vom AG zum MDK geschickt

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Bananenbieger

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Wie entgegnet man solch einer Situation?
Kann man verlangen, dass man von einem Krankendienst/Krankentransporter abgeholt wird. Die Kosten trägt die ZAF?

Eigentlich sollte doch der MDK den behandelden Arzt fragen, oder?

Ich will gewappnet sein, falls ich auch mal vor einer solchen Situation stehe.
Nicht erst fragen, wenn vieles zu spät ist.


Zitat von Pelikan
Hallo!

Also als leere Drohung würde ich die Geschichte mit dem MDK nicht auffassen. Aber das ist meine persönliche Erfahrung, die ich vor einigen Jahren als Leih-Sklave machen musste. War krank geworden und erhielt nach nur wenigen Tagen eine Einladung vom MDK. Ich war echt sprachlos und habe angerufen, weil es mir wirklich richtig sch… ging. Aber das hat den MDK nicht interessiert und so hat mich ein netter Nachbar die 120km dorthin gefahren und auch wieder zurück.
Bei mir war es vermutlich ein „Racheakt“ der Leihbude, da ich gekündigt hatte, weil ich eine Festanstellung bekommen hatte. Die wollten mir dann den Resturlaub nicht geben und diesen lieber auszahlen. Aber dann bekam ich eine Lungenentzündung und war wirklich krank. Vermutlich dachten die, ich „spiele“ nur krank. Das Schlimme war, es war für mich die reinste Tortur mit Fieber und pfeifender Lunge so weit zu fahren (bzw. fahren zu lassen). Der Arzt hat auch nicht weiter untersuchen müssen, da man mich schon von weitem pfeifen hören konnte und der Schweiß lief an mir auch nur so runter. Der Arzt war dann auch richtig sauer, als ich ihm erzählte, dass ich bei der Leihbude gekündigt habe und eine neue Arbeit hätte. Der meinte auch nur, dass das reinste Schikane von denen war. Ach ja, die Leihbude nennt sich Persona Service! Nur so zur Info.
 

franky0815

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die zaf hat keinerlei befugniss dich zum mdk zu schicken, die können allenfalls der kk mitteilen das sie ernsthafte zweifel an der au hat, i.d.r. wendet sich die kk dann erstmal an den ausstellenden arzt, aber eigentlich auch nur dann wenn die krankengeldzahlung näher rückt.

wenn der ausstellende arzt NoNo in der hose hat wird der sich gegen den verdacht wehren, der mdk könnte dann nach aktenlage die au aufheben, aber auch dagegen kann man sich als betroffener zu wehr setzen.

was das ganze der zaf bringen soll erschliesst sich mir nich, eine kündigung geht schneller und unkomplizierter, noch dazu sich die meisten sklaven ja ohnehin alles bieten lassen.

im dem fall von pelikan würde ich anzeige wegen falscher verdächtigung erstatten und dem mdk kommt man in dem fall auch irgendwie bei.
 

Pelikan

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Wie entgegnet man solch einer Situation?

Die Sache ist lange her (fast 10 Jahre) und mir ging es zu dem Zeitpunkt richtig mies.
Damals fühlten wir uns von dem Schreiben des MDK völlig überrumpelt. Meine Mama rief dann noch dort an, sagte, ich bin krank und habe Fieber. Ob man mir das wirklich zumuten muss. Hat die „nette“ Dame dort nicht interessiert. Sie sagte, dass kann ja jeder behaupten und man habe Zweifel, dass ich wirklich krank wäre. Meine Ma meinte, es liegt ja wohl ein Krankenschein von einem Lungenfacharzt vor mit der Diagnose Lungenentzündung. Das ist nicht was man „simulieren“ kann. Außerdem gibt es ein eindeutiges Röntgenbild. Es führte da aber kein Weg vorbei. Ob ich die Fahrkosten bekommen habe, kann ich heute auch nicht mehr sagen. Es gibt aber eine Sache, an die kann ich mich gut erinnern. Der Arzt fragte mich, warum ich nicht zu einem anderen MDK einer anderen KK gegangen bin. Das wäre in meinem Fall, da ich ja wirklich sehr krank war, möglich gewesen. Wäre ich nicht so geschwächt durch die Krankheit gewesen, hätte ich den verbal auseinander genommen. Schließlich hatte meine Ma die Dame am Telefon gefragt, ob es nicht möglich wäre, dass in der Nähe jemand mich untersucht. Aber das wurde ja verneint und man habe ja auch diese Zweifel an der Echtheit meiner Erkrankung. Daher bin ich mir nicht sicher, ob es nun geht oder nicht.

Ach ja, mein behandelnder Arzt wurde nicht gefragt. Aber bei meiner KK läuft es eh so, dass der eine nicht weiß was der andere tut. Ich glaube, mein Krankenschein lag in einem Büro, das Schreiben der ZAF 3 Meter daneben im anderen. Da hat vermutlich keiner die 3 Meter ins Nebenbüro zurückgelegt und gefragt, ob, wie und was. Jeder stiert da vermutlich nur auf den Tellerrand und nicht darüber. Getreu dem Motto, ich bearbeite nur die Krankenscheine, der Rest interessiert mich nicht.


