Verzögerung bei der Antragsbearbeitung

danibert

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Hallo zusammen,

vor 3 Wochen stellte ich meinen Antrag auf Sozialhilfe.
Aktuell ist noch immer nicht über meinen Antrag entschieden worden. Auf Rückfrage beim Sozialamt hieß es, man müsse noch auf die Rückinfo meiner Bank warten (ja, man hat auch mich erpresst und mich unter Androhung der Antragsablehnung zur Einverständniserteilung genötigt). Zusätzlich fehle noch die Antwort von der Rentenversicherung, warum ich keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente habe. Sobald diese Infos vorliegen, wird entschieden, ob auch das Einkommen meiner Eltern geprüft werden muss - was dann ggf. auch erst noch gemacht werden muss. Alles in Allem wurde mir schon mal klar gestellt, dass die Bearbeitung noch dauert und ich nicht bis zum nächsten Ersten mit einer Entscheidung/Zahlung rechnen kann.

Auf die Frage, wie ich am 1. meine Miete bezahlen soll hieß es, das müsse ich eben von meinem Ersparten überbrücken!!!!!!!!!
Erspartes??? Ja geht´s noch? Gerade eben haben die mich bis auf die Unterhose durchleuchtet und wissen genau, dass ich hoch verschuldet bin, mit dem Dispo seit Monaten am Anschlag und keinen Cent in der Tasche habe!

Die Miete ist am 1. fällig und ich habe keine Möglichkeit, das Geld irgendwo her zu bekommen. Es sind nur noch 2 Wochen! Wenn mein Vermieter von meiner Situation erfährt, ist die Hölle los!
Was kann ich tun um das Ganze zu beschleunigen?
 

ZynHH

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Bis das Sozialamt leistet ist doch das JC zuständig?
 

danibert

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Wer hat denn bis jetzt gezahlt?
Habe bisher Krankengeld erhalten. Dieses ist aber zu Ende, d.h. ich wurde ausgesteuert. Durch die Erwerbsminderung hat mich das JC gleich postwendend wieder vor die Tür gesetzt. Aktuell bleibt mir daher nichts anderes übrig, als Grundsicherung zu beantragen.
 
S

silka

Gast
Habe bisher Krankengeld erhalten. Dieses ist aber zu Ende, d.h. ich wurde ausgesteuert. Durch die Erwerbsminderung hat mich das JC gleich postwendend wieder vor die Tür gesetzt. Aktuell bleibt mir daher nichts anderes übrig, als Grundsicherung zu beantragen.
Trotzdem sind 3 Wochen erigentlich keine lange Bearbeitungszeit beim Sozialamt.

Du kannst aber, wenn alle Stricke reissen, und du am 1.12. kein geld auf dem Konto hast, einen Vorschuss gem. § 42 SGB I verlangen. Und zwar zur sofortigen Barauszahlung.
Offenbar bist du ja dem Grunde nach leistungsberechtigt.
Oder kämen deine Eltern als Leistungsträger evtl. in Frage??
 

danibert

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Danke Silka! Das hilft mir schon mal weiter.
Nein, meine Eltern haben beide nur eine geringe Rente.
 

Myri

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Versuchen sollte man es natürlich aber viel Hoffnung habe ich da nicht, denn einen Vorschuss kann man nur erhalten wenn die Leistungen dem Grunde nach feststehen und das bestreitet das Sozialamt. Vor Fälligkeit kann man so kein Geld erhalten.

Ich würde hier einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen und Beratungshilfe beantragen. Ein Antrag auf eine Einstweilige Verfügung könnte Sinn machen.

bye Myri
 

danibert

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Versuchen sollte man es natürlich aber viel Hoffnung habe ich da nicht, denn einen Vorschuss kann man nur erhalten wenn die Leistungen dem Grunde nach feststehen und das bestreitet das Sozialamt. Vor Fälligkeit kann man so kein Geld erhalten.

Ich würde hier einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen und Beratungshilfe beantragen. Ein Antrag auf eine Einstweilige Verfügung könnte Sinn machen.

bye Myri
Den Fachanwalt kann ich mir leider nicht leisten.
An wen wende ich mich, um die einstweilige Verfügung zu beantragen?
 

Myri

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Der Anwalt wird über die Beratungshilfe von der Landesjustizkasse bezahlt. Sie zahlen höchstens 15 Euro.

Eine Einstweilige Verfügung kann man bei der Rechtsantragsstelle des zuständigen Sozialgerichts beantragen. Weisen Sie Mittellosigkeit nach und machen Sie glaubhaft, dass das Sozialamt unnötig verzögert.

bye Myri
 
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