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kleinefee

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#1
guten tag , mein sohn hat einigen mist gebaut und nun hat das job-center die ganze leistung gekürzt.

er ist unter 25 wohnt nicht mehr zu hause. er hat termine nicht wahrgenommen und deshalb eine sperre der 345 euro für 3 monate erhalten. gerade noch mietkosten wurden überwiesen, die möglichkeit von essensgutscheinen wurde ihm angeboten, er hat die schriftlich vom amt angefordert, aber darauf wurde nie reagiert.

er hat dem amt mitgeteilt, daß er die gutscheine braucht und solange die sperre dauert, er das amt auch nicht mehr aufsuchen kann, weil er dafür kein fahrgeld hat und er kein schwarzfahrer sein will.

daraufhin hat er eine neue einladung erhalten, die er auch nicht wahrgenommen hat. nach dem motto, wenn die sowieso nichts zahlen, brauch ich da auch nicht hin.

jetzt wurde alles gekürzt, auch der mietanteil fällt weg. vorsorglich heißt es, damit er nichts zurückzahlen braucht.

er hat jetzt also keinen pfennig zur verfügung. wie geht das nun weiter? wovon soll der leben? was sollen wir tun? hat ein widerspruch aussicht auf erfolg?

er befindet sich jetzt in einem sehr labilen psychischen zustand und ich befürchte schlimmes. was kann man also tun?

hinweise, daß er selber schuld ist, brauch ich nicht. er braucht hilfe.

danke erstmal. kleine fee
 

Arwen

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20 Aug 2006
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#2
guten tag , mein sohn hat einigen mist gebaut und nun hat das job-center die ganze leistung gekürzt.

er ist unter 25 wohnt nicht mehr zu hause. er hat termine nicht wahrgenommen und deshalb eine sperre der 345 euro für 3 monate erhalten. gerade noch mietkosten wurden überwiesen, die möglichkeit von essensgutscheinen wurde ihm angeboten, er hat die schriftlich vom amt angefordert, aber darauf wurde nie reagiert.

er hat dem amt mitgeteilt, daß er die gutscheine braucht und solange die sperre dauert, er das amt auch nicht mehr aufsuchen kann, weil er dafür kein fahrgeld hat und er kein schwarzfahrer sein will.

daraufhin hat er eine neue einladung erhalten, die er auch nicht wahrgenommen hat. nach dem motto, wenn die sowieso nichts zahlen, brauch ich da auch nicht hin.

jetzt wurde alles gekürzt, auch der mietanteil fällt weg. vorsorglich heißt es, damit er nichts zurückzahlen braucht.

er hat jetzt also keinen pfennig zur verfügung. wie geht das nun weiter? wovon soll der leben? was sollen wir tun? hat ein widerspruch aussicht auf erfolg?

er befindet sich jetzt in einem sehr labilen psychischen zustand und ich befürchte schlimmes. was kann man also tun?

hinweise, daß er selber schuld ist, brauch ich nicht. er braucht hilfe.

danke erstmal. kleine fee
Aufgabenzettel für IHN: Sozialgericht - Antrag auf einstweilige Anordnung (wegen Mittellosigkeit droht ja nun Wohnungslosigkeit und er hat nichts zu essen).

Persönlich zur ArGe - Lebenmittelgutscheine abholen.

Je länger er wartet, desto eher wird davon ausgegangen, dass ihm jemand hilft - und wenn's auch sooo geht...

Ich würd' mir beim Sozialgericht auch noch einen Beratungsschein für einen Anwalt holen, kostet 10€ und einen Anwalt aufsuchen und um Rat fragen; falls ihr den Sanktionsbescheid schon habt - davon geh' ich aus - könnte er Widerspruch einlegen. Dass dem stattgegeben wird, bezweifele ich allerdings.


Mehr kann ich dazu nicht sagen, da nicht mein Thema - ich weiß nur, dass es nicht sein darf, dass jemand obdachlos wird und nichts mehr zu essen hat hier in Deutschland! Trotz des Mist's, den Dein Sohn gemacht hat!

Nur eines, auch wenn Du es nicht hören möchtest, es ist auch eher für seine Ohren:

Du hast Bockmist gemacht, weil Du wusstest, dass sanktioniert werden kann, sogar bis auf 0 Euro. Trotzdem: Fall' jetzt bloß nicht in ein Loch, gönn' denen das nicht! Steh' auf und geh' zum Gericht und hol' die Gutscheine vom Amt, anders geht's nicht. Sonst wird es noch schlimmer! Bestimmt findest Du jemanden, der Dich begleitet.

