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Vollzeitzwang oder Recht auf Teilzeit ?

Johnlongsilber

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#1
Hi
Ich musste mich vor 2 Wochen bei einer ZAF vorstellen. Es war ein VV mit RFB. Das Stellenangebot Vollzeit 40 Std/Woche für läppische 8,80 euro. Ich sollte schon am nächsten Tag anfangen. Ich sagte dann ,das die angebotene Arbeit Sch...e ist, und bot der ZAF eine 2 Tage Woche (16 Stunden)an da ich ja Arbeit nicht ganz ablehnen darf. Ich wäre mit dem Lohn aus der 2 Tage Woche über die 450 Euro Grenze und vollständig aus dem ALG 2 Bezug. Ich sagte der Zaf noch für die restlichen 3 Tage müssen sie sich halt einen anderen suchen da ich nur verpflichtet bin soviel zu verdienen um aus dem Bezug zu kommen.

Sie lehnten mich dann ab. Eine Woche später rief mich die SB an und meinte das es so nicht ginge und drohte mit einer Sanktion da ich das zustandekommen verhindert hätte. Sie fragte mich auch noch andere Dinge.

Heute kam dann , ein ganz dicker Umschlag von der SB mit der Post, mit sage und schreibe 9 VV alle mit RFB und alle mit einer 40 Std Woche. Mehr als in den vergangen 2 Jahren zusammen :icon_surprised:

Jetzt zu meinen Fragen, droht mir ein Sanktionsversuch ? Ich wollte doch Arbeiten, halt nur soviel wie ich es für richtig hielt.
Wie sieht die aktuelle Rechtslage aus wenn jemand nur 16 Stunden arbeiten möchte(wie gesagt ,wäre aus dem Bezug) im VV aber Vollzeit 40 Std steht.? Man kann doch niemand zwingen mehr zu malochen wie er braucht.

Wie jetzt verhalten bei den neuen VV . Bis jetzt hatte ich noch nie Probleme ,bis auf den letzten Fall. Ich denke bei den 9 VV sind einige dabei die sofort den JC das melden sollen.
Was machen wenn ich jetzt wieder einen Vollzeit Vertrag unterschreiben soll. Kann ich wieder auf Teilzeit bestehen ,schliesslich haben wir Vertragsfreiheit und ich lehne Arbeit ja nicht ganz ab.
Mein Lebensmotto ist halt nicht Leben um zu Arbeiten.
 

Claus.

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#2
Sehr gute Frage ...

Eine 16h-Woche bzw. insgesamt 68h pro Monat werden zwar evtl. als "sehr" wenig empfunden, aber die gleiche Frage stellt sich evtl. schon bei 40h oder "nur" 35h pro Woche.

Und ich kenne leider den Unterschied zwischen einer 35h-Woche und einer 40h-Woche; auch wenn es "nur" 5h mehr sind, ist es ein himmelweiter Unterschied.
Mir persönlich wäre mittlerweile -zumindest erstmal- sogar eine 32, 30 oder auch nur 28h -Woche lieber.
Im AlgI gibt es m.W.n. dann lediglich anteiliges Arbeitslosengeld. Beim AlgII ist mir dagegen nichts in der Richtung bekannt; ein 1/3-tel Existenzminimum wäre auch etwas "spannend".
Eigentlich müsste dabei ebenso die Frage erlaubt sein, weshalb die ZAF nicht gleich 42h, 48h oder gar 60h pro Woche gefordert hat - könnte evtl. durchaus rechtlich zulässig sein.

Daneben gibt es allerdings noch das TzBfG. § 1 TzBfG spricht dabei eigentlich eindeutig "Ziel des Gesetzes ist, Teilzeitarbeit zu fördern, [...]". § 6 "Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmern, auch in leitenden Positionen, Teilzeitarbeit nach Maßgabe dieses Gesetzes zu ermöglichen.". Und nach § 8 wäre sowieso nach 6 Monaten und 1 Tag ein Verlangen auf Verringerung der Arbeitszeit zulässig.
Dazu ist es bei einem angeblich immer so der Arbeit entwöhnten Langzeitarbeitslosen m.M.n. komplett unsinnig, zuerst eine hohe Stundenzahl zu fordern, um kurz drauf zu reduzieren - genau anderstherum erscheint mir da "leicht" besser.

ein ganz dicker Umschlag von der SB mit der Post, mit sage und schreibe 9 VV alle mit RFB
Du hast doch vermutlich eine EGV?. Was steht denn da drin vonwegen ´Eigenbemühungen´ und Kostenerstattung für schriftliche Bewerbungen und maximal möglicher Summe pro Kalenderjahr?

Wenn es dir finanziell möglich sein sollte, dann würde ich sagen -> mach die 9 VV und die geforderte Anzahl an Eigenbemühungen -ohne zu meckern -und schön schriftlich. Die ggf. nur ohne sauteure Mappe. Und ggf. nicht als Einschreiben-Rückschein, sondern "nur" 1x per normaler Post und zur Sicherheit gleich nochmal als "Kurzbewerbung" per Email oder m.M.n. eigtl. besser per Fax mit Sendenachweis.
(Weitere) Sanktionsversuche sind bei solch dicken JC-Brieflein leider nicht soo ungewöhnlich; entsprechend solltest du im Fall der Fälle bestmöglichst nachweisen können daß du dich tatsächlich beworben hast.

Wenn du dann die 9 VV-Bewerbungen plus x Eigenbemühungen lt. EGV draußen hast, dann kannst du gemütlich zum JC-Gegenangriff blasen ...
a) könntest du natürlich umgehend Bewerbungskostenerstattung i.H. von normalerweise 5€ pro schriftlicher Bewerbung fordern,
b) könntest du den Antrag auf Bewerbungskostenerstattung zusätzlich mit einem (auch handschriftlichen) Zahlungsziel von 14 Tagen ab Zugang des Antrages versehen,
c) könntest du dazu separat noch schriftlich um Auskunft anfragen, "warum" denn z.B. das Bay. LSG (das u.U.^^ etwas öfter etwas Elo-unfreundlicher entscheidet) denn eine Verpflichtung i.H. von 7 Bewerbungen pro Monat ´als gerade noch aktzeptabel´ bezeichnet,
d) wie du dich denn ggf. auch noch in den restlichen 9 1/2 Monaten diesen Jahres bewerben können solltest, wo doch öfter (bei dir?) lediglich 100€ /Kalenderjahr in der EGV für Bewerbungen vorgesehen sind - und du nun doch auf einen Schlag 9+x (+x+x) Bewerbungen = 45+x€ zu tätigen hattest,
e) und wie die /der SB die "Qualität" resp. Rechtschaffenheit der VV´s mit RFB (bitte einzeln aufführen :biggrin:) bewertet, gerade vor dem Hintergrund daß du bei einigen davon "rechtliche Bedenken" und die nur deshalb befolgt hast weil du ob der (An-)Drohungen um deine Existenz fürchtest,
f) und beim kleinsten maulen seitens des JC -> (Feststellungs-)Klage, dann kümmert sich halt das SG um die Wissensfindung.

