Vier Jahre und mehr: Weniger Menschen beziehen dauerhaft Hartz IV (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, GĂ€ste: 1)

#HIV#

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Ist halt immer die Frage wie man solche Statistiken interpretiert. Richtig ist nĂ€mlich auch, dass gleichzeitig immer MEHR Menschen von Leistungen vom Staat abhĂ€ngig sind. Man könnte daher auch sagen, immer mehr Menschen haben zwar eine Arbeit (egal welche) können aber immer weniger davon leben. Der Steuerzahler muss somit mehr Geld fĂŒr Leistungen ausgeben als mit den angeblich niedrigen Arbeitslosenzahlen suggeriert wird.
 

Texter50

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Bei solchen Schlagzeilen fĂ€llt mir wieder ein, dass grad Unmengen an WundertĂŒten ausgeschĂŒttet werden... :icon_eek:
Da wirds wohl auch nen Zusammenhang geben?
Und das wird bis zum Herbst im nÀchsten Jahr anhalten! :biggrin:
 
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ExitUser0090

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Aus welchen GrĂŒnden hat sich die Zahl reduziert? Zwangsverrentung?
 
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Kehro

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Aus welchen GrĂŒnden hat sich die Zahl reduziert? Zwangsverrentung?
Nicht zwangslÀufig. Vll. ist da mal ein Monat sozialversicherungspflichtige TÀtigkeit dazwischengekommen und das Wunder der Reduzierung der LangzeitempfÀnger geschieht.

Was fĂŒr eine nichtssagende Jubelmeldung.
 
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ExitUser0090

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Also einmal wieder die ĂŒbliche "Statistikverschönerung":


Zahl der Langzeit-Bezieher von Hartz IV stagniert

Immer noch beziehen 2.576.191 Menschen in Deutschland Hartz IV fĂŒr vier Jahr oder noch lĂ€nger. WĂ€hrend die Zahl im Osten zurĂŒckging, gab es im Westen sogar mehr Dauerbezieher als noch 2014.
Die „Bild“ hatte am Morgen unter Verweis auf Daten der Bundesagentur fĂŒr Arbeit berichtet, die Zahl der Dauerbezieher sei erstmals seit EinfĂŒhrung von Hartz IV stark gesunken - um 7,9 Prozent. Dies ist laut Sprecher der Bundesarbeitsagentur jedoch auf eine Revision der Auswertungsmethode zurĂŒckzufĂŒhren und stellt keinen wirklichen RĂŒckgang dar.
Hier wohnen die meisten Hartz-IV-EmpfÀnger
 

0zymandias

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Eine Krankmeldung fĂŒr einen Tag, ein bisschen Probearbeit, eine Fördermaßnahme, in der das Löcher-in-die-Luft-starren gefördert wird, und der Langzeitbezug ist unterbrochen.

Das erklĂ€rt auch, warum die Krankmeldungen so begehrt sind, dass sie in den EGVen routinemĂ€ĂŸig abgefordert werden, und warum "wir im Zwei-Jahres-Turnus Maßnahmen machen mĂŒssen" (SB-Standardspruch).
 

Rotten

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AW: BfA: Immer weniger Hartz IV-Dauerbezieher

Das liest sich schon anders als das,was in der regierungszeitschrift spiegel online steht. Es gibt ja hier noch einen thread zum thema.
 

Albertt

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AW: BfA: Immer weniger Hartz IV-Dauerbezieher

Mehr als zwei Millionen Menschen in ganz Deutschland sind dauerhaft auf die staatliche UnterstĂŒtzung angewiesen. Obwohl sich die Jobcenter um sie bemĂŒhen, bewegt sich wenig.
Mit Zwang lÀsst sich keine intrinsische Motivation erzeugen. :wink:
 

0zymandias

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Der Spiegel-Artikel im Link von Posting #1 wurde auch revidiert:
Anmerkung der Redaktion: In einer frĂŒheren Version dieses Artikels wurde der RĂŒckgang der Zahl der Hartz-IV-Dauerbezieher mit 7,9 Prozent beziffert. Grundlage waren Statistiken der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA). Die BA hat inzwischen mitgeteilt, diese Statistiken seien nach einer Revision vom Vorjahr ĂŒberholt und hat den RĂŒckgang auf lediglich 0,8 Prozent beziffert.
So viel zum Thema Zweifel.
 

