Vom Jobcenter zum SGB 12 , was gibt es zu beachten?

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Steamhammer

Gast
Erstmal finde ich, das ist eine gute Nachricht. Jetzt sind wir vom Jobcenter entgültig weg und sollen ins SGB12 gehen. Chapeau.

Der Antrag kam heute: Bitte stellen Sie einen Antrag auf Grundsicherung (SGB 12), da das Vorrang hat- Mach ich gern!!

Nun muss ich aber wissen, ob es im SGB 12 Fallstricke gibt, was man hier beachten muss und ob die Erfahrungen mit den SB dort andere sind als die im SGB 2.

Bin gespannt, bis zum 28.5. möge ich dort vorsprechen.
 
R

Rentier

Gast
Ich frage mich, wie schlimm es Leuten gehen muss, die einfach körperlich und seelisch wirklich nicht mehr "können", wenn sie mit sowas konfrontiert sind.

Mit dem "Spiel" der Ämter, oder Endpunkt, wenn alles durch ist ?

Das "Spiel" mit den Ämtern kann sich nur jemand erlauben, der alleinstehend ist, oder einen guten Partner hat, der alles mitträgt. In Familien nicht machbar.

Wer da "spielt" muss mit Leistungseinstellungen rechnen, jederzeit. Kann eine Familie gar nicht tragen.

Um mit "Spiel" zu erklären, selbst wenn es unproblematisch durchläuft, wird blockiert und Angst geschürrt, wo es nur geht. Sogar noch hinterher, wird unterschwellig die Rechtmäßigkeit des Rentenbezuges bezweifelt.

Das ist so das Üble an der ganzen Chose, egal was man macht, kämpft man um Telhabe am Arbeitsleben, kämpft man um die Rente, oder wenn kein Weg mehr an der Rente vorbeigeht. Es ist vollig egal, dabei. Die Prügel bezieht man so oder so, oder so, oder so. Ein übles "Spiel".

Und noch dämlicher, wenn man es durch hat, auf Dauer volle EMR, ist wie so ein Endpunkt, das Ende des Krampfes. Ob es wirklich ein Ende ist, zeigt dann das Leben, wer dann wieder bezweifelt, wenn man wieder Hilfe braucht. Kann dann wieder das Hamsterrad losgehen :icon_motz::biggrin:
 

Doppeloma

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Hallo Rentier,

Das Üble dabei war nur, man wusste nicht, wann die mit Aufrechnung zurückschlugen. Das war so das Damoklesschwert. Aber das erübrigte sich ja durch Wegfall meiner einer aus der BG

Du schreibst manchmal ganz schön "in Rätseln" was für eine "Aufrechnung" hat dir da Sorgen gemacht ... :icon_kinn: wenn die was untereinander auszugleichen haben (SGB II /SGB XII) kann dir das doch egal sein wie die das machen, solange dein Bedarf ordnungsgemäß gedeckt war, wie du schreibst.

Von zustehendem Bedarf gibt es nichts "aufzurechnen", das Geld ist weg, für den laufenden Lebensunterhalt verbraucht, "fass einem nackten Mann in die Tasche" ... :icon_razz:

und belastend ist schon alleinig der normale Übergang, in einer Familie sowieso, denn EM-Renten werden nie für eine Familie reichen.

Welcher "normale Übergang" ist hier gemeint und Familie (die von uns finanziell abhängig ist) gibt es nicht mehr (die sind erwachsen und sorgen selber für sich), es ging nur um mich und meinen Männe dabei und die Krankeheiten, (die letztlich zur EM geführt haben), die haben wir uns auch nicht freiwillig ausgesucht ...

Natürlich ist sowas extrem belastend für eine Partnerschaft, schon die gesundheitlichen Einschränkungen gegenseitig zu berücksichtigen und zu akzeptieren ist nicht Jedermanns Sache ...

Noch schlimmer ist es allerdings, wenn man sich auch ständig noch irgendwelchen Behörden (KK/ AfA/ DRV/ JC) gegenüber dafür rechtfertigen soll /muss, dass man nicht mehr so KANN, wie es von allen ganz selbstverständlich erwartet wird ... :icon_dampf:

Der Übergang von "normal Erwerbsfähig" zu "ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten", dürfte wohl für Jeden und in jedem Alter ein Problem sein, wir wissen es sehr zu schätzen, dass wir davon erst Anfang /Mitte 50 betroffen waren...

