Vom Finanzamt vorgeschrieben, aber von der Arge verboten

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Richardsch

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Berlin/ddp. Auch Selbstständige haben Anspruch auf Arbeitslosengeld II (ALG II), wenn ihr Einkommen nicht zum Leben reicht. Zum 1. Januar 2008 haben sich die Vorschriften, nach denen Arbeitsgemeinschaften und Sozialbehörden die Einkünfte berechnen, allerdings deutlich geändert.

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Mensch 2ter Klasse

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Für Selbstständige gelten bei der Einkommensberechnung neue Regeln

Entweder man ist nach ein paar Monaten richtig gut im Geschäft (Umsatz und Gewinn stimmen)
ansonsten kann man diese Art von Scheinselbständigkeit getrost vergessen.

Ein Bespiel von Gleich und Gleicher.

Bei einer Maßnahme wird nur die einfache Fahrt bezahlt, obwohl wir nicht über ausreichend finanzielle Mittel
verfügen. Nach dem Einkommensteuergesetz sollen wir nicht besser gestellt werden wie Arbeitsplatzbesitzer.

Wer mehr wie 50,- Euro im Jahr geschenkt bekommt soll es der Unterdrückungsbehörde melden, wie jeder
andere Michel ?????

Nicht einmal jeder Bankkaufmann kann eine Bilanz oder eine BWA richtig lesen (deuten) und wenn ein SB
wenig Ahnung hat, wird er vermutlich zum Wohle unserer Bananenrepublik alles als Gewinn anrechnen.

Viel Spaß.
 

Bruno1st

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Nicht einmal jeder Bankkaufmann kann eine Bilanz oder eine BWA richtig lesen (deuten) und wenn ein SB
wenig Ahnung hat, wird er vermutlich zum Wohle unserer Bananenrepublik alles als Gewinn anrechnen.
ich warte seit Dez. 2005 auf die Antwort meines zweiten Fallmanagers der damals behauptet hatte, alle Einnahmen seien gewinn und Kosten dürfte ich nur aus dem laufenden Monat abrechnen - Kosten aus dem Vormonat wären mein Privatvergnügen.
Der FM wollte dies aber nochmals abklären - vermulich irrt er inzwischen als Gespenst durch die ARGE - oder es interessiert ihn gar nicht.
Seine Kollegen haben sich dazu auch nie geäußert - soviel zur Fachkenntnis meiner ARGE.
 

Papa Bär

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Ich denke, dass man hier nicht umhin kommen wird, das sachliche Gespräch mit seinem SB zu finden.
Da ich unmittelbar hiervon betroffen bin und gegenwärtig damit leben muss, dass mir die ARGE 75 % des Regelsatzes Monat für Monat bereits einbehält, einfach nur so, pauschal und trotz monatlicher Gewinn/Verlustrechnung, die aufzeigt, dass ich im beendeten Geschäftsjahr allenfalls eine schwarze Null geschrieben habe, halte ich die neue Regelung nicht unbedingt für schlechter als die alte, an steuerliche Aspekte gekoppelte Weisungslage. Die Sofortabsetzbarkeit ohne Beachtung der AfA halte ich durchaus für interessant... ob das mein Steuerberater genauso sieht, wage ich allerdings zu bezweifeln. In jedem Fall kann ich die bisherige Praxis der Rücklagenbildung vergessen.
Hat denn irgendjemand schon Zugriff auf die neue aktualisierte DA?

Papa Bär
 
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ExitUser

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Das größte Problem ist auch, daß man sich plötzlich an zwei Regelungen halten muß, als ob man als Selbständiger üppig Zeit hat, wenn man die Sache ernst nimmt.

Fraglich ist, ob die neuen Regelungen überhaupt gültig sind. Denn es gilt im Recht der Gleichbehandlungsgrundsatz. Warum sollte ein Selbständiger mit ALG II schlechter zu behandeln sein, als einer ohne? Im Steuerrecht wird er das auch nicht, aber bei den ARGEn. Kann überhaupt in den ARGEn eine Regelung greifen, die dem Steuerrecht entgegenläuft? Eigentlich nein.

Sachverstand in ARGEn zu suchen, dagegen ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen ein Kinderspiel, also bahnt sich massig neuer Ärger an. Nimmt man dann noch den Fakt hinzu, daß etliche SBs gerne schikanös handeln, dann sehe ich schon wieder viele, viele Gerichtstermine.
 

