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Von der Bürgerarbeit direkt in eine sinnlos Maßnahm

cafecreme

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Hallo,
uns würde schon verkündet, dass man nach Beendigung der Bürgerarbeit Ende diesen Monats, gleich ab 01.09.14 eine Maßnahme anknüpfen will. Meine Kollegin wurde schon zur Unterschrift der Eingliederungsvereinbarung gedrängt und blöderweise hat sie auch auch unterschrieben, da kann man wohl nix mehr machen.

Ich werde wohl nächste Woche beim Vermittlungsgespräch die Nächste sein, der man das vorlegen will.
Unterschrieben ist bei mir noch nix. Sinn sehe ich darin absolut überhaupt keinen, da es sich fast um den gleichen Mist in noch krasserer Form handelt wie vor drei Jahren bei der Aktivierungphase zur Bürgerarbeit.

Mein Problem ist noch das, dass ich ab 01.09.14 einen Antrag auf Hartz 4 gestellt habe, den ich am kommenden Montag zur Berechnung abgeben muss.
Also liegt bei mir noch keine Berechnung plus Bescheid vor.
Was kann ich tun? Schon Terz machen wegen der Maßnahme? Was kann passieren, kann man mir das Berechnen gleich ganz ablehnen im Vorfeld?

Meiner Kollegin wurde klipp und klar beim Jobcenter gesagt, man wolle von den ganzen Bürgerarbeitern keinen im Leistungsbezug sehen und deshalb sollen wir intensiv betreut werden:icon_dampf:

Habe den Flyer der Maßnahme mal angehängt.

Grüße
 

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ZynHH

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Ich wurde da noch garnichts machen.

Einfach unwissend stellen und alles einstecken was man dir gibt.

Reden kann man darüber wenn du es dir zuhause in ruh durch gelesen hast. Also neuer Termin in 14 tagen

Wenn du unterschreibst hast du nicht aufgepasst.
 
G

Gast1

Gast
@cafecreme, was stört dich denn an der Maßnahme?
Ohne Dein bisheriges Geschriebenes hier im Forum sonderlich zu kennen, regt sich bei einer solchen Frage bei mir der Verdacht, dass Du solche Sinnlosmaßnahmen toll findest. Bist Du bei einem JC oder einem Maßnahmeträger tätig?

Mach doch selber mal so ne bekloppte Maßnahme mit.

Das ist doch ne Frechheit, sowas Leuten anzubieten bzw. aufzuzwängen, die über die "Bürgerarbeit" gearbeitet haben. Die haben gezeigt, dass sie arbeiten können, werden aber wieder behandelt wie kleine Kinder in so einer Maßnahme.
 

0zymandias

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@cafecreme, was stört dich denn an der Maßnahme?
Auja, betreiben wir Textexegese an einem ganzen Wort.

Für den Anfang eines mit nur zwei Silben, quasi zum Üben: Sinnlos.

@cafecreme: Hast Du noch Papiere aus der Vorbereitungszeit der Bürgerarbeit? In der Regel wird dort so ein falscher Zauber auch durchgekaspert, was wieder ein Argument mehr gegen die Maßnahme wäre. Weiterhin dürfte die Notwendigkeit für ein Praktikum durch Bürgerarbeit stark herabgesetzt sein.
 

cafecreme

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Erst mal danke für die Antworten :smile:

Nein, ich habe keine Papiere mehr von früher über die Maßnahme in der Aktivierung. Es ist wirklich so, es ähnelt dieser Maßnahme extrem.
Das mit dem Praktikum ist mir auch unverständlich... wir kommen aus einer dreijährigen Beschäftigung, also da verstehe ich den Sinn von einem Praktikum wirklich überhaupt nicht mehr.

Die wollen uns auf Teufel komm raus nicht im Bezug haben, klar die wollen keinen im Bezug, aber hier scheints extrem zu sein. Insgesamt werden um die 70 Bürgerarbeiter zeitversetzt bald vor der Tür beim Jobcenter stehen und die sollen wohl gleich wieder aus der Statistik raus, weil man nicht eingestehen will, dass diese Bürgerarbeit komplett versagt hat. Es hat kein einziger einen Job in Aussicht oder gefunden. Das war doch aber absehbar.

Was mich an der Maßnahme stört? Das einer mit Typ und Stilberatung, Vorschläge für gute Ernährung und psychologischem Getue und Benehmen am Arbeitsplatz etc. hier Geld an Leuten verdienen will, die drei Jahre "Fördern und Fordern" mitgemacht haben. Bewerbungscoaching habe ich schon seit letzten Oktober durch eine Bewerbungscoach-Mitarbeiterin vom Jobcenter. Das war oder ist auch so eine spezielle Begleitung. Das war oder ist für mich aber noch tragbar und ok gewesen, da ich mit der Dame gut auskomme. Ich wurde und werde so alle 6 Wochen zum Gespräch geladen.

Was will man denn noch?
Das man sich da gelinde gesagt verarscht fühlt ist wohl nachvollziehbar.

Grüße
 
E

ExitUser

Gast
@Maik75: Den Flyer überhaupt gelesen?

Würdest du denn da mitmachen wollen? Nein? Dachte ich mir.

Aber du bist ja einer von der Ausbeuterfraktion, also kein Wunder, dass du, wenn es andere betrifft, solchem Mist aufgeschlossen gegenüber bist.



