Vom Job-Center ins Altenheim

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Paolo_Pinkel

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Es geht nicht darum, Arbeitslose in die Altenheime zu schicken", stellt Stephan Griebel-Beutin von der katholischen Beschäftigungsgesellschaft "Cariteam" klar. Griebel-Beutin hat bereits Erfahrungen gesammelt, was alles beachtet werden muss, wenn sich Erwerbslose um Demenzkranke kümmern sollen: Cariteam hat schon etliche Harzt-IV-Empfänger für die Betreuung desorientierter alter Menschen ausgebildet. Die meisten dieser 1,50-Euro-Jobber haben sich bewährt, bestätigt Beate Klinski-Krause vom Frankfurter Forum für Altenpflege.

Doch was jetzt durch eine Reform der Pflegeversicherung möglich und von der schwarz-roten Bundesregierung in Berlin gewollt ist, hat eine andere Dimension. 25 000 Arbeitsplätze sollen deutschlandweit in den Altenpflegeheimen für so genannte Betreuungsassistenten geschaffen werden, die aus dem großen Pool der Arbeitslosen gewonnen werden. Die Bezahlung soll in etwa dem entsprechen, was eine Hilfskraft in der Altenpflege verdient.
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Gedacht ist an Männer und Frauen, die schon einmal in der Pflege tätig waren und wegen gesundheitlicher Handicaps aus dem Beruf aussteigen mussten. Oder an Menschen, die ein Familienmitglied gepflegt haben. Zwingen - da sind sich alle einig, kann man niemanden zu diesem Job.

Etwa 60 Prozent der Heimbewohner sind desorientiert, sagt Klinski-Krause. 85 Jahre alt sind die Menschen im Durchschnitt, wenn sie ins Heim kommen. Eine angemessene, sehr zeitaufwendige Betreuung Demenzkranker sei im "normalen stressigen Alltag der festangestellten Pflegekräfte" praktisch unmöglich. "Bevor man gar niemanden hat", werde sie die Betreuungsassistenten akzeptieren - obwohl dies "dem Image der Pflege nicht unbedingt zuträglich ist".

Ohnehin sieht das so genannte Pflegeweiterentwicklungsgesetz, das seit dem 1. Juli 2008 in Kraft ist, nur einen Betreuungsassistenten für 25 Heimbewohner vor - "ein Tropfen auf den heißen Stein"...

Arbeitslose: Vom Job-Center ins Altenheim | Frankfurter Rundschau - Frankfurt

Gruss

Paolo
 
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