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Viele Fragen - Alg 2

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ratlose

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#1
Schon wieder eine Frage...
Mein Vater ist seit dem 01.03.2009 arbeitslos, zum ersten Mal im Leben. Alg steht ihm nicht zu, da er vorher selbständig war. Meine Mutter arbeitet schon immer als Verkäuferin 30 Std. in der Woche. Bei der Antragsstellung musste sie mit zur ARGE, mittlerweile musste meine Mutter öfter zur ARGE als mein Vater, ist das normal? Jetzt soll meine Mutter sich eine Vollzeitstelle suchen. Sie hat angegeben das sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, ihr Schmerztherapeut hat das in einem Schreiben bestätigt. Ich finde es sowieso krass das die das verlangen. Sollten die nicht froh sein das sie mit 52 Jahren eine sichere Arbeit hat? Sollten die sich nicht darum kümmern meinem Vater eine Arbeit zu vermitteln? Jetzt muss meine Mutter zum medizinischen Dienst. Sie soll Atteste von Ärzten bringen, die sie selber bezahlen soll. Gibts denn sowas? Mein Vater ist 56 und bemüht sich sehr um neue Arbeit. Er musste aber bei der ARGE eine EGV unterschreiben in der er sich verpflichtet 30! Arbeitsbemühungen im Monat nachzuweisen. Wir gucken jeden Tag in die Zeitungen und im Internet, aber auf 30 Bewerbungen kommen wir nie im Monat oder soll er sich als Arzt bewerben obwohl er Bauarbeiter ist, nur damit er sich bewirbt? Kann man gegen sowas nichts machen? :confused:
 

Mario Nette

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#2
Ich tendiere dazu, die EGV wegen Nichterfüllbarkeit aufzukündigen. 30 Bewerbungen wollen auch bezahlt werden. Das braucht doch sicherlich sehr viel Geld auf. Und bekommt er dies erstattet? Sicherlich nicht (komplett).

Deine Mutter sollte sich nicht gängeln lassen. Ich nehme an, ihre Arbeit würde eigentlich soweit bezahlt, dass sie, wäre sie Single, davon leben könnte. Natürlich kann sie sich bemühen um eine Arbeit, die mehr Geld bringt. Aber ganz ehrlich: Man sollte auch bedenken, wie die Erfolgschancen dabei sind.

Mario Nette
 

ratlose

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#3
Das man die EGV evtl. aufkündigen könnte hätte ich nicht gedacht. Ich habe mir schon Sorgen gemacht wie wir 30 Firmen jeden Monat finden sollen. Das er die Kosten dafür erstattet bekommt hat ihm natürlich niemand gesagt.

Ja und wegen meiner Mutter verstehe ich die ARGE ja absolut nicht. Sie ist Anfang 50 und hat eine "feste" Arbeit, jedenfalls ist sie dort schon lange und hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag und alles läuft prima. Wenn Sie jetzt wechseln würde, hätte sie ne Probezeit usw. und wenn es schief geht, steht sie dann ganz ohne Arbeit da. Ich verstehe nicht warum die ARGE möchte das sie ihren "sicheren" Arbeitsplatz aufgibt. Die Kosten für die ärztlichen Atteste soll sie auch noch selber tragen, obwohl die ARGE die ja haben will. :eek:
 

catwoman666666

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#4
Deine Eltern leben in einer Bedarfsgemeinschaft. In einer Bedarfsgemeinschaft hat jeder die Pflicht, alles zu unternehmen, um aus dem Sozialleistungsbezug rauszukommen. Deine Mum muß sich tatsächlich um eine Vollzeitstelle bemühen. Auch wenn es sinnfrei ist.

Du schreibst, daß deine Mutter eine Teilzeitstelle von 30 St. die Woche hat und diese Stelle hat sie seit 30 Jahren. Da müßte deine Mutter erst mal eine Vollzeitstelle finden, die darüberhinaus auch mehr einbringt.

Kosten für die von der ARGE gewünschten Atteste vorher beantragen. Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch.

catwoman
 

Mario Nette

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#5
Stellt bitte unabhängig davon, ob ihr die EGV aufkündigen wollt oder nicht, einen formlosen Antrag auf Erstattung sämtlicher anfallendenr Bewerbungskosten.

Mario Nette
 
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