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Viele Fragen und wenig Ahnung

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Maira

Elo-User/in

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1 Jul 2007
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#1
Guten Morgen alle zusammen,

ich bin erst vor ein paar Stunden über dieses Forum gestolpert und habe auch schon so einiges an Informationen gefunden, habe aber trotzdem noch ein paar Fragen.

Kurz zu meiner derzeitigen Lebenssituation:
Ich bin alleinerziehend, habe mein erstes Kind mit 16 bekommen, mein zweites mit 18 und mein drittes mit 22.

Nach der Geburt meines ersten Kindes habe ich die Hauptschule extern nachgeholt, mit sehr gutem Erfolg, und bin auf Ausbildungsstellensuche gegangen. Leider erfolglos. Also habe ich ein Praktikum gemacht, noch ein Kind bekommen, extern einen höheren Schulabschluss nachgeholt, noch ein Parktikum, nebenbei immer auf Ausbildungsstellensuche und so geht das nun schon seit fast 7 Jahren.

Auf Bewerbungen für Ausbildungsstellen (bin nicht mehr wählerisch, nehme was ich kriege) kamen immer nur Absagen. Ein paar mal habe ich meinen Lebenslauf etwas verdreht, zurechtgerückt und die Kinder weggelassen und schon kam es zu Vorstellungsgesprächen. Diese endeten aber auch immer mit Absagen, irgendwie musste ich ja erklären, warum ich nicht Schicht arbeiten und auch nicht Abends mal bis 19h bleiben kann (tja, doofe Kitaöffnungszeiten).

Nun war ich bei der Ausbildungsstellenvermittlung vom Arbeitsamt.
Die zuständige Sachbearbeiterin schlug mir eine "Ausbildung" im kaufmännischen Bereich in form einer Umschulung mit Bildungsschein vor.
Klang alles sehr interessant, sie gab mir die Adresse einer Firma, die solche Umschulungen macht, ich sollte mich für eine Berufsrichtung entscheiden, in dem entsprechendem Kurs einen Platz sicher (natürlich noch nix unterschreiben) und dann wieder zu ihr kommen.

Genau so habe ich das gemacht, recht zügig in wenigen Tagen, ein Umschulungskurs zur Bürokauffrau(IHK) in Teilzeitunterricht für die Dauer von drei Jahren, und bin wieder zur Ausbildungsvermittlung.

Die Sachbearbeiterin hatte mich sehr schnell abgewimmelt, ich solle nicht so einen stress machen, wir hätten ja Zeit und sie würde veranlassen, dass ich erst mal einen Termin für eine Psychologische Untersuchung bekomme.

Danach habe ich nichts mehr gehört.

Nach einiger Zeit hatte ich dort angerufen und wollte wissen, was nun ist und was ich dann zu hören bekommen habe, hat mich fast aus den Latschen genaun!
(nochmal zur Erinnerung, SIE hatte mir den Kurs vorgeschlagen)

Sie meinte, ich sollte mir keine all zu großen Hoffnungen machen, höchstwahrscheinlich wird das eh abgelehnt, weil ja normalerweise die Eltern für die Finanzierung der Ausbildung zuständig sind.

Weiter sagte sie, dass ich ja noch zwei Jahre in der Elternzeit wäre und diese Zeit sollte ich einfach daheim bleiben denn in diesem Fall sieht es einfach ganz schwer aus mit der Finanzierung. Dabei habe ich einen Betreuungsplatz für meine Jüngste und die anderen beiden auch. Ich war noch nie die vollen drei Jahre in Elternzeit, immer nur ein paar monate, bis ich eine Tagesmutter gefunden hatte und dann habe ich irgendwas gemacht.

Auch sagte sie, dass es dieses Jahr extrem viele Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz gibt und es vorranig wäre, diese zuerst zu Vermitteln.

Und, dass eine Umschulung eh nichts wert wäre, es würde auf das Gleiche rauskommen wenn ich ungelernt bleibe.

Ach ja, auch durfte ich mir anhören, dass ja nicht mal sicher sei, ob ich die Voraussetzungen für einen Bildungsgutschein überhaupt erfülle.

Nun zu meinen Fragen:
1. Alleinerziehend mit drei Kindern, ein dicker Ordner voller Absagen, meines Erachtens nach keine Chance auf eine "normale" Ausbildungsstelle, sind das nicht ausreichende Vorraussetzungen für einen Bildungsgutschein?

2. Ist das so korrekt, dass die ARGE/Arbeitsamt die Kosten für Umschulungen, Weiterbildungen oder sonstige Maßnahmen eigentlich nicht übernimmt, wenn man ein Kind unter 3 hat?

