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Von 116,10 € im Monat leben

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Booga

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Hallo zusammen!

Ich war heute beim Amt für Arbeit und Soziales um in Erfahrung zu bringen, wie lange die Bearbeitung meines Arbeitslosengeld 2 Antrags, den ich 29.09 gestellt und am 20.10 vollständig abgegeben habe, noch dauert. Zu meiner Freude war mein Sachbearbeiter gerade dabei den Antrag zu bearbeiten und ich könnte morgen mit dem Bescheid rechnen und in dieser oder nächster Woche mein Geld. Doch als der mir mitteilte wie hoch die Zahlung sein wird war ich erstmal geschockt.

Zu den Einnahmen:

Ich bekomme monatlich 251,10 € Arbeitslosengeld 1 von der ARGE

Meine Mutter hat mir bis einschließlich September 220 € Unterstützung (kein Unterhalt, das Geld muss ich zurück zahlen) monatlich überwiesen. Im Oktober bekam ich noch einmal 170 € und ab diesem Zeitpunkt ist die Zahlung eingestellt worden. Dies habe ich mir auch schriftlich von Ihr schicken lassen und meinem Sachbearbeiter bei Antragabgabe vorgelegt.

Da ich keinerlei weiteres Einkommen habe, waren die Einnahmen für die Monate fie folgt:

September - 471,10 €

Oktober - 421,10 €

Für November bekomme ich dann nur noch die 251,10 € von der Arge.

Meine Miete beträgt 360€ monatlich, was eine Pauschale ist, sprich darin is alles enthalten (Wasser, Strom, etc.).

Nun sagt mir mein Sachbearbeiter ich könnte eine Zahlung von 225 € erwarten. Ich müsste nochmal Ende November, Anfang Dezember nochmal wiederkommen und Kontoauszüge des gesamten Novembers vorlegen, als Beweis, das ich wirklich nicht mehr Geld bekomme.

Nun erscheint folgende Summe auf meinem Rechner, die mir für November noch zum leben bleibt, nach abzug der Miete:

251,10 € von der Arge
+225,00 € vom Amt für Arbeit und Soziales
-------------------------------------------------
=467,10 €
-360,00 € Miete
-------------------------------------------------
=116,10 €


Können die wirklich verlangen, das ich von 116,10 € einen Monat lebe und dürfen die wirklich nochmal einen ganzen Monat Kontoauszüge verlangen, nur um mir dann zu zahlen, was mir eigentlich zusteht? Und kriege ich das fehlende Geld nachgezahlt? Damit unterstellt mir mein Sachbearbeiter doch, das ich vorhabe das Amt zu betrügen.

Aus meiner Sicht gesehen, wäre es doch logischer, nur das Arbeitslosengeld 1 als Einkommen an zu sehen und dann nochmal Einsicht in meine Kontoauszüge zu verlangen, danach könnten Sie eine Rückzahlung doch immernoch verlangen.

Ich danke euch für jede Antwort.
 

Linchen0307

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AW: Von 116,10 € im Monat leben

Moin Bogga...

Eigentlich sieht es so aus, das die ARGE die Diefferenz zu deinen ALG I zahlt.
KDU= Kosten der Unterkunft ohne Strom wird in der Regel übernommen. Sollte also deine Miete über dem Satz liegen, der für deine Satdt gültig ist, müsste man dir einen Umzug nahelegen (ich gehe mal davon aus, das du eine eigene Wohnung hast).
Dafür bekommst du in der Regel 6 Monate Zeit.
Du solltest mal bei deinem Vermieter nachfragen, wie hoch deine Stromkosten angesetzt sind (falls dies nicht aus dem Mietvertrag hervorgeht).
Dies müsstest du aus der KDU rausrechnen. Strom wird aus dem Regelsatz bezahlt. Wie sieht es mit Kindergeld aus, bekommst du noch welches?
 

Booga

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Hallo Linchen0307!
Nein, Kindergeld bekomme ich nicht, da ich eine abgeschlossene Ausbildung habe. Die Stromkosten gehen leider nicht aus dem Mietvertrag hervor, auch in der Mietbescheinigung steht nur drin, das es ein "all inclusive" Vertrag ist. Ich denke nicht das der Mieter mir sagen kann, wie hoch die Stromkosten sind, da es ein sehr altes Haus ist mit nur einem Zähler bei 6 Mietparteien.

Vielleicht verstehe ich ja auch etwas falsch an der ganzen Geschichte. Ich habe das so verstanden, ich bekomme 345 € Regelsatz zum leben und die Kosten für die Unterkunft werden übernommen, wenn sie angemessen sind. Wenn die Unterkunft nicht angemessen ist, dann wird der maximale Summe für eine Angemessene Wohnung gezahlt und den Rest müsste ich dann halt vom Regelsatz zahlen. Oder läuft das so, wenn die Unterkunft nicht Angemessen ist, dann wird erst garnicht diese Unterkunft gezahlt, sondern nur der Regelsatz. Wenn ja, dann müsste ich also selber zusehen, wie ich die Miete in der Zeit aufbringe, in der ich in der Unangemessenen Wohnung wohne und mir eine neue suchen?

