Vom Brutto oder Netto bei 450 Euro-Job

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keineahnung

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Moin,
Habe einen Disput mit meinem Leistungsberechner.
Folgendes:
Mein sohn trägt Zeitungen aus und hat 129,71€ Brutto verdient. Auszahlungsbetrag ergo Netto ist 127,12 €.
Stimmt nun das 127,12 - 100 Freibetrag und dann von 27,12€ 20 % selbstbehalt
oder 129,71 - 100 Freibetrag und dann von 29,71 € 20 % selbstbehalt
oder 127,12 - 100 Freibetrag und dann von 29,71 € 20 % selbstbehalt.

Es sagt mir das letztere wäre richtig weil bei den 20% selbstbehalt würde vom brutto ausgegangen.

Danke im voraus für Hilfe

Gruß Paul
 

Cosima

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Brutto 129,71 € - 100 - 20 % = 5,94 €

die 105,94 € werden dann vom Netto 127,12 € abgezogen

21,18 € werden angerechnet.
 

ela1953

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DER Freibetrag wird vom Brutto ausgerechnet und vom Netto abgezogen.

Zahlt dein Sohn nicht in die Rentenversicherung ein?

Dann wäre der Nettobetrag niedriger und das Jobcenter könnte weniger oder gar nichts anfechnen.
 

Hartzeola

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Woher kommt denn überhaupt dieser Abzug?

Minijobs und Lohnsteuer

Minijobs sind grundsätzlich steuerpflichtig. Sie müssen dem Arbeitgeber zum Abzug der einheitlichen Pauschalsteuer von zwei Prozent inklusive Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag nur noch Ihre Steueridentifikationsnummer sowie Ihr Geburtsdatum nennen, seit die alte Lohnsteuerkarte abgeschafft wurde. Die Steuern werden zusammen mit den Sozialversicherungsbeiträgen und den Umlagen zum Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen von der Minijob-Zentrale berechnet und eingezogen, sodass dem Arbeitgeber kein weiterer Aufwand entsteht.

Minijobs als geringfügige Beschäftigung - Finanztip
 

obi68

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Aha!

Das bedeutet, daß mein Arbeitgeber die steuerliche Belastung, warum auch immer, nicht an mich weiterleitet.
Ich frage da mal besser nicht nach. *g*
 

biddy

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Ich sehe das anders in Deinem Fall, @obi68
Der AG hat hier die pauschale Lohnsteuer von 2 % gewählt (und nicht die nach individuellen Lohnsteuermerkmalen, die beim Finanzamt hinterlegt sind). Die 2 % sind ja in den Pauschalabgaben *klick* an die Minijobzentrale enthalten.

Der AG kann dann wählen, ob er die Steuer von Deinem Minijobentgelt abzieht, Du sie also zahlen musst, oder eben nicht.
Das steht in Deinem Link, wenn Du die Zeile "Besteuerung des Arbeitsentgelts aus geringfügig entlohnten Minijobs (Minijobs auf 450 Euro Basis)" anklickst/aufklappst

Zieht der AG also die Pauschsteuer vom Entgelt des Minijobbers ab, ja dann "kann es günstiger sein, sich für die Besteuerung nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen zu entscheiden" (siehe Link) und dann kommen eben die von Dir genannten Einkommensklassen ins Spiel.

Ich vermute aber in Deinem Fall, dass Dein AG von sich aus halt die pauschale 2-%-ige Lohnsteuer übernimmt und nicht auf Dich abwälzt. Wurde bisher in meinen Minijobs auch immer so gemacht. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass das der am meisten durchgeführte Weg bei Minijobs ist, da es auch "verwaltungsvereinfachend" für den AG ist meines Erachtens.
Ich meine damit: Dein AG führt sie nicht nach Deinen individuellen Lohnsteuermerkmalen ab und nur dadurch, dass Du Steuerklasse I hast und ggf. keinen weiteren Job fällt eben keine Lohnsteuer an ... nein, ich vermute halt den obigen Weg mit den 2 % Pauschalsteuer und Nichtabwälzung der Steuer auf den Arbeitnehmer bei Dir.

Jetzt müsste man wissen, ob @keineahnung hier Steuern abgezogen bekommt, die er nicht zahlen müsste wg. seiner individuellen Lohnsteuermerkmale bzw. Lohnsteuerklasse ... die monatl. Steuer würde er dann also am Ende des Jahres ggf. wiederbekommen vom Finanzamt (Einkommenst.erklärung).
Wäre aber dann halt anrechenbar bei Alg-II-Bezug :/ ... also gehoppst wie gesprungen ... kann er sich auch schenken :S , es sei denn er hätte dann den Minijob nicht mehr und auch keine weiteren Einnahmen wegen der 30 % Versicherungspauschale (frei).
 
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