Von der Leyen zieht Bilanz zu 10 Jahre Harzt IV (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Nick

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 Mai 2009
Beiträge
479
Bewertungen
157
Schröder war sowieso der größte Gangster. :icon_party:
Und von der Leyen ist die größte Labertasche die es gibt. :icon_laber:
Sowas von selbst herrlich, dass es auf keine Kuhhaut geht.

:icon_kotz::icon_kotz2:

Wenn ich könnte wie ich wollte, dann......:icon_dampf:
 

Amethrin

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juni 2012
Beiträge
562
Bewertungen
55
" viele sind dankbar dafür" :eek: - kann nur hoffen, dass demnächst alle kapieren, dass es keinen Sinn macht, wenn ein Mensch öffentlich für andere spricht, da man jede Personengruppe per Internet kontaktieren kann.
 
E

ExitUser

Gast
...10 Jahre ???:eek:...hab ich was verpasst:cool:
Ist korrekt. Die Umsetzung des "HartzIV-Konzeptes" begann zum 01.01.2003

Die Vorschläge der Kommission wurden in vier Phasen (Hartz I bis IV) umgesetzt:


Hartz-Konzept

Hartz I mit Wirkung ab 1. Januar 2003

Erstes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt[1][2]

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz wurde durch Hartz I in wesentlichen Punkten geändert: Das besondere Befristungsverbot, das Synchronisationsverbot, das Wiedereinstellungsverbot und die Beschränkung der Überlassungsdauer auf höchstens zwei Jahre wurden aufgehoben.
Zu Gunsten der Leiharbeitnehmer wurde der so genannte Gleichstellungsgrundsatz im Gesetz verankert. Dieser besagt, dass Leiharbeitnehmer zu denselben Bedingungen beschäftigt werden müssen wie die Stammarbeitnehmer des entleihenden Unternehmens: Gleiche Arbeitszeit, gleiches Arbeitsentgelt, gleiche Urlaubsansprüche (sog. equal pay und equal treatment). Ein Tarifvertrag kann jedoch abweichende Regelungen zulassen, wovon bereits Gebrauch gemacht worden ist, zum Beispiel durch die Tarifverträge des Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) mit der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA oder durch die Tarifverträge der DGB-Gewerkschaften mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) oder dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Verfassungsbeschwerden von Arbeitgeberverbänden und Verleihunternehmen gegen den Gleichstellungsgrundsatz blieben erfolglos.[3]
Mit diesen Änderungen wollte der Gesetzgeber die Qualität und die gesellschaftliche Akzeptanz der Leiharbeit erhöhen. Sie traten zum 1. Januar 2004 in Kraft.
Hartz II mit Wirkung ab 1. Januar 2003

Zweites Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt[4]
Das Gesetz enthält Bestimmungen, die teilweise erst später in Kraft traten.

  • Regelung der Beschäftigungsarten geringfügiger Beschäftigung (Minijob und Midijob) mit Wirkung ab 1. April 2003.
    • Als geringfügig Beschäftigter gilt, wer monatlich bis zu 400 Euro verdient, zuvor waren es 325 Euro.
    • Als geringfügig Beschäftigte können auch Beschäftigte mit mehr als 15 Wochenstunden gelten.
    • Der pauschale Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird von 10 % auf 11 % des Bruttolohnes erhöht.
    • Der Arbeitgeber zahlt eine pauschale Steuer in Höhe von 2 % des Bruttolohnes.
  • Ich-AG
  • Einrichtung von Jobcentern
Hartz III mit Wirkung ab 1. Januar 2004

Drittes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt[5]

  • Restrukturierung und der Umbau der Bundesanstalt für Arbeit (Arbeitsamt) in die Bundesagentur für Arbeit (Agentur für Arbeit)
Hartz IV mit Wirkung ab 1. Januar 2005

Viertes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt[6]

  • Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt) für Erwerbsfähige zum Arbeitslosengeld II auf einem Niveau unterhalb der bisherigen Sozialhilfe. (Die alte Sozialhilfe war nominell niedriger als das heutige Arbeitslosengeld II, wurde aber im Bedarfsfall durch diverse Einmalleistungen der Sozialämter z. B. für Schulbedarf, Wohnungserstausstattung, Kleidung, Weihnachten usw. ggf. auch über den Satz des heutigen Arbeitslosengeld II aufgestockt.)[7] Die ursprünglich vorgesehene Höhe lag laut Aussage von Peter Hartz jedoch bei 511 Euro monatlich und damit weit über dem Sozialhilfesatz.[8]
  • Beide Sozialleistungen sollen bei erwerbsfähigen Arbeitslosen direkt bei der Agentur für Arbeit verwaltet werden. Allerdings erhalten 69 Kreise und Gemeinden die Möglichkeit, die Betreuung von Langzeitarbeitslosen eigenverantwortlich zu übernehmen (so genannte kommunale Option oder Optionsmodell).
  • Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes aus der Arbeitslosenversicherung wird ab 1. Februar 2006 auf maximal 18 Monate reduziert. Nach einem Beschluss der Großen Koalition von 2007 sollen über 58-jährige 24 Monate lang Arbeitslosengeld erhalten, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Wer keine Ansprüche (mehr) auf Arbeitslosengeld I hat, erhält dann Arbeitslosengeld II, wobei die Bewilligung von Arbeitslosengeld II die Vermögens- und Einkommenslage des Antragstellers und bestimmter Angehöriger berücksichtigt.
  • Ab 2005 wurde der Regelsatz von Kindern zwischen sieben und dreizehn Jahren in Hartz-IV-Familien auf 60 % (zuvor: 65 %) des Regelsatzes eines alleinstehenden Erwachsenen festgelegt, für Jugendliche zwischen 14 und 17 ab 2005 auf 80 % (zuvor seit 1955 90 %) des Regelsatzes eines alleinstehenden Erwachsenen. Jugendliche zwischen 14 und 17 erhalten somit ebenso viel wie erwachsene Haushaltsangehörige; zuvor erhielten sie 12,5 % mehr als diese, da ihnen als Heranwachsende ein höherer Bedarf („Wachstumsbedarf“) anerkannt wurde als erwachsenen Haushaltsangehörigen.[9
 

bithunter

Elo-User*in
Mitglied seit
14 August 2012
Beiträge
35
Bewertungen
13
und wenn man sich dann alte Interviews mit Peter Hartz anschaut und drin sieht, das er damals für einen Regelsatz von ungefähr 500 EUR war und das danach schön klein auf 331 EUR runtergerechnet wurde....
Oder wenn man überlegt, des zwischen Osten und Westen in der Regelsatzhöhe unterschieden wurde...
 

hartz5

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2010
Beiträge
4.476
Bewertungen
1.592
Hat hier wirklich irgendjemand was anderes von UvdL erwartet ?:icon_eek:
 

HimbeerTony

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 April 2010
Beiträge
885
Bewertungen
454
...konnte es nicht zu ende schauen, weil:

:icon_neutral: :icon_neutral: :icon_neutral: und :icon_kotz: :icon_kotz: :icon_kotz:
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.837
Bewertungen
6.311
10 Jahre Hartz-IV. Ich wette, dass das nicht bei diesem Bericht bleiben wird. Das wird medial sicherlich noch von so mancher politisch eingefärbten Talkshow in den öffentl. rechtl. Bedürfnisanstalten ausgeschlachtet werden (müssen).
 

Henrik55

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 April 2006
Beiträge
981
Bewertungen
223
Alle schimpfen sie auf den Hinkefuß, aber die Obernanny hätte wahrscheinlich damals die Juden vor der Deportierung noch einen Vertrag über einen Kuraufenthalt unterschreiben lassen:icon_kotz:.
 