Gruß von Arwen
 

kleinefee

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#3
schwieriger fall

ja, wenn das alles so einfach wäre.
der bengel ist auf einem psychischen tiefpunkt und läßt wahrscheinlich alles geschehe, hat sich aufgegeben.

nach dem abi über 100 bewerbungen geschrieben, ein jahr kein ausbildungsplatz. dann bekam er einen, eigentlich ganz i.o. dort bekam er während der arbeit einen epileptischen anfall, war nicht mehr dafür geieignet und hörte auf.

dieses ereignis hat ihn derart mitgenommen, daß er sich völlig zurückgezogen hat, kaum noch gänge erledigte aus angst wieder umzufallen.

die waren gründe hat er natürlich nie dem arbeitsamt mitgeteilt, er läßt auch keinen arzt an sich ran.

beim job-center steht er wahrscheinlich als arbeitsscheues subjekt in den akten, da die ja nichts wissen, von seinen ängsten.

jetzt ist es also zum höhepunkt gekommen.
kein geld mehr. wir haben ja auch die unterstützung eingestellt, um ihn zu zwingen endlich was zu unternehmen. aber der begeht eher suizid, als daß er was macht.

ich weiß nicht mehr weiter, so ein sinnloses junges leben.
sollte man (ich) hinter seinem rücken offen mit dem job-center sprechen?

würde das was bringen? alles sehr verfahren. alles sehr verfahren. kleinefee
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
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#4
Ich weiss nicht ob es wegen Datenschutzbestimmungen für Dich möglich ist mit dem Amt über ihn zu reden oder etwas für ihn auszuhandeln, ich würde eher versuchen mit ihm ZUSAMMEN da hinzugehen und das zu klären und auch unbedingt zu versuchen das er psychologische Hilfe in Anspruch nimmt
 

Unwichtig

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#5
Er sollte mal zu einem Psychologen oder Psychiater gehen und sich krankschreiben lassen.

Dem Amt würde ich schreiben das aufgrund seines Gesundheitszustandes Zweifel an seiner Arbeitsfähigkeit bestehen.

Widersprüche natürlich auch einlegen und auf den Gesundheitszustand verweisen.

Zum Anwalt zu gehen auf PKH dürfte wohl auch nicht schlecht sein.
 

Heiko1961

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#6
nach dem abi über 100 bewerbungen geschrieben, ein jahr kein ausbildungsplatz. dann bekam er einen, eigentlich ganz i.o. dort bekam er während der arbeit einen epileptischen anfall, war nicht mehr dafür geieignet und hörte auf.

dieses ereignis hat ihn derart mitgenommen, daß er sich völlig zurückgezogen hat, kaum noch gänge erledigte aus angst wieder umzufallen.

die waren gründe hat er natürlich nie dem arbeitsamt mitgeteilt, er läßt auch keinen arzt an sich ran.
Lese ich es richtig, seine epileptischen Anfälle werden nicht ärztlich behandelt? :icon_rolleyes:
 
E

ExitUser

Gast
#7
ja, wenn das alles so einfach wäre.
der bengel ist auf einem psychischen tiefpunkt und läßt wahrscheinlich alles geschehe, hat sich aufgegeben.

nach dem abi über 100 bewerbungen geschrieben, ein jahr kein ausbildungsplatz. dann bekam er einen, eigentlich ganz i.o. dort bekam er während der arbeit einen epileptischen anfall, war nicht mehr dafür geieignet und hörte auf.

dieses ereignis hat ihn derart mitgenommen, daß er sich völlig zurückgezogen hat, kaum noch gänge erledigte aus angst wieder umzufallen.

die waren gründe hat er natürlich nie dem arbeitsamt mitgeteilt, er läßt auch keinen arzt an sich ran.

beim job-center steht er wahrscheinlich als arbeitsscheues subjekt in den akten, da die ja nichts wissen, von seinen ängsten.

jetzt ist es also zum höhepunkt gekommen.
kein geld mehr. wir haben ja auch die unterstützung eingestellt, um ihn zu zwingen endlich was zu unternehmen. aber der begeht eher suizid, als daß er was macht.

ich weiß nicht mehr weiter, so ein sinnloses junges leben.
sollte man (ich) hinter seinem rücken offen mit dem job-center sprechen?

würde das was bringen? alles sehr verfahren. alles sehr verfahren. kleinefee
Du mußt mit ihm sprechen... mitz dem Jobcenter nur mit seinem Einverständnis!

Wenn ihr ein ärztliches Attest bringen könnt, hat ein Widerspruch Aussicht auf Erfolg!

Er sollte zu einem Psychiater gehen, der kann ihn erstmal krank schreiben und ein Attest ausstellen oder mit dem SB oder med. Dienst reden..., er kann dir eine Vollmacht geben... damit kannst du bei der ARGE für ihn handeln...ihm einen Beratungshilfeschein besorgen, und auch in seinem Namen klagen (lassen).

Du kannst nur versuchen ihm klar zu machen, daß er sich von dir helfen lassen sollte...
 
E

ExitUser

Gast
#8
Ich weiss nicht ob es wegen Datenschutzbestimmungen für Dich möglich ist mit dem Amt über ihn zu reden oder etwas für ihn auszuhandeln, ich würde eher versuchen mit ihm ZUSAMMEN da hinzugehen und das zu klären und auch unbedingt zu versuchen das er psychologische Hilfe in Anspruch nimmt
Das geht, wenn man eine Vollmacht hat... die mußte ich nur abgeben...
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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