Die Zeit "kurz" nach Jahresanfang ist m.M.n. "die beste Zeit" für solcherlei Probleme ...
Auf die Art hab ich eine monatliche insgesamte Bewerbungs-Obergrenze bekommen :icon_mrgreen:

Ich kann mich nur nicht kurz fassen^^, wissen bestimmt auch noch andere was ...
 

Roter Bock

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#3
Solange Du vom JobCenter Geld erhälts, werden die grundsätzlich Dir soviel Arbeitsstunden auflasten wollen, bis die nicht mehr zahlen müssen. Achtung Ironie: Schließlich geht es ja nicht das der Staat Dich stützt - nein Du sollst den Staat stützen, damit Du dann später zum Dank eine Armutsrente in den Fingern hälts.

Ausnahmen ergeben sich bei Müttern mit Kindern ab 3 Jahren oder aufgrund von Erwerbsminderung. Trifft das alles nicht zu, wird man Dich mit Jobs in der 40 Stunden Woche zu bombardieren.

Hier hat Gesetzgeber einfach etwas nicht geklärt, denn die Verpflichtung des SGB II die Hilfebedürftigkeit zu beenden, steht dem Teilzeit und Befristungsgesetz das Claus angeführt hat entgegen.

Was da Vorrang hat - keine Ahnung.

Oder ganz einfach: Grundsätzlich hast Du alle Freiheiten solange es dem Staat, dieser Rabenmutter, kein Geld kostet.

Auf der anderen Seite war genau der Sinn dieses Gesetzes Teilzeitarbeit unter dem Aspekt der Familienfreundlichkeit zu fördern. Das galt nicht nur für Frauen sondern auch für Männer. Beide Partner sollten die Möglichkeit haben zwecks Familienarbeit Ihre Jobs zurückzufahren.

Eine andere Masche wäre die, einen 40 Stunden Job anzufangen und dann einen Antrag auf Teilzeitbeschäftigung zu stellen. Beachte aber hierbei den Gesetzestext.

Was die 9 VV's betrifft schön alle Belege (Quittungen..) sammeln für die Bewerbungen und einen Antrag auf Erstattung der Kosten beim JC stellen. Wird der abgelehnt - gehst Du halt vor Gericht. Klagen bis die Schwarte kracht.

Roter Bock
 
E

ExitUser

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#4
Hallo!

Ich verstehe nicht ganz, wie du bei dem Lohn mit 16 Stunden deinen Bedarf decken willst? Das schaffe ich mit 20 h bei wesentlich höherem Lohn nicht.

Grundsätzlich ist es kein Problem, solang du selbst eine entsprechende Arbeit findest. Auf die VV musst du dich dennoch bewerben. Da ist die Arbeitszeit auch nicht verhandelbar, denke ich.
 

Johnlongsilber

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#5
Hier hat Gesetzgeber einfach etwas nicht geklärt, denn die Verpflichtung des SGB II die Hilfebedürftigkeit zu beenden, steht dem Teilzeit und Befristungsgesetz das Claus angeführt hat entgegen.

Was da Vorrang hat - keine Ahnung.

Oder ganz einfach: Grundsätzlich hast Du alle Freiheiten solange es dem Staat, dieser Rabenmutter, kein Geld kostet.

Die Freiheiten hat man dann eben nicht. Denn wenn man wie ich ab 15-16 Stunden den Stadt kein Geld kostet, aber trotzdem zu 40 Stunden gezwungen werden soll.

Übrigens mit 40 Std anzufangen und dann einen Antrag auf Teilzeit stellen ist nicht möglich da das erst nach 6 Monaten geht.
 

Johnlongsilber

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#6
Grundsätzlich ist es kein Problem, solang du selbst eine entsprechende Arbeit findest. Auf die VV musst du dich dennoch bewerben. Da ist die Arbeitszeit auch nicht verhandelbar, denke ich.

Wenn die Arbeitszeit nicht verhandelbar ist ,käme das staatlich verordnete Zwangsarbeit gleich.


Der Staat zwingt mit der Androhung Kürzung des Existenzminimums einen Single der keine Miete zahlt, Konsumverweigerer ist Vollzeit zu malochen um dem AG maximale Gewinne zu bescheren,für ein paar Euro mehr.Mit den der Konsumverweigerer gar nichts anfangen kann ausser Sinnlos zu Konsumieren.:icon_stop:


Meine Meinung sieht da ein bisschen anders aus . Mit 16 Stunden bin ich zufrieden.Wenn der AG an 40 Std Gewinne machen will ,muss er eben jemanden suchen der 40 Stunden will oder sich für die restlichen Std einen anderen suchen. Das Recht eines AG auf maxilmale Zeithergabe besteht meiner Meinung nach nicht.

Nur sehen das die Gerichte dann genauso? Man kann in sämtlichen Foren eben genau nichts dazu finden.

Das jemand sanktioniert wird wenn er Arbeit komplett ablehnt ist nach heutiger Praxis normal.
Aber kann jemand auch sanktioniert werden wenn er sagt ich nehme Arbeit an aber nur soviel das ich aus dem Bezug bin,denn für mehr hat die Gesellschaft und AG keinen Anspruch.
 

Roter Bock

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#7
Wenn die Arbeitszeit nicht verhandelbar ist ,käme das staatlich verordnete Zwangsarbeit gleich.
Richtig erkannt!

Ich prognostiziere das Du keine Gerichtsentscheidung dazu finden wirst, es sein Du gehts in den 40 Stunden Job und meldest Deinen Teilzeitanspruch nach 6 Monaten an. Da dies viele AG dies nicht akzeptieren gibt es ab dieser Situation auch mal Urteile.

Dein "Fall" ist nicht vorgesehen.

Roter Bock
 

qwertz123

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#8
Bin in ner ähnlichen Situation, habe meinen Nebenjob mit dem bin ich sehr zufrieden, auf 40 Std Arbeit absout keinen Bock da ich es als Zeitverschwendung und unzumutbare Qual empfinde (zumindenst die Jobs die für mich in Betracht kommen), 4 Std würden mir absolut reichen um aus dem Bezug zu kommen, und Teilzeit lässt sich sogar mancher noch so beschi**ene Dr*cksjob ertragen. Rente interessiert mich auch aboslut nicht da ich irgendwann mal paar Immobilien erbe und einzig und allein nur für die Rente zu arbeiten halte ich sowieso für hirnverbrannt. Hoffentlich gibt es irgendwann wirklich mal ein Recht auf Teilzeit. Kann ja wirklich keiner sagen dass man arbeitsunwillig wäre, da man es nicht ist, ich wäre sogar bereit einen völlig widerlichen Fließbandjob anzunehmen ohne zu zögern, solang die Bezahlung einigermaßen passt und es wirklcih nicht mehr als 4 std am Tag ist.
 
E

ExitUser

Gast
#9
Meine Meinung:

Laut GESETZ = § 2 SGBII ist jeder verpflichtet, seine Hilfebedürftigkeit zu senken bzw. zu beenden. Da hier durch eine 16 Stunden Woche die Hilfebedürftigkeit beendet ist (laut TE), besteht keine gesetzliche Verpflichtung mehr zu arbeiten.
Auch das Jobcenter kann nicht zu etwas verpflichten, was laut Gesetz nicht gefordert wird.

