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Viel zuviele Möbel

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo Gemeinde,

war schon zufällig jemand in der Situation, dass er sich eine kleinere Wohnung nehmen musste und das Problem von zuviel Möbeln für die dieselbe hatte?

Ich habe mir bei Shurgard so eine kleine Box 4-6 m² für 136 €uro im Monat angemietet und werde dort einen Teil meiner Möbel unterstellen. Hatte die erst vor 3 Jahren angeschafft, und möchte eigentlich nichts davon verkaufen. Auf Anfrage bei der ARGE wurde sofort abgewunken, als ich nach Kostenübernahme der Box fragte. Die fordern mich auf umzuziehen und verlangen dann, dass man sich von seinem Hab und Gut trennt. Wenn ich es verkaufen würde, bekäme ich das dann auch sofort als Einnahmen angerechnet. Irgendwie oberfaul die ganze Sache.

Da ist doch bestimmt was gegen zu Unternehmen?

Grüßle
 

Til Gung

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#2
Wenn du im Kopf nicht rechnen kannst, dann nimm einen Taschenrechner, Miete 136 €/Monat * 2 Jahre (24 Monate) = 3.264 €. Dafür erhältst du eine ganze Menge neuer Möbel.
 

biddy

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#3
Wenn ich es verkaufen würde, bekäme ich das dann auch sofort als Einnahmen angerechnet.
Das stimmt so nicht. Durch den Verkauf der Möbel, die ja sozusagen bisher zu Deinem "Vermögen" gehört haben, wird dieses Vermögen nun zu Bargeld, bleibt aber nach wie vor Vermögen und wird nicht angerechnet, wenn der Wert innerhalb der Vermögensfreigrenze bleibt (150 € je Lebensjahr plus 750 € für notwendige Anschafffungen). Nennt man "Vermögensumwandlung".
 

ShankyTMW

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#4
@Siska
Wäre es nicht günstiger erstmal eine trockene Garage anzumieten. Die Möbel verpacken und dann erstmal für einen gewissen Zeitraum dort zu lagern bis sich andere Möglichkeiten ergeben.

Aber wenn Du in einer solch kleinen Wohnung bleiben willst und nicht mehr alles rein passt wirst Du auf Dauer nicht um rum kommen dich von ein paar Sachen zu trennen. Egal ob Box oder Garage - es tut den Möbeln auf Dauer nicht gut ungenutzt da drin zu stehen und ist nur eine Übergangslösung für kurze Zeit.
 

opado

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#5
Hallo Siska

Verkaufe die Polinten solange die noch was Wert sind

stech den Erlös in die Tasche,und mach die ein paar schöne Tage davon,oder spare es an,für schlechte Zeiten

Gruß opado
 

Erolena

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#6
Wenn Dir die 136 Euro spätestens im nächsten Monat leid tun, dann mach einen Aushang (evtl. mit Fotos) und vor der Box einen Freihand-Verkauf zur Umwandlung des "Vermögens".

Vielleicht auch eine andere Möglichkeit kostenlos bei Freunden auf dem Boden finden. Aber selbst dort nehmen sie trotz aller Sorgfalt Schaden. Holz wird ein wenig feucht, Türen klemmen, Oberfläche bekommt blinde Flecken usw.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
@Siska
Wäre es nicht günstiger erstmal eine trockene Garage anzumieten. Die Möbel verpacken und dann erstmal für einen gewissen Zeitraum dort zu lagern bis sich andere Möglichkeiten ergeben.

Aber wenn Du in einer solch kleinen Wohnung bleiben willst und nicht mehr alles rein passt wirst Du auf Dauer nicht um rum kommen dich von ein paar Sachen zu trennen. Egal ob Box oder Garage - es tut den Möbeln auf Dauer nicht gut ungenutzt da drin zu stehen und ist nur eine Übergangslösung für kurze Zeit.
Sollte auch nur für kurze zeit sein :icon_smile:

Nur ist meine Frage immer noch nicht beantwortet worden.
 

Til Gung

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#8
Sorry, ich hab die Frage aus einigen Gründen nicht ernst genommen, dieser Container kostet mehr als 1/3 des Regelsatzes.

Gegenfrage um wieviel ist deine jetzige Wohnung zu teuer? Wielange soll der Zustand anhalten, wo willst du dann zu welchen Preis umziehen?