Ah, bei den Inhalten steht auch "Die Kunst "Nein" zu sagen. Demonstriere einfach, dass du das kannst, wenn sie dich fragen, ob sie eine Unterschrift von dir bekommen können.
 
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Was mich an der Maßnahme stört? Das einer mit Typ und Stilberatung, Vorschläge für gute Ernährung und psychologischem Getue und Benehmen am Arbeitsplatz etc. hier Geld an Leuten verdienen will, die drei Jahre "Fördern und Fordern" mitgemacht haben. Bewerbungscoaching habe ich schon seit letzten Oktober durch eine Bewerbungscoach-Mitarbeiterin vom Jobcenter. Das war oder ist auch so eine spezielle Begleitung. Das war oder ist für mich aber noch tragbar und ok gewesen, da ich mit der Dame gut auskomme. Ich wurde und werde so alle 6 Wochen zum Gespräch geladen.

Was will man denn noch?
Danke für deine Antwort. Die Frage ist aber nicht was die Anderen wollen, sondern was du willst. Was möchtest du denn, wie es weitergehen soll?

@Charlot und schlaraffenland, wenn ich eine Frage an cafecreme stelle, dann ist diese Frage ausschließlich an cafecreme gerichtet und bedarf keiner Antwort von euch.
 

Charlot

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@Charlot und schlaraffenland, wenn ich eine Frage an cafecreme stelle, dann ist diese Frage ausschließlich an cafecreme gerichtet und bedarf keiner Antwort von euch.

Und wenn schlaraffenland oder ich im Thread von cafecreme etwas schreiben wollen, dann bedarf es keiner Belehrung von dir.
Sondern wir tun es einfach. :biggrin:

@schlaraffenland: Sorry, ich habe mir erlaubt, auch in deinem Namen zu antworten.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe den Flyer gelesen, und wenn ich in Hartz 4 Bezug wäre, würde ich so gut wie alles mitmachen um aus den Bezug wieder rauszukommen.
Wenn du ernsthaft andeuten willst, dass solche Maßnahmen dabei helfen, bist du entweder ein Lügner oder ein Idiot. Oder ein Hybrid.
 

Texter50

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@cafecreme, was stört dich denn an der Maßnahme?
Wie immer meine Frage: lieber Maik75, auf welchen umfangreichen Erfahrungsschatz kannst Du diesbezüglich zurück greifen?
Nenne mir doch bitte die Maßnahmen, an denen Du teilgenommen hast, die Dich so richtig weiter gebracht haben.
Und antworte bitte nicht wieder mit dem aktuellen Wetterbericht und "Ich habs wo gehört" zählt da auch nicht. :icon_mrgreen:

Und dann, lieber Maik75: was für Dich ne geeignete Maßnahme wäre, das könnte für anderen Leute ne schlichte Unterforderung auf Kosten der STEUERZAHLER sein? :icon_mrgreen:
 

0zymandias

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[...]Die wollen uns auf Teufel komm raus nicht im Bezug haben, klar die wollen keinen im Bezug, aber hier scheints extrem zu sein. [...]
Bei allen Maßnahmen verspürt die BA Rechtfertigungsdruck, bei der Bürgerarbeit stammt das Geld aber zu etwa 50% aus sozialen Fonds der EU und damit wird daraus Rechtfertigungsnot.

Und Dinge wie Not werden in der BA immer vollständig nach unten weitergereicht. :biggrin:

Bei der Maßnahme nichts unterschreiben. Oder hast Du schon?

Vorschlag: Versuche, Dich an soviel wie möglich aus Deinen anderen Maßnahmen, auch aus der Vorbereitungszeit der Bürgerarbeit, zu erinnern. Das könnte Dir handfeste Argumente gegen die Maßnahme liefern.
Eventuell wäre eine kleine Recherche hier im Forum sinnvoll, da in einigen Threads auch die Vorbereitungszeit beschrieben wird und es dementsprechend bei Dir klingeln könnte.


[...]@Charlot und schlaraffenland, wenn ich eine Frage an cafecreme stelle, dann ist diese Frage ausschließlich an cafecreme gerichtet und bedarf keiner Antwort von euch.
Zweimal an einem Tag ist Grund für eine Nachschulung. Am Freitag frage ich den Stoff ab.

Ein Forum im allgemeinen Sinn ist ein realer Ort oder ein virtueller (Internetforum) Raum, wo Fragen gestellt und beantwortet werden und Menschen miteinander Ideen und Meinungen austauschen können. In kulturellen Zusammenhängen wird unter dem Wort also generell eine Begegnungs- und Kommunikationsstätte verstanden – etwa ein „Forum der Wissenschaft“ oder ein „Forum der Öffentlichkeit“.
[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_(Kultur)]
 

Makale

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Wie war doch gleich meine 1. goldene Regel in Zusammenhang mit dem Hartz-Regime? Ach ja...

1. Niemals irgendetwas unterschreiben, außer einen Arbeitsvertrag,

und zugleich folgt auch die

2. Niemals eine Zustimmung zu jedweder Datenerhebung oder -verarbeitung geben, außer gegenüber einem Arbeitgeber.
 
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Wenn du ernsthaft andeuten willst, dass solche Maßnahmen dabei helfen, bist du entweder ein Lügner oder ein Idiot. Oder ein Hybrid.
Ob eine Maßnahme hilft, hängt von der Maßnahme und vom Teilnehmer ab. Aber es gibt doch eine einfache Möglichkeit einer Maßnahme zu entgehen und zwar in dem man sich einen Job sucht und arbeiten geht.
 