Rechtlich hat "Johnlongsilber" seine Arbeitskraft zur Beendigung des ALGII zur Verfügung gestellt. Der Arbeitgeber wollte das nicht, darauf hat "Jls" keinen Einfluss.

Gruß
Wanda
 

heutehier

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#10
klar hast du die Freiheit nur 16 Stunden zu arbeiten, allerdings musst du diesen JOb eben finden, und solange du ihn nicht hast, kann man tzrotzdem verlangen, dass du deine HIlfebedürftigkeit verringerst oder beendest
 

Doppeloma

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#11
Hallo Johnlongsilber,

Die Freiheiten hat man dann eben nicht. Denn wenn man wie ich ab 15-16 Stunden
den Stadt kein Geld kostet, aber trotzdem zu 40 Stunden gezwungen werden soll.
Nun ja, diese Freiheiten hat man (theoretisch) alle und kann sie auch ausleben, wenn man sein Leben selbst finanzieren kann von weniger als Vollzeitarbeit, bei den ZAF werden in der Regel ohnehin nur Verträge für 30 - 35 Stunden abgeschlossen, denn die wollen ja auch keine 40 Stunden Ausfall zahlen müssen, wenn es mal keinen Einsatz für dich gibt. :icon_evil:

Kann sich natürlich geändert haben, weil ja inzwischen lieber direkt wieder gekündigt wird ohne Einsatz-Stelle für den Leiharbeiter.

Deine Vorstellung dort an 2 Tagen die Woche arbeiten zu wollen passt generell nicht in das Konzept einer ZAF, die wollen dich ja an andere AG "ausleihen" und der betreffende Betrieb / AG entscheidet ob man mit dem "Sklaven" kann oder nicht und wird da sicher nicht nach deinem Wunsch einen weiteren "Sklaven" für die restlichen Wochentage bei der ZAF ausleihen wollen.

Übrigens mit 40 Std anzufangen und dann einen Antrag auf Teilzeit stellen ist nicht möglich da das erst nach 6 Monaten geht.
Das sei dahin gestellt, du schreibst doch selbst von Vertragsfreiheit, die gilt auch im Arbeitsrecht und wenn der AG und du sich darüber einig sind darf es durchaus (für dich positive) Abweichungen zum Gesetz geben, nur nachteilig für dich darf das nicht werden. :icon_evil:

Diese Regelung wird allerdings bei ZAF schon aus den oben genannten Gründen (Interesse der Ausleihfirmen) eine Illusion bleiben, die wollen Geld mit dir und deiner "Ausleihe" an verschiedene AG verdienen und die Arbeitszeiten richten sich letztlich nach den Ansprüchen und Forderungen des ZAF-Kunden ...

Wenn man dich aktuell mit VV "überschüttet" wird es wohl daran liegen, dass dein SB bisher deswegen noch keine Sanktion durchsetzen kann oder will, aber das kommt dann schon noch (denkt er sich bestimmt), wenn du die aktuellen VV nicht "brav" abarbeitest.

Stelle Anträge auf Erstattung ALLER Bewerbungskosten aus dem Vermittlungsbudget, auch (und gerade) wenn das in einer EGV nicht drin stehen sollte, denn die Verpflichtung des JC besteht trotzdem und deine Verpflichtung dich auf VV (mit RFB) zu bewerben ist auch unabhängig davon was dazu in einer EGV stehen würde.

§ 44 SGB III Förderung aus dem Vermittlungsbudget

Solche Kosten sind im Regelsatz nämlich nicht enthalten ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

ZynHH

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#12
Jeder darf so wenig Stunden arbeiten, wie er will!
Solange er den Job findet, bevor das JC ihn vermittelt.
Da kann er sich nicht auf Teilzeit rausreden, weil mehr nicht nötig.

Zu welchem Stundenlohn glaubt ihr denn diese Teilzeit arbeiten zu wollen, wenn für euch nicht mal der Mindestlohn gültig ist?:wink:
 
E

ExitUser

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#13
Wenn die Arbeitszeit nicht verhandelbar ist ,käme das staatlich verordnete Zwangsarbeit gleich.
Du bist verpflichtet, jede Möglichkeit zu nutzen, deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Du hättest bei einer Teilzeitstelle weiter Anspruch auf aufstockenden Leistungen, die natürlich keine Behörde zahlen möchte.

Es ist aber nun auch kein großes Geheimnis, wie man sich für Leihbuden uninteressant macht, daher such dir doch selbst eine passende Stelle.
 

qwertz123

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#14
Du bist verpflichtet, jede Möglichkeit zu nutzen, deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Du hättest bei einer Teilzeitstelle weiter Anspruch auf aufstockenden Leistungen, die natürlich keine Behörde zahlen möchte.

Es ist aber nun auch kein großes Geheimnis, wie man sich für Leihbuden uninteressant macht, daher such dir doch selbst eine passende Stelle.
Nicht unbedingt, manche haben eine extrem Niedrige miete und/oder noch nen Minijob, da wäre man mit Teilzeit komplett weg ohne Ansprüche. Ich finde man sollte sich nur auf das bewerben müssen dass man braucht. Ich war auch schon mit Leuten in Kursen die bekamen nur läppische 100 Euro vom Amt, wegen Bedarfsgemeinschaft oder warum auch immer, da finde ich es Schwachsinn sich auf Vollzeitarbeit zu versteifen, wozu auch, wenn jemand niedirige Ansprüche hat und mit wenig glücklich ist finde ich 40 Std Arbeit vergeudete, sinnlose Lebenszeit, die man nie mehr bekommt und irgendwann dann ab in die Kiste, Schwachsinn. Jeder sollte soviel arbeiten dürfen wie er es nötig hat und das am besten per Gesetz verankert.
 

ZynHH

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#15
Nicht unbedingt, manche haben eine extrem Niedrige miete und/oder noch nen Minijob, da wäre man mit Teilzeit komplett weg ohne Ansprüche. Ich finde man sollte sich nur auf das bewerben müssen dass man braucht. Ich war auch schon mit Leuten in Kursen die bekamen nur läppische 100 Euro vom Amt, wegen Bedarfsgemeinschaft oder warum auch immer, da finde ich es Schwachsinn sich auf Vollzeitarbeit zu versteifen, wozu auch, wenn jemand niedirige Ansprüche hat und mit wenig glücklich ist finde ich 40 Std Arbeit vergeudete, sinnlose Lebenszeit, die man nie mehr bekommt und irgendwann dann ab in die Kiste, Schwachsinn. Jeder sollte soviel arbeiten dürfen wie er es nötig hat und das am besten per Gesetz verankert.
Steht dir doch frei, solange du den Job findest, bevor du vermittelt wirst....
 

Claus.

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#16
Die Ehrlichkeit ist halt hier das was nicht geschätzt wird :icon_hihi:

bei den ZAF werden in der Regel ohnehin nur Verträge für 30 - 35 Stunden abgeschlossen, denn die wollen ja auch keine 40 Stunden Ausfall zahlen müssen,
Ich frage mich da allerdings schon etwas länger, wie das rechtlich geht.
Woher sehen die Clowns eine Verpflichtung, daß jemand mit 30h-Vertrag trotzdem 40h (und man muß doch guten Willen zeigen, also mind. 42h) malochen müssen sollte? Das sind immerhin dauerhaft 40% Mehrarbeit?.


