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Verzweiflung, finanzielle Misere, da eben KEIN ALGII

Liska

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#1
Hatte hier schon nen Account, weiß aber nicht mehr, wie ich da hieß, daher muss ich einen neuen erstellen.
Bin gerade extrem verzweifelt und hoffe inständig, dass mir doch noch IRGENDWER weiterhelfen kann. Fürchte aber, dass das Gleiche bei rumkommt wie immer.
Ich habe schon in einigen Foren um Hilfe gebeten, aber da kommt dann nur die perverse Seite des Internets rum, alle hauen drauf und sagen, ich solle doch endlich Verantwortung für mein Leben übernehmen (haha, ja, kommt ihr mal in meine Situation) und mein Studium abbrechen, bla. Das will ich mir nicht mehr antun. Wenn ich hier solche Antworten erhalten, höre ich wohl auch auf zu lesen... Aber niemand ist gezwungen, mir zu antworten, daher lasst es in dem Fall bitte einfach.

Ich studiere und habe seit dem 5. Semester keine Unterstützung mehr, bis auf eine kleine Waisenrente. Die Einnahmen durch diese decken sich aber 1:1 mit den Kosten, die meine Krankenkasse verursacht. Kindergeld erhalte ich nicht mehr -> ü24. Ich habe nie einen Studiengang gewechselt o.ä. und auch noch keine Ausbildung beendet, sondern hatte diverse Probleme, s.u.

Mein BaföG-Höchstsatz wurde mir natürlich gestrichen, weil ich den Leistungsnachweis nicht erbringen konnte - aber nach dem Warum hat keiner gefragt, obwohl ich meinen Therapeuten von der Schweigepflicht entband und meine Probleme zusammenfassen ließ und sein Attest ans Amt schickte! Im Gegenteil, stattdessen laufe ich noch Gefahr, den Betrag voll (!!!) zurückzahlen zu müssen, und das auf einen Schlag, wenn rauskommt, dass ich deren Ansicht nach "nicht hinreichend studierfähig" war. Die können Geld zurückfordern - aber ich kann nicht rückwirkend Sozialhilfe beantragen, obwohl ich nachweisen kann, zu der Zeit krank gewesen zu sein. Ich habe nicht vier Semester nix gemacht, sondern ich habe auch Klausurzulassungen - aber eben Klausuren nicht geschrieben. Und nicht mich in dieser Situation eingerichtet, sondern genau deshalb mit meiner Therapie begonnen. Dass man mir nicht unhinterfragt zehn Semester lang Geld in den Popo schiebt, kann ich natürlich nachvollziehen, aber es ist so lächerlich, dass man selbst mit Attest nicht um die 50% herumkommt.

Die Fächer, die ich studiere, sind nicht falsche, sondern genau die richtigen für mich. Ich blühe in beidem auf und ertrage es nicht, wenn Leute meinen, dass man an der Dauer meines Immatrikuliertseins meine Eignung ablesen könne. Immer dieses Missverstandenwerden - im 5. und 6. habe ich komplett 20h/Woche für den Mindestlohn im Callcenter gearbeitet, als hochgradig soziophober Mensch. Ich kam nach Hause und habe mich selbst verletzt, weil ich mit dem Stress partout nicht klarkam. Nebenbei studieren? Wie, wenn ich gedanklich permanent bei der Angst vor meiner nächsten Arbeitszeit bin?

In diesem Moment habe ich einen grippalen Infekt, wahrscheinlich wieder eine Bronchitis. Will so morgen auf gar keinen Fall zur Arbeit - aber MUSS. Wenn ich nicht arbeiten gehe, gibt es keine Engeltfortzahlung im Krankheitsfall seitens des Arbeitgebers, da kurzfristig angestellt und nur wochenweise beschäftigt. Und da ich bei der Krankenkasse studentisch versichert bin, springt in dem Fall auch nicht die Krankenkasse ein. Es gibt also kein Geld. Eine Verschlimmerung meiner finanziellen Misere ist damit vorprogrammiert.

Aber für Medikamente habe ich auch kein Geld mehr. Mein Konto ist mit 500€ im Minus, bekomme erst Mitte des Monats wieder Geld. Trage seit Monaten kaputte Kleidung, meine Unterwäsche löst sich auf, weil einfach das Geld für Neues fehlt. Wenn ich bei Lidl Pfand wegbringe und den "Tafel"-Button sehe, werde ich wütend. Denn in unserer Stadt sind Studenten von Unterstützung durch Tafeln ausgeschlossen, ob sie nun mit ihrem Einkommen überhaupt so viel wie ein "nachweislich Bedürftiger" haben oder nicht! Sorry, aber das würde ich nicht einmal unterstützen, wenn ich es mir leisten könnte.

Ansonsten habe ich (neben Studienschulden) einige 1000€ Schulden, die ich aufnehmen musste, um meine Miete zahlen zu können, als ich fast sechs Monate lang trotz ca. 250 Bewerbungen keinen Job fand. Dann habe ich noch einige psychische Wehwehchen, u.a. chronische Depressionen, eine Sozialphobie und eine PS. Summa summarum eine nicht einfach zu koordinierende Situtation. Der Großteil meiner Familie ist tot, auch von da gibt es keine Unterstützung. Freunde, die vielleicht mal unterstützen könnten, habe ich auch nicht. Ich habe nahezu keine Kontakte.
Und natürlich lässt mich auf der Beitragsservice nicht in Ruhe. Dass ich sechs Monate nur 140€ Gesamteinkommen hatte, interessierte nicht. Ich soll bis zum x.x. bitte trotzdem 150€ o.ä. blechen.

Termin bei der Schuldnerberatung ist auch gemacht, dauert aber noch, bis der stattfindet (Januar). Bis dahin werde ich wohl erst mal wieder was mit einem Inkassoverein vereinbaren müssen, um mir den GV vom Hals zu halten. Wieder mindestens anderthhalb Arbeitstage, die ich zusätzlich investieren muss. Und ich weiß, dass man bei Vorhandensein einer finanziellen Misere und Inkenntnissetzung des Gläubigers von dieser Inkassokosten nicht bezahlen muss - aber dann muss ich den Besuch eines GV tolerieren. Dann gehe ich lieber noch mehr arbeiten.

Sollte es wirklich dazu kommen, dass ich aus Geldmangel mein Studium abbrechen muss, ist Ende. Ich habe mir nicht trotz widriger familiärer Umstände und gewaltiger psychischer Probleme meinerseits, deretwegen ich einmal die Schule abbrach, den Hintern aufgerissen, um als erste Abiturientin in meiner Familie meinen Traum vom Studieren realisieren zu können, schlussendlich aber doch in ALG II zu enden.

Auch wenn wahrscheinlich auch hier wieder der allgemeine Tenor sein wird "unterbrich dein Studium, mach eine Therapie! (ich BIN in Therapie, und auch mein Therapeut rät mir dringend vom Studienabbruch ab! aber gegen eine Zwangsexmatrikulation wegen Nichtbezahlens von KK oder Semesterbeitrag kann ich mich kaum wehren!) Dir geht's einfach zu gut, weil du in Deutschland aufgewachsen bist, Studieren ist Luxus, nicht jeder muss studieren!", so möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich die Schnauze langsam gestrichen voll habe. Ich möchte hier niemanden persönlich angreifen, aber es macht mich maßlos wütend, wenn ich sehe, was für ein Mist gefördert wird, während man mir nicht einmal mein grundgesetzlich verankertes Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum zusprechen möchte, bekomme ich Hass. Hätte man mich nicht mit 10 (trotz nachgewiesener "intellektueller Hochbegabung"...) auf eine Hauptschule geschickt, sondern auch nur durchschnittlich gefördert, wäre ich zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich bereits mit meinem Studium fertig. Wollte schon als Kind unbedingt studieren, gerne auch früher als allgemein vorgesehen - aber, lasst mich raten, "das Leben ist kein Ponyhof". Na ja, zumindest nicht für alle einer, Päckchen, die man mit sich rumträgt, sind eben doch unterschiedlich schwer und groß. Heftig, dass selbst in einem Land mit einer vermeintlich ausgeprägten Sozialgerechtigkeit die Unterstützung früh ein jähes Ende findet.

