Viele Deutsche möchten früh in den Ruhestand

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Hotti

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Die Gruppe der Fach- und Führungskräfte dagegen, die bei der Altersvorsorge vergleichsweise gut dastehen, könne auch mit Abschlägen oft gut leben. Dieser Trend könnte allerdings den Arbeitgebern zu schaffen machen: Gerade auf diese Gruppe möchten viele Unternehmen angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels in einigen Branchen ungern verzichten.



Quelle
 

Kaleika

Redaktion
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(...) Eine Studie im Auftrag des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums beispielsweise zeigt, dass eine große Mehrheit der Arbeitnehmer gegen die Rente mit 67 sei, 74 Prozent der 900 befragten Beschäftigten ab 45 Jahren gaben an, sogar gerne vor dem gesetzlichen Rentenalter aufhören zu wollen. (...)

Tja, wer es sich denn leisten kann......
Wenn ich dann noch daran denke, dass auf die immer weniger werdenden, die überhaupt noch Arbeit haben, eine beständig zunehmende Last aufgebürdet wird, die auch eher abgearbeitet und ausgepowert, krank sind, werden!

Schließlich arbeiten wir, um zu leben und leben nicht etwa um zu arbeiten!
Dabei stellen sich viele Politiker sicherlich ein sozial verträgliches Ableben vom Werkstor direkt in die Holzkiste vor!

Kaleika
 

Merkur

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Und wenn man bedenkt das man heute mit 45 Jahren kaum noch eine Arbeit findet und einem kein Arbeitnehmer als Alte/n einstellt was soll da die Rente mit 67 ??? Auch wenn die Arge uns für 2500€ verhökern will so nimmt einem fast doch keiner.Die Arbeitgeber sollte man erst mal backen.
 

Paolo_Pinkel

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Rettungsschirm für die Rente!!!

So und ähnlich waren die Überschriften in der Presse. Das es sich dabei um reine Wahlpropaganda handelt, darüber war sich die Presse einig und das war auch so ziemlich die einzige Wahrheit (zumindest in den Beiträgen, die ich gelesen habe). Meine Damen und Herren von der Presse, das ist sogar den Rentnern klar. Was die Rentner aber als geradezu ekelerregend empfinden, sind die teilweise unerträglichen Kommentare, die, wie schon seit geraumer Zeit, eine Annäherung an die NS-Propaganda aufzeigen. Wäre in solchen Artikeln wenigstens noch ein wenig Fachwissen über die Rente, den so genannten Rententopf, die so genannte Rentenformel und die Rentenhöhe erkennbar, könnte man die Negativpropaganda vielleicht noch schlucken. Doch daran mangelt es. Als Beispiel sei ein kurzer Beitrag im ZDF-Morgenmagazin mit der Moderatorin Anja Heyde angeführt. Sie moderiert den Beitrag damit an, dass das Wort Rentenkürzung bei den Politikern einen Reflex auslösen würde, zu dementieren und zu sagen, die Rente ist sicher, obwohl im kommenden Jahr das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 6% schrumpfen könnte, Löhne und Gehälter vermutlich sinken würden und wir bis 2011 laut EU vermutlich bis zu 10% Arbeitslose haben werden. Dann folgt eine Graphik und diese Graphik vermittelt schon ein falsches Bild. Sie zeigt Steigerungsraten und am linken Rand sind Zahlen eingeblendet. Danach sind von 1998 bis 2009 die Renten Ost von 21 bis über 24 und die Rente West von über 24 bis über 27 gestiegen. Wer als Unbedarfter die Zahlen sieht, denkt sofort, es müsse sich um die Euro-Werte mal 100 handeln, was also eine Rentenhöhe von 2.100 bis über 2.700 € suggerieren kann. Wie viele Leute in diesem Land wissen schon, was die Bezeichnung "Rentenwert" denn nun eigentlich bedeutet? Der Rentenwert ist jedoch nicht 1 Hundertstel der Rentenhöhe, sondern der Basiswert für die Berechnung der Rentenhöhe. Was ein Arbeitnehmer an Entgeltpunkten in seinem Arbeitsleben angesammelt hat, wird mit diesem Wert multipliziert.
Als Beispiel: Der bisher noch gültige Rentenwert beläuft sich (bis zum 1. 7.) auf 26,56 € West und 23,34 € Ost. Wenn Sie nun als Mittel den von der Politik so gerne angeführten "Eck- oder Durchschnittsrentner" nehmen, eine virtuelle Person, die 45 Jahre gearbeitet hat und in jedem Jahr genau einen Entgeltpunkt erreichte, dann können Sie nachvollziehen, dass dieser Durchschnittsrentner West
45 mal 26,56 € = 1.195,20 € Bruttorente bezieht
und der Durchschnittsrentner Ost
45 mal 23,34 € = 1.050,30 € Bruttorente bekommt.
1998 betrug der Rentenwert West = 47,65 DM (24,36 €) und für Ostrentner 42.01 DM (21,48 €). Nun erst ergibt die Graphik einen Sinn. Der Rentenwert West ist seit 1998 bis 2008 (der offizielle Rentenwert 2009 ist noch nicht veröffentlicht) von 24,84 € auf 26,56 € gestiegen und der Rentenwert Ost von 21,48 € auf 23,34 €...
https://www.flegel-g.de/rettungsschirm-rente.html

Und daraus resultiert dann das:


Aus Furcht vor Altersarmut will
jeder Vierte die Heimat verlassen

Bonn (LiZ). Ein neuer Rekord bahnt sich bei den Auswanderungs- zahlen an: Nach 155.290 deutschen Auswanderern 2006 und 161.105 im Jahr 2007 meldet das Statistische Bundesamt schon für die ersten acht Monate des vergangenen Jahres 132.529 Personen, was gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 ein deutliches Plus darstellt und auf einen erneuten Höchstwert für 2008 hindeutet. Eine der Ursachen beleuchtet eine repräsentative Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Postbank: So gibt unter den jungen Berufstätigen (bis 29 Jahre) in Deutschland mit 23 Prozent bereits fast jeder Vierte an, in ein Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten auszuwandern, wenn die finanzielle Absicherung für einen Altersruhestand in Deutschland nicht ausreicht.
Regional wird hierzu in Bayern der mit Abstand höchste Wert registriert, wo inzwischen 26 Prozent aller Berufstätigen dies erklären. Zum Vergleich: In der Vorjahresstudie lag der Wert in Bayern erst bei knapp 18 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent auf inzwischen 21 Prozent gestiegen ist auch unter deutschen Akademikern die Auswanderungsbereitschaft. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der auswanderungswilligen Deutschen mit einfachem Schulabschluss hingegen von 18 Prozent auf jetzt 11 Prozent gesunken.

Interessant ist: Die in Westdeutschland Berufstätigen sind mit 17 Prozent deutlich auswanderungsbereiter als die Ostdeutschen (14 Prozent). Und tendenziell zieht es eher die Bewohner kleinerer (18 Prozent) und mittlerer Städte (19 Prozent) ins Ausland als die Bewohner von Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern - hier liegt die Quote bei lediglich 14 Prozent.


Linkszeitung - Neuer Rekord: Immer mehr Deutsche wandern aus

Gruss

Paolo
 
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