Einzeln auch nur knapp, zu zweit, kann schon gehen, wenn Ansprüche runtergeschraubt werden und der Partner mitspielt.

Die Ansprüche müssen schon weit vor Bewilligung einer EM-Rente heruntergeschraubt werden, das sollte man rechtzeitig im Auge behalten, nicht erst der EM-Renten-Bescheid sorgt für mehr "Bescheidenheit" im Leben, das beginnt bereits bei Krankengeld und ALGI ...

Wenn der Partner da nicht "mitspielt", dann muss man wohl die Konsequenzen ziehen und versuchen wenigstens alleine klar zu kommen, diese Frage hat sich für uns allerdings nie ernsthaft gestellt, keier von uns ist ja "absichtlich" krank und Erwerbsunfähig geworden ...

Trotzdem hatten es unsere "Gegner" nicht leicht mit uns, eben weil wir als Paar immer eine Einheit gewesen sind, mit gemeinsamen Zielen, die es zu erreichen galt, weil uns einfach nichts Anderes mehr übrig geblieben ist.

Wir kommen jetzt mit beiden Renten zusammen jedenfalls besser zurecht, als mit den (noch willkürlich minimierten) "Gaben des SGB II", auf die wir gerne komplett verzichtet hätten, wenn die DRV unsere EM früher anerkannt hätte, das ist der Punkt der uns so wütend macht ... :icon_motz:

Man sollte sich dessen schon klar sein, volle EMR auf Dauer ist Endpunkt, bis zum Ableben. Ein schwerer Einschnitt, der postiv, wie negativ sein kann.

Die zu erwartenden Beträge waren uns ja bereits bekannt, darauf konnte man sich also schon gedanklich vorbereiten und einrichten, naja und die Altersrente irgendwann ist auch ein "Endpunkt" (wofür auch immer), letztlich entscheidet (auch dann) jeder selber, was er dann mit seinem Restleben noch anfangen wird /will oder kann.

Für uns ist es jetzt sehr positiv, dass uns die "Arbeitswelt den Buckel runterrutschen kann" und mit unserer Restgesundheit werden wir uns das (EM-) Rentner-Leben noch so angenehm wie möglich gestalten, Geld beruhigt zwar, ist aber nicht unbedingt das Wichtigste dafür ...

Solange der notwendigste Bedarf gedeckt ist und die Partnerschaft alle Hürden übersteht, kann man auch mit wenig glücklich sein.
Zumindest kann uns jetzt Keiner mehr was davon streitig machen, durch Kürzen und Sanktionieren, weil wir nicht nach der Pfeife irgendeines Amtes tanzen wollen ... :wink:

MfG Doppeloma
 
S

Steamhammer

Gast
Mit dem "Spiel" der Ämter, oder Endpunkt, wenn alles durch ist ?
Mit dem Spiel der Ämter, das meine ich.

Das "Spiel" mit den Ämtern kann sich nur jemand erlauben, der alleinstehend ist, oder einen guten Partner hat, der alles mitträgt. In Familien nicht machbar.

Das ist in unserer Familie kein Problem. Und alles, was was wert sein könnte, ist eh schon dort, wo es hingehört.
Wer da "spielt" muss mit Leistungseinstellungen rechnen, jederzeit. Kann eine Familie gar nicht tragen.

Doch, es geht, wenn man jahrelang vorher geübt hat.

Sogar noch hinterher, wird unterschwellig die Rechtmäßigkeit des Rentenbezuges bezweifelt.

Sollen sie, solange ich mich durchgesetzt habe. Das Lallen des Verlierers, mehr nicht.

Die Prügel bezieht man so oder so, oder so,

Nur, wenn man sich prügeln lässt.
 
R

Rentier

Gast
Das ist in unserer Familie kein Problem. Und alles, was was wert sein könnte, ist eh schon dort, wo es hingehört.

So sollte es ja auch sein, ist es aber nicht immer. Angefangen von den Selbsbehalten, wo dann kommt, wir verlieren noch das Letzte, was so im Endeffekt auch nicht stimmt. (@ Oma, Oma, nun klarer ?).
Man muss halt da auch noch einmal kämpfen, wenn noch was da sein sollte und da kommt es drauf an, ob Partner zusammen an einem Strang ziehen, oder eben nicht.