Und ich studiere nicht Geschichte oder Sozialwissenschaften, sondern Fächer, mit denen ich auch in der freien Wirtschaft recht aussichtsreich etwas Sinnvolles leisten könnte (nichts gegen Geschichte, wollte ich ursprünglich selber studieren).

Gibt es wider meine Erwartungen vielleicht doch noch IRGENDEINEN Strohhalm, an den ich mich klammern könnte? Immerhin sind hier ja Fachleute unterwegs. Mein Idealismus will den Gedanken, dass all mein bisher erworbenes dahingehendes Wissen wirklich den Tatsachen entspricht, einfach nicht tolerieren.

Ich arbeite, so viel ich kann. Lande unterhalb des Existenzminimums, trage Rundfunkgebühren, Krankenkasse, Miete etc. selbst, alle sechs Monate wird der Semesterbeitrag von knapp 300€ fällig. Bald geht es nicht mehr.

Vielen Dank!
 

Kerstin_K

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#2
In diesem Moment habe ich einen grippalen Infekt, wahrscheinlich wieder eine Bronchitis. Will so morgen auf gar keinen Fall zur Arbeit - aber MUSS. Wenn ich nicht arbeiten gehe, gibt es keine Engeltfortzahlung im Krankheitsfall seitens des Arbeitgebers, da kurzfristig angestellt und nur wochenweise beschäftigt.
Ich würde mal an der Stele ansetzen. Das kommt mier sehr seltsam vor. Hast Du immer nur einen Arbeitsvertrag für eine Woche?
 

Liska

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#3
Ja, ursprünglich auch nur Tagesverträge. Zahle daher auch erhöhte Steuern, das Geld bekomme ich zwar zurück, aber es fehlt mir jetzt...
Das Problem ist - klar kann ich den AG anschwärzen, vielleicht ist das nicht rechtens. Aber was mache ich dann? Dann werde ich nicht mehr eingestellt, habe und finde wieder keinen Job und gerate noch weiter in die Überschuldung und vielleicht sogar Strom- oder Wohnungslosigkeit.
Und wenn ich nicht kurzfristig beschäftigt würde, könnte ich auch in die Rentenversicherung einzahlen - noch mal 10%, die von meinem sehr niedrigen Einkommen abgehen.
 

Zeitkind

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#4
Herzlich Willkommen im Forum. :welcome:
Gibt es wider meine Erwartungen vielleicht doch noch IRGENDEINEN Strohhalm, an den ich mich klammern könnte?
Kein schönes Thema für den 1. Advent. Aber lassen wir uns nicht vom Hochglanz der Scheinheiligkeit irritieren.
Deine Verzweifelung ist nachvollziehbar und Dein zäher Kampf bewundernswert.
Es ist gut, daß Du Dich in Deiner Not überall hinwendest. Aber ich fühle mich bei diesem Paket schon etwas hilflos.

Ich habe den Beitrag mehrmals gelesen, um Ansätze zu finden, welche Dir wirklich helfen könnten.
Da ich mich mit dem Umfeld der Studierenden nicht so auskenne, stellt sich mir als erstes die Frage,
ob es denn nicht Netzwerke an den Studieneinrichtungen gibt, in welchen man sich dort gegenseitig unterstützt.
Ich kann mir so nicht vorstellen, daß Du als einziger Student mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen hast.
Meine Erfahrung hat gezeigt, daß ich einer Not durch Vernetzung und Ausbau von Kontakten am wirksamsten begegnen konnte.
Was die finanzielle Situation betrifft, so hast Du ja wenigstens schon mal die Schuldnerberatung ins Boot geholt.
Da fällt mir der Gedanke ein, ob nicht die Wandlung Deines Konto in ein P-Konto mit Pfändungsschutz sinnvoll wäre.
Desweiteren frage ich mich, warum Du bei dieser finanziellen Not nicht von der GEZ-Gebühr freigestellt bist.
Ich würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um den Befreiungsanspruch durchzusetzen.
Studis-Online wirst Du sicher schon kennen.
Hinsichtlich der Kostensenkung könnte man vielleicht den Umzug in eine WG in Erwägung ziehen.
Ich weiß, wie schwer es wäre, die mühsam erkämpfte eigene Bude aufzugeben. Nicht jeder kann in einer WG.
Aber vielleicht wenigstens während der Studienzeit - als Kompromiß zum Erreichen des Zieles.
Es sind nur Vorschläge und ich hoffe derer kommen noch bessere von den Mitlesern.
Für die nächsten Tage erstmal: Gute Besserung :icon_wink:
 

Seepferdchen

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#5
@Liska

nur mal einen Gedanken zu deinem Problem.............

Sollte es wirklich dazu kommen, dass ich aus Geldmangel mein Studium abbrechen muss, ist Ende
Hast du auch mal bei dir in der Uni die Asta angesprochen, hier kümmert man sich um die gesetzlichen Aufgaben aber auch um die sozialen Belange der Studierenden.
Die Angebote der Asta können von Uni zu Uni etwas unterschiedlich sein.

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vidar

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#6
Moin @Liska,

So bedauernswert deine Vita auch ist, im Grunde genommen ist trotzdem jeder erst einmal selbst für sich mit allen seinen Handlungen verantwortlich. Du erhoffst dir hier im Forum Hilfe schreibst aber gleichzeitig, dass es wohl doch keinen Sinn macht deine Probleme hier zu erörtern. Irgendwie passt das nicht zusammen. Dass du bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen hast, sofern du über das BaföG gefördert werden möchtest, sollte dir im Vorwege bereits bekannt gewesen sein. Die Einreichung von Leistungsnachweisen ist hier nun mal auch für dich verpflichtend. Wenn du es nicht schaffst dich auf Klausuren vorzubereiten, und deshalb einfach mal zu den Klausurterminen fernbleibst, dann solltest du wirklich dein Studium überdenken. Auch die UNI ist kein Ponyhof.

Dein bisheriges „hin und her bzw. heute mal so morgen mal so“ bringt dich keinen Schritt weiter. Ich kann jedenfalls bisher bei dir kein auf Ziel gerichteten beruflichen (Studium) Werdegang erkennen. Was du brauchst sind Regeln, deren Einhaltung nicht nur kontrolliert sondern auch überwacht werden. Empfehlenswert wäre es hier, wenn du eine Person an deiner Seite hättest, die dich entsprechend coachen könnte. Deshalb, auch wenn es dir nicht behagen sollte, würde ich an deiner Stelle erst einmal eine Berufsausbildung beginnen. Wenn du diese dann erfolgreich absolviert haben solltest, kannst du ja immer noch ein Studium beginnen, welches im Zusammenhang mit deinem Beruf steht.
 

Liska

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#7
Danke für eure Antworten.

Wohne schon nicht alleine, meine Miete ist so günstig, dass es günstiger kaum geht, wenn ich nicht gerade ein 5qm-Zimmer bewohne.
Stimmt wohl, was den Beitragsservice angeht. Wie erwirke ich mir eine rückwirkende Befreiung? Muss ich dazu erst um einen widerspruchsfähigen Bescheid bitten? Problem ist eben, dass ich extrem chaotisch bin. Ich habe keine Nachweise über meine Einkommen und müsste bei JEDEM AG, bei dem ich in dem Jahr gejobbt habe, nachträglich Unterlagen verlangen. Als
bezöge ich Leistungen von denen... das sind Späße, die man mit körperlich UND psychisch fitten/hinsichtlich ihrer Zeiteinteilung nicht eingeschränkten Leuten machen kann.