In dem Bereich hab ich mich noch nie bewegt :icon_mrgreen:
eine mutmaßliche "Verpflichtung" zu "Vollzeitarbeit" ergibt sich angeblich aus § 1 Abs. 2 Satz 1 SGB II. Münder in LPK-SGB II, 5. Auflage 2013, führt in Rn 9 aus "[...] In seiner Grundaussage macht er deutlich, dass Grundsicherung keine Dauerleistung im Sinne einer Bürgerrente ist. Aufgabe der Grundsicherung ist es, den Lebensunterhalt (nur) dann zu sichern, wenn der Einzelne keine Möglichkeit hat, dies eigenverantwortlich selbst zu leisten, insbesondere nicht durch Erwerbstätigkeit. Insofern geht das Gesetz von einer Rangfolge Eigenverantwortung-Eingliederungsleistungen-Sicherung des Lebensunterhalts aus (Meyerhoff in jurisPK-SGB II § 1 Rn 19). Die Betonung der Integration in den Arbeitsmarkt impliziert, dass die vollständige Integration möglich wäre (vgl. Spellbrink SGb 2008, 445 ff.), [...]".
Der restliche Absatz ist dann "etwas" kritisch, und macht sich nur leicht über Gesetzgeber und JC´s lustig; ist m.M.n. aber hier irrerelevant.

Man müsste hier m.M.n. evtl. klären, bzw. ausschließen, daß "billig" Wohnen eben keine private Transferleistung ist. Dazu mischt sich der Staat zwar vielleicht mit Vorliebe auch in privates ein, aber es könnte etwas fraglich sein, ob er das überhaupt darf.
Desweiteren könnte hier m.M.n. ein klitzekleiner Denkfehler vorhanden sein. Die AlgII-Vorschriften können schon aufgrund ihrer angeblichen "Kurzfristigkeit" gar nicht "fördern", daß jemand später möglichst keine Alters-GruSi beziehen muß. Außerdem lässt sich bei einer (m.W.n. bereits beschlossenen) Absenkung des Rentenniveaus auf letztendlich 44% die Alters-GruSi auch bei den heutigen Normalverdienern nicht mehr wirklich vermeiden. Und zwischen "Normalverdiener" und ZAF besteht aber gleich nochmal ein himmelweiter Unterschied.

§ 1 Abs. 2 Satz 3 SGB II ist noch interessant "Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist als durchgängiges Prinzip zu verfolgen."
Die Diskriminierungskeule ist zwar auch nicht gerade mein liebstes Kind, aber ... . Bei einer Frau hätte sofort ein jeder Verständnis für den Wunsch nach weniger Arbeitsstunden. Und nahezu jeder würde sich hüten, nach dem ´warum´ zu fragen.

§ 1 Abs. 2 Satz 2 SGB II ist m.M.n. dazu auch noch ein Fußtritt für 40h-Woche -Ideen "Sie [die Grundsicherung] soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit unterstützen [...]."
Dieses "oder" würde ich eher als ein "und /oder" verstehen. Die "Idee", ala Brechstangenmethode jemanden dazu verpflichten zu wollen, sofort von 0 auf 100% zu gehen, kann m.M.n. eigtl. nur als schwachsinnig bezeichnet werden. Es dürfte wohl sinniger sein, erstmal mit einer reduzierten Stundenanzahl wieder zum arbeiten anfangen, um das dann ggf. nach und nach zu steigern.
Ist das nicht sogar die Idee einer stufenweisen Wiedereingliederung nach längerer Krankheit /Reha?

Ein zu schneller Wiedereinstieg auf (zu) hohem Niveau führt wohl regelmäßiger nur zu einem erneuten Zusammenbruch. Egal ob so erzeugte chronische Überlastung, BurnOut oder sonstwas.
"Sollen" nicht sogar die "Eingliederungsleistungen" auf Dauerhaftigkeit ausgelegt sein? Also länger als lediglich ein halbes Jahr oder Jahr helfen?

Außerdem könnte /dürfte das wissentliche Riskieren /Erzeugen eines erneuten "Zusammenbruchs" gegen § 1 Abs. 1 SGB II verstoßen "Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.".
:icon_lol: Rn 6 (zu § 1 Abs. 1) im Nomos LPK-SGBII "Die Beachtung der Menschenwürde hat über die Bedeutung für den Gesetzgeber hinaus Relevanz bei der Leistungserbringung, beim Leistungsvollzug, bei der Anwendung unbestimmer Rechtsbegriffe und bei der Ausübung des Ermessens durch den Leistungsträger. Hier bedeutet der Grundsatz der Achtung der Menschenwürde, dass etwa die Form der Leistungserbringung so zu gestalten ist, dass dem Einzelnen die freie Entfaltung der Persönlichkeit möglich ist. [...] Beim Leistungsvollzug ist zu beachten, dass die Leistungsberechtigten Inhaber verfassungsrechtlich verbürgter Rechtsansprüche sind, und nicht Bittsteller, die ein Almosen bekommen. Demgemäß sind sie als Persönlichkeiten mit individuellen Rechten beim Leistungsvollzug zu behandeln. [...]".
VV´s mit RFB sind doch auch Leistungen ...


Wo könnte denn noch relevantes stehen? § 8 ´Erwerbsfähigkeit´, § 10 Zumutbarkeit?
 

Johnlongsilber

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#17
. Ich finde man sollte sich nur auf das bewerben müssen dass man braucht. Ich war auch schon mit Leuten in Kursen die bekamen nur läppische 100 Euro vom Amt, wegen Bedarfsgemeinschaft oder warum auch immer, da finde ich es Schwachsinn sich auf Vollzeitarbeit zu versteifen, wozu auch, wenn jemand niedirige Ansprüche hat und mit wenig glücklich ist finde ich 40 Std Arbeit vergeudete, sinnlose Lebenszeit, die man nie mehr bekommt und irgendwann dann ab in die Kiste, Schwachsinn. Jeder sollte soviel arbeiten dürfen wie er es nötig hat und das am besten per Gesetz verankert.

Genau so sehe ich das auch.

Die Gesellschaft und Industrie muss auch akzeptieren können, das es Leute gibt die auch mit wenig zufrieden sind und nur das nötigste machen wollen.
 

Johnlongsilber

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#18
Steht dir doch frei, solange du den Job findest, bevor du vermittelt wirst....

Und wenn man den nicht findet bevor man vermittelt wird ,bleibt nur die Zwangsvollzeit ,aber das akzeptiere ich nicht.
 

heutehier

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#19
Genau so sehe ich das auch.