E

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Gast
Ob eine Maßnahme hilft, hängt von der Maßnahme und vom Teilnehmer ab. Aber es gibt doch eine einfache Möglichkeit einer Maßnahme zu entgehen und zwar in dem man sich einen Job sucht und arbeiten geht.

Typischer Spruch vom Stammtisch.:wink:

Ja wo sind sie denn?
Ich meine die Jobs, von denen man auch leben kann, und die nicht indirekt vom Staat subventioniert werden.
Wo?
Sag es allen hier. Du scheinst ja so allwissend zu sein.
 

Texter50

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Ob eine Maßnahme hilft, hängt von der Maßnahme und vom Teilnehmer ab. Aber es gibt doch eine einfache Möglichkeit einer Maßnahme zu entgehen und zwar in dem man sich einen Job sucht und arbeiten geht.
OK, dann geh doch bitte mal in die Maßnahme Lesen lernen für Anfänger. Das TE hat klar und deutlich geäußert, diese Maßnahme nicht nur sinnlos zu befinden, sondern eine vergleichbare bereits absolviert zu haben. :biggrin:
Den Teilnehmer auf eine Arbeitsstelle zu verweisen, die es nicht gibt, halte ich für wenich zielführen.
Hier unterstellst Du dem TE, dass er nicht arbeiten will - ich finde das ist im Hilfetrööt nicht wirklich passend!

<OT>
Du schredderst schon wieder einen Trööt!
Warum legst Du nicht einen eigenen Trööt an, verfügst Du nicht über so vie Phantasie oder was ist mit Dir los.
Das ist hier ein Hilfetrööt und wenn Du weiter schredderst, sollte man das beim Admin melden. :icon_motz: </OT>
 

edelweiß

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Wenn du ernsthaft andeuten willst, dass solche Maßnahmen dabei helfen, bist du entweder ein Lügner oder ein Idiot. Oder ein Hybrid.
ach was !
Der Maik -die alte Keule- ist ein "ganz heller",der hat den vollen Durchblick und fällt hier nur durch zielführende Beiträge auf.
 

cafecreme

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Unterschrieben ist von mir noch nichts. Vermutlich wird man mir das nächste Woche bei meinem Vermittlungstermin vorlegen.

Mein Gedanke war eben der, da ich vor dem Vermittlertermin noch den Termin für die Antragsabgabe plus Berechnung habe, könnte es denn sein das man mir die Berechnung versagt? Quasi beim Vermittlergespräch unterschreib ich nix wegen Maßnahme und Co., die gibts dann ins System ein und die Leistungsabteilung rechnet aufgrund dessen meinen Antrag nicht?

Noch laufen bei mir ja keine Leistungen bzw. ist nichs bewilligt?!
 

0zymandias

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Nur zu, aber Hilfe leisten bedeutet nicht, dass man keine kritischen Fragen stellen darf. Und ob eine Maßnahme sinnlos ist oder nicht, entscheidet nicht der Teilnehmer sondern das Amt.
Das ist sachlich falsch.

Maßnahmen müssen in Zuweisungen bzw. VAs vollständig beschrieben sein, damit der Erwerbslose die Zumutbarkeit einer Maßnahme prüfen kann.

Sinnlosigkeit, wie z.B. durch Unterforderung (Computerführerschein für Diplom-Informatiker, Spaziergehen, etc.), macht eine Maßnahme unzumutbar.

Und da gibt es sogar SG-Urteile zu.
 

Texter50

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Noch laufen bei mir ja keine Leistungen bzw. ist nichs bewilligt?!
Ob Du Leistungen erhälst hängt zunächst von Deiner Bedürftigkeit ab und nicht davon, dass Du was unterschreibst. :icon_mrgreen:

Also: wenn man da wo auch immer hin muss, sei es JC oder MT, versucht man die Zettelwirtschaft einzupacken und stellt das Zeuchs anschließend möglichst sofort hier ein.
Das gilt für die EGV und alle anderen Zettelchen in gleichem Umfang. :biggrin:

Dann gilt es, ne Strategie auszuarbeiten, nach der Du verfahren kannst, frei nach Deinen Vorstellungen. :wink:
 

cafecreme

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Dann gehe ich jetzt einfach mal den normalen Weg. Gebe mein Zeug für die Berechnung ab und schau was kommt.

Der Vermittlertermin ist ja ein paar Tage später, da mach ich das auch so, guck einfach mal was die Dame überhaupt von mir will. Vielleicht wirds ja das "normale" Coachgespräch wie immer und ich mach mir umsonst nen Kopp. Vorbereitet bin ich und ansonsten eben Strategieausarbeitung :wink:
 
E

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Gast
Was verstehst du unter einen Job von den man auch leben kann? Was kümmert es dich,ob ein Job vom Staat subventioniert wird? Wenn man will, findet man immer ein Ausrede, keinen Job zu finden.
Ganz einfach Mister Superschlau,
ich sehe z.B. nicht ein, für einen AG zu schuften, und dann noch aufstocken zu müssen, während der AG einen feudalen Lebensstil pflegt, und seine Sekretärin in der Pause knallt.
Solche AG sind die wahren Schmarotzer in Deutschland.
Aber das verstehst Du und Dein Kumpel Leihkeule ja nicht.
 

cafecreme

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@Maik75
Was ist denn für Dich ein Job von dem man auch leben kann bzw. verstehst Du darunter?
 