Und na ja, dass ich noch nicht weiß, was ich mal machen möchte, liegt wohl auf der Hand. Mit meinen beiden Studiengängen lässt sich verdammt viel machen :wink:
 

vidar

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#8
...dass ich extrem chaotisch bin.
Genau das ist dein Problem. Du bist einfach nicht in der Lage dich selbst zu organisieren und zu disziplinieren. Deshalb benötigst du auch kurzfristig jemand, der/die dich zum Erreichen deiner selbstgesteckten Ziele eine gewisse Zeit begleitet. Über deine selbst zu verantwortenden finanziellen Probleme erspare ich mir einen Kommentar. Darüber haben dir ja im Forum bereits einige Anwesende genügend Hinweise gegeben. Zumindest hast du genügend Ansätze erhalten, wie du dich ggf. aus deiner misslichen Lage befreien könntest. Jetzt ist einfach nur noch dein Handeln erforderlich!
Und na ja, dass ich noch nicht weiß, was ich mal machen möchte, liegt wohl auf der Hand. Mit meinen beiden Studiengängen lässt sich verdammt viel machen :wink:
Gut und schön! Dann setz dich auf den Hosenboden und beweise es dir selbst, dass du auch fähig bist zielgerichtet etwas allein zu erreichen. Mit nur Reden ohne Taten, kommst du jedenfalls nicht weiter.
 

Gaestin

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#9
@Liska
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hier müsste irgendwo Hilfe zu haben sein.
Was ist denn das Studienfach, das dann sofort zu einer Stelle führen würde? Bitte angeben.
 
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#10
Hallo Liska,

Deine Probleme und Sorgen kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich war selber schon in dieser Situation. Leider muss ich aber auch sagen, dass Du an Deinem "Chaos" arbeiten müsstest.

Ich weiß, dass das sehr schwer ist. Einerseits ist man mit seiner Erkrankung beschäftigt, andererseits muss man sich auch noch aufs Studium konzentrieren und sich dafür Studienbedingungen schaffen. Ach ja, und in seiner "Freizeit" dann auch noch arbeiten gehen.

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass man sich von Ämtern etc. keine "Beratung" erhoffen braucht. Traurig, aber wahr.

Das Hauptproblem ist, dass es für Studenten - außer Bafög - im Grunde keine staatlichen Unterstützungsmöglichkeiten gibt. Ich war bei der Suche jedenfalls noch nicht sehr erfolgreich. Es mangelt allein schon an Stellen, die überhaupt für einen zuständig sind...

Du bekommst ja kein Bafög, da Anspruch untergegangen? Hast Du dann schon Wohngeld beantragt? Das erhält man als Student, sobald man nicht mehr bafög-berechtigt ist.

Es wurde Dir ja schon empfohlen, Dir einen "Lotsen" zu suchen, der Dich erstmal etwas begleitet. Dazu könntest Du Dich an den Behindertenbeauftragten Deiner Uni wenden. Dort könnte man Dir jedenfalls dabei helfen, verbindliche Pläne auszuarbeiten, wie Du Dein Studium fortbetreiben wirst. Eigentlich sollte man Dir von dort auch dabei behilflich sein, wenn es im Rahmen von Nachteilsausgleichen an Verlängerung der Studienzeit etc. geht.

Deine Geschichte ist einfach sehr komplex. Kenne ich von meiner... Da ist es sehr schwer, irgendwo anzufangen.

Liebe Grüße,
 

MaKiW

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#11
Neben den von den anderen bereits genannten Optionen "Studienberatung", "Wohngeld" und "Berufsausbildung" kommen auch noch "Stipendium" (nein, dafür muß man kein absoluter Überflieger sein) oder - bei entsprechendem Studienfortschritt - "Studienabschlußdarlehen" in Frage.

Falls Dein Studiengang von der Fernuni Hagen (index - Studienangebot) angeboten werden sollte, könntest Du überlegen, dorthin zu wechseln, und zwar als Teilzeitstudentin. Dieser Status hat den Vorteil, daß Du nach außen dokumentierst, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Dies wiederum ist Voraussetzung für den Bezug von Alg2.

Ja, ich weiß, niemand reißt sich darum, beim Jobcenter vorzusprechen. Aber wenn das wirklich "dein" Studiengang ist, wäre es zumindest einmal eine Überlegung wert.
 

noillusions

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#12
Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass man sich von Ämtern etc. keine "Beratung" erhoffen braucht. Traurig, aber wahr.
Heute ist deren Aufgabe Leistungsgewährung zu verhindern oder Gelder einzutreiben.
verbindliche Pläne auszuarbeiten, wie Du Dein Studium fortbetreiben wirst.
Das nützt was? Erinnert mich irgendwie an EGV...
kommen auch noch "Stipendium" (nein, dafür muß man kein absoluter Überflieger sein) [...] in Frage.
Bedingungslos gibt es das auch nicht, und dass diese anderen Bedingungen als "Überflieger sein" leicht zu erfüllen sind bezweifle ich.
 

Liska

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#13
Studienabbruch zum Absolvieren einer Berufsausbildung ist wie eingangs erwähnt keine Option. Da läge für mich der Suizid näher. Danke, aber darauf werde ich auch nicht weiter eingehen.
Eine Notvariante wäre aber, dass ich eins meiner beiden Fächer vergesse, mich auf das andere konzentriere und damit ein Fernstudium absolviere. Oder ein FH-Studium der Informatik, ohne die ganze Theorie muss man wohl weniger tun...

Natürlich habe ich auch vor einem halben Jahr beim JC nachgefragt. Komme selber aus einer Familie, deren Mitglieder nicht selten zumindest phasenweise in ALGII hingen. Habe auch mit ALGII mein Abi gemacht. Aber dort sagte man mir eben auch, was ich eben anhand meiner Recherchen bereits gewusst hatte - Studium abbrechen, dann ist meine Grundsicherung gewährleistet.

Meine Miete ist zum Glück so gering, dass Wohngeld nicht viel brächte. wenn ich es denn erhielte. Laut Rechner habe ich aber keinen Anspruch.

Habe nun eine psychiatrische Klinik angeschrieben, die mir hoffentlich jemanden zuteilen kann, der mich und die Erfüllung meiner Verpflichtungen dann ambulant betreut. Gibt es hier in der Nähe.

Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass mich im 7. Semester noch irgendjemand mit einem Stipendium fördern möchte.

Ach, und noch ein Punkt, der mich wütend macht, den ich eben vergaß weiter auszuführen; ich kann es ABSOLUT nicht nachvollziehen, dass man mir 0 Unterstützung gewährt, wenn ich bereit bin, >=15h/w zu arbeiten. ...wenn ich nachweislich binnen weniger Monate ca. 250 Bewerbungen einzeln verfasst und abgeschickt habe, von denen ich die meisten nachweisen kann, davon kann, ohne dass ich hier jemanden beleidigen möchte, der durchschnittliche ALGII-Empfänger nur träumen.

Aktuell läuft das Studium auch ziemlich gut, aber mehr als 80% laufen im Selbststudium ab. Habe jemanden, der mir beim Lösen von Aufgaben Unterstützung zukommen lässt. Sollte ich alle Klausuren bestehen, hätte ich innerhalb eines Semesters ein Drittel aller von mir zum Abschließen des Studiums benötigten CP inkl. Bachelorarbeit geschafft. Damit hätte ich jedenfalls genug CP für den Bildungskredit, der meine unmittelbar zurückzuzahlenden Schulden ausgleichen würde.

Was ich damit primär sagen möchte - die Zeit zum Arbeitengehen nebenher war und ist da. Ich bin nervlich belastet, wäre das bei 15h aber weniger, als ich es bei 20 bin. Und ich würde mir idR den Großteil meines Studiums selbst finanzieren und nur im Notfall auf Unterstützung zurückggeifen.

Notfalls würde ich das Studium hinten anstellen, könnte es aber immerhin weiterführen. Meine Fächerkombi ist nämlich eher unkonventionell und gibt es auch an keiner Fernuni, und ich würde sie nur extrem ungerne ändern bzw. mich auf eines von beidem beschränken. Das Studium ist durchaus mein Traumstudium.

