Volle Erwerbsminderung - Ablehnung was nun?

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deprirente

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Hallo an alle, wenn man Hartz IV Empfänger war und dann zur Rentenversicherung geschickt wird, weil der Gutachter/Arzt der Agentur für Arbeit auf volle Erwerbsunfähigkeit plädiert, man bei der RV einen Antrag stellt und der dann abgelehnt wird! Wie gehts dann eigentlich weiter? Die Agentur für Arbeit hat einen ja abgeschoben, wer ist denn dann zuständig? Sozialamt, bzw. gibts das überhaupt noch? oh weih.

Ist man eigentlich verpflichtet zuerst bei der Rentenanstalt einen Antrag auf Erwerbsminderung zu stellen bevor man Sozialhilfe beantragt? Ich würde soviel Rente bekommen, wie ich jetzt HArtz IV Geld bekomme, muss man sich für diesen Minibetrag denn "links" machen lassen? Nachdem was ich in dem Forum hier über Gutachter und Schikane gelesen habe, bin ich sehr negativ eingestellt was den weiteren Verlauf der Sicherung meiner Existenz angeht.

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand antworten könnte, der sich besser auskennt. Es ist sehr schwer im Internet vernünftige Antworten auf das Thema zu bekommen, weil jeder ein bisschen weiß, aber wie das alles so gesetzlich zusammenhängt wissen nur Menschen, die den Leidensweg selbst schon gegangen sind.

Vielen Dank allen schon einmal im Voraus.
 

Muzel

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Hallo Deprirente!
Warst du, bevor man deine Rente abgelehnt hat, in einer Reha-Maßnahme? Hast du einen Widerspruch gegen die Ablehnung deiner Rente eingereicht? Falls man dir keine Reha angeboten hatte, wäre das ein Widerspruchsgrund.
Hast du dir alle Gutachten von der DRV schicken lassen? Hast du mit deinen behandelnden Ärzten über deine Situation (Gutachten) gesprochen? Ich denke, dass du dich fachkundig beraten lassen solltest.
 

deprirente

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hallo und vielen dank für deine antwort. ich hatte keine reha vorher und habe zwar eine angeboten bekommen, aber die konnte ich nicht annehmen, weil es keine ambulante reha gibt, die zu mir nach hause kommt. daher musste ich die reha ablehnen, zwar mit begründung meiner ärztin, aber das ist denen völligst egal. widerspruch habe ich eingelegt, ich wurde aber ein zweites mal abgelehnt mit völligst fadenscheinigen gründen. wahrscheinlich ist es besser wenn ich erstmal zum sozialamt gehe, denn ich weiß nicht wie das mit den zahlungen wird, nicht das ich dann ohne geld dastehe. vielen dank für deine hilfe.
 
E

ExitUser

Gast
Hi deprirente,

wenn ich das von Dir so lese, dann würde ich Dir in jedem Fall empfehlen

- Dich beraten zu lassen
- Dich in Deinen Angelegenheiten rechtlich vertreten zu lassen.

Geh am besten zu einem Sozialverband (z.B. VDK). Anrufen, Termin machen, alle Unterlagen mitnehmen (auch die von den Ärzten usw.).

LG und alles Gute!
 

SpeedMouse

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Hallo!

Na, das ist ja schon mal gut, wenn das AA Dich als erwerbsunfähig einstuft.
Hast Du eine Aufforderung vom AA bekommen, woanders Geld zu beantragen?
Das machen die dann eigentlich.
In Frage kommt Krankengeld von der KK, kommt aber auf die Voraussetzungen an. Du musst vor Deiner Arbeitslosigkeit eine bestimmte Zeit erwerbstätig gewesen sein. Genaues weiß ich nicht mehr.
Ich bin selber EU berentet, habe die Prozedur also auch schon hinter mir.

Falls die Voraussetzungen für KG nicht gegeben sind kommt Sozialgeld in Frage.
Aber wie gesagt, müsste da das AA die Initiative ergreifen und entsprechend auch informieren.

Von einer Reha würde ich eher abraten, jedenfalls wenn Du weiter die Berentung über die BfA im Auge hast, die Entlassungsberichte sind meistens vernichtend.
Wenn Du schon zweimal eine Ablehnung der Rente erhalten hast, dann glaube ich auch nicht, dass sich da so leicht eine Klinik dazu bereit erklären würde Dich EU einzustufen und gegen die BfA zu argumentieren.

Wenn Du Sozialgeld beantragen musst, kann es auch sein, wenn der Sachbearbeiter die Unterlagen und die Einschätzung des AAs vorliegen hat, dass er Dich zu dem medizinischen Dienst des Amtes schickt und die dann entscheiden, ob eine EU vorliegt.
Da gibt es dann auch noch die Möglichkeit der Grundsicherung, je nachdem, was bei Dir vorliegt.
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung – Wikipedia

Von der Geldsumme her würde Krankengeld wahrscheinlich das meiste sein.

Ja, dass ist dann immer so eine Sache der Zuständigkeit, dass die Ämter sich gerne gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben, wer jetzt zu zahlen hat.
Wenn Du Pech hast wird die Kasse oder das Sozialamt - je nachdem wer dann Geldleistungen erbringt - auf eine weitere Rentenantragstellung bestehen.

Sollte das der Fall sein, kann ich mich den anderen Ratschlägen nur anschließen zum VdK oder einem anderen Anwalt für Sozialrecht zu gehen.
Der nächste Schritt wäre ein 2. Widerspruch deinerseits, der nächste Gutachter wäre dann keiner mehr der BfA, sondern einer vom Sozialgericht, die sind in der Regel etwas objektiver, können einen aber auch in die Mangel nehmen.

Ich drücke Dir die Daumen!
 
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