Von 450,- Euro auf sozialversicherungspflichtig - was beachten?

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Einfachicke

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Hallo ihr lieben,

nun ist es soweit - ich werde ab 01.06.2019 zum erlauchten Kreis der sozialversicherungspflichtig Erwerbstätigen gehören.

Wie genau ist das Prozedere, dieses meinem Jobcenter mitzuteilen?

Eine Veränderungsmitteilung - ist klar. Auch habe ich eine Kopie über die Änderung der Stundenanzahl vom AG direkt für das JC mitbekommen. Sonst noch irgendwas, was ich diesbezüglich einreichen sollte?
Lohnabrechnung und Kontoauszüge habe ich sowieso jeden Monat abgegeben, da ich bis jetzt auf 450,-Euro-Basis angestellt war, aber diesen Betrag in den seltensten Fällen erreicht habe. Es war halt jeden Monat sehr verschieden, wieviele Einsätze ich bekommen habe.

Ich würde mich freuen, wenn ich dazu eine (oder sogar mehrere???) hilfreiche Antwort/en bekommen würde.

lg Einfachicke
 

Kerstin_K

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Eigentlich ändert sich da nichts, ausser, dass du jetzt mehr verdienst und auch die veränderte Arbeitszeit muss vom JC berücksichtigt werden. Keine Termine während der Arbeitszeit.

OAW musst Du nicht mehr vom JC genehmigen lassen, sondern nur informieren. Wann du Urlaub nimmst, stimmst Du mit seinem Chef ab.
 

Einfachicke

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Hallochen,

danke erstmal für die Antwort. Feste Arbeitszeiten habe ich ja nicht. Ich arbeite bei einer Zeitarbeitsfirma - und das auch noch gerne. Aber ich vermute mal entweder ist es keine der sicherlich zu Recht oft gescholtenen Firmen oder in meinem Berufsfeld (Bürobereich) wird man anders behandelt. Wie auch immer. Ich werde nach Bedarf angefordert, nun wohl häufiger.
Es geht mir auch in erster Linie darum, ob die oben genannte Kopie des geänderten Arbeitsvertrages als Nachweis reicht.

lg
 

vidar

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Feste Arbeitszeiten habe ich ja nicht. Ich arbeite bei einer Zeitarbeitsfirma - und das auch noch gerne.
Soll heißen, du arbeitest dort etwa nur auf Abruf?

Wie/wodurch wird dir dann garantiert, dass du jetzt auch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausübst. Normalerweise müssten hier zumindest die monatlich oder wöchentlich zu erbringenden Arbeitsstunden inkl. deren Stundenlohn irgendwie vertraglich vereinbart worden sein. Findet sich denn in deinem geänderten Arbeitsvertrag darüber eine Klausel?

Ungeklärt ist auch noch die Frage, ob du aufgrund deines kommenden Verdienstes dich nicht dann sogar komplett vom ALG-2 Bezug abmelden könntest, oder ob du noch weiterhin ergänzendes ALG-2 benötigst.
.
 

Einfachicke

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Soll heißen, du arbeitest dort etwa nur auf Abruf?

Wie/wodurch wird dir dann garantiert, dass du jetzt auch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausübst. Normalerweise müssten hier zumindest die monatlich oder wöchentlich zu erbringenden Arbeitsstunden inkl. deren Stundenlohn irgendwie vertraglich vereinbart worden sein. Findet sich denn in deinem geänderten Arbeitsvertrag darüber eine Klausel?

Ungeklärt ist auch noch die Frage, ob du aufgrund deines kommenden Verdienstes dich nicht dann sogar komplett vom ALG-2 Bezug abmelden könntest, oder ob du noch weiterhin ergänzendes ALG-2 benötigst.
.

Ja ich arbeite auf Abruf - meistens bekomme ich die Anfragen bezüglich der Einsätze eine Woche vorher. In ganz seltenen Fällen auch einen Tag vorher. Dann kann ich aber, wenn ich möchte ablehnen. Habe ich schon ein paarmal gemacht und niemals Ärger oder auch nur Unmut gespürt. Andererseits ist das für mich auch kein Problem. Die Zeit ist so ziemlich der einzige Bereich in meinem Leben, in dem ich flexibel bin.
Bis jetzt lautete der Vertrag auf eine Mindeststundenanzahl von 8,00 h im Monat. Es waren aber immer deutlich mehr bis zu einer Grenze von eben 450,- Euro. Jetzt habe ich eine Mindeststundenanzahl von 80,00 h im Monat. Der Arbeitgeber ist jetzt verpflichtet mich mindestens 80,00 h im Monat einzusetzen. Damit komme ich regelmäßig über die Sozialversicherungsgrenze.
Vollzeit kommt für mich aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht infrage.
Mein langfristiges Ziel ist ja gerade aus dem ALGII-Bezug herauszukommen.
Stundenlohn ist deutlich über Mindestlohn.
So wie ich meine Pappenheimer kenne, kann es durchaus sein, dass sie mir erstmal die in "vorausschauender Weisheit" die Leistungen einstellen. Haben sie damals, als ich den Job angetreten habe auch gemacht. Nach einer "freundlichen" Aufforderung meinerseits, sich doch bitte wieder in der Realität einzufinden, weil ich nicht 1,5 Monate nur von Luft und Liebe leben kann, lief natürlich alles wieder rund.
Wenn es jetzt so wäre, könnte ich sogar damit leben, weil ich durch mein zusätzliches Geld Rücklagen bilden konnte. Aber natürlich würde ich denen nichts schenken.

Sollte ich dann diesbezüglich Rat oder Hilfe brauchen, werde ich gerne das Wissen der hier Anwesenden nutzen, um meine Rechte einzufordern.

lg
 

vidar

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So wie ich meine Pappenheimer kenne, kann es durchaus sein, dass sie mir erstmal die in "vorausschauender Weisheit" die Leistungen einstellen.
Bei 80 Stunden im Monat dürfte wahrscheinlich dein Lohn zwischen 770,00 – 820,00 € liegen. An Hand deines Vertrags kann das JC somit auch deinen künftigen monatlichen Lohn ermitteln. Ob dir dann noch ein ergänzendes ALG-2 zustehen könnte, ist abhängig von deinem Einkommen und der Freibeträge.

Checken kannst du es hier: Hartz 4 Rechner 2019 - Arbeitslosengeld II Anspruch Berechnung
 
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