Dass man nur 15hArbeit/Woche voraussetzt, mir, die zur Deckung des Lebesunterhalts inkl. aller für ALGII-Empfänger idR nicht relevanten Posten wie GEZ und Krankenversicherung 20h/Woche und damit noch mal deutlich mehr arbeiten muss, aber dennoch jedwede Unterstütung in NOTFÄLLEN verweigert, weil ich immatrikuliert bin (toller Luxus!), ist mir absolut unverständlich. Es ist NICHT so, als wäre ich nicht bereit, nebenher zu arbeiten. Erkrankungen hin oder her.

Und dass bei Vorliegen studierfähigkeitseinschränkender chronischer Erkrankungen (mein Therapeut meint, ich könnte mir eine 50%ige Behinderung attestieren lassen) bzw. Behinderung nicht einmal bei Vorliegen eines Behindertenausweises zumindest für einen gewissen Zeitraum Sozialhilfe greift, ist für mich ebenso unvorstellbar.

Und dass man bei falscher Einschätzung seiner Studierfähigkeit dahingehend bestraft wird, dass man NIE WIEDER BaföG beziehen kann und Gefahr lauft, den Betrag in seiner Not komplett zurückzahlen zu müssen, wenn man weniger als 50% der von Gesunden geforderten 50% erbracht hat, sondern ins stupide Malochen bzw. eine Berufsausbildung oder ALGII-Bezug gedrängt werden soll, UNGEACHTET des Werdegangs und der Konstitution, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
...so vieles, ich krieg' das Ko*zen.
Und nein, das lässt sich für mich nicht ansatzweise hinreichend relativieren, um legitimerweise sagen zu können, ich hätte das ja alles im Vorhinein gewusst und hätte danach arbeiten müssen! Es geht mir nicht um den Istzustand, sondern einen möglicherweise deutlich besseren! Werde das daher auch nicht weiter diskutieren.

Und zu den Stipendien - es gibt Waisenstipendien, aber nicht an meiner Uni. Es gibt Begabtenstipendien, eine "hohe Begabung" wurde mir ja attestiert, aber auch die verlangen entsprechende Leistungen. Es gibt Arbeiterkinderstipendien, aber auch da wird im 7. Semester ein höheres Maß an erbrachter Leistung erwartet. Na ja, vielleicht nächstes Semester, WENN alles klappt wie geplant und eine Überschreitung der Regelstudienzeit, die in meinem Studiengang im Schnitt nicht eingehalten wird, toleriert wird...
 
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Katzenstube

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#14
Hallo Liska,

es wurde hier schon hinreichend erwähnt, dass die Jobcenter/Agenturen für Arbeit mehr dem Zweck dienen Menschen die Leistungen zu verwehren als zu helfen. Ich denke, die meisten, die in den letzten Jahren zu einer Berufstätigkeit gekommen sind weil sie wechseln mussten (haben das aus Eigeninitiative bewirkt) egal, ob 15, 30 oder 40 Stunden.

Ich bin berufstätig (war aber kurzzeitig nach dem Tod meines Arbeitgebers) ALG1 Empfänger. Nur extreme Eigeninitiative hat mich in einen neuen Job gebracht. Das im hohen Alter und in einem überlaufenen Beruf (kfm.). Heute kann nur jeder eigene etwas bewirken - Hilfeleistungen, so empfand ich es - gibt es keine mehr.

Es wäre schön, wenn die psychiatrische Klinik Kapazitäten für Deine Unterstützung frei hätte. Darauf verlassen würde ich mich nicht. Denn die meisten, die psychische Erschwernisse haben, kämpfen lange um Unterstützung. Besuchen Psychater und finden dann (mit viel Glück) einen helfenden Psychotherapeuten der dabei hilft selber aktiv zu werden. Hilfe zur Selbsthilfe findet sich in manchen Fällen.

BAFÖG wie ALG 2 wird aus öffentlichen Geldern bezahlt. Wer Anspruch auf diese Gelder hat, erhebt oder wie auch immer ich das definiere, der gibt seine Grundrechte ab (so empfand ich meine ALG1 Zeit) Warum hat es bei so vielen Bewerbungen nicht mit einem Job geklappt?

Du siehst also ALG2 Bezieher in einer besseren Postion weil sie GEZ und anderes finanziert bekommen? Auch ALG2-Bezieher "Es geht mir nicht um den Istzustand, sondern einen möglicherweise deutlich besseren! " haben Deine Meinung und kämpfen oft mit Bärenkräften darum dieses zu erreichen. Und manche schaffen es! Vielleicht mit ganz kleinen Schritten, vielleicht mit minimal mehr Geld als ALG2 --- oder sogar weniger --- aber weil diese Menschen selbständig starten haben und entwickeln sie vielleicht Chancen.

Wir sind nicht mehr in einer Gesellschaft in der Rücksicht genommen wird - durch mein hohen Alter kannte ich diese Zeiten noch! Das ist vorbei!!! Du schreibst von einer großen Menge an Bewerbungen - auch wenn Dein Studium erfolgreich absolviert wurde ist Dein Kampf dann immer noch nicht vorbei. Dann geht selbiges nämlich los im Bereich einen Anstellungsvertrag zu finden. Auch hier wirst Du alles aus Eigeninitiatve bewegen müssen, vermute ich. Frag doch mal die Akademiker hier, und da gibt es einige, wie die Jobsuche für diese ist.

Ich will Dir erzählen von meiner Freundin, die lange als Krankenschwester arbeitete und dabei ihr Kreuz zerbrach. Über Fernstudium erarbeite sie sich - mit weiterer Arbeit im ambulanten Dienst - die Kosten für das Studium zum Sonderpädagogen. In diesem Bereich ist sie nun beruflich tätig. Auch sie wäre nicht unterstützt worden und musste sich entscheiden zwischen einer ganz harten Zeit des Studiums - und somit jetzt einem guten Verdienst - oder dem gesundheitlichen Aus in der Krankenpflege. Sie muss auch kein schlechtes Gewissen haben nun einen gut dotierten Job zu haben weil sie eben GEZ und anderes selber finanzierte. Letztendlich kann ein Studium der Weg zu einem gut bezahlten Job sein - diese gute Bezahlung erhält derjenige, der durchhält. Und er behält diese für sich und muss nichts davon abgeben. Kein Vergleich also zum normalen ALG2-Empfänger, der oftmals auf Grund hohen Alters und Krankhei bereits von den Jobcentern auf die Looser-Liste gesetzt wurde.

Gruß von Katzenstube
 

vidar

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#15
Moin @Liska,

ich werde es mir mal wieder erlauben dein Problem neutraler zu betrachten. Du schreibst hier, dass du (künftig) keine finanzielle Unterstützung durch die Allgemeinheit erhältst. Was soll das, du hast über 2 Jahre BaföG erhalten. Wenn du aber meinst, dich nicht an Richtlinien halten zu müssen und die Nichteinhaltung dieser auch nicht vermagst so zu dokumentieren, dass du hierdurch entlastet wirst, dann hast du dies auch selbst zu verantworten. Insofern sehe ich es als durchaus gerecht an, wenn dir der Zugang einer Förderung nach dem BaföG nicht nur eingeschränkt sondern auch versperrt wird.

Hinsichtlich deines, was auch immer, Studiums kann ich weiter nicht genau erkennen, was du überhaupt willst. Mal willst du dein Studium der momentanen 2 Fächer (um welche es sich hierbei handelt, hast du leider noch nicht mitgeteilt) fortführen, mal auch hinten anstellen, mal spielst du mit den Gedanken eines Fernstudiums der Informatik. Dieses auch nur deshalb, weil es für dich leichter erscheint, hier einen FH – Abschluss zu erzielen.

Dein kontinuierliches hin und her ist so was von kontraproduktiv. Du schreibst hier meistens nur im Konjunktiv. Wie wäre es denn, wenn du jetzt mal damit beginnen würdest dich auch mal Indikativ auszudrücken.