Die Gesellschaft und Industrie muss auch akzeptieren können, das es Leute gibt die auch mit wenig zufrieden sind und nur das nötigste machen wollen.
Der Gesellschaft ist es wahrscheinlich wiemlich egal, wieviele Stunden du arbeitest, solange du nciht auf Kosten der Gesellschaft lebst.
Und die Industrie will verdienen und eine Vollzeitkraft (egal ob 35 oder 40 Stunden) ist "praktischer" als zwei bis drei Teilzeitkräfte.
 

qwertz123

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#20
Der Gesellschaft ist es wahrscheinlich wiemlich egal, wieviele Stunden du arbeitest, solange du nciht auf Kosten der Gesellschaft lebst.
Und die Industrie will verdienen und eine Vollzeitkraft (egal ob 35 oder 40 Stunden) ist "praktischer" als zwei bis drei Teilzeitkräfte.
Trotzdem sollten sich nur Leute auf Vollzeit bewerben "müssen" die es wirklich brauchen/wollen (Familie, Bedarfsgemeinschaft, andere hohe Ansprüche etc..), alle anderen sollten das Recht haben sich nur auf Teilzeit bewerben zu "müssen", da sollte sich die Regierung noch viel Arbeit machen mit Gesetzesänderungen etc..., schließlich leben wir im 21 Jahrhundert und theoretisch wäre das absolut kein Problem, praktisch ist eine andere Geschichte das geb ich zu, wird so oder so ein schleichender Prozess.
Wozu soll jemand 40 Std seiner kostbaren Lebenszeit vergeuden wenn er das Geld nicht braucht??? Da hab ich 1000 andere Dinge zu tun. Der ganze Müll den man sich davon kauft macht doch langfristig sowieso nicht glücklich. Noch dazu sind die meisten Jobs die für Leute die länger aus dem Berufsleben drausen sind in Frage kommen würden eine Zumutung, eine menschenverachtende quälerei und sinnlos sondersgleichen, in Teilzeit wären diese Jobs vielleicht noch zu ertragen.
Hatte ich doch selbst schon mal hatte einen wirklich widerlichen Knochenjob bei einem bekannten Versandunternehmen, das waren im Schnitt 3,5 Std am Tag aber die haben so gut gezahlt dass ich davon leben konnte, war eine wirklich schöne Zeit, leider wurde der Vertrag nicht verlängert.
 

ZynHH

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#21
Und wenn man den nicht findet bevor man vermittelt wird ,bleibt nur die Zwangsvollzeit ,aber das akzeptiere ich nicht.
Du bist obdachlos?

Nunja , deine mangelnde Akzeptanz wird darin enden, das du nicht mehr gezwungen wirst, einfach weil man dich aus ALG II rauswirft.....melde dich dann noch aus Deutschland ab, dann fällt auch keine Pflichtversicherung mehr an. Ist doch einfach.
 
E

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#22
Trotzdem sollten sich nur Leute auf Vollzeit bewerben "müssen" die es wirklich brauchen/wollen (Familie, Bedarfsgemeinschaft, andere hohe Ansprüche etc..), alle anderen sollten das Recht haben sich nur auf Teilzeit bewerben zu "müssen",
Das Recht hat doch jeder. Das Problem ist eher, dass Teilzeit absolut unüblich ist, vor allem für Männer. Dementsprechend knapp sind die Stellen.

Der Trend ist heute 40+ h. Alleine der Abbau von Überstunden könnte sehr viele neue Stellen schaffen.
Selbst in Frankreich greift man die 35-Stunden-Woche an, die lange Konsens war.
 

heutehier

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#23
Trotzdem sollten sich nur Leute auf Vollzeit bewerben "müssen" die es wirklich brauchen/wollen (Familie, Bedarfsgemeinschaft, andere hohe Ansprüche etc..), alle anderen sollten das Recht haben sich nur auf Teilzeit bewerben zu "müssen", da sollte sich die Regierung noch viel Arbeit machen mit Gesetzesänderungen etc..., schließlich leben wir im 21 Jahrhundert und theoretisch wäre das absolut kein Problem, praktisch ist eine andere Geschichte das geb ich zu, wird so oder so ein schleichender Prozess.
Wozu soll jemand 40 Std seiner kostbaren Lebenszeit vergeuden wenn er das Geld nicht braucht??? Da hab ich 1000 andere Dinge zu tun. Der ganze Müll den man sich davon kauft macht doch langfristig sowieso nicht glücklich. Noch dazu sind die meisten Jobs die für Leute die länger aus dem Berufsleben drausen sind in Frage kommen würden eine Zumutung, eine menschenverachtende quälerei und sinnlos sondersgleichen, in Teilzeit wären diese Jobs vielleicht noch zu ertragen.
Hatte ich doch selbst schon mal hatte einen wirklich widerlichen Knochenjob bei einem bekannten Versandunternehmen, das waren im Schnitt 3,5 Std am Tag aber die haben so gut gezahlt dass ich davon leben konnte, war eine wirklich schöne Zeit, leider wurde der Vertrag nicht verlängert.
Dann soll er es tun! Aber offenbar gibt es für den TE keine Teilzeitstellen und nur weil er nciht Vollzeit will, lebt er auf Kosten der sog. Gesellschaft
 

iSlave

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#24
Das Recht hat doch jeder. Das Problem ist eher, dass Teilzeit absolut unüblich ist, vor allem für Männer. Dementsprechend knapp sind die Stellen.
Man kann nicht einmal von einem Vollzeit-Job zum Mindestlohn vernünftig leben, deswegen bieten die kaum Teilzeitstellen an.
 
E

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#25
Die Frage des TE ist durchaus interessant.
Das Problem dabei ist, dass er seine Hilfebedürftigkeit beenden muss, ob mit maßgeschneidertem Wunschteilzeitjob oder Vollzeit. Nur wartet das JC nicht auf den Wunschteilzeitjob, wenn es Vollzeitjobs gibt. Es muss auch nicht warten und damit wäre eigentlich schon alles erklärt.
 
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#26
Die Frage des TE ist durchaus interessant.
Das Problem dabei ist, dass er seine Hilfebedürftigkeit beenden muss, ob mit maßgeschneidertem Wunschteilzeitjob oder Vollzeit.
Er möchte offensichtlich freiwillig auf Leistungen verzichten und mit sehr wenig Geld auskommen. Dabei sollte man aber auch nicht die höheren Aufwendungen wie Fahrtkosten etc. vergessen. Gerade bei geringem Gehalt machen die sich ordentlich bemerkbar.
 

qwertz123

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#27
Man kann nicht einmal von einem Vollzeit-Job zum Mindestlohn vernünftig leben, deswegen bieten die kaum Teilzeitstellen an.
Man hat bei Teilzeitstellen weniger Abgaben. Und wie vernünftig oder nicht man leben kann liegt immer im Ermessen desjenigen der davon lebt. Bei 4 Std Arbeit a 8,50 hat man laut brutto-netto rechner immerhin knapp 600 Euro, es gibt durchaus Leute denen das reicht, warum sollten diese Leute sich dann mit 40 Std Jobs rumquälen.

Ist mir aber durchaus bewusst das die Realität komplett anders aussieht, deswegen sage ich ja auch das die Regierung einspringen müsste, es wäre eben ein schleichender Prozess. Es hat sich schon viel geändert in den letzten 100 Jahren und (bis auf Zeitarbeit) meistens zum positiven, warum sollte es also die nächsten 0-50 Jahre nicht mehr Teilzeitstellen geben.

