Verzinsung Bafög-Nachzahlung abgelehnt wg. nicht voll abgerufenem Darlehen?

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(k)einEinzelfall

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Hallo zusammen!

Mache hierfür mal einen neuen Thread auf. Ich hatte vor einiger Zeit einen Überprüfungsantrag gestellt, weil eine Bafög-Nachzahlung in 2015 nicht verzinst wurde. Mein Antrag wurde abgelehnt; hierzu würde mich eure Meinung/Erfahrung interessieren.

In der „Kurzversion“:

Wegen meiner Behinderung(en) verzögert sich mein Studium. Deshalb hatte ich bis Anfang 2012 Bafög über die Förderungshöchstdauer hinaus als Vollzuschuss erhalten. Ab 04/2012 wurde mir eine weitere Förderung versagt. Begründung: eine weitere Überschreitung der Förderungshöchstdauer wegen meiner Behinderung sei nicht mehr angezeigt (Gutachten wurden im Widerspruchsverfahren weder ein- noch angefordert). Mir wurde lediglich eine Studienabschlussfinanzierung (vollverzinstes kfw-Bankdarlehen) bewilligt.

Die Sache ging dann vor das Vw-Gericht. Auch währenddessen war das Amt nicht in der Lage, das vom Gericht eingeforderte ärztliche Gutachten vorzulegen, das die Ablehnung unterstützt hätte. Das Gutachten wurde dann von meinem Anwalt bei meinen behandelnden Ärzten eingeholt. Hierauf bewilligte das Amt dann Ende 2014 die Vollzuschussförderung (auch für ein weiteres Semester).

Die monatlichen Darlehenszahlungen hatte ich zum einen betragsmäßig begrenzt; zum anderen auch noch zur Laufzeit zurückgezahlt. Im Mai 2013 war das Darlehen vollständig zurückgezahlt. Die bis dahin angefallenen Darlehenszinsen wurden mir vom Amt erstattet. Anfang 2015 erhielt ich dann die Bafög-Nachzahlung i. H. v. ca. 8000 Euro. Verzinst wurde der Betrag nicht.

Mein Überprüfungsantrag wurde nun mit der Begründung abgelehnt, dass es nicht zu Lasten des Amtes gehen kann, dass ich die Darlehensbeträge nicht vollständig abgerufen habe. Selbst wenn ich die vollen Beträge abgerufen hätte, hätte ich das Darlehen wohl gleich schnell zurückgezahlt – aus Angst vor der damit verbundenen zusätzlichen Verschuldung.

Welche Erfahrungen habt ihr zu einer solchen Fallkonstellation? Könnt ihr mir Kommentare etc. zur Lektüre empfehlen? Rechtsprechung scheint es keine zu geben zu dem Thema.

Danke schonmal!
 
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