Volle Kostenübernahme der nicht angemessenen KdU???????? (1 Betrachter)

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leuchtturm13

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Ich benötige dringend Euren fachlichen Rat im Bezug auf erhöhte Wohnkosten,
da dies vom Jobcenter abgelehnt wird.

Situation:
Mein Untermieter zog UNGEKÜNDIGT Ende Oktober 2014 aus, hinterließ aber
in den angemieteten Räumlichkeiten weiterhin Teilmöbel etc., Mietzahlungen erfolgten nicht mehr von ihm.

Aus diesem Grunde musste ich Alg2 beantragen ab November 2014.
Das JC verwehrte mir aber die volle KdU und berechnete nur meinen eigenen
Anteil. Damit ich nicht in Zahlungsschwierigkeiten gegenüber meinem Vermieter
komme (bin Hauptmieter) bezahlte meine Tochter auf Darlehnsbasis den
restlichen Mietanteil, den eigentlich der Untermieter zahlen müsste.

Mein Untermieter wurde im August 2015 verurteilt, die Mietzahlungen von
November 2014 - Juni 2015 zu bezahlen.

Jetzt mein Problem: Ich wohne weiterhin im Haus mit höherer Wohnkosten
und auf der Suche nach einer günstigeren Wohnung, was leider bisher
vergeblich war und ist.

Das Jobcenter zahlt nur die angemessene KdU, nicht die volle Miete.

Gesetzlich wäre es doch so, dass das JC die volle Kostenübernahme von
KdU übernehmen muss für ein halbes Jahr?????

Ich meine einmal etwas gelesen zu haben, finde es aber nicht!!

Wichtig ist, dass ich Mitte nächsten Jahres in Rente gehe und dann nicht
mehr von Alg2 abhängig bin. Meine Wohndauer beträgt auch über 10 Jahre.

Was kann ich tun??????????

Meine Anwältin meinte, NIX. Angeblich gibt es keine Rechtsgrundlage
für die volle Kostenübernahme von einem halben Jahr!!!!

Lieben Dank für Eure Hilfe..............
 

hans wurst

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Hallo
SGB II - § 22 Bedarfe für Unterkunft und Heizung

(1) Bedarfe für Unterkunft und Heizung ......... Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Eine Absenkung der nach Satz 1 unangemessenen Aufwendungen muss nicht gefordert werden, wenn diese unter Berücksichtigung der bei einem Wohnungswechsel zu erbringenden Leistungen unwirtschaftlich wäre.
 
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