Wutbuerger

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Glaubt noch irgend jemand irgendwas? Wer hinter die Kulissen sieht bestimmt nicht mehr.
Da werden immer wieder sinkende ALO Zahlen veröffentlicht - haben die nicht Angst das sie bald negative vermelden mĂŒssen ? Da werden ELOs mit allen Tricks aus der Statistik gerechnet oder gar nicht erst erfasst, zb krank, Maßnahme, ĂŒber 58 etc.
Das einzige was mich wundert ist das sie nicht die Eintagesmaßnahme erfinden um die Langzeitbezieher auf Null zu reduzieren.
NĂ€chstes Jahr ist Wahl, die Regierungsparteien brauchen Erfolgsmeldungen.
 

0zymandias

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In welcher Richtung wohl die AfD zu finden sein mag?

Knifflig.
 

Bananenbieger

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Eine Statistik ganz automatisch anzuzweifeln ist ein eher fragwĂŒrdiges Verhalten.

Liefere doch eine BegrĂŒndung!
Warum?
1 und 1 kann man doch zusammen zĂ€hlen und ein bißchen Nachdenken schadet auch nicht.
Aber fĂŒr 80% des Volkes reicht das.

Hat ja auch bei den Nazis (NSDAP) funktioniert.
 

Surfing

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Und wie immer wurden falsche Zahlen vermeldet (Blödzeitung an erster Stelle) die andere Medien ungeprĂŒft einfach nur abschreiben:

Die Bundesagentur fĂŒr Arbeit ist bekanntermaßen schnell bei der Sache, "schönere Statistiken" zu publizieren, um "schönere Meldungen" fĂŒr die Öffentlichkeit zu produzieren. DafĂŒr werden keineswegs Statistiken gefĂ€lscht. Nein, hierfĂŒr werden einfach immer wieder neue Berechnungsgrundlagen geschaffen, um ein gewĂŒnschtes Ergebnis zu erhalten.

Im April diesen Jahres wurden die Berechnungsgrundlagen zur statistischen Erfassung der Zahl der Hartz IV Bezieher geĂ€ndert. Dabei wurde die die ursprĂŒngliche Zahl von zwei Erfassungskategorien auf den Faktor 10 erhöht. Zum Beispiel werden Kinder erwĂ€hnt, die in einem Hartz IV Haushalt leben, aber praktisch von Unterhalt der einer Waisenrente leben. Diese fallen nunmehr raus. Bereits deshalb wurden 126.000 Leistungsberechtigte weniger gezĂ€hlt. Die Bildzeitung berichtete dennoch, dass die Fallzahlen um 7,9 Prozent gesunken sei, obwohl selbst der Pressedienst der BA nunmehr berichtigt, dass tatsĂ€chliche RĂŒckgang bei 0,8 Prozent liegt. Die BILD aber auch die anderen abschreibenden Medien berichtigen den Rechenfehler nicht. Stattdessen werden nachwievor Jubelmeldungen veröffentlicht. (sb)

BILD verbreitet Hartz IV Falschmeldung
 

donaquixota

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Und wie immer wurden falsche Zahlen vermeldet (Blödzeitung an erster Stelle) die andere Medien ungeprĂŒft einfach nur abschreiben:

Die Bundesagentur fĂŒr Arbeit ist bekanntermaßen schnell bei der Sache, "schönere Statistiken" zu publizieren, um "schönere Meldungen" fĂŒr die Öffentlichkeit zu produzieren. DafĂŒr werden keineswegs Statistiken gefĂ€lscht. Nein, hierfĂŒr werden einfach immer wieder neue Berechnungsgrundlagen geschaffen, um ein gewĂŒnschtes Ergebnis zu erhalten.

Im April diesen Jahres wurden die Berechnungsgrundlagen zur statistischen Erfassung der Zahl der Hartz IV Bezieher geĂ€ndert. Dabei wurde die die ursprĂŒngliche Zahl von zwei Erfassungskategorien auf den Faktor 10 erhöht. Zum Beispiel werden Kinder erwĂ€hnt, die in einem Hartz IV Haushalt leben, aber praktisch von Unterhalt der einer Waisenrente leben. Diese fallen nunmehr raus. Bereits deshalb wurden 126.000 Leistungsberechtigte weniger gezĂ€hlt. Die Bildzeitung berichtete dennoch, dass die Fallzahlen um 7,9 Prozent gesunken sei, obwohl selbst der Pressedienst der BA nunmehr berichtigt, dass tatsĂ€chliche RĂŒckgang bei 0,8 Prozent liegt. Die BILD aber auch die anderen abschreibenden Medien berichtigen den Rechenfehler nicht. Stattdessen werden nachwievor Jubelmeldungen veröffentlicht. (sb)

BILD verbreitet Hartz IV Falschmeldung
Ach, mal wieder ein Statistiktrick, wie erbÀrmlich...

