Von den Weisheiten der liberalen Wirtschaftswissenschaftler (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Regelsatzkämpfer

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
Die Krise hat die Wirtschaftswissenschaft in ihren Grundfesten erschüttert: Der neoliberale Mainstream hat an Halt verloren, Ökonomen schwanken zwischen Selbstzweifel und Überheblichkeit. Die Linken hoffen jetzt auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. [...]

„Wir haben keinen Stiglitz und keinen Krugman“, klagt Dierk Hirschel mit Blick auf die USA. Der frühere Chefökonom des DGB, der sich jetzt bei Verdi über die Volkswirtschaftslehre Gedanken macht, vermisst Querdenker und Ökonomen in keynesianischer Tradition. „Die ökonomische Zunft ist bei uns so monolithisch ausgerichtet wie nirgendwo sonst, auf mindestens 98 Prozent der Lehrstühle sitzen wirtschaftsliberale Professoren.“ Für den linken Hirschel ist es „absurd“, wenn sich das halbe Dutzend Wirtschaftsforschungsinstitute hierzulande „nur in Nuancen unterscheidet“. In der Folge gebe es keinen Wettbewerb der Ideen, die deutsche Wissenschaft sei eine „verwahrloste und autistische Zunft“, mosert der Verdi-Mann.

Auch wenn da die Verbitterung eines Ökonomen durchklingt, der aufgrund des neoliberalen Mainstreams sich seit Jahren als „Dissident“ fühlt – auch andere teilen Hirschels Kritik. ...
Das Ende des Imperialismus : Von den Weisheiten der liberalen Wirtschaftswissenschaftler - Wirtschaft - Tagesspiegel
 
Oben Unten