Es gibt ein Urteil des BSG zum Thema Einlagerung der Möbel,. aber das ist kaum vergleichbar.

ALG-Ratgeber bei Problemen mit dem ALG - Thema anzeigen - BSG Einlagerung von Möbeln ist KdU B 4 AS 1/08 R

16
Der erkennende Senat geht davon aus, dass dieser Bedarf nicht schon dann sichergestellt
ist, wenn die Kosten für eine Unterkunft übernommen werden, die lediglich das
Bedürfnis nach Schutz vor der Witterung und Schlaf befriedigt. Vielmehr muss die
Unterkunft auch sicherstellen, dass der Hilfebedürftige seine persönlichen Gegenstände
verwahren kann. Deshalb kommen Konstellationen in Betracht, in denen der
angemietete Wohnraum derart klein ist, dass es nicht ausgeschlossen erscheint, dass für
die Unterbringung von Gegenständen aus dem persönlichen Lebensbereich des
Hilfebedürftigen (zB Kleidung, Hausratsgegenstände usw) in einem angemessenen
Umfang zusätzliche Räumlichkeiten erforderlich sind. Wird der den erwerbsfähigen
Hilfebedürftigen zugebilligte Standard in einem solchen Maße unterschritten, dass der
Hilfebedürftige nicht mehr als ein "Dach über dem Kopf" hat, entspricht es den
Zielsetzungen des § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II, den zuzubilligenden Standard ggfs durch
die Anmietung eines weiteren Raumes sicherzustellen, wenn hierdurch die im Rahmen
der Produkttheorie einzuhaltende Grenze nicht überschritten wird.

21
e) Die Anmietung mehrerer Räumlichkeiten entbindet den Grundsicherungsträger nicht
von einer Prüfung der Angemessenheit der Unterkunftskosten. Maßgebend für diese
Prüfung ist zum einen die Höhe die Gesamtkosten der angemieteten Räumlichkeiten ( so
auch Frank-Schinke in Linhart/Adolph, Stand Oktober 2007, § 22 SGB II RdNr 9 ).
Anwendung findet auch hinsichtlich dieser Gesamtaufwendungen die nach der
Rechtsprechung des BSG heranzuziehende Produkttheorie ( vgl nur BSGE 97, 217 =
SozR 4-4200 § 22 Nr 1 RdNr 33 ), wobei die Verhältnisse des Aufenthaltsorts des
erwerbsfähigen Hilfebedürftigen maßgebend sind. Zum anderen bestimmt sich die
Angemessenheit der Aufwendungen für einen zusätzlichen Raum zur Einlagerung von
Gegenständen jedoch auch danach, ob diese Gegenstände in einer nachvollziehbaren
Relation zu dem Lebenszuschnitt des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen stehen. Es
besteht zB kein Anspruch auf Übernahme der Unterkunftskosten, wenn sie auf die
Einlagerung von Gegenständen zurückzuführen sind, die das Ergebnis einer
ausgesprochenen Sammlerleidenschaft oder unvernünftiger Vorratshaltung sind.
Schließlich darf es sich nicht um Gegenstände handeln, die der Hilfebedürftige als nicht
geschützte Vermögensgüter vor der Inanspruchnahme von Leistungen der
Grundsicherung verwerten muss. Zudem muss die (isolierte) Miete für den zusätzlichen
Lagerraum gemessen am Wert der eingelagerten Güter wirtschaftlich sein.
 

HajoDF

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#9
Die Anmietung von Lagerraum (z.B. beim Spediteur etc.) für werthaltige Möbel (besonders auch Erbstücke oder Essecke etc.) muss von der ARGE übernommen werden. Die Möbel gehören zu dem geschützten Vermögen, das zu dem Gebrauchswert nie wieder neu beschafft werden kann.
Sollte ein Umzug unter diesen Umständen wirtschaftlich unsinnig sein, kann man ihn verhindern. (siehe auch Urteil oben).
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#10
Wie schon geschrieben....

Wohnung habe ich zum 01.10.09 schon. Die jetzige Wohnung kostet 570,- Warm und hat 60 m². Die neue mit WBS 225,- Warm und 35 m². Da passen die 136,- Euro und 4-6 m² für die Abstell Box schon recht gut rein. Ich versuche das nächste Woche mal anzubringen, da es diese Woche recht stressig war mit Wohnung suchen und bei der ARGE durchzubringen.
 
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