Dazukommend, "du zu Hause und ich muss mich noch gängeln lassen vom JC". Sind da dann noch Kinder in der Familie, kann es sehr schnell zur Aufrechnung kommen, alleinstehend mit Kindern ./. Duldung eines Frührentners in der Familie. Dazukommend, wie Oma,Oma schon schrieb, die Akzeptanz des Kranken.

Kann übel ausgehen, geht oft übel aus.

Doch, es geht, wenn man jahrelang vorher geübt hat.

Das haben wir alle, geübt mit immer weniger klar zu kommen, geht ja auch irgendwie. Bei mir hat alleinig der Übergang in der Auszahlung der EMR für Ärger gesorgt. Ein Monat fehlte die Rente und das geht nicht, wenn Kinder da sind.
Das gab bei uns richtig Ärger, trotz Überbrückung vom Amte. Alleinig der Aufwand war dann zu viel. Ein Kampf, der vorher uninteressant war, wurde dann zum Problem hochstilisiert.

Und das, passiert leider auch, bei einige geht es gut, bei vielen nicht. Es zerbrechen dadurch Partnerschaften, Familien.

Sollen sie, solange ich mich durchgesetzt habe. Das Lallen des Verlierers, mehr nicht.

Das hat mit Akzeptanz der Krankheit zu tun und dem Halten einer Familie/Partnerschaft, oder eben nicht. Dazu die dümmliche Meinung, man kann sich Renten doch erschleichen, ohne Krankheitsgrund. Leider weit verbreitet.

Heute sehe ich es auch so, ich habe eigentlich gewonnen, obwohl vieles verloren, aber das war es dann auch nicht wert. Die Einsicht dauerte aber auch bei mir.

Nur, wenn man sich prügeln lässt.

Da kommt der Spruch von dir zum greifen, wie es Menschen durchhalten, die wirklich hinüber sind. :icon_cool:
Bei mir stand es eigentlich fest, wenn ich das jetzt nicht schaffe, geht es ab in Rente. Wenn es aber so weit ist, ist es wie ein Schlag, eigentlich ein Befreiungsschlag, aber ein Schlag in die Magengrube, wenn dann eine Familie, auch dadurch, zerbricht.

Passiert leider, oft genug. Übrigens, war vorher, das ganze "Spiel" mit den Ämtern, Pille Palle dagegen.

Es kann eben so gut laufen wie bei Oma, Oma, oder so mies laufen wie bei mir, beides ist möglich. Hängt immer von den Partnern ab.

Tja, ich habe mir auch gedacht, schlimmer kann es nicht mehr werden, aber da unterlag ich einem Irrtum, aber verdaue das so langsam und es kommt auch so langsam wieder Freude über die monatlichen Zahlungen durch. Es stellt sich so langsam eine verdiente Ruhe ein.
 
S

Steamhammer

Gast
Bin gestern erstmal Mitglied eines Sozialverbandes geworden und liess mich gleich beraten. Das bisserl, was das an Geld kostet, bekomme ich mit ein paar Tipps sofort wiede r 20fach raus.

Zum Beispiel wurde mir geraten, künftig nicht mehr als Haushaltsvorstand zu fungieren, sondern die Partnerin, die arbeitsfähig ist, damit zu betrauen.
Das sichert das Sozialgeld, was mich auch "in Frieden lässt" vor Nachstellungen der Jobvermittlerbrut und mir einen wesentlich höheren Freibetrag lässt als das SGB 12 bei Einkommen.

Hab dann auch noch weitere Zusammenhänge erfahren. "Erst" Gesundheitsamt, was allein feststellt, ob ich mehr oder weniger als 6 Monate nicht einsatzfähig sei, dann wird mir, bei ersterem, ein Rentenantrag ans Herz gelegt.

Und dann gehts weiter. Die vertreten einen dann auch gegen eine geringe gebühr voll vor dem Amt.Ohne Wartezeit für sowas.

Ist schon eine gute Sache, die 5 Euro im Monat sollte JEDE/R übrig haben.



Übrigens, wurde mir unter 4 Augen gesagt; Man kann dort auch zeitlich begrenzt ehrenamtlich mitarbeiten, ws ich mir wirklich überlege, weil es sinnvoll ist.

Das macht sich, falls es dumm kommt, apäter einmal, auch sehr gut im Lebenskauf, wenn man sich bei Schweinefirmen bewerben müsste (ich tue natüprlich alles dafür, dass ich den Trick gar nicht erst anwenden muss...)
 

gelibeh

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"Erst" Gesundheitsamt, was allein feststellt, ob ich mehr oder weniger als 6 Monate nicht einsatzfähig sei, dann wird mir, bei ersterem, ein Rentenantrag ans Herz gelegt.
Das hatte ich doch schon in #4 sinngemäß geschrieben. So muss das laufen und nicht anders.
 
