Von der AfA unter Druck gesetzt

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Sani73

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Hallo,

ich habe ein großes Problem und weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich habe eine verhaltensmedizinsch Orthopädische Reha gemacht. Von dort wurde ich Arbeitsfähig entlassen weil ich ja arbeitslos bin und ich mich in der Arbeitslosigkeit um meine Gesundheit kümmern kann. Ich habe in der Klinik so oft erwähnt das mir die Agentur für Arbeit sicher nicht diese Zeit einräumen wird und ich mit der Situation nicht klar komme.
Da wurde von der Klinik dann im Entlassungsbericht raus gemacht das ich keine Lust hätte zu arbeiten was ja so nicht stimmt. 'Ich bin mit der Situation einfach total überfordert.
Aufgrund meiner orthopädischen Einschränkungen mache ich derzeit 2x wöchentlich eine Rehanachsorge von der ich fix und fertig nach hause komme. Zusätzlich benötige ich noch Krankengymnastik und gehe noch zu meiner Therapeutin. Da meine Komplette Diagnostik noch nicht abgeschlossen ist gehören auch Arztbesuche dazu. Bei den Terminen hatte ich zum Teil 6 Monate eine Wartezeit.

Da ich nun nicht AU entlassen wurde, musste ich mich bei der Agentur für Arbeit melden. Anfangs war mein Sachbearbeiter noch verständnisvoll und meinte das ich einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen soll eher könne er mir nicht helfen. Es hat keine 2 Wochen nach Antragstellung gedauert da hatte ich erneut einen Termin bei ihm. Bei dem Termin fing er dann an druck aufzubauen und meldete mich zu einem Psychologischen Gutachten an. Das Gespärch lief eigentlich gar nicht so schlecht aber sicher bin ich mir nicht ob er das mit der Überforderung gesehen hat.
Zwischenzeitlich habe ich von der DRV Post bekommen das man meinen Antrag abgelehnt hat weil ich ja nichts habe. Ich denke mal das ich das der Rehaklinik zu verdanken habe. Dagegen habe ich natürlich gleich Widerspruch eingelegt weil ich so meinen Beruf im Sanitätshaus nicht mehr ausüben kann.
Von meiner Therapeutin fühle ich mich im Moment auch etwas unter Druck gesetzt vor. Sie ist der Meinung das ich wieder arbeiten gehen soll. Sie sieht aber nur das Psychische und nicht das Orthopädische was mich zusätzlich einschränkt.

Meine Termine sind so gelegt das ich mit dem Rhythmus klar komme aber die soll ich jetzt laut Agentur absagen weil ich deren Meinung nach am besten Tag und nacht zur Verfügung stehen muss. Habe dort gebeten mir Termine zu geben die sich mit meinen anderen Terminen nicht überschneiden und genau das ist was die einfach nicht begreifen wollen.
Bekomme ständig Termine zugesendet die sich mit den anderen Terminen total überschneiden. Einen Termin konnte ich jetzt absagen und jetzt droht man mir mit einer Sperre.
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Auf der einen Seite kümmere ich mich darum das es mir gesundheitlich besser geht und auf der anderen Seite darf man das nicht weil man arbeitslos ist.
Bin total fertig und weiß nicht mehr was ich machen soll. Krank werde ich nicht geschrieben weil die Klinik mich als arbeitsfähig eingestuft hat.

Kann mir vielleicht jemand einen Ratschlag geben?

Gruß
Sani
 

ZynHH

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AW: Vom der AfA und druck gesetzt

Geh zu deinem Hausarzt, schildere ihm deine Verzweiflung, lass dir von der Nachsorgeeinrichtung ein Unterstützendes Schreiben aufsetzen und lasse dir eine Einweisung für eine pscychotherapeutische Klinik geben und ruhe dich dort 14 Tage aus. Und suche dir eine andere Therapeutin.
 

ZynHH

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AW: Vom der AfA und druck gesetzt

Notfalls gehe direkt zur Klinik und sage dort wie schlecht es dir geht, dann können die dich erstmal aufnehmen, die einweisung kannst du nachliefern.
 

Kleeblatt

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AW: Vom der AfA und druck gesetzt

Mir fällt dazu gerade der Spruch eines Psychologen ein, gerichtet an meine Bekannte:
"Gehen sie einfach arbeiten dann verschwinden ihre Probleme von ganz alleine".

Sie ist jetzt 58 Jahre alt.
Zugleich gab er ihr Medis gegen ihre Panikattacken, Angststörungen, Schlaflosigkeit, mangelnden Appetit und überwies sie an eine Therapie.
Von ihrem BMI von 16 nahm er zwar Kenntnis, fand den allerdings nicht ansatzweise interessant.

Nur mal so zu den Aussagen und vor allem deren Sinnhaftigkeit bezüglich o.g. Berufsgruppe.
Das selbst der MDK sie bereits zwei Mal für nicht ansatzweise arbeitsfähig hielt, - wen juckt das schon.

Die meisten Psychologen haben doch selbst ein massives Problem und dachten wohl bei der Berufswahl seinerzeit durch das Studium sich selbst "heilen" zu können.
Sichtlich hat sich deren eigener Gesundheitsstatus oft genug eher verschlechtert. Da fragt man sich gelegentlich schon was für ein "Krüppel" sich da vor einem anmaßt nach knappen 4 Minuten über andere Menschen zu urteilen. (Abgerechnet werden natürlich dann volle 45 Minuten, klar doch.)
 

alexander29

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AW: Vom der AfA und druck gesetzt

Wegen der angedrohten Sperre; ist dies eine Sperre oder eine Sanktion von 10 % ?

Ich weiss dazu nichts rechtliches, ich würde aber meinen, dass in deinem Fall der Zusammenhang mit deinen Krankheiten ja gegeben ist, so dass die Arztbesuche in deinem Fall vorgehen.
Erstens wg Diagnostik, zweitens weil es dir psychisch schlecht geht.

Vor allem, wenn die Termine vorher vereinbart wurden.
Wenn du die Termine nachweislich mitgeteilt hast, ist das noch besser.

Ich denke, die Sanktion kannst du so abwehren (ist aber nicht rechtlich fundiert).
 

Sani73

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Hallo,

danke euch für die Antworten.

In eine Klinik möchte ich nicht war in den letzten Jahren in einigen Krankenhäusern und das reicht mir erst mal. Habe auch eine Art Klinikkoller seit der Reha.
Ich denke das meine Therapeutin mich vielleicht nur ermutigen möchte aber irgendwie geht der Schuss gerade nach hinten los. Habe Freitag bei ihr einen Termin und dann werde ich das mal ansprechen.

Ich beziehe ALG1 und somit wird mir mit einer Sperre gedroht. Eine Terminverschiebung akzeptieren die nur wenn man eine AU vorlegt oder einen Termin zu einem Vorstellungsgespräch hat. Andere Termine hat man zu verschieben egal ob man da schon 6 Monate drauf gewartet hat oder nicht.
So wurde mir das von denen mitgeteilt.
Habe schon überlegt ob folgende Maßnahme was für mich ist: RPK Reha | unser Angebot | ExundJob - Integrationsfirma in Wunstorf
Da werde ich Montag zur Infoveranstaltung gehen. Mal sehen vielleicht haben die auch noch Tips für mich.
Ansonsten gehe ich Dienstag mal zu Arzt und spreche mit ihm über die Situation und kann nur hoffen das er mich bei der Sache hilft.

Danke nochmal

Sani
 
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