SrgtSmokealot

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Nur zu, aber Hilfe leisten bedeutet nicht, dass man keine kritischen Fragen stellen darf. Und ob eine Maßnahme sinnlos ist oder nicht, entscheidet nicht der Teilnehmer sondern das Amt.
Ja klar und Zitronenfalter falten ja auch Zitronen......
Geh wieder zurück vorn TV, gugg RTL und les deine Bild, Troll :rolleyes:
 
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@Maik75
Was ist denn für Dich ein Job von dem man auch leben kann bzw. verstehst Du darunter?
Unter einen Verdienst, von dem man auch leben kann, verstehe ich soviel zu verdienen, dass ich meine üblichen Fixkosten wie Miete, Strom etc. begleichen kann und ich genug zu essen habe. Mit etwas sparen sollte auch mal ein Urlaub drin sein. Ich bin generell eher bescheiden, ich fahre einen alten Opel, habe einen Röhrenfernseher und war das letzte Mal vor 10 Jahren im Urlaub. Ich spare mein Geld lieber oder spende hin und wieder etwas davon an Obdachlose.
 
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Unter einen Verdienst, von dem man auch leben kann, verstehe ich soviel zu verdienen, dass ich meine üblichen Fixkosten wie Miete, Strom etc. begleichen kann und ich genug zu essen habe. Mit etwas sparen sollte auch mal ein Urlaub drin sein. Ich bin generell eher bescheiden, ich fahre einen alten Opel, habe einen Röhrenfernseher und war das letzte Mal vor 10 Jahren im Urlaub. Ich spare mein Geld lieber oder spende hin und wieder etwas davon an Obdachlose.
Dann solltest du einsehen, dass andere sich ebenfalls dieses Minimum zugestehen lassen wollen, was interessanterweise gerade bei ZA-Angestellten nicht umbedingt die Regel ist, besonders wenn noch Familie vorhanden ist. Über Dekaden konnte sogar ein Alleinverdiener die Familie ernähren. Heute ist das eher die Ausnahme. Und dann beklagen sich manche Leute, dass Familiengründungen "out" sind.

Nur zu, aber Hilfe leisten bedeutet nicht, dass man keine kritischen Fragen stellen darf. Und ob eine Maßnahme sinnlos ist oder nicht, entscheidet nicht der Teilnehmer sondern das Amt.
Ja, die sind ja auch so qualifiziert da, wie? Kann man ja eher Neandertaler mit beauftragen. Leider sind die ausgestorben, denn die könnten nen besseren Job als Sachbearbeiter machen.
 
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Dann solltest du einsehen, dass andere sich ebenfalls dieses Minimum zugestehen lassen wollen, was interessanterweise gerade bei ZA-Angestellten nicht umbedingt die Regel ist, besonders wenn noch Familie vorhanden ist. Über Dekaden konnte sogar ein Alleinverdiener die Familie ernähren. Heute ist das eher die Ausnahme.
Ich gestehe durchaus jedem dieses Minimum ein, doch habe ich bei einigen hier im Forum das Gefühl, als ob Ihnen das nicht reichen würde. Die Zeiten in denen der Alleinverdiener eine ganze Familie ernähren konnte, sind im großen und ganzen vorbei, es sei denn man hat etwas höherwertiges gelernt oder studiert und hat in diesem Bereich auch eine Anstellung. Aber ein einfacher Hilfsarbeiter kann keinen Verdienst erwarten, der so hoch ist, dass er damit ein Familie alleine ernähren kann. Aber für die gibt es schließlich noch die Möglichkeit aufzustocken.

Und ob man von einem ZA-Gehalt leben kann, kommt auch immer darauf an, ob man als einfacher Hilfsarbeiter oder als Fach-bzw.Führungskraft eingestuft und eingesetzt wird.
 

Hainbuche

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Unter einen Verdienst, von dem man auch leben kann, verstehe ich soviel zu verdienen, dass ich meine üblichen Fixkosten wie Miete, Strom etc. begleichen kann (...)
(Fettschrift von mir)

Und warum sollte Maik75 den Maßstab der Allgemeinheit darstellen?

Ich interessiere mich bei der Frage, was ich zum Leben brauche, für deine Fixkosten zum Beispiel gar nicht, für meine eigenen, die ganz anders gelagert sein könnten, um so mehr.

Die Zeiten in denen der Alleinverdiener eine ganze Familie ernähren konnte, sind im großen und ganzen vorbei
Das ist eine Zustandsbeschreibung.