Tarps

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 April 2008
Beiträge
724
Bewertungen
34
10 Jahre Hartz-IV. Ich wette, dass das nicht bei diesem Bericht bleiben wird. Das wird medial sicherlich noch von so mancher politisch eingefärbten Talkshow in den öffentl. rechtl. Bedürfnisanstalten ausgeschlachtet werden (müssen).
Vielleicht kommt ja auch noch eine Sondermarke von der Post, in Form einer Wohlfahrtsmarke. :eek:
 
E

ExitUser

Gast
Es geht darum, HartzV einzuläuten. Beispiel hier: Konjunktur: Arbeitsmarktforscher sehen bei Hartz IV noch „Baustellen“ - Wirtschaftsticker - FOCUS Online - Nachrichten Auszug:
...Bei diesen Menschen reicht es nicht, ihnen einen Job zu vermitteln. Manche brauchen eine individualisierte Betreuung, teils auch mit sozialpsychologischer Beratung und einer längeren Begleitung“, erläuterte der Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Das erfordere auch von den Jobcentern künftig eine weitere Professionalisierung...
Herr Schröder und Herr Hartz stehen dafür schon in den Startlöchern. Die Medien ziehen halt wie gewohnt mit, sogar die "seriöse" SZ lobt HIV in den höchsten Tönen:
Heute arbeiten hierzulande mehr Menschen als jemals zuvor. Die Reform hat vor allem eins gezeigt: Es ist möglich. Die Republik kann sich ändern, wenn sie muss und wenn sie will....
(Zehn Jahre nach Schröders Reform - Warum Hartz IV gelungen ist - Wirtschaft - sueddeutsche.de).


Die Hartz-Reformen haben zu einer Verhaltensänderung geführt", sagt Schneider. Die Angst vor dem sozialen Absturz bewirke, dass man auch Jobs annehme, die weniger gut bezahlt oder weniger angenehm seien. "Der Stress-Level ist selbst für diejenigen gestiegen, die objektiv gar nicht durch Arbeitslosigkeit gefährdet sind. Deshalb ist der Zorn in der Bevölkerung über die Reform trotz der Beschäftigungserfolge noch immer groß", sagt der IZA-Experte. Tatsächlich aber sei die Angst positiv zu sehen, denn sie verhindere, dass immer mehr Menschen in die Falle der Langzeitarbeitslosigkeit tappten.
(Arbeitsmarkt: Hartz-Reform, Auslöser des deutschen Jobwunders - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE)



Uschi ebnet halt den Weg genauso mit, wie sich das gehört. Was sollte uns daran wundern? Pro Forma fordert sie zwar inzwischen "Mindestlohn"; diese Scheinforderung heizt aber in Wirklichkeit nur die "Debatte" in Richtung zementierung und weiterem Ausbau des Prekariats an:
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen vertraut jedoch nicht auf die Marktkräfte, sondern plädiert für eine Ausweitung der Mindestlöhne, um "Ausreißer nach unten" zu verhindern. Auch dringt die CDU-Politikerin – ganz im Sinne der Gewerkschaften – auf eine schärfere Regulierung der Zeitarbeit.

Arbeitsmarktforscher Schneider warnt indes davor, in der Beschäftigungspolitik das Rad wieder zurückzudrehen: "Viele Jobs werden verschwinden, wenn der Gesetzgeber die Regeln verschärft." Gerade für Geringqualifizierte würde dann das Risiko, dauerhaft ohne Arbeit zu sein, wieder deutlich größer.
(Arbeitsmarkt: Hartz-Reform, Auslöser des deutschen Jobwunders - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE)
 
E

ExitUser

Gast
Hier ist noch einer:
...Experten: Heute zahlt sich die Reform aus [...] Langzeitarbeitslosen profitieren von Reformen...
Hartz IV: Peter Hartz und Gerhard Schröder veränderten mit ihrer Reform die Republik



Das wird ein Rundumsorglospaket. Da ist dann auch nix mehr mit AU. Da sind sie auch feste dabei (Testballons im Sinne von Phantasiebescheinigungen haben wir ja schon durch):
Krankschreibung bei Hartz-IV-Patienten
Ärzte, die Hartz-IV-Patienten krankschreiben, müssen sich diese künftig genauer anschauen. So sieht es ein Beschluss des G-BA vor. Das dürfte bedeutend zeitaufwendiger werden.

