Völlig nutzlose Maßnahme

Corpse36

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Mein Arbeitsvermittler (U25) hat mir bei unserem letzten Termin diese Gutscheine mitgegeben, damit ich mich beim "JobShop" melde. (Kirchliche Bewerbungsinitiative...) Dort solle ich 5 Termine wahrnehmen um meine Bewerbungen zu verbessern.

Das Problem ist, das mein Arbeitsvermittler mir seit einem Jahr erzählt das meine Bewerbungen astrein sind. Meine Ausbildungsvermittlerin hat von mir nun eine Bewerbung erhalten die EINEN Rechtschreibfehler beinhaltet hat.

Deswegen soll ich jetzt meine Lebenszeit in dieser sinnlosen Maßnahme verbringen? Die sind bis dato nicht mal in der Lage mir einen ordentlichen Termin anzubieten. Ich habe zurzeit sehr viele Bewerbungsgespräche (was die Qualität meiner Bewerbungen widerlegt) zum Ausbildungsbeginn September.

Kann ich irgendwas dagegen tun das man mir diese Maßnahme reindrücken will? Denn die Gespräche sind derzeit so häufig, das ich kaum Zeit für sowas habe. Und die gehen eben auch deutlich vor...
 

Sowas von neu

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Wenn du nachweisen kannst, dass du ein Vorstellungsgespräch zu dem Termin hast, das du sonst nicht wahrnehmen könntest, kann ich mir kaum vorstellen, dass du das sausen lassen musst, um bei dem Bewerbertraining teilzunehmen.
 

Corpse36

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Da stellt sich für mich die nächste Frage: Betriebe finden es immer relativ seltsam (und das lassen sie mich merken), wenn ich sage ich brauche eine Bestätigung über das Gespräch für das Amt. Nicht selten fällt der Satz "Wieso das denn? Ich denke die vom Amt wollen das sie genau sowas wie hier tun, nämlich sich vorstellen"- wenn ich dann jedes mal drauf drücken muss, das mir irgendwer der gerade was besseres zu tun hat diese Blöde Bescheinigung ausstellt, dann hinterlässt das für mich keinen guten Eindruck in dem Betrieb.
 

swavolt

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Das sind 5 Termine - also 5 Tage. Und die kannst du dir wahrscheinlich auch selbst aussuchen, oder? So eine Woche Bewerbungstraining halte ich persönlich für angemessen. Darüber hinaus wird so was dann zur Quälerei. Dagegen vorzugehen halte ich für verschwendete Zeit. Mach das beste aus den 5 Tagen und hak das unter Lebenserfahrung ab.
 
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ExitUser

Gast
..damit ich mich beim "JobShop" melde. (Kirchliche Bewerbungsinitiative...)
Mal ne grundsätzliche Frage hierzu:

Es herrscht ja hierzulande grundgesetzlich zugesicherte Religionsfreiheit.
Hat man dann im Umkehrschluß nicht auch das Recht, einen wie auch immer gearteten Arbeitgeber/Maßnahmenträger mit religiösem Hintergrund abzulehnen? :icon_kinn:
 

BibiBlocksberg2009

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Danke für den Hinweis zu diesem jobSHOP (wieder was gelernt :icon_pause:).

Ich gehe davon aus, dass das der Anbieter ist?

Mitarbeiten - Kirchliche Beschftigungsinitiative e.V. Frth

Da kann man sehr schön sehen, wie Bewerbungstraining für Jobcenter-Kunden (Zuweisung) vs. Bundesagentur für Arbeit (Vermittlungsbudget) unterschieden wird. :biggrin:

Wenn du - trotz Status: Jobcenter-Kunde - diesen Gutschein bekommen hast, würde ich das nutzen...
"5 Tage" muss nicht heißen "5 Tage Vollzeit" sondern "5 Termine"
 

Piccolo

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Mal ne grundsätzliche Frage hierzu:

Es herrscht ja hierzulande grundgesetzlich zugesicherte Religionsfreiheit.
Hat man dann im Umkehrschluß nicht auch das Recht, einen wie auch immer gearteten Arbeitgeber/Maßnahmenträger mit religiösem Hintergrund abzulehnen? :icon_kinn:
ich denke das kommt auf die umstände an. wenn ein träger die teilnehmer ständig mit ihren religiösen ansichten zutexten, egal ob während der unterrichtsstunde oder den pausen (zb gebetszwang vor dem mittagsessen) oder wenn der träger lauter religiöse symbole an den wänden hat (zb kruzifixe in den seminarräumen), dann darf man wohl berechtigt ablehnen.
denn du sollst ja dahin um zb bewerbungen zu trainieren und nicht um zum glauben bekehrt zu werden.
bleibt der träger aber in seiner eigenschaft als bildungsträger diesbezüglich neutral, wird man wohl nicht begründet ablehnen können.
 
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