Der TE denkt fast genauso wie ich und ich kann mich voll und ganz in seine Lage versetzen, allerdings versteift er sich zu sehr auf Teilzeitarbeit, wenns keine gibt dann gibts eben keine.
 

heutehier

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#28
Er möchte offensichtlich freiwillig auf Leistungen verzichten und mit sehr wenig Geld auskommen. Dabei sollte man aber auch nicht die höheren Aufwendungen wie Fahrtkosten etc. vergessen. Gerade bei geringem Gehalt machen die sich ordentlich bemerkbar.
Irgendwann kann er im Extremfall seine Stromkosten nicht merh bezahlen, dann macht er Feuer in der Wohnung und das geschrei ist wieder groß. Alle sagen, Hartz IV ist das Existenzminimum - kann man darunter vernünftig leben????
 
E

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Gast
#29
Er möchte offensichtlich freiwillig auf Leistungen verzichten und mit sehr wenig Geld auskommen. Dabei sollte man aber auch nicht die höheren Aufwendungen wie Fahrtkosten etc. vergessen. Gerade bei geringem Gehalt machen die sich ordentlich bemerkbar.
Ich denke trotzdem, das man dies demjenigen selbst überlassen sollte, ob er mit Teilzeit auskommt oder nicht.
 

ZynHH

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#30
Ich denke trotzdem, das man dies demjenigen selbst überlassen sollte, ob er mit Teilzeit auskommt oder nicht.
Es ist ja jedem selbst überlassen.
Aber das ist so, als wenn er eine Ausbildung zum Buchbinder machen will und sich jahrelang nur auf die bundesweit sechs Ausbildungsplätze bewirbt, nur um keine Ausbildung anfangen zu müssen.

Ich habe durchaus verstândnis für den TE.
 

Kerstin_K

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#31
Die Frage des TE ist durchaus interessant.
Das Problem dabei ist, dass er seine Hilfebedürftigkeit beenden muss, ob mit maßgeschneidertem Wunschteilzeitjob oder Vollzeit. Nur wartet das JC nicht auf den Wunschteilzeitjob, wenn es Vollzeitjobs gibt. Es muss auch nicht warten und damit wäre eigentlich schon alles erklärt.
Ich denke, das trifft es ganz gut.

Sicher könnte s mit ein bischen gitem Willen der Arbeitgeber mehr teilzeitstellen geben, aber andererseits kann man auch keinem Arbeitgeber vorschreiben, wie er sein Untrnehmen führen will.

Ich arbeite z. B. in einem Unternehmen, wo es ganz viele verschieden Arbeitszeitmodelle gibt. Ganze Tage frei, halbe Tage frei, alles ist möglich. Das geht bei uns soweit, dass es manchmal eie Herausforderung ist, für eine Telefonkonferenz oder ein Meeting einen Zeitraum zu erwischen, wo alle beteiligten anwesend sind. Dazu kommen noch verschiedene Zeitzonen, da wir international zusammenarbeiten.

Die Grenze ist bei uns da, wo sie durch die Aufgabe gesetzt wird. Das heisst, nicht jeder Job im Unternehmen ist für jedes Arbeitszeitmodell geeignet. Zum Beispiel in meinem derzeitigen Job ist es so, dass teilzeit zwar geht, aber wenn jemand da ganz starr ist und grundsätzlich immer nur z. B. von 9-12 kann, wird es schwierig, wenn derjenige, auch mal bis 13 oder 14 Uhr kann und dafür an einem anderen Tag früher Schluss macht, ist das schon einfacher. Selbst Jobsharing, also 2 Leute teilen sich eine Stelle, wäre für meine derzeitige Aufgabe kaum machbar, weil man sich dann recht lange in daseinlesen müßte, was in Abwesenheit gelaufen ist, eine Übergabe der wichtigsten Fakten bringt wenig, da muss man schon die Details präsent haben, um sinnvoll weitermachen zu können.

Dem TE wurde eben eine Vollzeitstelle angeboten. Und das Zustandekommen dieses Arbeitsverhältnisses hat er vereitelt. Wenn es dafür eine wichtigen Grund gäbe, wie Kinder, pflegebedürftige Angehörige.....wäre das okay. Wenn man sowas aber nur macht, weil man meint, nicht mehr arbeiten zu müssen, geht das halt nicht, wenn man dadurch länger auf Kosten der Solidargemeinschaft lebt. Diesen Luxus muss man sich halt leisten können.
 
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#32
Hallo Kerstin, richtig und theoretisch müsste er die Vollzeitstelle annehmen, wäre dann raus aus dem Bezug und kann sich dann eine Teilzeitstelle suchen, wie es ihm beliebt.
 

qwertz123

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#33
Ach kommt, das auf Kosten der Gesellschaft leben Argument zieht doch nicht wirklich mehr. Im Vergleich was der Staat für Geld rausschleudert für sinnlosen Müll ist Alg 2 ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn der TE keine Lust auf Vollzeitarbeit hat, ist das sein gutes Recht, dann macht er eben garnix, muss es eben geschickt anstellen um nicht Sanktioniert werden. Leben und Leben lassen.
 

heutehier

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#34
Ach kommt, das auf Kosten der Gesellschaft leben Argument zieht doch nicht wirklich mehr. Im Vergleich was der Staat für Geld rausschleudert für sinnlosen Müll ist Alg 2 ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn der TE keine Lust auf Vollzeitarbeit hat, ist das sein gutes Recht, dann macht er eben garnix, muss es eben geschickt anstellen um nicht Sanktioniert werden. Leben und Leben lassen.
und genau hier geht mir das Messer in der Tasche auf.

Es ist richtig, dass viel Geld verschleudert wird, also machen wir es bald alle so - mal sehen wo wir in 10 Jahren sind
 

Johnlongsilber

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#35
Sicher könnte s mit ein bischen gitem Willen der Arbeitgeber mehr teilzeitstellen geben, aber andererseits kann man auch keinem Arbeitgeber vorschreiben, wie er sein Untrnehmen führen will.

.
Man kann auch keinen Arbeitnehmer nicht vorschreiben wieviel er zu malochen hat
 

Johnlongsilber

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#36
Teilzeit in egal welcher Form ist heute in fast allen Berufen möglich. In Schichtarbeit am Band, in jeden Handwerksberuf auf dem Bau, in Krankenhäusern Pflegeheimen , Verkäuferinnen usw. ist es Problemlos möglich das jemand nur 2 oder 3 Tage arbeitet, oder 1 Woche Arbeit 1 Woche frei, oder 2 arbeiten 4 Std am Tag.

Ich kann manche hier nicht verstehen,die meinen man müsste dann Vollzeit arbeiten. Hier mal ein Beispiel eines Kfz- Mechanikers (ich komme aus einen anderen Berufszweig)

Ein Autohaus sucht einen Kfz Mechaniker in Vollzeit Mo- Fr 7:45 - 17:00 Uhr ,weil er an 5 Tagen den ganzen Tag Profit machen will. Das Jobcenter schickt jetzt an einen Arbeitslosen Mechaniker den VV an den Arbeitslosen. 40 Std.

