Vollbeschäftigung ist keine Utopie (lt. AfA, Hr.Alt) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

E

ExitUser

Gast
... meint zumindest AfA-Chef Alt ...

Nach Alts Definition ist Vollbeschäftigung bei einer Arbeitslosenquote von etwa zwei Prozent erreicht.
kann der Mann nicht rechnen?????? :icon_neutral:

Nun denn Herr Alt, wenn Sie meinen, dass Vollbeschäftigung keine Utopie sei, dann erklären Sie mir mal, warum ich, Ü50 und schwerbehindert, hochqualifiziert und motiviert, nach über einem Jahr Suche noch immer keine Arbeitsstelle gefunden habe!

Noch besser: Besorgen Sie mir eine Arbeitsstelle, auf der ich mich mit meiner Qualifikation voll einbringen kann und von deren Bezahlung ich meinen Lebensunterhalt ohne staatliche Hilfe bestreiten kann!

Gruß
Arbeitssuchend
 

Regelsatzkämpfer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
Ist sie auch nicht...so lange man nicht Geld für seine Arbeit haben will. Denn Arbeit haben wir mehr als genug...es mangelt nur an Zahlungswilligen und Zahlungsfähigen.
 
M

Minimina

Gast
Ist sie auch nicht...so lange man nicht Geld für seine Arbeit haben will. Denn Arbeit haben wir mehr als genug...es mangelt nur an Zahlungswilligen und Zahlungsfähigen.
In den neuen Bundesländern gab es vor 1989 auch Vollbeschäftigung. Wenn man am Arbeitsplatz in die Luft schauen "Beschäftigung" nennt. Alles nur eine Frage der Begriffserfindungen und Begriffsdefinitionen der menschlichen "Laute" die sich Sprache nennt :icon_eek:

LG MM
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.799
Bewertungen
5.420
hallo,

hier in unserem Ort scheint es keine Hartz IV - Empfänger und Arbeitslose mehr zu geben...

es wimmelt hier vor Polen und Ukrainern, die hier arbeiten...über den Stundenlohn spricht aber keiner...
die werden zusammengepfercht..in einem Wohnhaus leben wohl ca 8 von den Polen...das Wohnhaus hat aber nur eine Küche, ein Bad und 3 Zimmer...Frage...wie leben die da?
Achja, die arbeiten in Schichten, der eine schläft, wenn der andere arbeitet...
 

Regelsatzkämpfer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
In den neuen Bundesländern gab es vor 1989 auch Vollbeschäftigung. Wenn man am Arbeitsplatz in die Luft schauen "Beschäftigung" nennt. Alles nur eine Frage der Begriffserfindungen und Begriffsdefinitionen der menschlichen "Laute" die sich Sprache nennt :icon_eek:

LG MM
Bei mir hätte es auch seit Anfang des Monats Beschäftigung in Sachen Hauswirtschaftliche Versorgung gegeben...nur zu dem Hungerbetrag, den das SozA zahlen wollte, wollte keiner den Job. (Was ich durchaus verstehe) Arbeit wäre da gewesen...aber...

Du wirst Dich wundern, was alles an Arbeit auf wunderliche Weise plötzlich da ist, wenn Du sagst Du machst sie umsonst oder für "einen Euro".
 
F

FrankyBoy

Gast
Wenn die neoliberalen Volksverhetzer recht haben, dann sind ja z. B. die Chinesen die größte Gefahr für die Deutsche Wirtschaft, weil die Lohnstückkosten dort einfach niedriger sind - das dem nicht so ist, beweist der nachfolgende Artikel:
Chinas Schwäche ist gefährlicher als Euro-Krise

Bislang hat der chinesische Nachfrageboom die Zurückhaltung von Kunden in Europa ausgeglichen. Sollte Chinas Wirtschaft dauerhaft schwächeln, hätten die deutschen Exporteure jedoch ein echtes Problem. Von Jens Hartmann
...........................
Sollte die chinesische Wirtschaft dauerhaft schwächeln und nicht nur ein paar Quartale langsamer wachsen als gewohnt, hätten die deutschen Exporteure jedoch ein echtes Problem. Und zwar eines, das vielleicht gravierender wäre als die Euro-Krise. Dann aber müsste man ohnehin wahrscheinlich von einer globalen Rezession sprechen.
Exportindustrie: Chinas Schwäche ist gefährlicher als Euro-Krise - Nachrichten Debatte - Kommentare - WELT ONLINE
O. K. bitte den Artikel kritisch hinterfragen aber er zeigt doch auf, dass die Theorie von Herrn Alt, so wie er sie beschreibt, völlig schizophren ist - er hat noch nicht begriffen, dass eine angemessene Binnennachfrage für viel mehr Beschäftigung sorgt, als es der Export tut, denn jede Stelle im Handwerk oder Einzelhandel z. B. erzeugt prozentual viel mehr Binnennachfrage und damit Wirtschaftswachstum, als dieses bei uns der Fall ist - wie viele Menschen haben innerhalb der letzten 10 - 15 Jahre ihren Job verloren, weil deren Unternehmen ausschließlich oder überwiegend auf den Binnenmarkt angewiesen sind?

Selbst hochautomatisierte Betriebe wie Neckermann, Quelle oder die ganzen Solarunternehmen, die gerade reihenweise pleite gegangen sind, waren nicht in der Lage, die mangelnden makroökonomischen Defizite zu kompensieren wobei im Fall der Solarbranche auch noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben.
 
M

Minimina

Gast
dass eine angemessene Binnennachfrage für viel mehr Beschäftigung sorgt, als es der Export tut, denn jede Stelle im Handwerk oder Einzelhandel z. B. erzeugt prozentual viel mehr Binnennachfrage und damit Wirtschaftswachstum
Plus, die Gewinne durch den Export führen nicht zu mehr Jobs oder bessere Bezahlung in Deutschland, sondern die Gewinne landen direkt in den Kassen der Kapitalunternehmen bzw. den Aktionären.

Export heißt auch Monopolisierung, weil der Exportverbraucher sich nicht aussuchen kann wo er kauft.

Deshalb ist die Zukunft der normalen "Menschen" Dezentralisierung, was genau das gegengesetzte Ziel der Industrialisierung ist.

LG MM
 

Herbert Kroll

Elo-User*in
Mitglied seit
13 März 2010
Beiträge
86
Bewertungen
17
Für mich sind das alles Traumtänzer ,die fern der Realität leben.
Diese Leute die so etwas feststellen ,haben den Bezug ,nicht den Bezug ,sondern jeglichen Bezug zum täglichen Leben verloren .
 
E

ExitUser

Gast
In den neuen Bundesländern gab es vor 1989 auch Vollbeschäftigung. Wenn man am Arbeitsplatz in die Luft schauen "Beschäftigung" nennt. Alles nur eine Frage der Begriffserfindungen und Begriffsdefinitionen der menschlichen "Laute" die sich Sprache nennt :icon_eek:

LG MM
Warum am Arbeitsplatz in die Luft schauen?

07.00 Uhr Arbeitsbeginn,
07.05 Uhr der Brigadier zu uns: "Bei dem Regenwetter kann keiner draußen arbeiten. Das hört heute auch nicht mehr auf. Macht euch nach Hause. Lasst euch aber nicht sehen."

Oft genug habe ich das erlebt.
Der Sozialismus konnte nichts werden... :biggrin:
 
Oben Unten