Von Babys kann man Geld verlangen? (1 Betrachter)

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Chefkoch1983

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Hi,

ich hab gestern einen brief bekommen, der an meinen sohn J.M.
adressiert war.
der brief kam von der Bundesagentur für arbeit Regionaldirektion Bayern

Zahlungsaufforderung:

Forderung: leistungen zur sicherung des lebensunterhalts SGB II 1,81€
Forderung: Leistungen für unterkunft und heizung 194,36€

Macht zusammen: 196,17€

das alles wär für mich bis auf einen punkt verständlich

denn dieser eine punkt ist mein sohn ist 1 ½.:eek:

was soll mir dieses schreiben also sagen, dass mein sohn sich ne arbeit suchen soll um den betrag zu zahlen?

in was für einem staat leben wir denn wo kleinkinder schulden machen können?

ich bin für jede hilfe sowie rat sehr dankbar...

MFG euer chefkoch
 

Arania

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Du gehst zur ARGE und klärst das würde ich vorschlagen
 

biddy

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Das Gesamteinkommen einer Bedarfsgemeinschaft wird (bis auf einige Ausnahmen wie u.a. Kindergeld und Unterhalt ...) auf alle Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft verteilt.

Dann wird geschaut, welchen Bedarfs jeder einzelne noch hat.

Bei Rückforderungen gilt das Individualisierungsprinzip. Es darf nicht der Einfachheit halber lediglich der Vertreter/Antragsteller der Bedarfsgemeinschaft aufgefordert werden, eine (begründete, nachvollziehbare!) Rückforderung zu begleichen, sondern jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft hat seinen Teil, der überzahlt wurde, zurückzuzahlen ... theoretisch ...

Ansonsten wäre die Rückforderung (vielleicht ja in Deinem Fall auch nicht nur in dem Punkt, das weiß ich nicht, da der Grund der Rückforderung unbekannt ist) gesetzeswidrig. Du bist nicht überzahlt worden, sondern Dein Kind (evtl. erst, nachdem Einkommen von Dir an es übertragen wurde), das eben zu Deiner BG gehört und somit ebenfalls Alg II bezieht.

So will's eben das blöde SGB II und die schreckliche Horizontalberechnung/-verteilung.

3.3.5 Rückforderungen und Individualisierung

Bei den Leistungen nach dem SGB II handelt es sich nach der einschlägigen Rechtsprechung um Individualansprüche, die dem einzelnen Hilfebedürftigen gewährt werden. Eine Rückabwicklung (Aufhebung bzw. Erstattung) kann daher nur in dem Verhältnis der für den einzelnen Hilfebedürftigen erbrachten Leistungen erfolgen.

Dieses hat zur Folge, dass seit Januar 2007 bei Aufhebungs- und Rückforderungsentscheidungen inhaltlich zwischen den einzelnen Mitgliedern der Bedarfsgemeinschaft zu differenzieren ist. Rückforderungen sind damit hinsichtlich der Bedarfsgemeinschaftsmitglieder, der Rückforderungszeiträume und der Rück-forderungssummen personengenau aufzuschlüsseln.

Dies ist eine enorm zeitintensive Bearbeitung, insbesondere mit A2LL, da Horizontalübersichten vor und nach Erfassung von Leistungsänderungen ausgedruckt und händische Berechnungen erfolgen müssen. Gegenüber jedem Bedarfsgemeinschaftsmitglied hat dann ein gesonderter Rückforderungsbescheid zu ergehen.
*klick* Quelle
 
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