Der Arbeitslose geht zum Vorstellungsgespräch , AG bietet 11 Euro pro Stunde. Nach kurzem Rechnen sagt der Arbeitslose 11 Euro sind ok ,ich bin bereit z.B 20 Stunden zu arbeiten weil ca. 700- 750 euro Netto reichen mir zum Leben.

Der erwerbslose geht seiner Verpflichtung alles zu tun um aus dem Bezug nach, und ist mit 700 zufrieden.

Wenn der AG aber jetzt ablehnt weil er Vollzeit will ist es nicht mehr die Schuld des AN.

Denn der AG will an 40 Std Gewinn machen. der Arbeitslose war bereit an 20 Std zu arbeiten. Der AG hätte auch erstmal zufrieden sein können das er für 20 Std einen hat, und hätte bei der Arbeitsagentur eine weitere Stellenausschreibung machen können.

Ein Arbeitgeber hat nicht das Recht durch Vollzeit so stark in die Lebensqualität , Lebensphilosopie und Freiheit einer einzelnen Person einzugreifen.Auch ein AG muss akzeptieren das jemand nicht nur Leben will um zu arbeiten.
Er kann auch nicht erwarten das ihm jemand in den Arsch kriecht um ja dieses Arbeitsplätzchen ja nicht zu verlieren.
Die Denkweise Vollzeit oder garnicht (mit Androhung des Entzuges des Exitenzminimums) kommt einer Freiheits und Lebensqualitätberaubung durch Nötigung und erpressung gleich.

Nach der Logik einiger User hier das man dann Vollzeit machen müsste, bräuchte ein AG nur Vollzeit anzugeben und Teilzeit wäre für Männer nie möglich.

Aber warum soll ein Single , der keine Miete zahlen muss (da Altbaueigenheim) und Konsumverweiger ist Vollzeit malochen ???? Ich würde , wenn ich z.B Montag Dienstag gearbeitet hätte ,mir spätestens am Dienstagabend fragen wiso ich am Mittwoch überhaupt früh aufstehen soll,da genieße ich doch lieber mein Leben.

Montag Dienstag ist nur ein Beispiel, Teilzeit in anderer Form wäre ich auch nicht abgeneigt.
 

Claus.

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#37
Was mich an solchen Teilzeit- oder Nicht-Teilzeit -Diskussionen immer wieder arg amüsiert, ist schlicht folgende Gegebenheit:

- im öD ist das Verhältnis der Geschlechter m.W.n. 70% Frauen zu 30% Männer
- und von diesen 70% Frauen sind m.W.n. wiederum 70% lediglich teilzeitbeschäftigt.

Das ist komischerweise das normalste der Welt. Und man braucht nicht glauben, daß sich dann 2 Teilzeitbeschäftigte im zeitlichen Wechsel einen Schreibtisch bzw. ein Büro teilen würden. Nee, die sind schön alle nur vormittags da; und da kann mir niemand erzählen daß die alle Kinder im Grundschulalter hätten.
Wer schonmal in den Genuss kam, an einem Publikumsverkehrs-freien Nachmittag im JC antanzen zu dürfen, kann die gähnende Leere (und die dann stattfindenden JC-MA- Dauer-Kaffeekränzchen) da drin wohl bestätigen.

Auch sonst ist es irgendwie seltsam. Haben die JC-Wohltäter grad keine wenigstens nur viertelwegs passenden Stellen da, wird gemault wie nochwas vonwegen was man für ein Schmarotzer ist und man soll sich doch gefälligst einen oder zwei 450€-Jobs suchen. Aber haben sie einen auf dem Kieker, dann sind absolut unpassende 40h-ZAF-Jobs das Alternativlose.

Und was das "aber der Bubi muß doch dann gscheid Geld verdienen" oder auch "aber das Mädi ..." angeht, muß man sich m.M.n. eigentlich fragen weshalb dann nicht die Förderfachkräfte die Hände überm Kopf zusammenschlagen wenn Jobs wie Altenpflegehelfer, Friseuse oder Bäckereifachverkäuferin im Gespräch sind.
Alles wichtige Jobs, alles Jobs die mit 40h ausgeschrieben sind, alles Jobs in denen 8,50€ /h "völlig" normal sind, und alles Jobs bei denen auch 10 und gar 15 -unbezahlte- Überstunden -pro Woche- nichts außergewöhnliches sind.

Also ich kann dem nichts positives abgewinnen. Und grad letztgenannte sind dann auch gern genau die Leute die für 700€ in einem 30qm Kellerloch -inkl. Flur- hausen, -wo jedem anderen sofort klar ist daß das ein Loch ist das höchstwarscheinlich noch nicht mal zu Wohnzwecken vermietet werden dürfte-, aber deren Gejammer wie schlecht es ihnen geht und wieviel sie doch arbeiten, das darf sich selbstverständlich jeder ungefragt anhören ... und jeder der das Geheule zu bremsen versucht (oder sich gar aus versehen an die Schläfe tippt) ist sofort eine arbeitsscheue assoziale Drecksau die nichts für die Gesellschaft tut und nur den geknechteten auf der Tasche liegt ...

Das ließe sich m.M.n. ewig so weiterführen; sei es der Maurer der ein gutes Geld verdient und in jungen Jahren mault daß Zementsäcke nur noch 25kg haben (dürfen) und 4 Sack a 25kg so umständlich zum jonglieren sind - um ab 45-48 nicht mehr arbeiten zu können weil er´s doch so im Kreuz hat ... oder ... oder ...

Wer sagt denn daß der TE gleich bis zur Rente nur 16h /Woche arbeiten will? Vielleicht bekommt er ja auch irgendwann Lust auf mehr Stunden? Ganz zu schweigen davon daß er die (Eigentums-) Wohnung mit pi mal 110€ /Monat schätzungsweise nicht auf Dauer halten werden kann.
Teilzeitarbeit kann nicht nur ein Privileg von einigen Job-privilegierten sein. Und kosten 2 Teilzeitkräfte a 20h überhaupt mehr wie einer mit 40h; oder fehlts da evtl. "lediglich" an der Lust?
 

ZynHH

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#38
Das ist nun wirklich realitätsfern....du willst auf Rosen gebettet werden aber ohne Dornen. Du willst nicht zu Vollzeit gezwungen werden, was ja auch keiner tut, aber den AG zwingen dich fürtTeilzeit nehmen zu müssen, obwohl er aus verständlichen betrieblichen Gründen jemanden in Vollzeitssucht.

Hier in Hamburg kenne ich tausende Menschen die mehrere teilzeitjobs machen müssen, obwohl sie lieber endlich wieder Vollzeit arbeiten würden. Die AG bieten aber einfach nur noch Teilzeit an.


Btw. Von was für Stundenlöhne träumst du eigentlich?
 

qwertz123

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#39
und genau hier geht mir das Messer in der Tasche auf.