:icon_dampf:
 

Kaleika

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Hierbei kommt der Arbeitslosenstatistik sicherlich mal wieder „zugute“, dass wer 63 ist und Hartz IV erhĂ€lt, vorzeitig Rente beantragen muss, was meist mit einer erheblichen KĂŒrzung der Rente verbunden ist. MĂ€nner und Frauen werden vom Jobcenter mit AbschlĂ€gen von 0,3 Prozent fĂŒr jeden Kalendermonat in die FrĂŒhrente gezwungen - selbst dann, wenn sie sich selbst noch fit fĂŒr einen Job fĂŒhlen. Bis zum Jahresende sind deutschlandweit noch 140.000 Hartz-IV-Bezieher von Zwangsverrentung bedroht. Auf diese Weise darf dann die Armut mit Hartz IV gegen Altersarmut eingetauscht werden - welch ein Fortschritt! Denn nun darf sich das Jobcenter lobpreisen, „schon wieder“ weniger Langzeiterwerbslose zu haben.
Rentner wider Willen - Zwangsrente fĂŒr Hartz-IV-Betroffene - Freie Presse
 

Atze Knorke

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An die Forumsrunde,

solange dieser kĂ€ufliche Mainstraem nicht aufhört, solange werden die MĂ€rchenstunden prall diskriminierend und entwĂŒrdigend legalisiert. Dabei wird jahrelang das lesende und zahlende (Blöd)-Volk so schön der Honig ums Maul geschmiert, nur nicht hinterfragen, könnte ja vermutlich die blĂŒhende deutsche Wunder-Welt aus den Fugen geraten. :icon_laber::icon_neutral:

Einer, der das sehr gut beschreibt:

Aktuelle Sozialpolitik: Nicht immer gleich abschreiben: Laut BILD-Zeitung ist die Zahl der Dauer-Hartz IV-EmpfĂ€nger deutlich zurĂŒckgegangen. Das ist falsch
 
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Ich habe jedenfalls auch schwer gekÀmpft, um die Statistik zu entlasten. Danke hat keiner gesagt....... :tongue:
 

Zeitkind

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Jaja die Wurscht & KÀseblÀtter sind zum Recherchieren zu faul und schreiben lieber ab.
Und dann auch noch von der BLöD ... :icon_hihi:
Hintergrund der offensichtlichen Verwirrung in der BILD-Redaktion ist eine Revision in der Hartz-IV-Statistik (darĂŒber hatte O-Ton Arbeitsmarkt bereits am 8. Juni 2016 berichtet:
StatistikĂ€nderung lĂ€sst rund 130.000 Hartz-IV-Kinder verschwinden). Seit April 2016 erfasst die Bundesagentur fĂŒr Arbeit Personengruppen in Hartz-IV-Hauhalten differenzierter.
Daten vor der Revision und nach der Revision sind daher nicht mehr miteinander vergleichbar.

Die BILD-Redaktion hat aber genau das getan. Sie hat die Daten der alten, unrevidierten Statistik vom Dezember 2014 an denen der neuen, revidierten Statistik vom Dezember 2015 gemessen
– und ist nur so auf den starken RĂŒckgang gekommen.(Quelle)
Aus 0,8% machen wir mal einfach 8% - Die VerBlöDeten sollen schließlich an das
ewige deutsche Wirtschaftswunder in Glauben gehalten werden. Da ist kein Trick zu schade...

Huch, @Atze Knorke, da warst Du schneller. Aber ich laß meinen Senf mal stehen. :wink:
 

flandry

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Die Sinnlosigkeit besteht ja darin, dass den Leuten fast immer noch vom Sozialstaat geholfen werden muss. Nicht nach SGB II sondern nach SGB XII.
Statt der Arbeitslosenversicherung zahlt jetzt die Rentenversicherung. Und damit auch wieder die Gemeinschaft der Versicherten.
Ob diese oder jene Prozente hochgehen ist dem Portemonnaie egal. Und dem Steuerzahler, ob er Steuern fĂŒr Leistungen nach SGBII oder nach SGB XII zahlt. Ihn interessiert nur Steuerzahler's Gedenktag (siehe Bund der Steuerzahler).
 
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