Wenn wir jetzt aber einmal sowohl Arbeitslosengeld 1 und 2 zusammenrechnen = 251,10 € + 225 € = 476,10 €
Davon den Regelsatz von 345 € abziehen dann bleiben 131,10 €.

Wenn es jetzt heißt meine Wohnung sei nicht angemessen, müsste ich mir also eine Wohnung suchen die 131,10 € im Monat kostet, damit ich auf den Regelsatz von 345 € komme? Das kann doch nicht sein, ich werde nie eine Wohnung finden die 130 € kostet.

Das mir nur die Differenz zum Arbeitslosengeld 1 gezahlt wird, ist mir bekannt.
 

gelibeh

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Die Miete kann das nicht sein, denn die muss in den ersten 6Monaten voll übernommen werden. Abzüglich Stromkosten. Ich vermute, die haben verpennt, dass Deine Mutter nicht mehr zahlt.
 

Drueckebergerin

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Bitte weise auch nochmal daraufhin, daß die Zahlungen Deiner Mutter nur ein Darlehen waren, diesen Betrag mußt Du rückwirkend ab Antragstellung erstattet bekommen !
 

Yukonia

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Du hast deinen Antrag am 29.09.2009 gestellt. Den September lassen wir mal beiseite.

Oktober:
251 ALG I
225 ALG II
170 Mutti
= 646 EUR
Das entspricht dem Regelsatz von 359 + KDU 286. Das ist vielleicht die angemessene Miete für einen Alleinstehenden bei Euch?
Der Hinweis mit dem Darlehen deiner Mutter ist wichig. Habt Ihr eine Rückzahlvereinbarung schriftlich geschlossen? Lassen sich die Rückzahlungen am Konto nachweisen?

Die Zahlungen kommen nachträglich.
Wenn du Ende November hingehst und nachweist, dass kein Geld von deiner Mutti kommt, müsste eine Neuberechnung erfolgen.
Das Problem ist die nachträgliche Zahlung nach Ablauf des Monats.
Du hast für November eine Unterdeckung von mind. 170 EUR. Man müsste den SB mal fragen, wie das gehen soll: Einerseits bist du untergedeckt, müsstest dir also Geld borgen, andererseits sollst Ende November nachweisen, dass du kein Geld von woanders erhältst.:icon_neutral:Außerdem hat doch deine Mutti bereits erklärt, dass die Zahlungen eingestellt werden. Das müsste doch ausreichen? Kannst du nicht noch mal mit deinem SB reden?
 

Booga

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Danke für eure Antworten,

in dem Schreiben von meiner Mutter ist klar zu verstehen das es ein Darlehen ist und ich es möglichst bald zurück zahlen muss. Mein Sachbearbeiter hat sich den Breif durchgelesen, das weiß ich, weil ich anwesend war, als er dies tat.

Ich verstehe nur nicht warum mir das Geld das ich mir von meiner Mutter geliehen habe, um über die Runden zu kommen, nun als Einkommen angerechnet wird.

Ich glaube mir bleibt nichts übrig, als auf den Bescheid zu warten, von den 476,10 die Miete zu zahlen, den Sachbearbeiter nochmal aufsuchen und versuchen von den Restlichen 116,10 € einen Monat aus zu kommen.

Ich danke euch trotzdem für eure Zeit und vielleicht lässt sich ja mit dem Sachbearbeiter nochmal reden.
 

Linchen0307

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AW: Von 116,10 € im Monat leben

Du hast deinen Antrag am 29.09.2009 gestellt. Den September lassen wir mal beiseite.

Oktober:
251 ALG I
225 ALG II
170 Mutti
= 646 EUR
Das entspricht dem Regelsatz von 359 + KDU 286. Das ist vielleicht die angemessene Miete für einen Alleinstehenden bei Euch?
Das spielt zunächst mal keine Rolle.
Von den 360 Euro Miete müsstest du, da kein eigener Stromzähler vorhanden, die im Regelsatz festgelgte Strompauschale abziehen. Wie hoch das genau ist , weiß ich gerade nicht. Aber um und bei 25 Euro. Das hieße, deine Miete wie um die "25" Euro gekürzt, dann kommt noch eine Warmwasserpauschale, von ca. 6 Euro , damit wären wir bei 31 Euro. Die zu übernehmende KDU liegt also bei 329 Euro .

329 Euro Miete
359 Euro Regelsatz
______________
688 Euro ALGII minus
251 Euro ALGI
_____________
437 Euro ALGII bereinigt

Das heißt: du bekommst von der BA 251 Euro, von der ARGE 437 Euro. hiervon musst du dann sämtliche Zahlungen wie Miete Strom Tel., I Net usw. tätigen.
So in etwa müsste es aussehen.