Fragen: Warum ist das so? Und was ist davon zu halten?

ein einfacher Hilfsarbeiter kann keinen Verdienst erwarten, der so hoch ist, dass er damit ein Familie alleine ernähren kann
Warum nicht? Es gibt noch andere Faktoren außer der Qualifikation, die den Wert einer Arbeit beeinflussen. Das solltest du als "Personalprofi" eigentlich wissen.

es gibt doch eine einfache Möglichkeit einer Maßnahme zu entgehen und zwar in dem man sich einen Job sucht und arbeiten geht.
Und der war mal richtig gut. Lange nicht mehr so gelacht ;-)

Passend dazu noch der ultimative Tipp für alle, die gerne mal einen Sechser im Lotto hätten: Da gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, und zwar indem man mitspielt und die richtigen Zahlen ankreuzt.
 

gelibeh

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Und ob eine Maßnahme sinnlos ist oder nicht, entscheidet nicht der Teilnehmer sondern das Amt.
Vergiss es. Das Amt interessiert sich nicht dafür, ob die Maßnahme sinnvoll oder sinnlos ist. Denen geht es ganz alleine darum, dass man durch den Maßnahmebesuch aus der Arbeitslosenstatistik draußen ist. Das hier der Steuerzahler für so einen sinnlosen Mist Geld bezahlen muss, interessiert die nicht.
I Fall von der @TE ist das doch offensichtlich, dass es nur um Statistikbereinigung geht.
 
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@Maik75:

Tja, wenn man nicht von Jobcentern und dubiosen Maßnahmeträgern interessanterweise dazu gezwungen würde, sich jeden "zumutbaren" Sch**ß andrehen zu lassen (wenigstens gibt's da legale Kniffe, wenn schon das Grundgesetz in der Hinsicht nicht greift), dann gäbe es automatisch allgemein bessere Löhne. Es gibt auch genug Facharbeiter, sei es in der Zeitarbeit oder in regulärer Arbeit, die nicht alleine über die Runden kommen.

Denn wenn freiwillig keiner bereit wäre und nicht von anderen gezwungen würde, seine Arbeitskraft für ein Appel und ein Ei ausbeuten zu lassen, dann müssten Arbeitgeber eh wieder vernünftiger zahlen, wenn sie ihren Dreck denn nicht selber erledigen wollen/können. Dann könnten sie sogar die Preise etwas anheben, da ja dem Binnenmarkt wieder mehr Kaufkraft zur Verfügung stehen würde.

Aber nein, Lobbies und deren Politikmarionetten haben da andere Vorstellungen.
 
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Ich interessiere mich bei der Frage, was ich zum Leben brauche, für deine Fixkosten zum Beispiel gar nicht, für meine eigenen, die ganz anders gelagert sein könnten, um so mehr.

Das ist mir schon klar, aber da ich gefragt wurde, was ich unter einem Verdienst verstehe von dem man auch leben kann, bin ich natürlich von meinen Fixkosten ausgegangen, da ich ja schlecht für die Fixkosten anderer sprechen kann.


Fragen: Warum ist das so? Und was ist davon zu halten?

Das dürfte verschiedene Gründe haben, einer davon könnte sein, dass es heute mehr Arbeitnehmer als wie gut bezahlte Arbeitsstellen gibt und die Arbeitgeber so den Lohn drücken können.

Es gibt noch andere Faktoren außer der Qualifikation, die den Wert einer Arbeit beeinflussen.

Da hast du Recht, doch die meisten Firmen interessiert nur ob man das was man macht auch gelernt hat. Und wenn man in einem ungelernten Beruf arbeitet ist man nun mal keine Fachkraft sondern nur ein Hilfsarbeiter. Und ich finde es auch richtig, dass Hilfsarbeiter weniger verdienen als die Fachkräfte, schließlich haben die Fachkräfte sich die Mühe gemacht den Beruf zu erlernen und eine Prüfung abgelegt und bestanden.



Und der war mal richtig gut. Lange nicht mehr so gelacht ;-)

Wer seine Ansprüche absichtlich so hoch setzt, weil er sich lieber vom Amt aushalten lässt, findet natürlich auch keine Arbeit.

Passend dazu noch der ultimative Tipp für alle, die gerne mal einen Sechser im Lotto hätten: Da gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, und zwar indem man mitspielt und die richtigen Zahlen ankreuzt.
Wie sollte man denn sonst bitte einen Sechser im Lotto gewinnen?
 

Hainbuche

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Das ist mir schon klar, aber da ich gefragt wurde, was ich unter einem Verdienst verstehe (...)
Schon klar, aber dann bitte nicht verallgemeinern :)

einer davon könnte sein, dass es heute mehr Arbeitnehmer als wie gut bezahlte Arbeitsstellen gibt und die Arbeitgeber so den Lohn drücken können.
Okay, das ist eine rein marktorientierte Antwort. Stimmst du mir zu, daß es dann aus Sicht der Arbeitnehmer die richtige Strategie wäre, das Angebot an Arbeitskraft zu verknappen statt sie zu jedewedem gebotenen Preis zu verkaufen?

Und wenn man in einem ungelernten Beruf arbeitet ist man nun mal keine Fachkraft sondern nur ein Hilfsarbeiter.
Ganz nah an der Stolperfalle.

Und ich finde es auch richtig, dass Hilfsarbeiter weniger verdienen als die Fachkräfte, schließlich haben die Fachkräfte sich die Mühe gemacht den Beruf zu erlernen und eine Prüfung abgelegt und bestanden.
Und reingefallen: Wie du schon sagtest, es kommt darauf an, was man arbeitet. Das heißt auch: Es kommt nicht darauf an, was man gelernt hat.

Ein Hilfsarbeiter ist jemand, der Hilfstätigkeiten verrichtet (egal, welche Ausbildung er hat); eine Fachkraft ist jemand, der Fachtätigkeiten verrichtet (ebenfalls egal, welche Ausbildung er hat).