Auch durch deine Aussage "Ich würde eher eine Suizid betreiben bevor ich eine Berufsausbildung beginnen würde“ kommt es mir eher vor, als wenn ich ein trotziges Kind vor mir habe, welches permanent auf dem Boden stampft, um ja auch das zu bekommen was es will.

@Liska wach bitte auf und schaue endlich auch mal über den Tellerrand. Über das wie, wodurch, womit … du dir selbst zu helfen vermagst, hast du sicherlich genügend Vorschläge hier erhalten. Tue dir selbst den Gefallen, und fang langsam damit an und realisiere auch einige davon.
 

berndmeier

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#16
lisa braucht keine lebensweisheiten, sondern hilfe, ich finde es immer wieder so wie Lisa es schon sagt, echte hilfe will keiner geben sondern nur dumme antworten
 

vidar

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#18
Super Feststellung! Welchen Beitrag möchtest du neben deiner kurzen Einschätzung zusätzlich noch leisten, um @Liska mit/bei ihren Problemen behilflich zu sein?
Inkorrekte Analyse deinerseits! Anscheinend hast du den Faden nicht komplett gelesen. Was sie aber ausschließlich braucht ist eine realistische sofortige Hilfe zur Selbsthilfe und kein permanentes Bedauern ihrer prekären Situation. @Liska dürfte mittlerweile auch alt genug sein, um nicht noch weiterhin mit dem Samthandschuh angefasst werden zu müssen.
 
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Katzenstube

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#20
er https://www.elo-forum.org/alg-ii/189602-arge-stellt-zahlung-weil-arbeitgeber-weigert-kuendigen.html auch!

Hallo Bernd Meier. Natürlich hast Du Recht! Aber wenn nicht durch private Hilfsmöglichkeiten zum Gegen der finanziellen Misere kommen kann, woher denn dann? Es wurde von einigen Vorschreibern von mir eine Portion Hilfshinweise gegeben, mehr ist nicht möglich, außer eben Spenden.

Oder die Hilfe von Institutionen (wurden ja schon aufgezählt) oder einem Psychotherapeuten, der versucht Chaos in Ordnung und somit in ergebnisorientiertes Handeln umzusetzen.

Es ist nun mal leider so, wenn ein Kind in den Brunnen gefallen ist, kann man/frau es nicht auf die Erde zaubern, auf der der Brunnen steht. Will sagen, jeder, aber auch jeder Schritt benötigt Zeit und wenn kein Geld da ist zum überleben... dann helfen nur die "Spenden".

Glaub mal nicht, dass ich diese Gesellschaft toll finde - siehe auch mein Beispiel am Anfang des Beitrages (da ist nämlich jemand schon in den Startlöchern gewesen und rauskatapultiert). Aber es ist so und es hilft jedem - egal ob Akkademiker oder Hartz4 nur die eigene Kraft.

Gruß von Katzenstube
 

vidar

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#21
Tolle Aussage, was meinst du wohl wie viele Leute hier nwesend sind, die mit ihren geringen Sozialleitungen mehr recht als schlecht über die Runden kommen müssen, ohne gleich hier das Jammern anzufangen. Es gibt sicherlich auch Personen hier, die durch ihre (ehemaligen) hohen Schulden lange zu Leiden hatten. Die Leute haben sich dann bestimmt auch um externe Hilfe bemüht, um aus der Schuldenspirale raus zukommen. Nur von allein läuft gar nichts, man muss schon mit Hintern hoch kommen, wenn man etwas erreichen möchte.
 
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berndmeier

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#22
aber die Lisa macht schon mehr als sie eigendlich kann, ich finde sie kämpft sich schon fast zutode, weil sie keine alternative sieht,
sie will bestimmt keine spenden, sondern ja hilfe zur selbsthilfe
 

berndmeier

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#24
ich würde ihr am liebsten sagen zahle nur das was du wirklich musst also keine GEZ oder KK, die sollen sich hinten anstellen
 

Gaestin

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#25
Inkorrekte Analyse deinerseits! Anscheinend hast du den Faden nicht komplett gelesen. Was sie aber ausschließlich braucht ist eine realistische sofortige Hilfe zur Selbsthilfe und kein permanentes Bedauern ihrer prekären Situation. @Liska dürfte mittlerweile auch alt genug sein, um nicht noch weiterhin mit dem Samthandschuh angefasst werden zu müssen.
also, ich habe einen Vorschlag. Sofern das Studienfach Informatik ist, zum Beispiel, wir wissen es nicht, sofern ein Fachhochschulstudium möglich wäre, sollte sie sich erkundigen, ob es in ihrer Nähe ein berufsintegriertes Studium an der Fachhochschule gibt. Die laufen einen Nachmittag, einen Abend und Samstags, damit Leute, die arbeiten, nur einen Nachmittag in der Woche freigestellt werden müssen. Da könnte sie etwas arbeiten, um ihre Kosten zu decken und hätte die Möglichkeit, einen Abschluss zu machen. Geht natürlich nur, wenn wir wissen, welchen Abschluss in welchem Fach für sie ginge.
Die Fernuni in Hagen vergibt auch "Stipendien", d.h. Erlass
der Studiengebühren. Sie hat sehr viele Möglichkeiten hier aufgezählt bekommen, wo sie fragen könnte.
Sie hat also 250 Bewerbungen herausgeschickt, von denen ALGII Empfänger nur träumen könnten. Für welche Art von Stellen? Und warum muss man die Mit-Leidenden so abqualifizieren?
 

noillusions

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#27
Studienabbruch zum Absolvieren einer Berufsausbildung ist wie eingangs erwähnt keine Option. Da läge für mich der Suizid näher. Danke, aber darauf werde ich auch nicht weiter eingehen.
Boah, sehr kompromisslos! Bei den vielen Studienabbrechern im Mint-Bereich gäbe es ja ein Massensterben, wenn jeder so wie du dächte.
Vom Gefühl her finde ich es allerdings auch falsch, dass Studenten mit vergleichsweise hohem Risiko in die Zukunft starten.
Eine Notvariante wäre aber, dass ich eins meiner beiden Fächer vergesse, mich auf das andere konzentriere und damit ein Fernstudium absolviere. Oder ein FH-Studium der Informatik, ohne die ganze Theorie muss man wohl weniger tun...
Zu meiner Uni-Zeit wurde ich mit leuchtenden Augen von Kommilitonen angeschaut selbst für mäßig gute Noten bei Mathematik-Scheinen. Ca. die Hälfte schaffte gar keine solchen Scheine und ein paar Prozent Hochbegabte hatten wirklich scheinbar kaum Schwierigkeiten. Das ist keine Schande wenn das nicht läuft.
Auch ich hatte erst nach drei Semestern die Scheine der ersten beiden Semester geschafft, weil das echt ein Sprung ins kalte Wasser war. Man sah sich fast gesammelt wieder im dritten Semester.

Ach ja, wo du schreibst "ohne die ganze Theorie muss man wohl weniger tun..." - die meisten Kommilitonen damals und auch ich die so mäßig durchkamen dort haben eher viel getan.

Meiner Meinung nach schreibst du dir deine Lage aber zu schön. In deiner Verfassung willst du noch nebenher arbeiten, obwohl es hakt in deinem Studium.
Wahrscheinlich unterbrichst du besser dein Studium und kehrst nochmal zurück wenn du in besserer Verfassung bist. Sonst riskierst du noch ein endgültig nicht bestanden, je nach Studienordnung.
 

Helga40

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#28
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ich würde ihr am liebsten sagen zahle nur das was du wirklich musst also keine GEZ oder KK, die sollen sich hinten anstellen
Keine Krankenkasse, obwohl sie krank ist? Welch toller Tipp. Nach 2 Monaten Beitragsschulden wird seitens der Krankenkasse nur eine Notfallversorgung geleistet. Das wars dann. Ist dir das bewusst?

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aber Sie braucht Geld
Dann gib ihr welches. ALG 2 steht ihr nicht zu, Bafög steht ihr nicht zu und Wohngeld offensichtlich auch nicht, sie dürfte wohl nicht durch die Plausibilitätsprüfung kommen.