3. Bitte sagt mir, dass die Aussage mit "Umschulung ist eh nichts wert" völliger blödsinn ist. Das kann doch nicht stimmen oder?

Am Mittwoch ist nun der Termin für die psychologische Untersuchung. Kann mir vielleicht jemand sagen, was mich da eigentlich erwartet? Diese Frage konnte/wollte mir die Sachbearbeiterin nicht so recht beantworte. Und wie geht es danach weiter?
Und was mache ich, wenn ich den Bildungsgutschein nicht bekomme?

Dann noch eine Frage zu einem ganz anderem Thema.

Aus was weiss ich für Gründen habe ich für Juli von der ARGE kein Geld bekommen. Mir ist kein Grund bekannt, warum es nicht kommen sollte, es kam halt einfach nicht.

Nun werde ich natürlich am Montag persönlich dort vor der Türe stehen und auf eine Barauszahlung bestehen.

Einer Freundin von mir ist genau das selbe passiert, weiss der Geier warum, kein Geld gekommen.
Nur sie kann am Montag nicht zur ARGE weil sie arbeiten muss und auch nicht frei bekommt.

Wäre es denn möglich, dass sie mir eine Vollmacht erteilt und ich ihre Angelegenheit gleich miterledige oder geht sowas bei der ARGE überhaupt nicht?

Danke schon mal und einen angenehmen Sonntag noch,
Grüße
Maira
 
E

ExitUser

Gast
#2
Eigentlich müsstest du einen schönen, guten Schrieb an die SB verfassen, in dem du genau beschreibst, was sie da eigentlich mit dir macht (d.h., was sie zusagt, das nachher nicht mehr gültig ist oder anders war etc. etc.). Führe ihr das mal vor Augen und schreibe ihr auch, dass sie dir das doch bitte bis zum (setze eine Frist von 10 Tagen) schriftlich genau beantworten soll, weil du dich sonst an eine höhere Stelle zwecks Klärung wenden wirst. Lasse dir den Eingang dieses Schreibens am Empfang quittieren, denn den brauchst du als Beleg für eine mögliche Beschwerde.

Unter "die SB hat mir gesagt" meinst du damit mündlich oder schritlich? Alles was du schriftlich hast, bitte aufbewahren. DAs ist ein Beleg!

Und wenn du innerhalb dieser Frist nichts schriftlich bekommst, schickst du das mal an den Vorgesetzten.

Wenn du dabei Hilfe brauchst, schicke mir eine PN.
 

Arania

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#3
Also so positiv sieht es wirklich nicht aus, ein Bildungsgutschein ist eine Kann-Leistung, und da sehe ich auch wenig Hoffnung .

Und auch wenn die Ausbildung erfolgt ist- die ich grundsätzlich auch für wichtig halten würde- dürfte die Arbeitszeit dann mit der Kinderbetreuung wieder kollidieren, eventuell auch schon in der Umschulungsmassnahme.

Schriftlich beantragen und dann die Antwort abwarten!
 

burki

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#4
Hi,
nunja, da es sich ja anscheinend um eine Erstausbildung handelt, muss diese durch den Staat gefördert werden.
Einer "Umschulung" (das dürfte hier doch eher eine Schmalspurversion sein) ist aber IMHO immer eine solide Ausbildung vorzuziehen.
Gruss
burki
 

Maira

Elo-User/in

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#5
Danke erst mal für eure Antworten.

zu erst ein mal: nein, ich hab leider gar nichts schriftlich. Alles verlief mündlich.

Zu Arbeitszeit und Kinderbetreuung:
Die KiTa beginnt um 7 und geht bei uns bis ca. 15h
Der Kurs beginnt um 8.15h und endet um 13.15h
Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ca. 20 Minuten
Von der Zeit her wäre es also eigentlich ein Traum.
Auch die Urlaubstage in diesem Kurs stehen schon fest und auch diese gehen genau auf mit den KiTaFerien.
Dass es danach schwierig wird mit Arbeit und es mit den Zeiten wieder mal absolut nicht passen könnte ist mir schon klar. Die Kinder werden aber größer und ich leider nicht jünger.
Und außerdem habe ich ja bis jetzt eigentlich gar nichts in der Tasche außer zwei externe Schulabschlüsse und ein paar Bestätigungen über Praktikumszeiten. Ich will unbedingt vorwärts kommen und wenns auch erst in ferner Zukunft ist.

Aber noch mals zu der Psychologischen Untersuchung, die ja am Mittwoch stattfinden soll.
Kann mir bitte jemand sagen, was da überhaupt auf mich zukommt? Ich würde da nur sehr ungerne total unvorbereitet reingehen

Danke schon mal
 
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