Es ist richtig, dass viel Geld verschleudert wird, also machen wir es bald alle so - mal sehen wo wir in 10 Jahren sind
Wieso geht dir da das Messer in der Tasche auf?
Wenn jemand sowieso keine Bildung hat und sich nur auf den letzten D*eck bewerben muss, da ist es doch völlig egal ob er es macht oder nicht, macht es eben ein anderer, es gibt sowieso mehr Arbeitssuchende als Stellen.
Also ich mein jetzt allein den wirtschaftlichen Aspekt ohne irgendeine Moral oder sonst was. Rein wirtschaftlich ist das völlig egal für den Staat ob der TE jetzt arbeitet oder nicht, weil seinen Job den er machen würde dann eben ein anderer macht. Und Alg 2 sind nun mal einfach nur Peantus für den Staat, weils einfach so ist, diese lächerliche Ausgaben sind vielleicht ein paar % von den jährlichen Einnahmen, außerdem geht über die Hälfte wieder in Form von Steuern zurück an den Staat., was dieser dann wieder für sinnlosen Schwachsinn ausgeben kann.

Aber es ist irgendwie fast unmöglich sachlich über sowas zu diskutieren weil jeder immer wieder mit seiner Moral ankommt um die es ja erstmal garnicht geht. Ich möchte auch keineswegs damit sagen dass sich jeder auf der faulen Haut ausruhen sollte aber zwingen kann man eh keinen, wer nicht will findet schon Lösungen.
 
E

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#40
wer nicht will findet schon Lösungen.
Ja, deshalb ist die Debatte auch etwas müßig, denn wirklich gezwungen wird niemand. Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken machen, ob es nicht eine Arbeit gibt, die Spaß macht oder einen Arbeitsplatz, wo man gerne hingeht.
 

qwertz123

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#41
Ja, deshalb ist die Debatte auch etwas müßig, denn wirklich gezwungen wird niemand. Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken machen, ob es nicht eine Arbeit gibt, die Spaß macht oder einen Arbeitsplatz, wo man gerne hingeht.
Wenn man längere Zeit von Alg 2 lebt, ein ganz klares NEIN, da gehört schon eine riesen Portion Glück dazu. 90% der Jobs (meist eh nur Zeitarbeit )sind grauenhafte schlecht bezahlte Sklavenarbeit und so widerlich dass man mit Alg 2 1000 mal besser dasteht, ist leider so. Abundzu gibts mal Glückstreffer in der Jobbörse aber da kommen dann meist Absagen. So blöd wie es klingt, als Langzeitarbeitsloser ist das extrem frustrierend, einerseits will man arbeiten da einem die Decke auf dem Kopf fällt und man einfach eine beschäftigung will, auf der anderen Seite ist die alternative so grauenhaft dass man lieber daheim sitzt, es ist eine innere Zerrissenheit, ich denke viele kennen das.
 

heutehier

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#42
Wenn der TE keine Lust auf Vollzeitarbeit hat, ist das sein gutes Recht, dann macht er eben garnix, muss es eben geschickt anstellen um nicht Sanktioniert werden. Leben und Leben lassen.

Deshalb und ja die Diskussion ist müssig;

Warum hat jmd. keine Bildung - trotz Schulpflicht, weil man in der Schule auch mal die A.....backen zusammenkneifen muss.

Irgendwann kommst du mit Menschenwürde usw. und dass Sanktionen ja gar nicht gehen, aber sich das Leben von anderen finanzieren zu lassen (und das geschickt anstellen) ist vollkommen ok?
 

qwertz123

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#43
Deshalb und ja die Diskussion ist müssig;

Warum hat jmd. keine Bildung - trotz Schulpflicht, weil man in der Schule auch mal die A.....backen zusammenkneifen muss.

Irgendwann kommst du mit Menschenwürde usw. und dass Sanktionen ja gar nicht gehen, aber sich das Leben von anderen finanzieren zu lassen (und das geschickt anstellen) ist vollkommen ok?
Natürlich, wen juckt das? Ich bin sowieso für Bedingungsloses Grundeinkommen
Könnte man ja jetzt ne Grundsatzdiskussion anfangen die eh zu nichts führt, dass man die Reichen ja eigentlich noch mehr finanziert und sie noch weniger machen aber das würde zu sehr ausschweifen.

Wenns keine gescheite Arbeit gibt, macht man am besten garnichts und dazu stehe ich, mir auch völlig egal was andere davon halten. Wenn jemand nen vernünftigen Arbeitsplatz mit gescheiter Bezahlung wo man auch wie ein normaler Mensch behandelt wird ablehnt dafür habe ich kein Verständnis aber wenn man sich diesen Müll alleine schon in der Jobbörse anguckt, wer macht sowas denn freiwillig??? wenn er ne Möglichkeit findet wie es anders geht. Jeder der so einen Müll nicht macht verbessert ja indirekt die Arbeitswelt durch passiven Widerstand eben weil sich die Arbeitgeber dann Mühe geben müssen ihre Arbeitsstellen attraktiver zu machen. Und mir geht es nicht direkt um die Arbeit denn die MUSS gemacht werden, es geht mir eher um die misserable Bezahlung, die schlechten Arbeitsbedingungen, herablassende Chefs etc.... Leider sind sehr viele Jobs so und da habe ich vollstes Verständnis wenn jemand nichts gescheites findet, dass er sich dann lieber durchfüttern lässt von der Allgemeinheit, weil das schädigt wirklich niemanden.
 

pinguin

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#44
@TE

Freilich hat es das Recht auf Teilzeit; jeder Arbeitgeber ist hier gehalten, diesem zu entsprechen.

Auch das Amt kann Dich nicht zur 40h-Woche verpflichten, sofern Du durch Deinen Job frei von jeglichen Bezügen durch das Amt wirst.

Lese Dich hierzu bitte selber eingehend in die nationalen wie europäischen Bestimmungen ein; insbesondere Arbeitszeitrecht ist europäisches Recht, das vor jeder nationalen Regelung anzuwenden ist und bei Kollissionen zwischen europäischem und nationalem Recht das nationale Recht unanwendbar werden läßt.

Nicht sicher bin ich mir darin, ob das Recht auf Teilzeit auch im Europarecht verankert ist. Ist es das nicht, gilt nationales Recht, wo das Recht auf Teilzeit verbindlich geregelt worden ist.
 
E

ExitUser

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#45
Wenn man längere Zeit von Alg 2 lebt, ein ganz klares NEIN, da gehört schon eine riesen Portion Glück dazu. 90% der Jobs (meist eh nur Zeitarbeit )sind grauenhafte schlecht bezahlte Sklavenarbeit und so widerlich dass man mit Alg 2 1000 mal besser dasteht, ist leider so. Abundzu gibts mal Glückstreffer in der Jobbörse aber da kommen dann meist Absagen. So blöd wie es klingt, als Langzeitarbeitsloser ist das extrem frustrierend, einerseits will man arbeiten da einem die Decke auf dem Kopf fällt und man einfach eine beschäftigung will, auf der anderen Seite ist die alternative so grauenhaft dass man lieber daheim sitzt, es ist eine innere Zerrissenheit, ich denke viele kennen das.
Ja irgendwann gerät man leider in diese Denkmuster und traut sich dann auch nichts mehr zu. Auf Stellenanzeigen kann man sich nicht verlassen. Man muss sich selbst präsentieren und irgendwann liest ein AG das und denkt, genau das suchen wir. Wenn dann beim Kennenlernen noch die Chemie stimmt und gute Arbeitsproben eingereicht werden, kann es klappen, auch nach Jahren mit Alg-II.
 
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