

Die Entscheidung über Einstellungen und Lohn trifft nicht der Standortleiter, dazu muss er mit dem Headquarter telefonieren. Und die sagen wohl: "nö" also zu 2000, nicht zur Festeinstellung.

Daran habe ich auch schon gedacht... nur: Ein fester AN zu 1800 Brutto (auch LSK 3) = 2150€ AG-Belastung + 1 LAN für 3400€ an die ZAF = 5550€. Beide zu 2000€ Brutto (2400€ AG-Belastung) * 2 - sind 4800€ AG-Belastung.

@karuso

Ja. So macht er es ja auch. Er sagt "nein". Ist ja klar.
 

RollAuge

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Hallo,

Das ist Kapitalismus! Beim Verleiher sind die Kosten höher, als wenn der Mann direkt eingestellt ist, jedoch noch niedrieger, wie wenn man sich jemanden auf dem freien Arbeitsmarkt sucht.

Zu gut Deutsch, der Entleiher will zusätziche Kosten sparen und sucht einen Dummen dafür.
Das nennt man sachkostengerechte Verteilung. Der Entleiher kann jeden Leiharbeitnehmer über die Sachkosten absetzen, was wiederum in der KLR besser zu Buche schlägt.
Und wenn die Entleihfirma eine AG oder 100% Tochter einer AG ist, warum nicht. Das freut doch den Aktionär wenn keine Lohnkosten entstehen.

Gruß
RollAuge
 
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