Ich bin mir sicher, dass mir die Geschichte heute nicht mehr passieren würde. Im Notfall gehe ich dann ins Krankenhaus, was ja damals mein Arzt für sinnvoll und notwendig hielt.

 

Anna B.

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Hallo,

es gibt keine unterschiedlichen MDK*s von unterschiedlichen KK*n....

der MDK ist Gutachter für alle KK...

kann natürlich sein, dass deine KK so intelligent war und hat dir einen Begutachtugnstermin im 30 km entfernten Städtchen vereinbart, obwohl es im 15 km entfernten städtchen auch einen MDK gab...

das ist heute aber anders....auch die MDK-Stellen wurden eingespart und man fährt heute möglicherweise sogar noch weiter, als vor 10 Jahren..Farhtkosten werden aber erstattet...
 

Pelikan

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Hallo,

es gibt keine unterschiedlichen MDK*s von unterschiedlichen KK*n....

der MDK ist Gutachter für alle KK...

Danke, wieder was dazugelernt!
Ich dachte, die KK´s haben alle eigene MDKs. Der Grund dafür ist, dass ich damals ins Gebäude meiner KK (also direkt dorthin, wo meine Krankenscheine hingeschickt wurden) zur Untersuchung eingeladen wurde. Wäre es möglich, dass das nicht der MDK war sondern der Sozialmedizinische Dienst? Aber sind die denn dafür verantwortlich, wenn man als Arbeitnehmer in Verdacht des „Krankfeierns“ gerät? Oder ist jemand vom MDK dorthin gekommen? Denn in dem KK-Gebäude in der obersten Etage (kann ich mich gut erinnern, da Aufzug tot und viele Treppen – das ganze dann mit der Lunge) befanden sich Arzträume, Labor und Geräte, z. B. ein Lungenfunktionsgerät. Beim letzten Mal (vor gut 3 Jahren), als ich wegen Reha-Gespräche dorthin musste, waren sämtliche Arzträume weg und nur noch Büros. Aber die Gutachter, Ärzte usw. meiner KK und RV haben ja mittlerweile ein sehr neues modernes Gebäude angemietet, leider immer noch 120km von mir entfernt. Aber das ist ein anderes leidiges Thema, wenn man wegen der Rente dorthin zum Gutachter muss.
 

Anna B.

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kann ja sein, dass zufälllig KK und MDK im gleichen GEbäude die Räumlichkeiten hatten...

oftmals ist es auch so geregelt, dass einer vom MDK z.B. montags zur KK vor Ort geht und mit dem zuständigen SB die einzelnen Fälle durchgeht, die für eine evtl. Begutachtung in frage kommen..

der MDK schaut sich das dann an und sagt: REHA beantragen, Arbeitsfähig...usw. usw...

dann war das ein Aktengutachten und zack..ist man arbeitsfähig...

das nennt sich dann beratender Dienst...

hier kannst du mal lesen, wofür der MDK alles zuständig ist...

Aufgaben und Leistungen - MDK - Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
 

franky0815

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mal was zum mdk allgemein, der mdk soll ja seine entscheidungen unvoreingenommen und objektiv treffen, so viel ich weiss wird der mdk aber doch von den kk bezahlt, da is es ja nur naheliegend das die pro kk entscheiden und keineswegs objektiv.

darin liegt ganz klar eine benachteiligung der betroffenen, was könnte man dagegen tun, grundsätzlich?
 
H

hass4

Gast
in den meisten fällen liegt ein verdacht vor, dass die AU nur vorgetäuscht ist, darauf hin werden arbeitgeber tätig und schalten auch einen detektiv ein um das zu beweisen.
ein kollege hatte sich krank gemeldet, der detektiv hatte ihn mit blaumann bei einem arbeitseinsatz observiert und fotos gemacht und ihn auch angesprochen, fristlose kündigung etc.

sollte aber eine echte AU vorliegen und es gibt keine anhaltspunkte die das gegenteil beweisen, dann wird der behandelnde arzt gegen eine negative entscheidung des MDK widerspruch einlegen, die geht in den meisten fällen durch!

grundlegend hat man sich als erkrankter mensch auch seiner erkrankung entsprechend zu verhalten!!

die zahl der überführten ist verdammt hoch.
 

Sanktion

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grundlegend hat man sich als erkrankter mensch auch seiner erkrankung entsprechend zu verhalten!!

die zahl der überführten ist verdammt hoch.
Jap.
Kenne einen Fall von einem Typ, der sich in den Finger geschnitten hat.
3 Wochen AU. Hat schon in der ersten Woche seine Garage ausgeräumt und ordentlich zugepackt. Wurde dabei fotografiert. Entgeltzahlung wurde verweigert. Er wurde gekündigt mit Negativmeldung ans JobCenter.
Es kam zu einer Sperre vom ALG II, vor Gericht hat er verloren, weil er sich nicht so verhalten hat, dass seine Genesung nicht gefährdet ist.

War doppeltes Pech und bestimmt eine Lehre.
 
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