Und weil das so ist, bekommt jemand, der eine Hilfstätigkeit verrichtet, in der Regel selbst dann keinen Gehaltsbonus, wenn er einen Doktortitel mitbringt.

Falls du aber der Meinung bist, für die Formalqualifikation sollte es generell einen Bonus geben, egal welche Tätigkeit ausgeübt wird, dann sollte es dich nicht wundern, daß manche Erwerbslose sich nicht für Peanuts verkaufen wollen.

Wer seine Ansprüche absichtlich so hoch setzt, weil er sich lieber vom Amt aushalten lässt, findet natürlich auch keine Arbeit.
Es können Erwerbslose in siebenstelliger Zahl allein schon deshalb keine Arbeit finden, weil das rechnerisch gar nicht geht - offene Stellen vs. Anzahl Arbeitslose. Das ist Grundrechnen im dritten Schuljahr; ich frage mich wirklich, wieso darüber immer wieder Diskussionen aufkommen, statt daß man die mathematischen Fakten einfach mal akzeptiert. Ist das vielleicht eine Erscheinungsform des vielbeschworenen Bildungsnotstands?

Wie sollte man denn sonst bitte einen Sechser im Lotto gewinnen?
Kein Einwand gegen "einfache Möglichkeit ... richtige Zahlen ankreuzen"?

Chapeau!

Dann verwundert die Aussage "einfache Möglichkeit ... Job suchen und arbeiten gehen" natürlich auch nicht mehr... ;-)

Ach, einen habe ich noch:

wenn ich in Hartz 4 Bezug wäre, würde ich so gut wie alles mitmachen um aus den Bezug wieder rauszukommen.
Genau darum ging es ja anscheinend auch bei der Erfindung von Hartz IV: Einen Arbeitnehmer-Typen zu schaffen, der so gut wie alles mitmacht.

Herzlichen Glückwunsch, du hast das Klassenziel erreicht. ;-)
 

kaiserqualle

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Hallo cafecreme,

mal was anderes.

uns würde schon verkündet, dass man nach Beendigung der Bürgerarbeit Ende diesen Monats
Hast du schon überlegt eine Leistungsklage an dein SG auf Zahlung Tariflohn für die Bürgerarbeit einzureichen?

Bürgerarbeit ist nämlich nach Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zu entlohnen und zwar nach der Einstufung für deine Tätigkeit.

http://www.elo-forum.org/buergerarbeit/104729-buergerarbeit-tarifvertrag-bezahlt.html

Wenn es in deinem "Betrieb" einen Betriebsrat gibt, frage diesbezüglich mal nach und lasse dir die Einstufung und den Grundlohn sowie entsprechende Zuschläge nennen. (natürlich schriftlich)
 

Schikanierter

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Ich habe den Flyer gelesen, und wenn ich in Hartz 4 Bezug wäre, würde ich so gut wie alles mitmachen um aus den Bezug wieder rauszukommen.
Ich kenne niemanden, absolut niemanden, der durch Teilnahme irgendeiner ihm durch das JC oktoyierten Maßnahme aus dem Leistungsbezug gekommen ist. Ergo ist jede Maßnahme sinn- und nutzlos sowie im Ergebnis dessen Steuerverschwendung.

Mit den Maßnahmen im SGB II werden einzig und allein die Interessen der „Weiterbildungsindustrie“ bedient. So und nicht anders sieht es aus!
 

0zymandias

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Ich kenne niemanden, absolut niemanden, der durch Teilnahme irgendeiner ihm durch das JC oktoyierten Maßnahme aus dem Leistungsbezug gekommen ist. [...]
Wenn Du schon eine Maßnahme hattest, kennst Du doch die "Dozenten"? :wink::biggrin:

(Und da kenne ich eine gescheiterte Bauzeichnerin, die als Webdesignerin scheiterte und als "Dozentin" Erwachsene dumm anraunzte, dass es eine Pracht hatte.
Möge sie in der Grundsicherung versinken.)
 
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Okay, das ist eine rein marktorientierte Antwort. Stimmst du mir zu, daß es dann aus Sicht der Arbeitnehmer die richtige Strategie wäre, das Angebot an Arbeitskraft zu verknappen statt sie zu jedewedem gebotenen Preis zu verkaufen?

Das würde nur dann funktionieren, wenn es mehr Arbeitsstellen als wie Arbeitnehmer geben würde und nicht wenn es umgekehrt ist. Wenn sich auf eine Arbeitsstelle 200 Bewerber bewerben hat der Chef eine größere Auswahl als wie bei 100 Bewerbern, somit bringt es nichts den Chef mit höheren Gehalt unter Druck zu setzen.


Wie du schon sagtest, es kommt darauf an, was man arbeitet. Das heißt auch: Es kommt nicht darauf an, was man gelernt hat.

Es kommt sowohl darauf an, was man arbeitet als auch darauf was man gelernt hat. Wenn z.b. in einem Restaurant zwei Köche arbeiten, der Eine gelernt und der Andere ungelernt, hat der gelernte Koch das bessere Argument in der Gehaltsverhandlung.

Ein Hilfsarbeiter ist jemand, der Hilfstätigkeiten verrichtet (egal, welche Ausbildung er hat); eine Fachkraft ist jemand, der Fachtätigkeiten verrichtet (ebenfalls egal, welche Ausbildung er hat).