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Rentier

Gast
Zum Beispiel wurde mir geraten, künftig nicht mehr als Haushaltsvorstand zu fungieren, sondern die Partnerin, die arbeitsfähig ist, damit zu betrauen.
Das sichert das Sozialgeld, was mich auch "in Frieden lässt" vor Nachstellungen der Jobvermittlerbrut und mir einen wesentlich höheren Freibetrag lässt als das SGB 12 bei Einkommen.

Das sind genau die Drohgebärden, mit den Freibeträgen. In sich ein Schwachsinn Sondergleichens. Denn der Partner kann nichts dafür, wenn der andere nicht mehr kann und schon längst nicht die Kinder und deren Freibeträge sind m. E. genauso zu stellen, wie bei Unterhaltspflicht.

Aber es wird freiweg gedroht, "sie verlieren noch alles, lassen sie das bloß mit Rente, lohnt sich doch sowieso nicht. Haben sie mit ALG II mehr". Jooo, die Gängelung, wenn man nicht mehr kann. Sehr beliebt!

Hab dann auch noch weitere Zusammenhänge erfahren. "Erst" Gesundheitsamt, was allein feststellt, ob ich mehr oder weniger als 6 Monate nicht einsatzfähig sei, dann wird mir, bei ersterem, ein Rentenantrag ans Herz gelegt.

Müffelt mir so nach Arbeitsmarktrente und das gewaltig. Das GA stellt nun fest, wer noch arbeitsfähig ist oder nicht und gibt dann die Empfehlung auf Rente oder nicht. Kann doch nicht wahr sein. Das müffelt nicht nur nach Arbeitsmarktrente sondern Beschönigung der Arbeitslosenzahlenstatistik. Dazu von der Kompetenz, orthopädisch, innere, Arbeitsmedizin und psychologisch mal ganz zu schweigen.

Nun verstehe ich erst das Gezeter bei mir, dass ich gleich Rente eingereicht hatte. Dazu am Tage als ich von der Rentenbewilligung erfuhr, sollte ich nicht nur sofort zwei Arbeitsgelegenheiten seitens des JC nachkommen, sondern mir wurde auch mit der Überprüfung der Arbeitsfähigkeit gedroht. Nur, dazu hätten sie mich abschieben müssen, zum Sozi und das ging nicht mit und durch Rentenantrag.
War nur auch hinterher mal die Frage aufgetreten, warum nicht noch meine Arbeitsfähigkeit beim GA geprüft wurde. Ach so, stimmt, dann hätte man ja blockieren können. Die Frage tauchte rechtlich auf, nachdem die Rente durch war.

Pass bloß auf, ich kann dir sowieso nur empfehlen, stelle den Rentenantrag sofort. Spätestens, wenn dir etwas komisch vorkommt.

Denn die Chose müffelt, wie sonst was.

Übrigens, wurde mir unter 4 Augen gesagt; Man kann dort auch zeitlich begrenzt ehrenamtlich mitarbeiten, ws ich mir wirklich überlege, weil es sinnvoll ist.

Das macht sich, falls es dumm kommt, apäter einmal, auch sehr gut im Lebenskauf, wenn man sich bei Schweinefirmen bewerben müsste (ich tue natüprlich alles dafür, dass ich den Trick gar nicht erst anwenden muss...)

Du willst doch nicht mehr :icon_razz:

Ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung kannst du überall, da liegt ja der Haken versteckt. Nur, mit SGB XII Bezug und Ehrenamt ohne Vergütung buttert man zu und das passt auch nicht zusammen. Geht nicht.

Bzw. wehe dann meckert noch ein SGB XII Bezieher, wehe.
 
S

Steamhammer

Gast
Du willst doch nicht mehr

Nein, ich wi9ll nicht mehr und selbst 20 Pferde bekommen mich in die ekelhafte deutsche Arbeitswelt nicht mehr zurück.So was widerliches wie deutsche Arbeitgeber in der Privatwirtschaft tu ich mir in den statistisch letzten 25 Jahren nicht mehr an.