Was also soll man ihr sagen, wenn es keine Möglichkeit (außer Studium abbrechen und ALG 2 beziehen oder arbeiten gehen) gibt?!
 
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#29
Habe mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen. Bei Liska scheint die Sache schon seit Jahren sehr verfahren. Mir ist nicht ganz klar, was in der Vergangenheit alles tatsächlich wie beantragt wurde.

1. ALGII
Ist tatsächlich nicht für Studenten gedacht. Aber: bei nachgewiesener Bedürftigkeit kann hier doch ein Anspruch für den nicht-ausbildungsgeprägten Mehrbedarf bestehen (z. B. Ausgaben für Medikamente). Vielleicht kennt sich jemand von euch in dem Bereich aus?

2. Bafög
Auf Antrag kann die Vorlage des Leistungsnachweises zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Liska, Du schreibst, dass Du dem Bafög-Amt ein Attest vorgelegt hast, mit dem Du das erreichen wolltest. Wurde das abgelehnt? Hast Du keinen Widerspruch eingelegt? Bei mir klappte das damals (noch) ganz gut. Kennt sich jemand aus, ob man evtl. noch einen Überprüfungsantrag beim Bafög-Amt stellen kann, sofern hier damals eine Ablehnung erfolgte?

3. Wohngeld
Könnte gut sein, dass ein Anspruch an der Plausibilität scheitert. Auch, wenn das Wohngeld vielleicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist: Ich würde es trotzdem mit einem Antrag versuchen. Ein Onlinerechner kann zwar erste Hinweise geben, aber alle Konstellationen (z. B. Werbungskosten) werden da meiner Erfahrung nach nicht berücksichtigt.

4. GEZ
Meines Wissens nach kann man bei sehr geringem Einkommen Antrag auf Befreiung wegen Härtefall stellen. Selbst habe ich damit noch keine Erfahrung, denn das steht mir noch bevor.

5. Kindergeld

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann bestand die eingeschränkte Studierfähigkeit schon seit Beginn des Studiums. Ich bin mir nicht sicher, wie das ist, wenn man noch keinen Schwerbehindertenausweis beantragt hat. Aber ich bin auch älter als 24 Jahre und erhalte weiterhin das Kindergeld.

Voraussetzung für einen Bezug über die Altersgrenze hinaus ist, dass die Behinderung - abhängig vom Geburtsjahr - vor einem bestimmten Stichtag eingetreten ist UND die Behinderung dafür ursächlich ist, dass das Studium noch nicht abgeschlossen werden konnte. Das Kindergeld dürfte man dann ja sogar (noch) rückwirkend beantragen.

6. Stipendien

Speziell für beeinträchtigte Studenten bieten diverse Stiftungen Stipendien an. Teils auch bei bestimmten Krankheitsbildern:

https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/32500250/_temp_/Stipendienfuehrer.pdf

Eine Recherche und Bewerbung ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Die Stiftungen wollen ja gerade den beeinträchtigten Studierenden finanziell (und teils anderweitig) helfen, auch wenn die schon lange studieren etc.
 
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Helga40

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#30
. ALGII
Ist tatsächlich nicht für Studenten gedacht. Aber: bei nachgewiesener Bedürftigkeit kann hier doch ein Anspruch für den nicht-ausbildungsgeprägten Mehrbedarf bestehen (z. B. Ausgaben für Medikamente). Vielleicht kennt sich jemand von euch in dem Bereich aus?
Medikamente zahlt jeder ALG 2 Empfänger selbst und frei verkäufliche Medikamente gibt es nicht über das JC. Wieso sollte es hier anders sein? Härtefalldarlehen ist nicht, da sie dazu kurz vor Beendigung des Studiums stehen müsste. Davon scheint sie meilenweit entfernt zu sein. Nicht ausbildungsbedingte Mehrbedarfe sehe ich nicht.
 

Katzenstube

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#31
toller Vorschlag. Dir ist aber bewußt, dass in Deutschland Krankenkassenpflicht besteht und Dir ist klar, wie schnell ein medizinischer Notfall entstehen kann. In Sachen GEZ pflichte ich Dir bei - muss aber auch sagen, diese Geschichten können teuer werden. Die Frage ist nämlich, ob oder wann sie mal das Geld haben sollte diese sich summierenden Beiträge zu bezahlen. In Sachen KK ist auch die Frage, die Liska sicherlich schon geklärt habt ob eine Familienversicherung möglich ist, falls die Eltern noch am Leben sind. Auch ein Gespräch mit der KK (auch mit dem Versuch der Stundung oder Studentenrabatt oder was auch immer) ist immer sinnvoll. Manchmal gibt es die irrsten Lösungen - dazu aber muss man verrücktes versuchen. Wer etwas tut kann verlieren - wer nichts tut hat schon verloren.

Ich könnte mir zwar vorstellen, dass ein solcher Schriftverkehr Zeit gewinnt, aber ein paar Monate Zeit schinden, damit dürfte ihr nicht geholfen sein.

Gruß von Katzenstube
 

Helga40

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#32
Wenn sie kein Kindergeld mehr bekommt, ist sie sicherlich über 25 und da sie noch HWR bekommt unter 27. Wenn sie über 25 ist, ist eine Familienversicherung nicht mehr möglich, es sei denn, es tritt das ein, was (k)ein Einzelfall unter 5. geschrieben hat, nämlich, dass festgestellt wird, dass die Behinderung/Krankheit der TE vor dem 25. LJ schon bestanden hat und so massiv ist, dass sie aufgrund dessen ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten kann. Denn dann ist sowohl Kindergeld als auch Familienversicherung wieder möglich.
 

berndmeier

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#33
ich kann dich verstehen, aber ich finde es gut das du dein ziel nicht aus den augen verlierst
 
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#34
@Helga40: Das interessiert mich jetzt selbst. Ich habe hierzu nämlich die Erfahrung gemacht, dass es nicht ganz so "einfach" ist...

KG wird wg. Behinderung über die Altersgrenze gezahlt, wenn die Behinderung ursächlich dafür ist, dass man den Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann.

Gem. Dienstanweisung KG zählt zu diesem "ursächlich für" auch, wenn sich das Studium wg. der Behinderung verzögert.

Das gilt aber nicht für Weiterversicherung in der Familien-Krankenversicherung. Ich habe mich dazu viel beraten lassen. Aber es hieß immer, das Studium sei einer Beschäftigung gleichzusetzen. Würde ich nicht studieren, dann könnte ich - egal was - arbeiten und damit meinen Lebensunterhalt verdienen.

Wieso hier die gleiche Formulierung unterschiedlich "interpretiert" wird, das konnte mir bisher noch niemand erklären. Folge jedenfalls: In dieser Situation KK ja, aber Familienversicherung nein.

Oder habe ich damals vielleicht (mal wieder) falsche Infos erhalten? Gibt es vielleicht doch eine Art Dienstanweisung KG für die KK?
 

berndmeier

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#35
ich habe damals als ich noch jung war
weder Kindergeld
Halbweisenrente
bekommen, weil ich dumm war,
 

vidar

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#36
Mit Verlaub, dieser Spruch geht nun wirklich zu weit! Wenn du meinst, dass du dich hier mit deiner dich selbst disqualifizierenden Aussage über das Thema lustig machen zu müssen, empfehle ich dir ein Forum zu suchen, welches deiner überdurchschnittlichen Intelligenz entspricht.
 