Falsch, wenn es sich um Fach-Tätigkeiten handelt ist es nicht egal ob man diese gelernt hat oder nicht. Wenn du im Krankenhaus bist, möchtest du doch auch von einem kompetenten Arzt untersucht werden und nicht von der Putzfrau, oder?

Und weil das so ist, bekommt jemand, der eine Hilfstätigkeit verrichtet, in der Regel selbst dann keinen Gehaltsbonus, wenn er einen Doktortitel mitbringt.

Wenn er in einem Bereich arbeitet für die seine Ausbildung irrelevant ist, hast du recht. Arbeitet ein gelernter Gärtner in einem Restaurant, wird ihm seine Ausbildung nichts bringen. Wenn aber ein gelernter Koch in einem Restaurant arbeitet, wird er auch mehr bekommen als der ungelernte.

Falls du aber der Meinung bist, für die Formalqualifikation sollte es generell einen Bonus geben.

Der Meinung bin ich nicht.

Es können Erwerbslose in siebenstelliger Zahl allein schon deshalb keine Arbeit finden, weil das rechnerisch gar nicht geht - offene Stellen vs. Anzahl Arbeitslose.

Das ist aber keine Ausrede dafür, es nicht wenigstens zu versuchen. Und solange wie in den Jobportalen noch so viele Jobs angeboten werden, kann von einem Mangel gar keine Rede sein.


Kein Einwand gegen "einfache Möglichkeit ... richtige Zahlen ankreuzen"?
Dann sind wir uns ja wenigstens in diesem Punkt einig.:wink:
 

Hainbuche

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(...) somit bringt es nichts den Chef mit höheren Gehalt unter Druck zu setzen.
Thema verfehlt. Nochmal: Ist mehr Arbeitskraft am Markt, als von den Unternehmen nachgefragt wird, dann gehen die Preise dafür in den Keller (sagst du ja selbst). Denksportaufgabe: Was muß mit der Menge der angebotenen Arbeitskraft passieren, damit die Gehälter von selbst höher werden?

Wenn z.b. in einem Restaurant zwei Köche arbeiten, der Eine gelernt und der Andere ungelernt, hat der gelernte Koch das bessere Argument in der Gehaltsverhandlung.
Als Berufseinsteiger vielleicht. Nach ein paar Jahren Erfahrung würde ich jederzeit eine Degustation der Entscheidung nach Aktenlage (Ausbildungszeugnis ja oder nein) vorziehen. Die meisten Restaurantgäste wahrscheinlich auch.

Falsch, wenn es sich um Fach-Tätigkeiten handelt ist es nicht egal ob man diese gelernt hat oder nicht. Wenn du im Krankenhaus bist, möchtest du doch auch von einem kompetenten Arzt untersucht werden und nicht von der Putzfrau, oder?
Die Tätigkeit eines Arztes darf bekanntlich gar nicht von Fachfremden ausgeübt werden, weshalb sich die Frage gar nicht stellt.

Richtig ist aber, daß mir ein kompetenter Arzt tatsächlich lieber ist als sein zwar ebenfalls gelernter, aber dennoch weniger kompetenter Berufskollege ;-)

Ansonsten such dir doch für deine Argumentation lieber ein Beispiel, bei dem es rechtlich nicht verboten ist, die Stelle mit einem Ungelernten zu besetzen. Deine eigene zum Beispiel. ;-)
Wieso sollte da ein Autodidakt oder jemand mit langjähriger Erfahrung den schlechteren Job machen, und wieso sollte er schlechter bezahlt werden, wenn er die gleiche Leistung bringt?

solange wie in den Jobportalen noch so viele Jobs angeboten werden, kann von einem Mangel gar keine Rede sein.
Äh, ja. Ich wiederhole mit eigenen Worten: Wenn das Angebot an Jobs kleiner ist als die Nachfrage nach Jobs, dann gibt es trotzdem keinen Jobmangel.

Das kenne ich vom Obsthändler um die Ecke: Wenn der 10 Melonen zum Verkauf anbietet, und 20 Leute kommen und wollen eine Melone kaufen, dann sind ebenfalls genug Melonen für alle da.

Beweis: Am Ende des Tages ist trotz der angeblich so großen Nachfrage diese eine schrumpelige, leicht angefaulte Melone liegen geblieben. Und dafür hast du wahrscheinlich auch gar kein Verständnis - Melone ist doch Melone, oder? ;-)
 

cafecreme

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Hallo cafecreme,

mal was anderes.

Zitat:
Zitat von cafecreme Beitrag anzeigen
uns würde schon verkündet, dass man nach Beendigung der Bürgerarbeit Ende diesen Monats
Hast du schon überlegt eine Leistungsklage an dein SG auf Zahlung Tariflohn für die Bürgerarbeit einzureichen?

Bürgerarbeit ist nämlich nach Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zu entlohnen und zwar nach der Einstufung für deine Tätigkeit.

Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Wenn es in deinem "Betrieb" einen Betriebsrat gibt, frage diesbezüglich mal nach und lasse dir die Einstufung und den Grundlohn sowie entsprechende Zuschläge nennen. (natürlich schriftlich)
@Kaiserqualle

Ich kenne den Sachverhalt, denn ich habe den Thread über die Tarifbezahlung bzgl. Bürgerarbeit selber ins Forum gesetzt.
Das wird sich noch schwierig gestalten, die ganze Geschichte landet wahrscheinlich vorm Bundesarbeitsgericht da eine sogenannte "Nichtzulassungsbeschwerde" gegen das Urteil von Brandenburg/Potsdam eingereicht wurde.
Also liegt das alles wieder in der Schwebe ob es den Leuten zugestanden wird oder nicht.
Die Ansprüche sind geltend gemacht worden von uns und die Sache liegt auch bei den Anwälten um ggf. gleich reagieren zu können wenn sich was tut. Aber bis dahin muss man wohl viel Geduld aufbringen. Falls es aber für die Bürgerarbeiter positiv ausgeht, ist es Fakt das da eine ordentliche Nachzahlungswelle über einige AG rollen wird.
Trotzdem danke für Deinen Hinweis.

Grüße
 
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Was muß mit der Menge der angebotenen Arbeitskraft passieren, damit die Gehälter von selbst höher werden?
Die Gehälter würden nur dann steigen, wenn die Menge der angebotenen Arbeitskräfte sinken und der Bedarf nach selbiger steigen würde, doch da es in Deutschland genau umgekehrt ist, haben die Firmen noch die besseren Argumente.
 

saurbier

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Und Merkels Politik wirkt sich genau dahingehend aus, dass selbst ausländische Spitzenkräfte (Ing. etc.) hier für noch weniger Geld (inzwischen 45.000,-€/Jahr, früher mal 69.000,-/Jahr) aufschlagen dürfen, weil die Arbeitgeberverbände es so mit ihrer Lobbyarbeit erfolgreich durchgedrückt haben.

Die Frage ist allerdings, wo ist die Gewerkschaft (DGB etc.) welche zum Schutze ihrer Mitglieder sich dagegen stellen.

Da sieht man dann auch die Arbeit des Herrn Sommer, welcher ja als Dutzfreund von Schröder offensichtlich lieber auf seinen eigenen Vorteil bedacht war, als den seiner Mitglieder welcher er vertreten sollte.

Das gleiche macht doch inzwischen auch die IGM.

Oh man, wofür habe ich in den 70zigern eigentlich mit meinen Lohneinbussen gestreikt, wenn heute alles wieder zurück gedreht wird.

Kein Wunder das den Gewerkschaften die Mitglieder davon laufen, bei solchen Leistungen.

Schaue ich mir den beamtenbund an, dann sehe ich erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit. Da wird nichts zurück genommen, ganz im Gegenteil bei denen dreht sich die Lohnschraube fleißig weiter.

Aber ich sag dazu einfach, dass Volk bekommt die Politiker, die es alle 4 Jahre ihre Stimme gibt. Nur aus den vergangenen 4 Jahren lernt das Volk eben nichts.

Aber all das hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.


Gruss saurbier
 

Hainbuche

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Die Gehälter würden nur dann steigen, wenn die Menge der angebotenen Arbeitskräfte sinken und der Bedarf nach selbiger steigen würde
Nein, auch bei konstanter Nachfrage steigen die Preise, wenn das Angebot rückläufig ist.

doch da es in Deutschland genau umgekehrt ist, haben die Firmen noch die besseren Argumente.
Wenn sie Argumente hätten, wären sie ja nicht so heiß auf ein Überangebot an Arbeitskräften.

Die weitaus meisten Personaler wären nicht in der Lage, eine Verhandlung auf Augenhöhe oder gar aus einer Position der Schwäche heraus zum Erfolg zu bringen.

Von 10 einen aussuchen, das können sie, aber einen für sich gewinnen, der zwischen 10 auswählen kann? ;-)
 

kaiserqualle

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Hallo cafecreme,

Die Ansprüche sind geltend gemacht worden von uns und die Sache liegt auch bei den Anwälten um ggf. gleich reagieren zu können wenn sich was tut. Aber bis dahin muss man wohl viel Geduld aufbringen. Falls es aber für die Bürgerarbeiter positiv ausgeht, ist es Fakt das da eine ordentliche Nachzahlungswelle über einige AG rollen wird.
Da möchte ich noch eins draufsetzen:

LAG Berlin-Brandenburg 1 Sa 13/14 v. 04.03.2014 - Buergerarbeit nach Tarifvertrag TVoeD zu entlohnen
 

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libertad

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Man sollte auf jeden Fall versuchen, die Kosten für diese ganzen Schikanemaßnhmen in die Höhe zu treiben.
Das ist selbstverständlich die Bezahlung für Bürgerarbeit, aber auch Qualifiziertes Personal in diesen Maßnahmen, vernünftige Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und viele schriftliche Beschwerden über jede Schikane und Schlamperei.
 

kaiserqualle

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Zum Beschluss des LAG Berlin-Brandenburg 1 Sa 13/14 v. 04.03.2014 - Buergerarbeit nach Tarifvertrag TVoeD zu entlohnen
gibt es Neuigkeiten, allerdings noch nicht direkt verifizierbar.

Demnach ist:

"....die vom beklagten Landkreis gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des LAG Berlin-Brandenburg vom 04.03.2014 eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde ist vom Bundesarbeitsgericht mit Beschluss vom 24.06.2014, Az.: 4 AZN 388/14 als unzulässig verworfen worden.

Das Urteil des Landesarbeitsgerichts ist damit rechtskräftig.
"

Leider ist das noch nicht auf der Entscheidungsseite des BAG veröffentlicht worden. (http://juris.bundesarbeitsgericht.de...cht=bag&Art=en)
 
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