Bruno1st

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Sachverstand in ARGEn zu suchen, dagegen ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen ein Kinderspiel, also bahnt sich massig neuer Ärger an. Nimmt man dann noch den Fakt hinzu, daß etliche SBs gerne schikanös handeln, dann sehe ich schon wieder viele, viele Gerichtstermine.
ob die schikanös handeln, lasse ich mal offen - der Unverstand ist aber die Regel - und die SB machen es sich einfach - "ich entscheide so und wenn es Ihnen nicht paßt, können Sie ja klagen" - klagen ist aber eine andere Abteilung, so habe ich mit meiner Entscheidung den Fall schnell abgeschlossen und kann mir einen Fleißpunkt abholen.

Die Unfähigkeit, daß sich die ARGE Mitarbeiter als Einheit oder auch geschlossene Anstalt ansehen, wurde mir letzte Woche bewiesen, als ein Teamleiter dauernd auf vielleicht möglichen Bewerbungen herumgeritten ist, aber nicht kapieren wollte, daß wenn mir die ARGE die Miete kürzt und Ernährungsbedarf verweigert, ich vor der Enstcheidung stehe : Essen oder Verhungern. Doch das war für ihn uninteressant - er ist nur für die Arbeitsaufnahme zuständig. Das sind andere Abteilungen, in die er sich nicht einmischt, die machen das schon.
Irgendwann irren wir alle durch die ARGEn und suchen den zuständigen Mitarbeiter, müssen ihn dann aber noch prüfen ob er qualifiziert ist und auch die Kompetenz hat - sonst heißt es später ganz einfach : der war dafür gar nicht zuständig und alles was er gesagt, getan oder angenommen hat, gilt als nie getan/angenommen.
Auf jeden Fall sorgen die FM/SB für viel Beschäftigung - zuerst die eigenen Kollegen, dann die Gerichte, usw. eine richtige Jobmaschine, die leider nichts einbringt, weil hier nur Steuergelder verschwendet und nicht erwirtschaftet werden. So lange die ARGE Mitarbeiter nicht aufhören, am Sozialsystem zu schmarotzen, gibt es keine Besserung.
 

Liebe Tweety

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ich warte seit Dez. 2005 auf die Antwort meines zweiten Fallmanagers der damals behauptet hatte, alle Einnahmen seien gewinn und Kosten dürfte ich nur aus dem laufenden Monat abrechnen - Kosten aus dem Vormonat wären mein Privatvergnügen.
Der FM wollte dies aber nochmals abklären - vermulich irrt er inzwischen als Gespenst durch die ARGE - oder es interessiert ihn gar nicht.
Seine Kollegen haben sich dazu auch nie geäußert - soviel zur Fachkenntnis meiner ARGE.
Das empfinde ich auch als Frechheit, da man ja zum sparen gezwungen ist, alleine das meine Leitung hier steht musste ich über Monate gehen, denn man braucht ein 2 Telefon mit Headset und dazu gehört eine Anlage. Bin zwar gewohnt aus Scheiße Bonbons zu machen, aber wegen die aus der Arge gebe ich nicht auf. Also bist nicht alleine mit diesen Problem. Man sollte mal bedenken das man die Monatskarte auch vorschießen muss.
 

Liebe Tweety

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Ich habe durch meine Selbstständigkeit mit Geld zu tun was ich nicht erhalte, mir zieht man von vornherein Geld ab von H.IV was nirgendwo auftaucht warum man es mir abzieht. Das ich durch meine Selbständigkeit auch Kosten habe wird nicht beachtet. Wie z. B. das ich auch Telefonkosten bzw Internet brauche. Im nachhinein die Kosten verrechnen lassen finde ich eigentlich frech. So bleibt die Werbung zu mindest auf die Strecke
 

Papa Bär

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Oh Liebe Tweety, Du kannst Dir kaum vorstellen, wie bekannt mir das alles vorkommt :icon_cry:

Die Suche nach fachlich versierten SB´s habe ich aufgegeben. Die bekommen jetzt alles, auf ein, für sie verständliches Niveau vorgekaut. Immerhin habe ich so, eine Art Burgfrieden erreicht... Tue ich euch nichts, macht ihr mir auch nix Böses. Damit kann ich im Moment noch halbwegs Leben. Anders wird es, wenn, wie ich erwarte, die Betriebskosten (nicht die der Wohnung) durch die Decke schießen. Mein Auto habe ich schon abgegeben :icon_dampf:Ich kann mir aber schon vorstellen, dass bei einem neuen SB alles von vorn losgeht. :icon_kotz:

Grüße vom Papa Bär
 
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