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berndmeier

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#37
Mit Verlaub, dieser Spruch geht nun wirklich zu weit! Wenn du meinst, dass du dich hier mit deiner dich selbst disqualifizierenden Aussage über das Thema lustig machen zu müssen, empfehle ich dir ein Forum zu suchen, welches deiner überdurchschnittlichen Intelligenz entspricht.
dito
 

Liska

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#40
Danke für eure Tipps. Aber mit meiner Überschuldung muss ich in den Semesterferien mehr arbeiten, so dass ich (hoffentlich endlich...) mehr als 8004€ verdiene. Die Einkommensgrenze gilt zwar nicht mehr allgemein, wird ja aber noch als Kriterium dafür, ob jemand länger Kindergeld beziehen kann, angewandt. Von daher fürchte ich, dass das leider keine Option ist. Hat mit Wollen nix zu tun. Und rückwirkend dürfte da auch nix gehen, zumindest nicht bis zu meinem 25. GT, weil der schon anderthalb Jahre her ist. Mit meiner Therapie hatte ich ein Dreivierteljahr zuvor begonnen, meine "Erkrankungen" wurden also mit 24 festgestellt (wobei ich schon Jahre zuvor wusste, was ich habe).
Oder gibt es da etwas, das ich nicht beachtet habe?

Noch 'ne Sache - ich fühle mich noch immer nicht wieder ganz gesund, werde aber kommende Woche so oder so arbeiten gehen müssen. Kann deswegen morgen nicht zum Arzt, weil ich Angst habe, dass er mich krankschreibt. Selbst jetzt weiß ich nicht, von welchem Geld ich im Januar essen soll.
Gäbe es zumindest bei einem Krankenhausaufenthalt IRGENDEINE Unterstützungsform (KK/Arbeitgeber/Staat), die greift und verhindert, dass ich z.B. obdachlos werde, da ich ansonsten stolze 72€ für den Rest des Monats erhielte - oder bin ich auch hier wieder ge*rscht, weil ich immatrikuliert bin?
 

Liska

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#41
War eine starke Erkältung mit Bronchitis und Mittelohrentzündung. Leider ist mir deswegen noch immer schwindlig, wenn ich stehe. Ist eigentlich nicht das richtige Forum, aber hat jemand eine Idee, welche Mittel man da nehmen kann, um doch arbeiten gehen zu können?
 

Seepferdchen

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#42
Leider ist mir deswegen noch immer schwindlig, wenn ich stehe.
@Liska das sollte vom Arzt abgeklärt werden, sowas bitte nicht "auf die leichte Schulter nehmen"! Das kann noch einige Ursachen haben, daher bitte zum Arzt!
 

Liska

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#43
Nein, ich war beim Arzt, wegen meiner Krankschreibung, die ich auch ohne Entgeltanspruch benötigte. Aber wenn ich noch mal krankgeschrieben werde und eine weitere Woche ausfalle, 'face' ich die Obdachlosigkeit, das war kein Scherz. Von daher suche ich nun nach Mitteln und Wegen, wie ich mich irgendwie schnell vitalisieren kann
 

Fabiola

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#46
Vielleich ist erfolgt die Bezahlung ja "Cash in de Tesch" oder besser ausgedrückt über Schwarzarbeit.
Könnte auch eine sog. kurzfristige Beschäftigung sein - da gibts keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
 

Liska

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#47
Kommt ja auf die Länge der kurzfristigen Beschäftigung an.

Aber ja, es ist eine kurzfristige. Ich arbeite tageweise für das Unternehmen, weil mein Minijobarbeitgeber mich wider seine Ansage vor mehreren Monaten weitere Monate nicht für mehr als zwei Stunden pro Woche beschäftigen will.

Jetzt soll ich Flyer in der Innenstadt verteilen, ich bin dem Job weder psychisch noch physisch gewachsen, muss aber wohl Ja sagen :censored:
 

vidar

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#48
Könnte auch eine sog. kurzfristige Beschäftigung sein - da gibts keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Aber nur dann, wenn der Beschäftigungszeitraum jeweils unter vier Wochen gewesen ist. Einen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat man jedoch nach einer vierwöchigen ununterbrochenen Dauer des Arbeitsverhältnisses.
 

doppelhexe

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#49
tut mir leid, vielleicht weiss ich zu wenig über studium usw...

aber eins weiss ich, studieren zu können muss man sich auch leisten können.

wenns MIT studium nicht klappt, dann muss man halt unterbrechen und schauen, ob man nicht iwo mal ne weile arbeitet. jedenfalls dann, wenn man, wie hier geschrieben wurde, nicht mal das geld für miete, KK und futter hat.

ich weiss nicht, ob und wie lange man studium unterbrechen und wieder einsteigen kann. aber in solch (in meinen augen) aussichtsloser lage muss man seine wünsche halt manchmal anpassen...

sorry... ich könnt so nicht leben, geschweige denn in meinen kopf noch wissen prügeln, wie man es mit einem studium tun muss.
 

Liska

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#50
Hallo,

um das alte Thema wiederaufzunehmen und nicht ein neues aufzumachen, hier mal ein "Update":

Studium läuft deutlich besser als noch vor zwei Semestern. Hängt auch damit zusammen, dass ich nun noch anderweitig in Therapie bin und einen regulären Teilzeitjob habe. Auch ist geklärt, dass ich wegen meiner Erkrankungen höchstwahrscheinlich das Kindergeld verlängern lassen kann, so dass mein Vater wieder Anspruch hat.

Weder die Familienkasse noch die Krankenkasse teilt mir mit, ob ich, wenn mein Vater aufgrund meiner Behinderung wieder Kindergeldanspruch für mich hat, auch wieder familienversichert sein kann, wenn ich MEHR als 450€ monatlich verdiene, was eigentlich gegen die Familienversicherung spräche, aber SO WENIG zum Leben habe (inkl. Unterhalt per Kindergeld), dass mein pauschalisierter Lebensunterhalt nicht gedeckt ist (9000€ Jahreseinkommen + RV, Werbungskosten etc.). Nachträgliche Ergänzung: der Kindergeldanspruch ab 25 definiert sich darüber, dass ich durch meine Erkrankungen, die selbstverständlich allesamt bereits unter 25 bestanden, deutlich in Erwerbstätigkeit oder Studium behindert bin und ein Einkommen habe, das - in meinem Fall - unter ca. 12 000€ brutto (inkl. KV) liegt.
Weiß dazu jemand mehr?

Waisenrente erhalte ich mittlerweile nicht mehr, diese lässt sich nicht verlängern.

Aber dafür ergab sich auch, dass ich wegen der Schulden, die ich für meine nackten Lebenshaltungskosten machen musste, nun in die private Insolvenz gehen werde.

Hat jemand da Tipps? Welche Bank eignet sich für ein P-Konto, so dass mir nur geringe Kosten entstehen?
Plane eigentlich die Insolvenzverkürzung über Tilgung von 35% der Schulden + Verfahrenskosten innerhalb von drei Jahren, ob das realistisch ist, wird sich zeigen, hängt eben auch davon ab, wann ich das Studium beende.

Vielen Dank und viele Grüße

Liska
 
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#51
So, nicht viel Zeit, daher kurz und knapp für diejenigen, die es interessiert:

Familienversicherung >25 wegen Unfähigkeit zum Selbstunterhalt sei auch als Student generell möglich, wurde mir von der KK mitgeteilt. Bei mir, die mehr als 450€ verdienen muss, da andernfalls kein Geld zum Leben bleibt, geht es nicht, ich muss so oder so zahlen und notfalls eben auch eine Verschlechterung meiner Symptome in Kauf nehmen.
Wenn man langfristig maximal 450€ im Minijob bzw. 415€ allgemein verdient, sei eine FV aber möglich. Unterhalt und Bafög gingen nicht in die Rechnung ein, es gehe nur um Erwerbseinkommen.

LG

Liska
 

Liska

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#52
Eine Frage stellt sich mr noch, vielleicht hat jemand eine Idee:

Seit 1/18 wird Kindergeld nur noch sechs Monate rückwirkend ab dem Monat, der dem der Antragstellung vorausgeht, gezahlt.

Wir hatten zu meinem 25. Geburtstag absolut keine Ahnung, dass meine Erkrankungen eine "Behinderung" im Sinne des Kindergeldes sind, die Behinderung bestand aber bereits zu diesem Zeitpunkt.
Ich habe das dieses Jahr zufällig in meinem Job herausgefunden. Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Auszahlung bis zu meinem 25. Geburtstag zu erwirken? Es geht um gut 12 Monate Kindergeld.