Der Arzt soll künftig bei Patienten, die Hartz-IV beziehen, prüfen, ob diese mehr als drei Stunden täglich arbeitsfähig sind bzw. an einer Eingliederungsmaßnahme teilnehmen könnten. Wird dies verneint, darf der Arzt sie arbeitsunfähig schreiben. Das sieht ein Beschluss des G-BA für Hartz-IV-Empfänger vor, der noch in die (neue) Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie eingearbeitet werden muss.

Pikant ist: Ärzte sollen die Arbeitsfähigkeit bei Menschen einschätzen, die gar keine Arbeit haben
Artikeldetail: Medical Tribune[tt_news]=19639
 
E

ExitUser

Gast
IRONIE:ON

Ach Leute, von der Leyen weiß halt wo es langgeht im Leben, das müßt ihr doch mal einsehen und auch ein wenig dankbar sein, das wir so eine tolle Ministerin haben...!!!

IRONIE:OFF



Unser kostbares Sozialsystem.

Seinen Wert, sagt sie, habe sie erst da richtig begriffen, als sie 1996 nach vier Jahren mit ihrer Familie in Kalifornien vor einer Lebensentscheidung stand. Ihr Mann hatte dort ein Stipendium, und sie musste nun wählen: zurückkehren oder für immer in den USA bleiben - mit allen Konsequenzen: die Krankheiten ab sofort Privatrisiko, die Ausbildung der Kinder womöglich sämtliche Ersparnisse verschlingend, und Drogen an Schulen, ein Alltag, dem sie sich nicht gewachsen fühlte.

"Andererseits", sagt sie, "muss man auch gucken, was ein Staat leisten kann."

1994 war sie seit zwei Jahren in den USA und hatte schon drei Kinder, sechs, vier und zwei Jahre alt. "Und dann Zwillinge." Und keine Behörde, kein Sozialdienst, deren Hilfe sie, der alles über den Kopf wuchs, in Anspruch hätte nehmen können. "Aber das Wetter war zauberhaft."
Quelle: https://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2003/03/03/a0121

SARKASMUS:ON

Ich sach nur, ergreifend und herzzerreißend, das aus solch schlimmen Verhältnissen kommend, sich so eine zauberhafte Frau entwickelt hat, und sich wärmstens darum kümmert, den Menschen endlich die ersehnten und zu Hauf vorhandenen fairen "Chancen" ermöglicht und das notwendige Bildungspaket so geschnürrt ist, damit die Menschen in Zukunft flexibel und aktivert und hochmotiviert in bester Laune für die Profiteure der Leiharbeit, den Niedriglohnsektor und Maßnahmeträger vorbereitet und fürs zukünftige Arbeitsleben dizipliniert geschult sind.

Das freut dann auch die Steuerzahler, auf deren Kosten Hartz IV-Empfänger schliesslich leben und existieren können! Aber na ja, ein wenig Demut im Leben und Dankbarkeit, vor allem an die wunderbare Arbeit der ARGE-Mitarbeiter und den Steurzahlern die uns mit "durchschleppen" kann man ja nun wirklich von uns erwarten und ist ja wohl das mindeste, was wir bieten können...

Bravo! Danke! Vielen, vielen Dank an solch menschenfreundliche Niedersächsischen Individuen wie Schröder und von der Leyen und deren Mitstreitern, die mich immer wieder zu Tränen rühren, wenn man merkt wie sie sich um das Wohl der Schwachen und Abgehängten mit dem großzügigen "Geschenk" Hartz IV mit allen Schikanen drum und dran, so völlig selbstlos und mit Herzensgüte um uns kümmern und dadurch millionen Menschen täglich eine riesen Freude bescheren...

SARKASMUS:OFF
 
Oben Unten