Hätte man fälschlicherweise den Unterhalt den deine Mutti dir Darlehenweise gab, mit eingerechnet (bei 220 Euro), käme man auf einen Betrag von 217 Euro.
Also kann an der gesammten Berechnung nichts stimmen. Widerspruch einlegen und um Aufschlüsselung der aufrechnung in deinem Beisein bitten.
 

Booga

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@Linchen0307

Danke, das werde ich machen.



Ich werde euch auf dem laufenden halten, vielleicht hilft es ja auch noch einem dritten, der in ähnlicher Situation steckt.
 

Erolena

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Auf jeden Fall gibt es einen Freibetrag auf das Einkommen von 251 Euro ALG1.
Mindestens die Versicherungspauschale von 30 Euro.

Also werden nicht 251 angerechnet sondern
221 Euro als "anrechenbares Einkommen". (251-30 Vers.pauschale)
___

Geändert: Hier lag ich falsch.
Einen Zuschlag wg. ALG1-Bezug gibt es nur, wenn der ALG1-Bezug inzwischen beendet ist.
Wer vorher Arbeitslosengeld I bezogen hat, erhält für zwei Jahre einen Zuschlag. Dieser beträgt zwei Drittel der Differnz vom ALG1 + Wohngeld zu ALG2 und ist begrenzt auf 160 Euro für Alleinstehende und 360 Euro bei Paaren + je Kind 60 Euro. Nach einem Jahr wird dieser Zuschlag halbiert. Diese Übergangszahlung wird von dem Rechner nicht erfaßt, ist aber leicht "zu Fuß" zu ermitteln.
Quelle: ALG2 - Rechner, aktuell 2009, Arbeitslosengeld II online berechnen - Hartz4
 

Drueckebergerin

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Erolena

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Habs gerade gemerkt und Beitrag geändert.

Gibt es außer der Versicherungspauschale noch mehr vom Einkommen abzusetzen?
 

Booga

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So, hallo zusammen,
heute leider nichts neues im Briefkasten, kein Brief, kein Bescheid. Da heute aber der letzte Tag ist wo die Miete fällig wird, musste ich mir von einer Bekannten 110€ leihen, damit ich die Miete zahlen kann. Damit mir das Amt dieses Geld nicht auch wieder als Einkommen anrechnet, will ich mich absichern. Ich denke ein Schuldschein zwischen meiner Bekannten und mir sollte doch als Beweis ausreichen!? Drückt mir die Daumen.

Gruß Booga
 

Booga

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So,

Bescheid ist gekommen und wie erwartet betragen die monatlichen Leistungen 225,29 €. Das Darlehen meiner Mutter wird als Einkommen (Unterhalt) angerechnet und was mich am meisten verwundert, ist das mir für Oktober ein Einkommen (Unterhalt) meiner Mutter von 220,00 € angerechnet wird, obwohl ich von Ihr nur 170,00 € bekommen habe. Der Sachbearbeiter hatte sämtliche Kontoauszüge vorliegen und konnte so die Überweisung von 170,00 € eigentlich nicht übersehen.

Kurzum habe ich mich mit meiner Mutter in Verbindung gesetzt und wir werden nun Widerspruch einlegen.

Eine Frage hätte ich da aber noch. Hat mein Sachbearbeiter das Recht, die gesamten Kontoauszüge von November nun zu verlangen um nochmal neu zu berechnen, obwohl der Sachverhalt klar und deutlich Ihm schriftlich vorgelegt wurde?

Gruß Booga
 

karolusmagnus

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Der Kardinalfehler war schon, das man der ARGE überhaupt von den Zahlungen der Mutter erzählt hat und das dieses Geld über Bank-Konto läuft. Sowas macht man im geheimen, bar auf die Kralle. Oder ist das Verhältnis zur Mutter derart schlecht?
Allgemein sollte man sich heutzutage von dem Gedanken verabschieden, daß Geld auf der Bank sicher ist. Auf der Bank wird der Staat informiert über den Kontostand, und der Staat ist begierig das abzuzocken. Sicheres Geld liegt heutzutage daheim in der Schublade. Traurig, aber immerwieder zu beweisen.
 
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Der Kardinalfehler war schon, das man der ARGE überhaupt von den Zahlungen der Mutter erzählt hat und das dieses Geld über Bank-Konto läuft. Sowas macht man im geheimen, bar auf die Kralle. Oder ist das Verhältnis zur Mutter derart schlecht?
Allgemein sollte man sich heutzutage von dem Gedanken verabschieden, daß Geld auf der Bank sicher ist. Auf der Bank wird der Staat informiert über den Kontostand, und der Staat ist begierig das abzuzocken. Sicheres Geld liegt heutzutage daheim in der Schublade.. Traurig, aber immerwieder zu beweisen.
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