Mein Vater und ich haben in der Zeit, da ich Anspruch hatte, für das ich aber das Kindergeld nicht rückwirkend erhalten kann, Schulden gemacht, damit ich mein Leben weiterfinanzieren kann. Der Schuldenberg wäre bei rückwirkender Auszahlung um den Betrag des Kindergelds geringer.

Die Familienkasse sagt, sie seien gesetzlich nicht in der Pflicht, darüber aufzuklären.
Ich meine - woher soll ich als psychisch kranker und ohnehin chronisch überlasteter Mensch mit einem ebenfalls betroffenen Vater denn überhaupt wissen, wie die Regelungen aussehen?
Durch die finanzielle Misere bin ich überhaupt erst in meine Depressionen gerutscht.

Bei etwaigen Antworten bitte freundlich bleiben. Danke vorab

Liska
 
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#53
Wenn ich mich richtig erinnere, dann hattet ihr in der Vergangenheit schon Anträge auf Weiterbewilligung des Kindergeldes gestellt, oder?

Dann müsste es ja Bescheide bzgl. Ablehnung geben. Enthalten die keine Rechtsbehelfsbelehrung, dann wäre innerhalb der verlängerten Frist von 12 Monaten noch ein Widerspruch möglich.

Andernfalls bleibt die Möglichkeit, bzgl. einer Ablehnung in der Vergangenheit einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X i. V. m. § 68 Nr. 9 SGB I zu stellen.
 

Liska

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#54
Hallo,

leider nicht, ich habe anfangs nicht gewusst, dass weiterhin Anspruch bestehen kann. Mir war nicht einmal wirklich gewahr, dass ich als chronisch kranker Mensch als "behindert" gelte, daher wurde der erste Antrag nach meinem 25. Geburtstag Ende März 2018 gestellt... diverse Instituionen bat ich um Hilfe, aber leider nicht die Familienkasse.

LG
 

Realist2

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#55
@ Liska
Ich bin erschüttert, wie in diesem Land mit den Studenten umgegangen wird. Ein Land, das kaum Bodenschätze hat, wie das Hiesige, verteuert die Bildung.
Eigentlich müsste jeder Student hofiert und gefördert werden; das ist Mitnichten der Fall.

Du fragtest nach einem P-Konto, dazu fallen mir zwei Bankinstitute ein. Zum einen die Norisbank, die ist langsam und dadurch nur bedingt empfehlenswert - und zum anderen die Fidor Bank. Dort kannst du ein Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen und eine EC-Karte beantragen.
Oder ein P-Konto bei o2 beantragen - die gehören auch zur Fidor Bank - und die Verwaltung deines Kontos kannst du per App steuern. Für Auszahlungen gibts die kostenlose Mastercard von o2. Überweisungen werden schnell ausgeführt und alles klappte reibungslos.
Die Kontoführungen bei der Norisbank und bei o2 sind jeweils kostenlos.

Lass dich nicht von deinem Wege abbringen und folge deinem Herzen.
 
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#56
Eigentlich müsste jeder Student hofiert und gefördert werden; das ist Mitnichten der Fall.
Eigentlich müssten gerade die Studenten mit Handicap besondere Unterstützung erfahren. Inklusion... Das ist in den Ämtern anscheinend nicht angekommen.

Der Einzelfall wird - wenn überhaupt - nur oberflächlich geprüft, der Student ist dann einfach "studierunfähig", wenn er länger braucht. Förderung gibts keine, man will ja "keine Sozialleistungen verschwenden". Nur mal was von den richtig krassen Sachen, die ich mir anhören musste...


@ Liska:

Hm, ich dachte, Du bzw. Dein Vater hättet der Familienkasse Deine Erkrankung im Rahmen von Anträgen nachgewiesen. Da fällt mir im Moment leider auch nichts ein, wie Du weiter rückwirkend das Kindergeld einfordern könntest.

Für die Überprüfung bräuchtest Du einen Bescheid oder sonstige Ablehnung der Familienkasse. Habt ihr vielleicht einen Bescheid bekommen, dass Kindergeld eingestellt wird wegen Überschreitung der Altersgrenze? Dann könnte man da evtl. mit der Überprüfung ansetzen...
 

Liska

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#57
Hallo,

danke für eure Antworten. Ich habe mich erst heute wieder eingeloggt, daher antwortete ich nicht früher.

Ehrlich gesagt fühlt es sich fast falsch an, mal keinen Gegenwind zu bekommen. Aber danke für eure Bestärkung. Fast niemand hat in der Situation Verständnis.

Ja, wir haben nachgewiesen, dass ich "behindert" bin, aber dazwischen lagen ja 24 Monate, in denen wir nicht wussten, dass ich Anspruch habe. Ich habe erst in meinem Nebenjob erfahren, dass ich weiterhin Anspruch haben könnte, aber das war zwei Monate nach der Verkürzung der Frist zur rückwirkenden Kindergeldauszahlung von 4 Jahre auf 6 Monate, da erhielt ich schon 24 Monate kein Kindergeld mehr. Dadurch habe ich ca. 3000€ = 15 Monate des Kindergeldanspruchs "verloren", die meinem Vater auch nicht mehr ausbezahlt werden sollen. Familienkasse sei dafür nicht verantwortlich. Danke für den Tipp mit dem Einstellungsbescheid - den dürfte mein Vater noch haben, das wäre tatsächlich eine Option. Ich weiß noch, dass ich Anfang 2017, da ich erfuhr, dass ich Anspruch habe, wochenlang wie paralysiert war und mich kaum aufs Lernen konzentrieren konnte, weil ich gesehen habe, dass mir in meiner finanziellen Not 3000€ an Unterstützung entgangen sind, die meinem Vater/mir eigentlich zustanden.
 
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#58
Hast du die Möglichkeit vom Vollzeitstudium ins Teilzeitstudium zu wechseln? Schau mal auf der Seite deines Studiengangs nach! Da sollte stehen, ob es auch in TZ verfügbar ist. Als Teilzeitstudent kannst du nämlich auch Alg2 bekommen.. Da kommt es nur auf das wöchentliche Arbeitspensum an, das ist halt so eine der Richtlinien vom ALG2, dass man nicht länger als so und so viele Stunden in der Woche verhindert sein darf..

Ich könnte zbs. auch auf meiner Uni ein TZ Studium machen, Vollzeit geht halt nicht mit Hartz4..

Haste eigentlich den KfW Studienkredit schon durch (bis max. 650€ pro Monat)?
 

Liska

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#59
Danke für deine Tipps.
An meiner Uni kann man leider generell nicht in Teilzeit studieren. In NRW allgemein soll es Unis geben, an denen das geht, aber meine gehört leider nicht dazu. :cautious: Gerade als chronisch psychisch Kranke/Behinderte wäre ich nicht "mal eben" vermittelbar, dh. wahrscheinlich hätte ich in Teilzeit relativ stressarm studieren können. Leider habe ich mich darüber erst informiert, als es schon zu spät war - ansonsten hätte ich mich womöglich direkt an einer anderen Uni immatrikuliert.

Mittlerweile ist das für mich sogar wieder weniger relevant, weil mein Freund bald sein Studium beenden und wahrscheinlich nicht schlecht verdienen wird - der wäre für mich unterhaltspflichtig, und da ich ihm nicht auf der Tasche liegen wollen würde, müsste ich so oder so arbeiten...

Den Studienkredit habe ich auch schon erhalten. Nicht unbedingt eine schlechte Sache, hat mich aber wegen der Verzinsung dennoch stark belastet. Der geht nun mit dem Bafög mit in die Insolvenz.
 

Liska

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#61
Danke, das hat sich für mich schon geklärt :) Ich habe ein Konto gefunden, das sich komplett über eine App handhaben lässt. Für einen chaotischen Menschen wie mich genau das Richtige. Und keine Kontoführungsgebühren, was natürlich sehr sinnvoll ist, wenn man wenig Geld hat.
 
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