Aber eben---falls es das Unglück will und ich bin doch irgendwann mal wieder da, wo ich nicht sein will, beim "Arbeits"vermittler, weil irgendwas schief gegangen ist (man kennt ja die DRV und ihre "Gutachten")... DANN und nur dann kann man mit einem Lebenslauf, auf dem sofort das "hohe"Alter auffällt, und "2 Jahre krank" und "Ehrenamt beim VDK", wohl alle Stellen verhindern, die man nicht will, aber man kann dann nicht sanktioniert werden, wenn man diese 3 Tatsachen geschickt einbaut.
 

Sylvana

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Hallo Steamhammer,


ich wünsche dir sehr viel Glück, dass es bei dir mit der EM-Rente klappt!


Zur Zeit quäle ich mich durch eine sinnlose 11-monatige!!! Maßnahme, die mich den letzten Nerv kostet. Habe nun auch vor, EM-Rente zu beantragen und würde bei Bewilligung ergänzend Leistungen aus dem SGB 12 erhalten.


„Das sichert das Sozialgeld, was mich auch "in Frieden lässt" vor Nachstellungen der Jobvermittlerbrut und mir einen wesentlich höheren Freibetrag lässt als das SGB 12 bei Einkommen.“

Dabei stellt sich mir die Frage, ob es wirklich stimmt, dass das Sozialamt einen nicht in Arbeit oder Maßnahmen verdonnern kann.


Denn in § 11 SGB XII steht:
„Soweit Leistungsberechtigte zumutbar einer Tätigkeit nachgehen können, umfasst die Unterstützung auch das Angebot einer Tätigkeit sowie die Vorbereitung und Begleitung der Leistungsberechtigten. Auf die Wahrnehmung von Unterstützungsangeboten ist hinzuwirken. Können Leistungsberechtigte durch Aufnahme einer zumutbaren Tätigkeit Einkommen erzielen, sind sie hierzu sowie zur Teilnahme an einer erforderlichen Vorbereitung verpflichtet.


und dann auch noch:


§ 12 SGB XII Leistungsabsprache
„Vor oder spätestens bis zu vier Wochen nach Beginn fortlaufender Leistungen sollen in einer schriftlichen Leistungsabsprache die Situation der leistungsberechtigten Personen sowie gegebenenfalls Wege zur Überwindung der Notlage und zu gebotenen Möglichkeiten der aktiven Teilnahme in der Gemeinschaft gemeinsam festgelegt und die Leistungsabsprache unterzeichnet werden. Soweit es auf Grund bestimmbarer Bedarfe erforderlich ist, ist ein Förderplan zu erstellen und in die Leistungsabsprache einzubeziehen. Sind Leistungen im Hinblick auf die sie tragenden Ziele zu überprüfen, kann dies in der Leistungsabsprache näher festgelegt werden. Die Leistungsabsprache soll regelmäßig gemeinsam überprüft und fortgeschrieben werden. Abweichende Regelungen in diesem Buch gehen vor.“


Wahrscheinlich bin ich einfach zu dämlich, das Sozialgesetzbuch zu verstehen, aber ich lese daraus, dass mich das Sozialamt sehr wohl in zumutbare Tätigkeiten und Maßnahmen vermitteln kann! Oder für welchen Personenkreis trifft das zu?


Wenn ich als Sozialgeld-Empfänger auch zu Arbeitsaufnahme oder Maßnahmen verpflichtet werden kann, lohnt doch der sehr schwierige und mühevolle Ausstieg aus Hartz-IV gar nicht!
 

gelibeh

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Wenn ich als Sozialgeld-Empfänger auch zu Arbeitsaufnahme oder Maßnahmen verpflichtet werden kann, lohnt doch der sehr schwierige und mühevolle Ausstieg aus Hartz-IV gar nicht!
Wenn geht überhaupt nur eine zumutbare Arbeit. Erstens dürfte die nicht mehr als 15 Stunden in der Woche sein und die muss leidensgerecht sein. Was bleibt denn bei den meisten da noch über an Tätigkeiten? Die Leistungsabsprache ist, meines Wissens nach, freiwillig.
 

Sylvana

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Können Leistungsberechtigte durch Aufnahme einer zumutbaren Tätigkeit Einkommen erzielen, sind sie hierzu sowie zur Teilnahme an einer erforderlichen Vorbereitung verpflichtet.
Unter dem Wort "verpflichtet" verstehe ich, es ist nicht freiwillig, sondern das Sozialamt ordnet das an und es ist für mich bindend.

Aber ich habe keine Ahnung, was es nun juristisch genau bedeuten soll!
 
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